Magersucht Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von summer18w
Magersucht- Wenn Essen zum Problem wird (ein längerer Bericht)
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Schön gleich Schlank. Bei Frauen zählen heute die Werte, Schönheit. Bei Männern Erfolg und Gesundheit.
Gut aussehen möchte irgendwie jeder, aber das krankhafte Streben danach ist sehr belastend (Körper und Seele können kaputt gehen).
Was ist Magersucht?( Anorexia nervosa)
Magersucht ist eine Essstörung, ihre Anzeichen sind vor allem Hungern, Gewichtsabnahme und extreme Gewichtskontrolle.
Der Begriff \"Anorexia nervosa\" ist eigentlich eine Fehlbezeichnung für diese Krankheit, doch hat sich der Begriff eingebürgert Anorexia bedeutet Appetitlosigkeit. Da haben wir es, auch wenn die Nahrungsaufnahme verweigert bzw. eingeschränkt wird hat jemand der magersüchtig trotzdem Appetit, sehr großen sogar, der jedoch aber verleugnet wird. Der Zusatz \"nervosa\" weist auf die psychischen Ursachen der Essstörung hin.
Die Anzeichen von Magersucht:
Die Betroffen sind nicht nur dünn, nein sie wiegen meistens mindestens15% weniger als ihr Normalgewicht ist. Viele magern bis zu 30 Kg ab.
Außerdem weisen sie folgende Charaktereigenschaften auf. Ihr Ziel, ein perfekter Körper. Sie haben Angst, fett zu werden. Leugnen dünn bzw. dürr zu sein (Selbstwahrnehmung ist gestört). Ständig werden Diäten gemacht. Kalorientabellen kennen sie meistens auswendig. Reden nur noch vom Essen und Kalorien. Kontrollieren ihr Gewicht ständig (mehrfach am Tag wird gewogen).Treiben übermäßig Sport(oft zur Erschöpfung), um Gewicht zu verlieren oder es zu halten. Sie haben Depressionen und sind stark reizbar.
Weitere Anzeichen wie man erkennt das Magersucht im Vollzug ist:
Der BMI (Body-Mass-Index) liegt bei oder unter 17,5 (gilt nur ab 18 Jahren). Vermeidung von Speisen mit hohen Kalorien.
Strenge oder gar keine Nahrungsaufnahme. Hyperaktiviät tritt auf (übertriebene körperliche Aktivität)
Die Gedanken kreisen ständig nur ums Essen und das Gewicht.
Sie wollen alleine sein. Weil es Ihnen peinlich ist. Freundschaften werden abgebrochen, man zieht sich von der Familie zurück.
Die Wahrnehmung ist völlig gestört. Egal wie dürr man ist, man findet sich zu dick. Appetitzügel und Abführmittel werden eingesetzt. Nahrungsaufnahme wird verweigert.
Hungergefühle werden unterdrückt.
Wie kann es zu Magersucht kommen?
Ursachen sind Einsamkeit, Stress, Ideale )Das Streben nach dem Schlankheitsideal,
was man aus den Medien her kennt), Falsche Vorbilder, Eltern und Geschwister und sogenannte Ich- Probleme. Einiges wird jetzt erklärt:
Falsche Vorbilder aus der Werbung und des Films
Jeder kennt die superschlanken Models aus der Werbung und Filmen. Sie vermitteln den Eindruck nur schlanke Frauen sind beliebt und erfolgreich.
Mädchen die in der Pubertät sind, müssen erst mal ein Gefühl für ihren „neuen“ Körper erreichen. Doch durch die Medien, wird dieses stark beeinflussen. Sie entwickeln sich zu Frauen und müssen somit ihr neues Selbstbild finden. Ein Gefühl von Sicherheit vermittelt der Versuch und die Kontrolle über ihr Körpergewicht zu haben. So wird das Gewicht zu einer wichtigen Rolle für das Selbstwertgefühl.
Das ist jedoch der falsche Weg, man sollte seinen Körper so akzeptieren und ihn nicht nach irgendwelchen Vorbildern zaubern. Viele sehr viele der Models leiden unter Magersucht( näheres weiter unten). Viele träumen von einer Karriere als Model oder Schauspielerin. Vielleicht schaffen sie es dahin und werden in Agenturen aufgenommen. Aber leider werden sie dort oft sexuell ausgenutzt.
Ich bin unzufrieden mit mir! (Ich-Problem)
Magersucht ist ein Hilfeschrei mit dem man zum Ausdruck bringen will, dass man Probleme hat (egal ob in Schule, auf der Arbeit, mit dem Partner). Man will zeigen wie schwach, zerbrechlich und unsicher man ist. Man denkt das sein dürres Äußeres ein Schutzschild ist, um nicht angegriffen zu werden. Und so sein Inneres zu schützen. Also im Prinzip Mitleid erzeugen.
Verschiedene Faktoren die bei Magersucht zusammen wirken (Biologische, psychologische u. gesellschaftliche Einflüsse).
