Kreta Testbericht

Kreta
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Erfahrungsbericht von Patri500k

Kreta - Hintergründe, Tips & Empfehlungen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es ist etwas zauberhaftes mit diesem Kreta, und auch wenn der Massentourismus die schönste Insel Europas leider nicht verschont, so hat man noch die Möglichkeit abseits der \"Touristenhölle\" einen wunderbaren Urlaub zu verbringen.

Die Insel überzeugt vor allem durch eine Vielzahl an schönen Stränden, ein herrliches Mittelmeer, eine klimatisch besonders günstige Situation, zauberhafte Städte und nicht zuletzt durch Ihre Bewohner.

\"Die Kreter\"

Man ist hier in Griechenland, und doch wieder nicht. Denn die Menschen sind zwar Griechen, und auch wieder nicht. Es sind Kreter. Vielleicht ist es ein klein wenig so wie bei Goscinny\'s kleinem französischem Dorf, daß diese grichische Insel ein letztes Bollwerk der Lebensfreude in einer ansonsten überwiegend geschäftsmäßigen und tristen Welt ist.

Um die Kreter besser zu verstehen, reicht vielleicht ein kleiner Blick auf Ihre Geschichte, welche so ganz anders verlaufen ist als die von Restgriechenland. Ein Ausblick auf Kretas phantastische Mythologie - hier beginne ich mit dem 12.Jhd., in welchem der Staat Griechenland die Insel Kreta aufgrund hoher Staatsschulden an Venezien verkauft hat. Selbstverständlich ist dieser Wechsel nicht ohne Konsequenzen für die seit jeher reiche Insel im Mittelmeer geblieben. Noch heute prägt der Aufbau der Venezianer maßgeblich das Stadtbild einiger Städte der Insel. Die damalige Hauptstadt Heraklion (Iraklio) ist abgesetzt worden, neue Monopole unter venezianischer Herrschaft wurde die Stadt \"Chania\", Kreta hieß selbst \"Candia\".

Aber es schickten sich neue Herrscher an, die Insel zu regieren: nach einer zweihunder Jahre andauernden Belagerung durch die türkische Flotte gelingt es, Kreta zu erobern, von den Venezianer zu \"befreien\" und selber zu unterjochen. Es folgt eine unruhige Zeit, in der die kretische Bevbölkerung mehrfach gegen Ihre neuen Herren erfolglos rebelliert. Erst 1913 nach dem Griechisch/Türkischem Krieg schließlich wird Kreta wieder Griechenland zugesprochen.

Die Spuren aus diesen Zeiten sind heute noch präsent: In Heraklion und auch in Chania, aber auch in vielen anderen Städten finden sich zahlreiche venezianische Bauwerke neben einigen (erhaltenen) türkischen Moscheen. Von den Türken ist vieles übernommen worden, nur sollte man sich hüten, einen Kreter darauf aufmerksam zu machen, daß ein entsprechendes Produkt doch eher türkisch ist. So heißt der \"Mokka\" hier \"griechischer Kaffee\", und wenn man Ouzo bestellt, dann bekommt man in \"einheimischen\" Bars eher einen Raki.

Man kann den Eindruck gewinnen, daß von all den Quärelen der Vergangenheit das Beste an Kreta hängengeblieben ist. Diese Menschen sind weltoffen und interessiert, gleichermaßen lebensfroh und gastfreundlich, wie man es selten erlebt. Wer den Gedanken verfolgt (weil man es leider vielerorts so antrifft), die sogenannte Gatsfreundschaft diene ausschließlich dem Zweck,Touristen an ein entsprechendes Objekt zu binden und Profite zu erzielen, der irrt. So habe ich es beispielsweise erlebt, daß wenn man den \"letzten Abend\" auf der Insel verbringt und wehmütig dem Besitzer einer liebgewonnenen Taverne davon berichtet, daß es am nächsten Tag in die karge Heimat geht, plötzlich noch einmal so richtig aufgetischt wird - und das völlig kostenlos. Und auch in unserem Stammclub, welcher zwar auch sehr touristisch gefärbt war, wurden wir nach Geschäftsschluss aufgefordert, unsere letzte Nacht noch bis in die Morgenstunden mit den Eigentümern zu verbringen - wieder ohne an einen Gegenwert zu denken. Zu moderner Musik wurde uns noch der \"Syrtaki\" gelehrt.

