Türkei Testbericht

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Erfahrungsbericht von wirnhier

Die Türkei ist immer eine Reise wert...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo erst mal,

Berge, schönes Wasser und viel Wärme.

1. Region um Marmaris
2. Das Wetter
3. Das Land
4. Sommerurlaub
5. Das Hotel Marmaris Park
6. Abschlussbemerkung


1. Die Region um Marmaris und Icmeler
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Marmaris liegt an der Türkischen Küste vias vi von Rhodos. Das Dorf, die Stadt Marmaris selber liegt in einer Bucht und der Blick nach Rhodos wird durch einen Berg verstellt.

Folgt man dem Küstenweg nach Icmeler und geht weiter bis zum nächsten Bergknick, dann kann man bei gutem Wetter bis Rhodos übers Wasser schauen.

Wie überall in der Türkei ist es Bergig. In der Bucht von Marmaris gibt es zwei relativ kleine ebene Flächen. In der östlichen liegt Marmaris, das schätzungsweise zwischen 3.000 Einwohnern und im Sommer bis zu 10.000 Menschen beherbergt.

Die andere Tiefeben ist mit der etwas kleineren Stadt Icmeler besiedelt.

Zwei mal die Woche findet eine Art Tourie Markt statt, einmal in Marmaris, dort ist er am Samstag und groß. In Icmeler findet der gleich Markt, also mit den gleichen Artikeln aus China am Dienstag statt. In Icmeler ist er ca. halb so groß.

Ich hatte nach typischen türkischen Dingen ausschau gehalten, doch die vielen T-Shirts, Taschen und Ramsch prägen leider die Märkte. Nur hin und wieder findet man etwas typisch türkisches doch leider nichts wirklich schönes. Gut, für meinen Geschmack war nichts dabei. Die Gewürze und Schmuckgeschichten sind sicherlich klasse und kann man auch günstig einkaufen. Ich werde mich wahrscheinlich durch den vielen Ramsch nicht mehr wohl gefühlt haben und habe die wirklich klasse Dinge nicht mehr als solche gesehen.

Der nächst gelegene Flughafen ist Dalaman. Die Fahrt von Marmaris bis zum Flughafen dauert gute 2 Stunden mit dem Bus.

Die Strassen in der Türkei sind aus weit groberem Material, als wir das von hier kennen, wahrscheinlich weil es günstiger ist. Dafür sind die Strassen bei weitem nicht so befahren wie in Deutschland.

Benzin kostet ein paar Millionen Türkische Lira, doch das entspricht umgerechnet ungefähr unseren Benzinpreisen.

Die Strände vor den Hotels sind nur in den Buchten der Städte aus Sand. Vor den Hotels zwischen den beiden Orten sind meistens Betonstrände aufgegossen. Die Berge ragen halt direkt ins Wasser und geben keinen richtigen Strand ab, gehen eben mit dem Waldboden dirket ins Wasser. Um liegeflächen zu schaffen sind drei bis vier Meter Beton angelgt.


2. Traumhaftes Wetter
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Zur Hauptsaison soll es kräftig heiß werden. 38 Grad im Schatten oder ähnliche Temperaturen. Ich war nun im Mai dort und konnte sehr angenehme 28 bis 30 Grad jeden Tag genießen.

Dazu ist das Wetter trocken, allerdings in der Ferne oft diesig. Das heißt wir hatten nur einen Tag die Gelgenheit nach Rhodos zu schauen, doch an dem Tag wußten wir noch nichts davon und sind in Icmeler geblieben.

Hin und wieder weht ein kräftiges Lüftchen durch die Bucht. Bei unseren Temperaturen war das durchaus an der Grenze zwischen angenehm und kühl. Bei Temperaturen über 30 Grad hingegen kann ich mir diese Lüftchen super angenehm vorstellen.