Biologische Einflüsse: Es wird vermutet das bei Magersucht ein Störung in der Hinregion (wo das Essverhalten, sexuelle Aktivität und die Menstruation geregelt wird) vorliegt.
Studien haben belegt, dass eine genetische Veranlagung auch beteiligt ist.
Psychologische Einflüsse: Magersucht tritt sehr häufig während der Pubertät auf.
Ein Mädchen entwickelt sich zu einer Frau und muss somit ein neues entsprechendes Körpergefühl entwickeln. Wird das nicht geschafft, entsteht Unsicherheit. Um die Sicherheit wieder zu erlangen, wird die Kontrolle über sein Körpergewicht ausgeübt.
Gesellschaftliche Einflüsse: Mal wieder das sogenannte Schönheitsideal was Anfang der 60er Jahre sich entwickelt hat. Übergewicht bei Frauen wird in der Gesellschaft negativ bewertet. Aber Männer hingegen werden als stattlich bezeichnet, Frauen jedoch als fett.
Abgrenzung gegenüber Bulimie (Ess-Brech-Sucht)
Bei Bulimie kommt es zu Heißhungerattacken und danach muss das Essen wieder raus, egal wie. Dies geschieht z.B. dadurch das man sich den Finger in den Hals steckt und erbricht. Aber es gibt auch andere Methoden (näheres zu meinen anderen Bericht „Bulimie“). Und bei Magersucht wird gehungert. Aber es ist nicht selten das Magersüchtige auch Bulimie haben.
Einstiegsdroge Diäten:
Diät und die Magersucht hängen eng zusammen. Fast jede Frau hat schon mal eine Diät gemacht. Es gibt über 500 Diäten doch nur 5% davon helfen wirklich, sein Gewicht zu reduzieren. Durch das Schlankheitsideal werden immer mehr Diäten gehalten. Jedoch der Unterschied ist das wenn man wirklich das erreichte Gewicht erhalten hat, beenden Menschen (mit einer gesunden Körperwahrnehmung) auf und fangen wieder mit ihren „normalen“ und hoffentlich auch mit ihre neuen und gesunden Esssgewohnheit an. Jedoch Magersüchtige hungern weiter. Auch wenn das Zielgewicht schon längst überschritten ist. Immer wieder bildet sich ein neues Wunschgewicht, was durch Hungern erreicht werden muss.
Die Folgen!!!
Es kommt zu psychischen Veränderungen: Sie haben das Streben immer dünner zu werden.
Haben Angst vor einer Gewichtszunahme. Ein Gramm löst schon Panik aus. Das führt dazu sein Essverhalten noch strenger zu kontrollieren. Die Betroffenen sind oft stark reizbar, depressiv und zeigen Trauer.
Der Körper verändert sich durch die mangelnde Ernährung kann es zu schweren körperlichen Schäden kommen. Die Menstruation kann ausbleiben. Bei Beginn der Magersucht in der Pubertät, wird meist die körperliche Entwicklung stark gestört oder verzögert. Der Herzschlag kann sich verlangsamen, der Blutdruck und die Körpertemperatur sinkt, Hautprobleme können auftreten (Haut ist trocken, blass), Muskelschwäche, Unfruchtbarkeit, Haarausfall und Wassereinlagerungen im Gewebe sind Folgen der Magersucht. Magersüchtige sind Hyperaktiv (haben hohen Bewegungsdrang, gehen Joggen, Schwimmen usw.). Männer können impotent werden (mehr zu den Männern weiter unten). Nagel und Haare werden brüchig. Kreislaufschwäche tritt auf. Außerdem werden die Füße und die Hände taub.
Die Häufigkeit:
Magersucht hat extrem zugenommen, z.B. jede zweite Frau in Deutschland möchte gerne weniger wiegen. Der Anteil der Frauen die unter Essstörungen (Magersucht, Bulimie, Fettsucht) beträgt 95% und der Anteil der Männer ist auf 10% gestiegen.
Magersucht betrifft meistens die „Mittel- und Oberschicht“ bei Mädchen in der Pubertät. Magersüchtige sind meistens sehr Intelligent. Die Risikogruppe gilt zwischen dem 15 bis zum 25 Lebensjahr. Magersucht hat eine sehr steigende Tendenz, obwohl wenn man es auf die Gesamtbevölkerung bezieht, tritt Magersucht eher selten auf.
Zur Behandlung
Die Heilungschancen: Bei einer Behandlung erfolgt eine komplette Besserung etwas bei 30%. Sie erreichen ihr Normalgewicht. Bei etwa 35% stellt man eine Gewichtszunahme fest (Normalgewicht wird allerdings nicht erreicht). Bei 25% tritt keine Heilung ein. Ca. 10% sterben.
Bei vielen bleibt das Denken und die Einstellung zur Figur und Gewicht.
Wie erfolgt die Behandlung?