\"Die Städte\"

Natürlich habe ich während meiner zwei Aufenthalte nich alle Städte der Insel kennenlernen können, habe aber die wichtigsten besucht. Tips zum Reisen auf Kreta werde ich später noch geben.

\"Heraklion - das hässliche Herz\"

Wenn man zum Landeanflug auf Heraklion ansetzt, ist man eventuell geneigt zu denken, man hätte sich ggfs. doch ein anderes Reiseziel ausgesucht. Hässliche Bauten unkoordiniert neben Bauruinen - Schmutz und TRümmer, das ist der Eindruck, welchen diese Stadt auf den ersten Blick vermittelt. Doch dieser Eindruck trügt - und zwar gewaltig. Denn in dieser Stadt ist neben Lärm und Schmutz noch etwas anderes, welches ich das \"pure Leben\" nennen möchte. Und eine ausgedehnte Expedition durch die Straßen Heraklions fördert schließlich ganz unterschiedliche und wunderbare Plätze zu Tage. Wohl keine andere Stadt verfährt so unkompliziert, und so kann man im Ortskern eine Menge an interessanten Geschäften und Boutiquen finden, in welchen man sehr gut einkaufen kann. Rund um den \"Morosini-Brunnen\" kann man mit etwas Glück eine kleine, aber feine Taverne finden - aber Obacht! Die Gastronomie direkt beim Brunnen ist arg touristisch angehaucht - das heißt schlechtes Essen zu überhöhten Preisen. Ein kleiner Spaziergang hinunter zum Hafen sollte aber auf jeden Fall angegangen werden - hier empfiehlt es sich, das venezianische Fort am alten Hafen zu besuchen. Läuft man die verkehrsreichen Straßen in Richtung des neuen Hafens herunter, so findet hier mit etwas Glück ein \"Markt\" ähnlich unserer Trödelmärkte statt. Statt Bratwurstbuden findet man hier Händler, welche Melonen und Souvlaki (Schweinefleischspieße) als Fingerfood feilbieten. Auch ein Besuch im archiologischem Museum bietet sich in Heraklion an: hier lagern die Ausgrabungsstücke der 4000 Jahre alten Kultur der Minoer. Wer darüber hinaus noch Lust hat, sich kulturell zu bilden, sollte auch das historische Museum der Insel besuchen. Besonders gut und günstig kann man in den Marktstraßen Iraklions Gewürze, das gute Olivenöl, kretischen Wein, den unvergleichlichen Thymianhonig und ähnliche (Raki!) für den Export in Richtung Heimat erstehen. Darüber hinaus lohnt das Suchen nach kleineren versteckten Geschäften, weil hier noch in Handarbeit gefertigt wird und so auch das ein oder andere Souvenier (Lederwaren, Steingut u.ä.) erworben werden kann.

Außerhalb der Stadt liegen die Ruinen des Königspalastes \"Knossos\". Das Reich von König Minos und das sagenhafte Labyrinth sollte sich kein Kretareisender entgehen lassen.

\"Chania - die schöne Kühle mit der Piratenbucht\"

Die zweitgrößte Stadt der Insel liegt im Westen. Nicht ganz zu Unrecht gilt Chania als die schönste Stadt der Insel. Einmalig ist mit Sicherheit der venezianische, alte Hafen. Betritt man diese Promenade zum ersten Mal, dann kommt man sich ein wenig wie in einem alten Mantel- und Degenfilm in einem typischen Piratennest vor. In Chania verliert sich ein wenig die Zeit: die kleinen bunten Häuser venezianischen Stils mit all den kleinen und feinen Tavernen und Geschäften sowie die Holzboote auf dem Wasser laden zum Verweilen bis zum Anbruch der Nacht ein. In der Tat kann man - auch wenn alles ein klein wenig touristisch gefärbt scheint - in der ein oder anderen Taverne ganz ausgezeichnet fangfrischen Fisch verzehren - was sich selbstverständlich auch anbietet. Ein Abend hier am Wasser zu verbringen sollte ebenfalls jeder Kretareisende in Betracht ziehen - zu romantisch ist diese Kulisse, als daß man auf diesen Augenblick verzichten möchte. Von weiterem Interesse ist neben einem Spaziergang durch die Stadt, welche überaus reizvolle Gassen und kleine Geschäfte ähnlich wie Iraklion aufweist, die Markthalle. Hier kann man all die Herrlichkeiten, welche auf den Tischen der Taverne kredenzt werden, frisch erwerben. Es bietet sich selbstverständlich der Erwerb einheimischen Käses oder ähnlicher Produkte an.