Im Winter gibt es eine Art Regenzeit. Daher ist das Wasser in den Hotels vielleicht auch wesentlich angenehmer als in anderen Regionen am Mittelmeer. Sollte das Wasser auf den Zimmern gechlort sein, dann habe ich es nicht als solches wahrgenommen. Im Pool war es auf jeden Fall gechlort.


3. Das Land
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Wir haben eine Tour nach Pamukkale gemacht. Pamukk heißt soviel wie Baumwolle. Nördlich von Marmaris beginnt eine Region, in der sehr viel Textilindustrie angesiedelt ist. Ganze Bergregionen sind voll von Baumwollfeldern.

Pamukkale ist also abgeleitet von Baumwolle. Das kommt aber nur daher, dass mitten im Berg drei Kilometer weißer Felsen zu sehen sind. Das sind Kalkterassen. Aus dem Berg kommt kalkhaltiges Wasser, welches sich in Beckenform am Hang verteilt hat. Der Name kommt also von der weißen Farbe dieser Becken.

So wie diese Atraktion gibt es einiges in der Türkei zu entdecken. Wir haben uns vor dem Urlaub um solche Dinge nicht gekümmert und wenn man nur eine Woche dort ist vergeht die Zeit zu schnell, um viel zu unternehmen. Schließlich wollten wir in erster Linie ausspannen.

Doch auf dem Weg zu diesem Kalkterassen haben wir eine Menge über das Land erfahren können.

Ich fand es z.B. sehr erstaunlich, dass ich Strand und Bergurlaub in einem gemacht habe. Mir war vorher nicht klar gewesen, dass die Türkei aus 100% Bergen besteht. Die Türkei ist drei, vier oder fünf mal größer als Deutschland und besteht nur aus Bergen. Gut, am Fuße des Berges bei Pamukkale war eine riesige Tiefebene, doch selbst dort waren kleine Hügel drin und die Tiefebene selber war vor einigen 100 Jahren noch ein See gewesen.

Dann ist die Türkei reich an Wasser. Wenn sich der nahe Osten um Israel beruhigt wird die Türkei wohl eine Menge Wasser exportieren, denn die Länder etwas südlicher am Mittelmeer verfügen über sehr viel weniger Wasser.


4. Sommerurlaub
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Die Türkische Lira ist einer starken Inflation unterlegen. Das bedeutet, dass der Urlaub günstig ist. Er ist nicht billig, denn gerade in den Touristen Regionen sind die Preise drei oder vier mal höher als in sonstigen Gegenden.

1 Euro war im Mai 1.250.000 TL wert, eine Woche später konnte man schon 1.375.000 für einen Euro bekommen. Also Geld entweder dort eintauschen oder wo es möglich ist mit Kreditkarte bezahlen. Es lohnt sich...

Die Gegend ist zudem sehr stark durch Engländer und Niederländer besucht, zumindest in der Vorsaison, die Ferien hier hatten noch nicht begonnen, als wir dort waren.

Wir sind von Hamburg mit der TUI (Hapag Lloyd, Flugzeug Boging 737) direkt bis Dalaman geflogen. Das Hotel hieß Marmaris Park und ist eines der zahlreichen All Inclusive Hotels dort.


5. Das Hotel Marmaris Park
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Das Hotel liegt zwischen Marmaris und Icmeler. Bis Marmaris sind es sechs Kilometer und Icmeler liegt ca. gute vier Kilometer entfernt. Bei einem Spaziergang am Strandweg bemerkt man gar nicht die vielen Kilometer. Zurück kann man dann einfach einen der kleinen Busse anhalten - eine Fahrt kostet 750.000 TL, als keine 70 Cent.

Das Hotel selber besteht aus zwei Hauptgebäuden und einer Menge kleiner Häusern, die im Kiefernwald liegen. Das waren drei bis vier Hausreihen, in einem Haus konnten 12 Parteien Platz finden. Meistens dürften das 2er Apartments gewesen sein.

