Kurzgeschichten Testbericht

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Erfahrungsbericht von rsdcberlin

Zwei Kurzgeschichten

Pro:

xxx

Kontra:

xxx

Empfehlung:

Nein

Liebe Yopi-Mitglieder,
heute will ich mal von meinen Erfahrungsberichten abschweifen und euch zwei Kurzgeschichten präsentieren. Diese stammen aus meiner Feder, denn solche Geschichten zu schreiben, ist ein großes Hobby von mir. Ich habe bereits sehr viele veröffentlicht. Viel Spaß beim Lesen.

###### Die Kaufhausdiebin ######

Sonja schob langsam und unauffällig die kleine Schachtel unter ihre Jacke und ging zielstrebig dem Ausgang des Kaufhauses entgegen, als ihr jemand von hinten auf die Schulter tippte ... Sonja erschrak. Erwischt, dachte sie und überlegte schon, wie sie sich herausreden sollte. \"Hallo Sonja\", hörte sie eine Stimme, die ihr merkwürdig vertraut vorkam. Sie drehte sich um, und sah ihren alten Schulfreund Klaus.

Sie lächelte ihn etwas gequält an. Ausgerechnet der muss mich erwischen, fuhr es ihr durch den Kopf. Au, au, das macht die Sache doch etwas komplizierter. Zu ihrem Erstaunen lächelte er sie aber auch an. Vielleicht hat er mich gar nicht erwischt überlegte Sonja weiter. \"Mensch Sonja, wir haben uns ja eine kleine Ewigkeit nicht gesehen\", sagte Klaus in herzlichem Tonfall, \"wie wärs, wollen wir einen Kaffee trinken gehen, hier ist gleich ein Restaurant.\" Sonja antwortete erleichtert \"au ja, wir können ja etwas plaudern\".

Sonja fiel ein Stein vom Herzen als sie die Kaufhauseingangstür durchschritten hatten und ihnen anscheinend niemand folgte. Sie gingen in ein Restaurant auf der anderen Straßenseite. Klaus bestellte zwei Kaffee. Sie sprachen über alte Zeiten. Sonja fragte ihn beiläufig \"und was machst du beruflich?\". \"Ich arbeite als Kaufhausdedektiv\", gab Klaus zur Antwort. Sonja liess vor Schreck beinah die Kaffeetasse fallen. Es verschlug ihr die Sprache. \"Ich hab schon gesehen, dass dir vorhin etwas unter die Jacke gerutscht ist\", unterbrach Klaus die Stille.

Sonja merkte, wie ihr das Blut in den Kopf schoss. An Ausreden war nicht mehr zu denken. \"Hast du denn das nötig?\" fragte Klaus. Sonja senkte ihren Blick und schüttelte den Kopf. \"Es kommt halt manchmal über mich\" gab sie leise von sich, \"irgendwie brauche ich den Kick\". Klaus sah sie lange an und nahm dann ihre Hand. \"Lass dir von einem Arzt helfen\" gab er ihr zu verstehen, \"sonst wird das mal böse enden. Gib mir die Schachtel, ich werde sie nachher unauffällig zurückbringen und dann Schwamm über die Sache.\" Sonja drückte seine Hand und nickte heftig. Sie tranken ihren Kaffee aus und verabschiedeten sich.

###### Schreck am Abend ######

Manfred war sich sicher, daß er die Wohnungstüre verschlossen hatte als er am Morgen das Haus verließ - und doch stand sie bei seiner Heimkehr sperrangelweit offen ...

Verdutzt und mit weit offen stehendem Mund blieb er stehen. Einbrecher---schoss es ihm durch den Kopf. Mensch, vielleicht sind die noch in der Wohnung, dachte er. Vorsichtig schlich er sich zur Tür. Klick machte es und das Treppenhauslicht ging aus. Manfred fluchte leise vor sich hin. Ausgerechnet jetzt muss das dumme Licht ausgehen. Es war stockfinster. Vorsichtig tastete er sich die Treppenhauswand entlang. Rrrrrring machte es. Er zuckte zusammen. Sein Herz raste.

Manfred konnte sich selbst ohrfeigen. Er war doch tatsächlich mit seiner Hand an den Klingeltaster geraten. Erst jetzt kam ihm die Idee, dass er ja ein Feuerzeug in seiner Jackentasche hatte. Er holte es heraus und zündete es an. Wieder erschrak er, aber es war nur sein eigener Schatten, der da an der Wand zu sehen war. Zögernd betrat er die Wohnung.

Durch das Flackern der Feuerzeugflamme sah alles gespenstisch aus. Wäre ich bloss in meiner alten Wohnung geblieben dachte er, da war ihm jedenfalls jahrelang so etwas nicht passiert.

Irgendwie wirkte der Eingangsbereich der Wohnung verändert. Plötzlich ging eine Tür auf und greller Lichtschein kam ihm entgegen und da stand eine Frau in der Tür. Sie sah ihn und fing furchtbar an zu schreien. Manfred liess vor Schreck das Feuerzeug fallen.

\"Raus hier sie Unhold\", kreischte die Frau, die offensichtlich ihre Stimme wiedergefunden hatte.Manfred zitterte am ganzen Körper. Aber langsam dämmerte es ihm, das war gar nicht seine Wohnung, er war offensichtlich eine Etage tiefer als erwartet. \"Tschuldigung, ich bin ihr neuer Nachbar\", gab er kleinlaut von sich, \"ich wollte mich nur mal vorstellen\". \"Ach so\", kam es jetzt freundlich zurück, \"na dann mal rein in die gute Stube\".

Artig folgte er der Aufforderung und nahm auf dem angebotenen Stuhl platz. \"Sie haben ihre Tür offengelassen\", begann er das Gespräch. \"Ja, ja, mein Mann ist nur mal kurz Zigarretten holen\", gab sie lachend zur Antwort, \" das Haus hier ist sicher, hier braucht man keine Angst zu haben\".

Dann begann sie zu plappern wie ein aufgezogener Osterhase. Manfred nickte immer nur aber in Gedanken war er bei sich und seiner übertriebenen Angst. Ein Glück, dass die das nicht mitbekommen hat, schoss es ihm durch den Kopf, und dann betrat auch schon ihr Mann die Wohnung.

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Ich hoffe, die Geschichten haben euch gefallen.
Euer rsdcberlin

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