Um den Zustand zu bestimmen, erfolgt erst mal eine medizinische Untersuchung. Dann entscheidet sich ob eine Einweisung in ein Krankenhaus erfolgen muss. Oder eine ambulante Therapie ratsam ist.
Meistens wird eine kombinierte Therapie (mit Ärzten, Ernährungsberatern, Psychotherapeuten aber auch der Familie) angewandt. Somit soll eine physische Gesundheit und die gestörte Selbstwahrnehmung wieder hergestellt werden.
Man unterteilt die Therapie in zwei Abschnitte: Gewichtszunahme soll erst einmal erreicht werden.
Bei großer Gefahr (wenn Körpergewicht bei etwa 75% unter Normalgewicht liegt oder Selbstmordgefährdung besteht)erfolgt diese im Krankenhaus.
Zunächst muss eine Infusion erfolgen. Da wichtige Nährstoffe fehlen. Danach beginnt die Ursachenforschung und die Normalisierung des Gewichtes.
Die Betroffenen sollen überprüfen ob ihr Denken über Gewicht und Figur richtig ist. So erfährt man was sich erhofft wird, durch die Magersucht. Und kann darüber reden wie man die Ziele auch anders erreichen kann. So lernen die Patienten von ganz alleine das ihr Gewicht nicht mehr von ihrem Selbstwertgefühl abhängig ist.
Ein Problem ist das Magersüchtige nach Perfektion streben. Und hohe Ansprüche an sich selbst setzen. Sie haben somit die Sicherheit ihren Körper unter Kontrolle zu haben. Die Bestätigung kommt dann durch Abnahme des Gewichtes. Man darf sich bei der Behandlung nicht zu sehr mit den Ursachen beschäftigen, sondern sollte auf ein gesundes Essverhalten hinarbeiten. Denn die Patienten haben Angst, dass wenn sie normal essen, nicht mehr aufhören können und das muss bekämpft werden. Man muss leicht anfangen damit sie nicht ihn Panik geraten. Ein Ziel ist es das sie lernen was gesund ist (Getreide, Nudeln, Obst, Brot, Gemüse usw.). Und das auch Fett zu einer gesunden Nahrung dazu gehört. Sie lernen das in Prozenten kennen, welche Nahrung wichtig ist.
Man sollte wenn man magersüchtig ist, mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen als 3 große, lieber 6 bis 8 kleine Mahlzeiten. So das man sich nicht vollgestopft fühlt. Man muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass man durch das Essen wieder gesund wird.
Magersüchtige beginnen gern mit den Wieder-Essen-Prozeß (mit leichtverdaulichen Nahrungsmitteln,
wie z.B. Apfelmus, Kartoffelpüree, Makkaroni mit Käse, Haferflocken usw.). Wenn sich der Körper dann wieder an das Essen gewöhnt hat, kann man zu festerer Nahrung übergehen.
Die Waage sollte weggeworfen werden. Man sollte aufhören Kalorien zu zählen. Und lernen was normales Essen bedeutet. Wenn der Mann im Ohr sagt das man nicht essen darf, einfach essen und nicht auf ihn hören. Dadurch gewinnt man auch Kontrolle nur andersrum. Wenn man übermäßig Sport treibt, versuchen es langsam zu mäßigen. Auf alle Fälle sollte man aufhören Diätprodukte zu kaufen. Man soll Essen kaufen auf das man Lust hat.
Leichter gesagt als getan!!!
Warum fügt sich jemand absichtlich Schaden zu?
Viele Menschen die Magersucht spüren einen Drang sich selbst zu verletzen. Denn das hilft zu verdrängen. Menschen die das machen haben es sehr schwer sich zu öffnen und Hilfe an zu nehmen oder drum zu bitten.
Es gibt mehrere Varianten sich zu schaden:
Die Selbsverstümmelung: Das ist die extremste Form. Hier werden Gliedmaßen oder andere Körperteile amputiert (selbst eine Kastration ist möglich).
Dann gibt es noch die Form sich innerliche Verletzungen zu zufügen.
Das kann z.B. passieren wenn jemand sich beißt oder den Kopf gegen eine Wand schlägt.
Dann die, die sich äußere Verletzungen zuführen (die am häufigsten auftretende Form). Sich die Haare ausreisen, sich schneiden, selber schlagen, sich die Knochen brechen oder sich verbrennen/verbrühen.
Sachen die man tun kann um sich den Drang der Selbstverletzung zu entziehen:
Tief durchatmen; Entspannen; Telefonieren; Baden; Musik hören; nicht allein zu sein; spazieren gehen; Tagebuch schreiben; Gummi um die Hand binden und beim Drang es schnipsen lassen; Eiswürfel in die Hand nehmen und zudrücken (auch schmerzhaft aber nicht gefährlich) oder Bilder malen.
Es gibt so viele Sachen nur nicht sich weh zu tun!
