Kurzgeschichten Testbericht

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Erfahrungsbericht von Chicy

Alf und Samson auf Abwegen

Pro:

???

Kontra:

???

Empfehlung:

Nein

Heute möchte ich euch mal eine Geschichte erzählen, die sich so ähnlich auf dem von mir besuchten Reiterhof zugetragen hat. Die Hauptrollen spielen darin 2 Haflinger mit den Namen Samson und Alf. Viele Male hatten wir das Vergnügen die beiden Ausreißer wieder einfangen zu dürfen. Dies veranlasst mich euch eine kleine Geschichte zu erzählen.


Es war einmal ein Tag wie jeder andere. Nein, vielleicht doch nicht wie jeder andere. Es war schon in aller Frühe richtig sonnig. Alf erwachte, da ihn ein Sonnenstrahl zwischen den Nüstern kitzelte. Nach vielem Blinzeln öffnete er die Augen. Samson, sein Boxen-Mitbewohner, stand schon auf seinen vier Hufen und gähnte herzhaft. Alf stand auf und schüttelte sich das Stroh aus dem Schweif und der Mähne. Plötzlich war er hellwach, stellte er doch fest, dass außer ihm und Samson niemand mehr im Stall war!

Verwundert fragte er Samson wo denn die anderen seien. Dieser meinte: „Du bist eine alte Schlafmütze. Diana hat schon lange gefüttert. Der zweite Ausritt ist unterwegs und die anderen sind auf der Koppel.“ „Und was ist mit uns?“ fragte Alf. „Wir sind wahrscheinlich beim Führausritt dabei“ antwortete Samson. „Wie Führausritt... und das ohne Frühstück?“ entrüstete sich Alf. Er war völlig geschockt, das war ja ein böses Erwachen heute.

Doch plötzlich hatte er eine Idee. Er lief zur Boxentür und probierte, ob er sie mit dem Maul öffnen könnte. Und entweder es war sein Glückstag oder es war einfach nur sein unglaubliches Talent, der Riegel sprang zurück, er drückte gegen die Boxentür und schon stand er auf der Stallgasse. Er winkte Samson zu ihm zu folgen.

Gemeinsam inspizierten sie einige leerstehende Boxen auf der Suche nach übrig gebliebenem Futter. Doch die anderen schienen mächtig Hunger gehabt zu haben, denn alles war leer. Auch die Futterkiste war abgeschlossen. Also machten sich die beiden auf den Weg im Freien etwas essbares zu finden. Sie gingen durch die Scheune (auch hier fanden sie keine Getreidereste unter der Mühle) und weiter vorbei am Offenstall.

Nun, keiner schien die beiden im Moment zu vermissen. Also entschlossen sie sich aus Langerweile für einen Spaziergang durch das Dorf, entlang der Straße, wo zum Glück kein Auto kam, denn davor fürchtete sich Alf.

Noch immer hatten sie nichts gefrühstückt.

Samson fragte einen Radfahrer nach der Uhrzeit und sie stellten fest, dass der Führausritt auf alle Fälle beendet wäre. So entschieden sie sich einfach wieder in den heimatlichen Stall zurück zu kehren. Sie machten einen kleinen Umweg über ein paar Felder und probierten hier und dort das Getreide und den Mais. Als sie in den Hof trabten stand Diana da und sie dachten, dass sie nun ganz böse auf die beiden sei. Aber diese redete ganz lieb, nahm beide am Halfter und erzählte irgendwas von ...sich Sorgen gemacht... und ... solche Angst um euch gehabt.

Sie tat den beiden richtig leid. Daran hatten sie gar nicht gedacht. Diana sperrte sie auch nicht in die Box, sondern entließ sie auf die Koppel. Die beiden versprachen in Zukunft nicht wieder auszureißen. Ob sie das wohl halten können?


auch veröffentlicht bei Ciao unter gleichem Nick

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