\"Aghios Nikolaos\"

Meiner persönlichen Meinung/Geschmack nach ist Aghios Nikolaos die eigentlich schönste Stadt auf Kreta. Erbaut auf mehreren kleinen Hügeln am Meer mit einer kleinen Felsenbucht in Ihrem Zentrum ist Sie bereits aufgrund dieser Ausgangslage idealer Kandidat. Steile Straßen mit bunten Geschäften, kleine Gäßchen und gepflegte Alleen laden ein zum Flanieren und bummeln. Die avernen rund um die kleine Bucht im Hafen der Stadt laden zum Speisen oder auf einen frischen Drink ein. (Übrigens: auf der ganzen Insel werden oft frisch gepresste Säfte angeboten, wobei vor allem der Erdbeersaft und Melonensaft zum Probieren einladen). Abends findet man auch rund um die Bucht kretische Clubs, wo man gemeinsam mit den Einheimischen feiern kann - oder man zieht sich in eine Taverne oberhalb der Hügel zurück, von welcher man einen schönen Ausblick auf die im Schein der vielen Lampen leuchtenden Bucht und das nahe Meer hat.

Es gibt noch zahlreiche andere Städte auf Kreta, aber diese drei liegen mir besonders am Herzen. Idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen auf der Insel ist Heraklion oder Rhetimnon (eine ebenfalls sehr schöne Stadt am Meer) an der Norküste. Quartiert man sich in einer der beiden Städte ein, so kann man problemlos die anderen im Laufe eines Aufenthaltes ansteuern. Entweder mit einem Mietwagen, dem Taxi oder den Bussen!

\"Das Busfahren auf Kreta\"

Das Reisen per Bus ist auf Kreta relativ Problemlos. Es gibt in jeder Stadt Busbahnhöfe, in welchen man günstig ein Billet in eine andere Stadt erwerben kann. Ansonsten fahren auch Stadtinterne Linien, wobei man in der nähe der Bushaltestellen viele Möglichkeiten hat, ein Tiket zu kaufen. In fast jedem Geschäft oder Kiosk sind diese Parat. In den Stadtlinien steigt man mit dem so erworbenen Tiket beim Fahrer ein (das Tiket kann nur vor der Fahrt erworben werden), und es folgt ein in meinen Augen sehr schönes Ritual: Jeder Fahrgast passiert den Fahrer und hält ihm sein Billet entgegen, dieser ergreift es, beide Parteein halte ein Ende fest und der Fahrer entwertet das Tiket, indem er es abreißt. So wird für eine kurze Zeit ein persönliches Band zwischen Fahrgast und Fahrer geschmiedet. Anders läuft es mit den \"Überlandfahrten\". Hier werden Billets je nach Zielort am Bahnhof erworben. Zusätzlich zum Fahrer befindet sich noch ein zweiter Mitarbeiter im Bus, welcher die Tikets im Laufe der Fahrt kontrolliert.

\"Die Tavernen\"

Wer gut essen möchte auf Kreta, der sollte zunächst schauen, ob die Taverne mit dem Ziel, Touristen anzulocken (gräßliche Fotos des Speisenangebots etc.) geführt wird, oder ob es sich um eine rustikale Kretische Taverne handelt. Üblicherweise bestellt auf Kreta in einer Runde eine Person - der \"Patron\". Dieser muss am Ende auch die Rechnung begleichen - getrenntes Zahlen ist eher verpöhnt. Sinn ist es auch, daß der \"Patron\" einer Runde an Gästen bei der Auswahl der Speisen sich auch von deren Qualität überzeugen soll - d.h. er geht mit dem Inhaber der Taverne in die Küche und schaut sich an, was es gutes im Angebot gibt. In den meisten Restaurants ist es jedoch auch möglich, a la Card zu bestellen - jodoch kann ich erstere Methode nur empfehlen. Einige Gatswirte geben gerne kleine Geschenke aus - so ist eine Flasche kretischen Weins extra zum Essen nicht unüblich - natürlich der obligatorische Raki im Anschluss ebenso wenig - wobei je nach Lust, Laune und Verständigung es bei dem einen nicht bleiben muss...