Um es zu heilen zählt der Wille, wie bei allen anderen Sachen auch. Man sollte hier einen Therapeuten aufsuchen, der einen hilft die Ursachen raus zu finden. Unterschiedlich wird dies durch Hypnose oder auch Entspannungen versucht zu heilen. Manchmal ist natürlich auch ein Krankenhausaufenthalt notwendig.
Einige (wenige) Prominente die unter Magersucht leiden:
Victoria Beckham (Frau von David Beckham oder bekannt durch die Spice Girls):
Hat Magersucht und hat es jetzt auch öffentlich zugegeben.
Calista Flockhart (Ally Mc Beal) Ist magersüchtig und meint es kommt durch den Stress in der Schauspielbranche.
Victoria (Prinzessin von Schweden) litt an Magersucht.
Jennifer Aniston(Friends): musste abnehmen, hätte sonst ihren Job verloren. Wiegt nur noch 51 Kg.
Selbst Christina Aguilera ist magersüchtig und nach ihrer meinung kommt es durch den vielen Stress. Sie wiegt nur noch 48kg.
Helen Hunt: Sie machte eine Radikaldiät für die Oscarnacht. Sie wiegt nun noch 49kg
Männer mit Magersucht: Wenn es um Magersucht geht, denkt man sofort an Frauen, es gibt aber auch immer mehr Männer die erkrankt sind. Bei Männern ist es oft schwerer aufzudecken.
Das krankheitsbild ähnelt der wie bei einer Frau. Sie beschäftigen sich weniger um das Gewicht, sind weniger depressiv und selbsthassend. Außerdem nehmen sie kaum Abführmittel und Diätpillen ein.
Männer schämen sich für diese Krankheit sehr. Und da viele Kliniken mit Essstörungen bei Männern nicht vertraut sind, identifiziert man es nur bei schwersten Fällen. Bei Männern beträgt das Alter bei der Risikogruppe etwa 18 bis 26 Jahren (das hängt wahrscheinlich damit zusammen das die Jungen später in die Pubertät kommen).
Homosexualität und Essstörungen
Oft wird die Homosexualität als Grund für die Entwicklung einer Essstörung bei Männern in Betracht gezogen. Durch Konflikte in der Jugend. 53% der essgestörten Männern sind homosexuell.
Mögliche Auslöser bei Männern könnte Training für (Leistungs-) Sport sein. Aber auch Ende einer Partnerschaft, Hänseleien wegen Übergewicht können dazu führen.
Magersucht bei Sportlern:
Viele Sportler leiden unter Magersucht (Tendenz auch hier steigend), denn sie leiden unter einem sehr großen Druck. Risikosportarten sind z.B. Turnen, Eiskunftlauf, Tanzen, Synchronschwimmen und eher selten dagegen Skifahren, Basketball und Volleyball.
Da es bei den Risikosportarten u.a. auch um Ästhetik geht, es der Druck, dünn zu sein sehr groß.
Für viele gilt ein niedriges Körpergewicht meistens für Vorteile im Wettkaump. Etwa beim Boxen, Judo und Skispringen.
Einige prominente Fälle
Auf einen Treffen in Budapest (1988) meinte ein Schiedsrichter die Weltklasse Tunrerin Christy Heinen wäre zu dick, stürzte sie sich in Magersucht und Bulimie. 1994 starb sie an den Folgen im Alter von nur 22 Jahren.
Kathy Johnson, Cathy Rigby und auch Nadia Comanec haben zugegeben, mit Esstörungen u kämpfen.
Doch kein Titel ist es wert, für ihn zu sterben!!!
Ich leide selber an Magersucht, dank meines Freundes bin ich wieder zum Essen gekommen. Eine Therapie möchte ich nicht machen, weil ich schon einiges erlebt habe. Ich hatte eine Freundin sie ist/war (hab leider keinen Kontakt mehr, weil sie die Klinik gewechselt hat) magersüchtig, sie kam in eine Nervenklinik. Eigentlich sollte diese Klinik helfen- Irrtum. Sie tuen alles um nichts zu Essen. Stecken sich zum Beispiel das Essen in die Taschen. Oder gehen auf Klo und übergeben sich. Wenn sie zum Wiegen(was nur im Slip passiert) müssen stecken sie sich Gewichte (vom Angelgeschäft) in die Scheide oder machen sich Wickelblei in die Haare, denn da kommt es auch schon um paar Gramm an. Und die Betreuerinnen sind noch mit Ihnen rauchen gegangen. Und Nikotin ist nun mal ein Appetitzügler. Zwar kommt es ab und zu dazu das ich nichts esse aber ich denke ich kann es kontrollieren und wenn es nötig ist würde mein Freund zum Allerletzten greifen. Wie er heute meinte würde er wenn er keinen Ausweg mehr sieht, mich bewusstlos schlagen und dann den Krankenwagen rufen damit ich künstlich ernährt werde. Hört sich hart aber irgendwie ist es auch schon rührend.
Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Und der Bericht hat mir die Augen weiter geöffnet. Und auch einige Folgen machen sich bei mir bemerkbar (Haarausfall, Taube Hände und Füße, Kreislaufprobleme). Doch ich will jetzt endlich versuchen normal zu Essen.