Bis zum Strand geht man also nur ein paar Stufen herunter und kann sich auf einem der zahlreichen Liegestühle nieder lassen. In der Vorsaison findet da auch so gut wie kein Liegestuhlwettkampf statt. Sehr angenehm.

Für all inclusive ist natürlich wichtig wann und wie gutes Essen es gibt. Immer und sehr gut. So mein Urteil. Aber es geht auch etwas genauer:

Morgens: Frühstück und Frühstück für Spätaufsteher
Mittags: knapp zwei Stunden vier verschiedene Standardgerichte. Also irgendwelches Fleisch, immer wieder etwas anders zubereitet. Daneben von Katoffelbrei bis Lasange immer schmackhaftes. Darüber hinaus wurde immer irgendetwas, meist auch fleischiges draußen zubereitet. Immer abwechslungsreich. Dazu immer Salate zum zusammensuchen und viel Dessert, sehr süß.
Nachmittags: Ein Sack, bestehend aus Pommes und Schaschlick und im Abstand von 30 Minuten Kuchen oder Keckse, naja, die mochte ich nicht so gerne.
Abends: Ähnliches Angebot wie Mittags, jeden Tag wieder anders und abwechslungsreich.

Getränke konnte man sich an der Bar beim Pool oder eben am Strand holen.

Der Pool war im Grunde ein Stockwerk höher gelegen als der Strand. Unter dem Pool gelegen sind noch Wellness und ähnliches gelegen, allerdings waren wir dort nicht, draussen war es viel schöner, so hat uns nichts dort hineingelockt.

Sehr gut bei diesem Hotel auch, dass man kein Armband tragen muß. Man erhält ein Kärtchen und wenn man gefragt wird, dann zeigt man das Kärtchen vor. Allerdings brauchte ich das nie, ich denke die haben sich die meisten Gesichter einfach gemerkt.

Die Zimmer sind ausreichen mit Platz ausgestattet. Eine Klimaanlage, Fliegengitter vor dem Fenster und ein kleiner Balkon. Ein geräumiges Bad mit Klo und Dusche.

Die Zimmer erreicht man über verschlungene Wege durch einen Kiefernwald mit vielen Hörnchen und anderen Tierchen.

Gegen Mücken und ähnliches Getier wird in der Anlage nachts irgendetwas gespritzt. Gut, es wird gesagt, dass es unschädlich sei. Da bin ich skeptisch, aber gut, es ist schon mal viel wert, dass die Information in dem Infoblatt auf den Zimmern aufgeführt ist.


6. Abschlussbemerkung
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Wie ihr sicher bemerkt habt habe ich schon vieles in den Kapiteln zuvor bewertet.

Gesamtheitlich muß ich sagen, dass ich sehr überrascht und zwar positiv überrascht war von diesem Urlaub. Zu dem Preis kann ich keine Angaben machen, weil die Reise ein Geschenk war.

Die Menschen dort sind sehr nett. Klar sprechen viele deutsch, doch bei weitem nicht alle. Ich findes das angenehm, schließlich befinde ich mich als Gast in einem anderen Land.

Mit Englisch oder Händen und Füßen kommt man im Hotel auf jeden Fall auch weiter. In den Läden und auf dem Markt sieht das ähnlich aus. Nagut, anderes haben wir dann nicht mehr wirklich kennengelernt. Das ist dann wirklich wie überall, die Touries dort und die Slums irgendwo versteckt.

Allerdings war ich überrascht, wie die Türken mit ihrer Sprache umgehen. Wenn ich in Frankreich bin und versuche ein Wort französisch zu sprechen, dann versuchen die Franzosen im Grunde sofort zu helfen und freuen sich.

Ich habe das eine oder andere Wort in Türkisch versucht, das wurde zwar irgendwie verstanden und angenommen, doch im Grunde war das Gespräch so als solle man dort kein türkisch sprechen, wenn man kein Türke ist.

Vielleicht versuchen das viel zu wenige Urlauber und so war das befremdent für die paar Leute, die ich mit türkischen Worten angesprochen habe.

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