Bei Trinkgeld darf man sich ruhig großzügig zeigen, die Europäische 10% Regel ist auch auf Kreta anerkannt (in Deutschland übrigens auch...).

Bei der Speisenauswahl empfihlt sich natürlich frischer Fisch und Schalengetier aus dem Meer. Eine Spezialität auf Kreta scheinen \"Gartenschnecken\" in einem Getreide-Tomaten-Sud zu sein, eine Vorspeise, welche für Schneckenfreunde sehr zu empfehlen ist! Natürlich gibt es die zahlreichen Gemüse- und Joghurt-Pasten, welche trotz des hohen Olivenölanteils in Verbindung mit dem warmen Klima sehr bekömmlich sind, da das Ölivenöl besonders gut verdaulich ist! Besonders lecker ist natürlich das einheimische Zaziki, aber auch jene Paste aus Fischrogen (Taramas) oder auch die scharfe Knoblauch-Auberginen-Paste. Nicht zu vergessen sind natürlich der unvergleichbare Feta Käse oder auch Schweinefleischgerichte (Souvlaki; natürlich am besten vom Holzkohle-Holz-Grill) oder Aufläufe (Moussaka). Da ein Abend in der Taverne nicht ausschließlich der Nahrungsaufnahme dienen soll, halten es die Einheimischen so, daß sie mehrere Stunden bei verschiedenen Gängen selbst in der einfachsten Lokalität gemütlich miteinander verbringen - dabei das Lachen, Trinken, Erzählen und Leben nicht vergessen!

\"Das Nachtleben\"

Wer dennoch gerne auf seine Kosten kommen möchte und nach ausgiebigem Mahl sich in Getümmel stürzen möchte, dem sei ruhig auch einmal angeraten, einen grichischen Club aufzusuchen. Unter den Kretern zu feiern hat etwas sehr nettes, unkompliziertes. Auch in den Clubs wird die Gastfreundschaft gepflegt, so wird einem neben Getränken häufig als Gastgeschenk eine Auswahl an verschiedenen Sachen zum Knabbern angeboten - Melonenstückchen, natürlich auch Nüsse & Chips, Zuchinni, selbstverständlich Oliven u.ä.

\"Hotels\"

An Hotels habe ich die Gruppe der Grocotels kennen und schätzen gelernt. Als Symbol alternativen Tourismus setzen die Hotels dieser Gruppe gerne umweltschonende Mechanismen zum Erhalt der Insel ein. \"Bio\" wird ebenso in der Küche wie auch bei den Technologieformen (Abwasserentsorgung etc.) großgeschrieben. Wer aber meint, daß es hier angezeigt ist, daß die Gäste in Gesundheitslatschen herumlaufen und es zum Frühstück eine Auswahl an 10 unterschiedlichen Müslisorten bekommt, liegt falsch. Die Hotels zeichnen sich durch internationale Klasse und Niveau aus.

Mein persönlicher Tip ist das \"Agapi-Beach\" Hotel bei Heraklion im Stadtteil \"Ammoudara\", von wo aus man optimal die ganze Insel erreichen kann. Der Strand des Hotels ist für Sauberkeit ausgezeichnet, das Hotel selber verfügt über alle Annehmlichkeiten: Salzwasserpool, Süßwasserpools, eine überaus gepflegte Gartenlandschaft mit mehreren Anpflanzungen an detailliert beschriebenen exotischen Pflanzen, mehrere stilvolle Bars (Pianobar, Poolbar unter wießem Segeltuch), einer Taverne am Strand sowie ein außgezeichnetes Restaurant, in welchem man ein drei Gänge Menü einnehmen kann (Vorspeisenbuffet, Hauptmenue, Nachspeisenbuffet). Zusätzlich verfügt das Hotel über eine Autovermietung, Fahrradverleih, Kinderhort, Geschäfte, Internetcafe, Konferenzräume.

In Ammoudara selbst findet das Nachtleben der Hauptstadt Iraklion statt; d.h. es gibt entlang der Promenade besonders viele Clubs, von welchen ich vor allem das barracuda empfehlen kann, dessen nach hinten gelegene Stradtterrasse zum gemütlichen verweilen während der Nacht in der Bucht zu Heraklion einläd. Mit dem Bus von Ammoudara in die Innenstadt sind es nur ca. 10 Minuten.