Gut aussehen möchte irgendwie jeder, aber das krankhafte Streben danach ist sehr belastend (Körper und Seele können kaputt gehen).
Was ist Magersucht?( Anorexia nervosa)
Magersucht ist eine Essstörung, ihre Anzeichen sind vor allem Hungern, Gewichtsabnahme und extreme Gewichtskontrolle.
Der Begriff \"Anorexia nervosa\" ist eigentlich eine Fehlbezeichnung für diese Krankheit, doch hat sich der Begriff eingebürgert Anorexia bedeutet Appetitlosigkeit. Da haben wir es, auch wenn die Nahrungsaufnahme verweigert bzw. eingeschränkt wird hat jemand der magersüchtig trotzdem Appetit, sehr großen sogar, der jedoch aber verleugnet wird. Der Zusatz \"nervosa\" weist auf die psychischen Ursachen der Essstörung hin.
Die Anzeichen von Magersucht:
Die Betroffen sind nicht nur dünn, nein sie wiegen meistens mindestens15% weniger als ihr Normalgewicht ist. Viele magern bis zu 30 Kg ab.
Außerdem weisen sie folgende Charaktereigenschaften auf. Ihr Ziel, ein perfekter Körper. Sie haben Angst, fett zu werden. Leugnen dünn bzw. dürr zu sein (Selbstwahrnehmung ist gestört). Ständig werden Diäten gemacht. Kalorientabellen kennen sie meistens auswendig. Reden nur noch vom Essen und Kalorien. Kontrollieren ihr Gewicht ständig (mehrfach am Tag wird gewogen).Treiben übermäßig Sport(oft zur Erschöpfung), um Gewicht zu verlieren oder es zu halten. Sie haben Depressionen und sind stark reizbar.
Weitere Anzeichen wie man erkennt das Magersucht im Vollzug ist:
Der BMI (Body-Mass-Index) liegt bei oder unter 17,5 (gilt nur ab 18 Jahren). Vermeidung von Speisen mit hohen Kalorien.
Strenge oder gar keine Nahrungsaufnahme. Hyperaktiviät tritt auf (übertriebene körperliche Aktivität)
Die Gedanken kreisen ständig nur ums Essen und das Gewicht.
Sie wollen alleine sein. Weil es Ihnen peinlich ist. Freundschaften werden abgebrochen, man zieht sich von der Familie zurück.
Die Wahrnehmung ist völlig gestört. Egal wie dürr man ist, man findet sich zu dick. Appetitzügel und Abführmittel werden eingesetzt. Nahrungsaufnahme wird verweigert.
Hungergefühle werden unterdrückt.
Wie kann es zu Magersucht kommen?
Ursachen sind Einsamkeit, Stress, Ideale )Das Streben nach dem Schlankheitsideal,
was man aus den Medien her kennt), Falsche Vorbilder, Eltern und Geschwister und sogenannte Ich- Probleme. Einiges wird jetzt erklärt:
Falsche Vorbilder aus der Werbung und des Films
Jeder kennt die superschlanken Models aus der Werbung und Filmen. Sie vermitteln den Eindruck nur schlanke Frauen sind beliebt und erfolgreich.
Mädchen die in der Pubertät sind, müssen erst mal ein Gefühl für ihren „neuen“ Körper erreichen. Doch durch die Medien, wird dieses stark beeinflussen. Sie entwickeln sich zu Frauen und müssen somit ihr neues Selbstbild finden. Ein Gefühl von Sicherheit vermittelt der Versuch und die Kontrolle über ihr Körpergewicht zu haben. So wird das Gewicht zu einer wichtigen Rolle für das Selbstwertgefühl.
Das ist jedoch der falsche Weg, man sollte seinen Körper so akzeptieren und ihn nicht nach irgendwelchen Vorbildern zaubern. Viele sehr viele der Models leiden unter Magersucht( näheres weiter unten). Viele träumen von einer Karriere als Model oder Schauspielerin. Vielleicht schaffen sie es dahin und werden in Agenturen aufgenommen. Aber leider werden sie dort oft sexuell ausgenutzt.
Ich bin unzufrieden mit mir! (Ich-Problem)
Magersucht ist ein Hilfeschrei mit dem man zum Ausdruck bringen will, dass man Probleme hat (egal ob in Schule, auf der Arbeit, mit dem Partner). Man will zeigen wie schwach, zerbrechlich und unsicher man ist. Man denkt das sein dürres Äußeres ein Schutzschild ist, um nicht angegriffen zu werden. Und so sein Inneres zu schützen. Also im Prinzip Mitleid erzeugen.
Verschiedene Faktoren die bei Magersucht zusammen wirken (Biologische, psychologische u. gesellschaftliche Einflüsse).
Biologische Einflüsse: Es wird vermutet das bei Magersucht ein Störung in der Hinregion (wo das Essverhalten, sexuelle Aktivität und die Menstruation geregelt wird) vorliegt.
Studien haben belegt, dass eine genetische Veranlagung auch beteiligt ist.
Psychologische Einflüsse: Magersucht tritt sehr häufig während der Pubertät auf.
Ein Mädchen entwickelt sich zu einer Frau und muss somit ein neues entsprechendes Körpergefühl entwickeln. Wird das nicht geschafft, entsteht Unsicherheit. Um die Sicherheit wieder zu erlangen, wird die Kontrolle über sein Körpergewicht ausgeübt.
Gesellschaftliche Einflüsse: Mal wieder das sogenannte Schönheitsideal was Anfang der 60er Jahre sich entwickelt hat. Übergewicht bei Frauen wird in der Gesellschaft negativ bewertet. Aber Männer hingegen werden als stattlich bezeichnet, Frauen jedoch als fett.
Abgrenzung gegenüber Bulimie (Ess-Brech-Sucht)
Bei Bulimie kommt es zu Heißhungerattacken und danach muss das Essen wieder raus, egal wie. Dies geschieht z.B. dadurch das man sich den Finger in den Hals steckt und erbricht. Aber es gibt auch andere Methoden (näheres zu meinen anderen Bericht „Bulimie“). Und bei Magersucht wird gehungert. Aber es ist nicht selten das Magersüchtige auch Bulimie haben.
Einstiegsdroge Diäten:
Diät und die Magersucht hängen eng zusammen. Fast jede Frau hat schon mal eine Diät gemacht. Es gibt über 500 Diäten doch nur 5% davon helfen wirklich, sein Gewicht zu reduzieren. Durch das Schlankheitsideal werden immer mehr Diäten gehalten. Jedoch der Unterschied ist das wenn man wirklich das erreichte Gewicht erhalten hat, beenden Menschen (mit einer gesunden Körperwahrnehmung) auf und fangen wieder mit ihren „normalen“ und hoffentlich auch mit ihre neuen und gesunden Esssgewohnheit an. Jedoch Magersüchtige hungern weiter. Auch wenn das Zielgewicht schon längst überschritten ist. Immer wieder bildet sich ein neues Wunschgewicht, was durch Hungern erreicht werden muss.
Die Folgen!!!
Es kommt zu psychischen Veränderungen: Sie haben das Streben immer dünner zu werden.
Haben Angst vor einer Gewichtszunahme. Ein Gramm löst schon Panik aus. Das führt dazu sein Essverhalten noch strenger zu kontrollieren. Die Betroffenen sind oft stark reizbar, depressiv und zeigen Trauer.
Der Körper verändert sich durch die mangelnde Ernährung kann es zu schweren körperlichen Schäden kommen. Die Menstruation kann ausbleiben. Bei Beginn der Magersucht in der Pubertät, wird meist die körperliche Entwicklung stark gestört oder verzögert. Der Herzschlag kann sich verlangsamen, der Blutdruck und die Körpertemperatur sinkt, Hautprobleme können auftreten (Haut ist trocken, blass), Muskelschwäche, Unfruchtbarkeit, Haarausfall und Wassereinlagerungen im Gewebe sind Folgen der Magersucht. Magersüchtige sind Hyperaktiv (haben hohen Bewegungsdrang, gehen Joggen, Schwimmen usw.). Männer können impotent werden (mehr zu den Männern weiter unten). Nagel und Haare werden brüchig. Kreislaufschwäche tritt auf. Außerdem werden die Füße und die Hände taub.
Die Häufigkeit:
Magersucht hat extrem zugenommen, z.B. jede zweite Frau in Deutschland möchte gerne weniger wiegen. Der Anteil der Frauen die unter Essstörungen (Magersucht, Bulimie, Fettsucht) beträgt 95% und der Anteil der Männer ist auf 10% gestiegen.
Magersucht betrifft meistens die „Mittel- und Oberschicht“ bei Mädchen in der Pubertät. Magersüchtige sind meistens sehr Intelligent. Die Risikogruppe gilt zwischen dem 15 bis zum 25 Lebensjahr. Magersucht hat eine sehr steigende Tendenz, obwohl wenn man es auf die Gesamtbevölkerung bezieht, tritt Magersucht eher selten auf.
Zur Behandlung
Die Heilungschancen: Bei einer Behandlung erfolgt eine komplette Besserung etwas bei 30%. Sie erreichen ihr Normalgewicht. Bei etwa 35% stellt man eine Gewichtszunahme fest (Normalgewicht wird allerdings nicht erreicht). Bei 25% tritt keine Heilung ein. Ca. 10% sterben.
Bei vielen bleibt das Denken und die Einstellung zur Figur und Gewicht.
Wie erfolgt die Behandlung?
Um den Zustand zu bestimmen, erfolgt erst mal eine medizinische Untersuchung. Dann entscheidet sich ob eine Einweisung in ein Krankenhaus erfolgen muss. Oder eine ambulante Therapie ratsam ist.