\"Ausflüge\"

Neben erholsamen Tagen am Strand sollte man natürlich auch versuchen, die insel etwas kennenzulernen. Die drei wichtigsten Städte hatte ich schon genannt, daneben empfihlt sich mit Ausgangspunkt Heraklion ein Ausflug in das Ida Gebirge zur Geburtshöhle von Zeus, der Ideon Cave. Zwar ist die höhle alles andere als spektakulär, aber die Fahrt in das Gebirge selber stellt eine Herausvorderung über schmale Straßen an steilen Abgrunden vorbei dar, die den Trip besonders wertvoll mach. Zudem bietet das 2500 Meter hohe Gebirge nahe der Küste einen phantastischen Ausblick über die Insel, un auch die landschaftlichen Unterschiede über die Höhenmeter sind interessant. Besonders beeindruckend fand ich es, daß einige Kreter in dieser kargen und unwirtlichen steilen Höhenlandschaft kleine Dörfer errcihtet haben und hier auf \"Felsvorsprüngen\" ein dem modernen Leben angepasstes, zurückgezogenes Dasein fristen.

Ansonsten ist natürlich Knossos sowie das archäologische Museum für jeden Kreatreisenden Pflichtprogramm, denn hier kann man wahrhaftig die Spuren einer mythischen Kultur erleben.

\"Zum Abschluss: Mythologisches\"

Das Zentrum Kretas ist nach wie vor Heraklion - und war es seit 4000 Jahren. Zu dieser Zeit lebten dort die Minoer, wobei sich die Geschichtsforscher uneinig sind, ob sich hinter König Minos von Kreta eine einzelne Person oder ein ganzes Herrschergeschlecht verbirgt. Der Legende nach, welche auf Kreta wahr wird, lebte der König auf seinem Palast zu Knossos, dessen Ruinen bis heute erhalten sind. Tragisch ist die Geschichte seiner Arroganz, durch welche er dem Gott Poseidon einen göttlichen Stier gestohlen haben soll. Zur Strafe verfluchte der Gott Minos Gemahlin, daß sie den Stier begehren soll. Der Künstler Dädalus, welcher in Minos Diensten stand, würde durch Minos Gemählin genötigt, Ihr ein Gestell eines hölzernen Stiers zu bauen, durch welches Sie dem Stier beiwohnen könne. Aus dieser Unheiligen verbindung entstand der Minotaurus, halb Mensch, halb Tier. Minos beauftragte Dädalus, ein Labyrinth zu bauen, in welchem sich der Minotaurus verbergen ließe. Um dessen \"Fleischeslust\" zu stillen, sollten jährlich Gruppen von Jungfrauen dem Ungehauer geopfert werden. Dem ganzen bereitete schleißlich Theseus ein Ende, in dem er das Labyrinth bestieg und den Minothaurus erschlug. Uneinig sind die Experten sich heute auch, ob es sich bei dem Labyrinth von Knossos um den eigentlichen Palst, oder aber um ein Höhlensystem nahe Knossos handeln soll. Was man heute sehen kann, wenn man Knossos sieht, ist ein für die damalige Zeit sehr fortschrittliches System an Bauten. Der Palast wurde tatsächlich in einigen Stockwerken wie ein Labyrinth konstruiert - allerdings könnte dies auch ein Verteidigungsmechanismus im Belagerungsfall sein. Daneben sind in die Zwischenräume zwischen den starken Palastmauern Abwassersysteme integriert, mit deren Hilfe es schon zu der damaligen Zeit möglich war, die Palasträume zu Klimatisieren und gleichzeitig als Abwassersystem zu verwenden. Unter den Ausgrabungen selber fanden sich auch viele Gegenstände, welche auf hohen technischen Fortschritt hindeuteten z.B. Operationsbestecke, welche der Pristerkaste ermöglicht haben sollen, chirurgische Eingriffe vorzunehmen, aber auch Schmuckgegenstände hoher Kunstfertigkeit.

\"Fazit\"

Kreta ist meine absolute Lieblingsinsel. Macht man hier Urlaub, so sollte man Touristenzentren meiden und sich unter das pralle Leben mischen. Viele Kloster in den Bergen oder auch das Geburtshaus El Grecos laden zu Ausflügen ins Landesinnere ein. Man findet hier alles, was man zum Leben braucht: einen besonderen Schlag Menschen, gutes Essen und guten Wein, eine abwechslungsreiche, üppige Vegetation, Berge und Meer und viel Sehenswertes aus der Geschichte und Neuzeit.

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