Meistens wird eine kombinierte Therapie (mit Ärzten, Ernährungsberatern, Psychotherapeuten aber auch der Familie) angewandt. Somit soll eine physische Gesundheit und die gestörte Selbstwahrnehmung wieder hergestellt werden.
Man unterteilt die Therapie in zwei Abschnitte: Gewichtszunahme soll erst einmal erreicht werden.
Bei großer Gefahr (wenn Körpergewicht bei etwa 75% unter Normalgewicht liegt oder Selbstmordgefährdung besteht)erfolgt diese im Krankenhaus.
Zunächst muss eine Infusion erfolgen. Da wichtige Nährstoffe fehlen. Danach beginnt die Ursachenforschung und die Normalisierung des Gewichtes.
Die Betroffenen sollen überprüfen ob ihr Denken über Gewicht und Figur richtig ist. So erfährt man was sich erhofft wird, durch die Magersucht. Und kann darüber reden wie man die Ziele auch anders erreichen kann. So lernen die Patienten von ganz alleine das ihr Gewicht nicht mehr von ihrem Selbstwertgefühl abhängig ist.
Ein Problem ist das Magersüchtige nach Perfektion streben. Und hohe Ansprüche an sich selbst setzen. Sie haben somit die Sicherheit ihren Körper unter Kontrolle zu haben. Die Bestätigung kommt dann durch Abnahme des Gewichtes. Man darf sich bei der Behandlung nicht zu sehr mit den Ursachen beschäftigen, sondern sollte auf ein gesundes Essverhalten hinarbeiten. Denn die Patienten haben Angst, dass wenn sie normal essen, nicht mehr aufhören können und das muss bekämpft werden. Man muss leicht anfangen damit sie nicht ihn Panik geraten. Ein Ziel ist es das sie lernen was gesund ist (Getreide, Nudeln, Obst, Brot, Gemüse usw.). Und das auch Fett zu einer gesunden Nahrung dazu gehört. Sie lernen das in Prozenten kennen, welche Nahrung wichtig ist.
Man sollte wenn man magersüchtig ist, mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen als 3 große, lieber 6 bis 8 kleine Mahlzeiten. So das man sich nicht vollgestopft fühlt. Man muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass man durch das Essen wieder gesund wird.
Magersüchtige beginnen gern mit den Wieder-Essen-Prozeß (mit leichtverdaulichen Nahrungsmitteln,
wie z.B. Apfelmus, Kartoffelpüree, Makkaroni mit Käse, Haferflocken usw.). Wenn sich der Körper dann wieder an das Essen gewöhnt hat, kann man zu festerer Nahrung übergehen.
Die Waage sollte weggeworfen werden. Man sollte aufhören Kalorien zu zählen. Und lernen was normales Essen bedeutet. Wenn der Mann im Ohr sagt das man nicht essen darf, einfach essen und nicht auf ihn hören. Dadurch gewinnt man auch Kontrolle nur andersrum. Wenn man übermäßig Sport treibt, versuchen es langsam zu mäßigen. Auf alle Fälle sollte man aufhören Diätprodukte zu kaufen. Man soll Essen kaufen auf das man Lust hat.
Leichter gesagt als getan!!!
Warum fügt sich jemand absichtlich Schaden zu?
Viele Menschen die Magersucht spüren einen Drang sich selbst zu verletzen. Denn das hilft zu verdrängen. Menschen die das machen haben es sehr schwer sich zu öffnen und Hilfe an zu nehmen oder drum zu bitten.
Es gibt mehrere Varianten sich zu schaden:
Die Selbsverstümmelung: Das ist die extremste Form. Hier werden Gliedmaßen oder andere Körperteile amputiert (selbst eine Kastration ist möglich).
Dann gibt es noch die Form sich innerliche Verletzungen zu zufügen.
Das kann z.B. passieren wenn jemand sich beißt oder den Kopf gegen eine Wand schlägt.
Dann die, die sich äußere Verletzungen zuführen (die am häufigsten auftretende Form). Sich die Haare ausreisen, sich schneiden, selber schlagen, sich die Knochen brechen oder sich verbrennen/verbrühen.
Sachen die man tun kann um sich den Drang der Selbstverletzung zu entziehen:
Tief durchatmen; Entspannen; Telefonieren; Baden; Musik hören; nicht allein zu sein; spazieren gehen; Tagebuch schreiben; Gummi um die Hand binden und beim Drang es schnipsen lassen; Eiswürfel in die Hand nehmen und zudrücken (auch schmerzhaft aber nicht gefährlich) oder Bilder malen.
Es gibt so viele Sachen nur nicht sich weh zu tun!
Um es zu heilen zählt der Wille, wie bei allen anderen Sachen auch. Man sollte hier einen Therapeuten aufsuchen, der einen hilft die Ursachen raus zu finden. Unterschiedlich wird dies durch Hypnose oder auch Entspannungen versucht zu heilen. Manchmal ist natürlich auch ein Krankenhausaufenthalt notwendig.
Einige (wenige) Prominente die unter Magersucht leiden:
Victoria Beckham (Frau von David Beckham oder bekannt durch die Spice Girls):
Hat Magersucht und hat es jetzt auch öffentlich zugegeben.
Calista Flockhart (Ally Mc Beal) Ist magersüchtig und meint es kommt durch den Stress in der Schauspielbranche.
Victoria (Prinzessin von Schweden) litt an Magersucht.
Jennifer Aniston(Friends): musste abnehmen, hätte sonst ihren Job verloren. Wiegt nur noch 51 Kg.
Selbst Christina Aguilera ist magersüchtig und nach ihrer meinung kommt es durch den vielen Stress. Sie wiegt nur noch 48kg.
Helen Hunt: Sie machte eine Radikaldiät für die Oscarnacht. Sie wiegt nun noch 49kg
Männer mit Magersucht: Wenn es um Magersucht geht, denkt man sofort an Frauen, es gibt aber auch immer mehr Männer die erkrankt sind. Bei Männern ist es oft schwerer aufzudecken.
Das krankheitsbild ähnelt der wie bei einer Frau. Sie beschäftigen sich weniger um das Gewicht, sind weniger depressiv und selbsthassend. Außerdem nehmen sie kaum Abführmittel und Diätpillen ein.
Männer schämen sich für diese Krankheit sehr. Und da viele Kliniken mit Essstörungen bei Männern nicht vertraut sind, identifiziert man es nur bei schwersten Fällen. Bei Männern beträgt das Alter bei der Risikogruppe etwa 18 bis 26 Jahren (das hängt wahrscheinlich damit zusammen das die Jungen später in die Pubertät kommen).
Homosexualität und Essstörungen
Oft wird die Homosexualität als Grund für die Entwicklung einer Essstörung bei Männern in Betracht gezogen. Durch Konflikte in der Jugend. 53% der essgestörten Männern sind homosexuell.
Mögliche Auslöser bei Männern könnte Training für (Leistungs-) Sport sein. Aber auch Ende einer Partnerschaft, Hänseleien wegen Übergewicht können dazu führen.
Magersucht bei Sportlern:
Viele Sportler leiden unter Magersucht (Tendenz auch hier steigend), denn sie leiden unter einem sehr großen Druck. Risikosportarten sind z.B. Turnen, Eiskunftlauf, Tanzen, Synchronschwimmen und eher selten dagegen Skifahren, Basketball und Volleyball.
Da es bei den Risikosportarten u.a. auch um Ästhetik geht, es der Druck, dünn zu sein sehr groß.
Für viele gilt ein niedriges Körpergewicht meistens für Vorteile im Wettkaump. Etwa beim Boxen, Judo und Skispringen.
Einige prominente Fälle
Auf einen Treffen in Budapest (1988) meinte ein Schiedsrichter die Weltklasse Tunrerin Christy Heinen wäre zu dick, stürzte sie sich in Magersucht und Bulimie. 1994 starb sie an den Folgen im Alter von nur 22 Jahren.
Kathy Johnson, Cathy Rigby und auch Nadia Comanec haben zugegeben, mit Esstörungen u kämpfen.
Doch kein Titel ist es wert, für ihn zu sterben!!!
Ich leide selber an Magersucht, dank meines Freundes bin ich wieder zum Essen gekommen. Eine Therapie möchte ich nicht machen, weil ich schon einiges erlebt habe. Ich hatte eine Freundin sie ist/war (hab leider keinen Kontakt mehr, weil sie die Klinik gewechselt hat) magersüchtig, sie kam in eine Nervenklinik. Eigentlich sollte diese Klinik helfen- Irrtum. Sie tuen alles um nichts zu Essen. Stecken sich zum Beispiel das Essen in die Taschen. Oder gehen auf Klo und übergeben sich. Wenn sie zum Wiegen(was nur im Slip passiert) müssen stecken sie sich Gewichte (vom Angelgeschäft) in die Scheide oder machen sich Wickelblei in die Haare, denn da kommt es auch schon um paar Gramm an. Und die Betreuerinnen sind noch mit Ihnen rauchen gegangen. Und Nikotin ist nun mal ein Appetitzügler. Zwar kommt es ab und zu dazu das ich nichts esse aber ich denke ich kann es kontrollieren und wenn es nötig ist würde mein Freund zum Allerletzten greifen. Wie er heute meinte würde er wenn er keinen Ausweg mehr sieht, mich bewusstlos schlagen und dann den Krankenwagen rufen damit ich künstlich ernährt werde. Hört sich hart aber irgendwie ist es auch schon rührend.
Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Und der Bericht hat mir die Augen weiter geöffnet. Und auch einige Folgen machen sich bei mir bemerkbar (Haarausfall, Taube Hände und Füße, Kreislaufprobleme). Doch ich will jetzt endlich versuchen normal zu Essen.
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