Türkei Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von melina1
Avsa - für Touris unbekannte Insel im MarmaraMeer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo Ihr Lieben,
heute möchte ich euch die Insel Avsa etwas näherbringen.
Letzten Sommer verbrachte ich meinen Türkei-Urlaub mit meinen beiden Töchtern und meiner Tante wieder mal bei meinen Schwiegereltern in Istanbul. Mein Schwiegervater besitzt eine Sommerwohnung auf der Insel Avsa, die wir dann auch für 10 Tage besuchten.
Am 3. Tag hatten wir die Fähre gebucht. Wir wollten morgens um 09.00 Uhr mit dem Schiff auf die Insel. Das Schiff war brechend voll. Wir hatten zum Glück Sitzplätze reserviert. Überall saßen die Leute auf dem Boden und aßen oder schlafen oder redeten. Das Schiff war riesengroß. 5 Stockwerke. Nach ungefähr 5 ½ Stunden Fahrt waren wir dann endlich da. Auf Avsa war es sehr heiß und es herrschte ein riesiger Trubel. Die Leute drängten aus dem Schiff. Ich wurde mit meiner Kleinen auf dem Arm rausgeschoben und hatte Mühe, nicht über irgendwelche herumliegenden Reisetaschen zu fallen. Meine Tante bemühte sich, meine Tochter Seline an der Hand unbeschadet aus dem Schiff zu gelangen.
Draußen stellten wir uns ganz an den Rand der Anlegestelle und sammelten erst einmal alle Kinder und Reisetaschen zusammen. Mein Schwiegervater kam kurz darauf mit einem Gepäckträger samt Gepäckwagen. Wir verfrachteten also das ganze Gepäck auf den Wagen und bahnten uns einen Weg durch die Masse der Menschen. In der Wohnung angekommen, begrüßte uns dann meine „Stiefschwiegermutter“ (mein Schwiegervater hat ein zweites Mal geheiratet)
Wir packten aus, duschten und aßen etwas und gingen dann zum Strand. Der Strand war auch sehr voll und wir fanden mit Mühe noch ein Plätzchen. Die Insel besitzt nur stellenweise reinen Sandstrand. Meist ist er mit Kieseln vermischt. Das Dorf in dem die Sommerwohnung war, hat auch feinen Kiesel-Sand-Strand. Hier liegen auch die meisten Pensionen und Hotels.
Abends ging ich mit meiner Tante spazieren und zeigte ihr ein bißchen von der Insel. Ihr gefiel die Insel sehr gut. Man kann sie wirklich nicht mit den bekannten türkischen Touristenorten wie Antalya, Bodrum oder Side usw. vergleichen. Es ist eine winzige Insel, die nur von Türken besucht wird. Es gibt unzählige kleine Pensionen, und auch ein paar Hotels, die aber in keinster Weise den Vorstellungen eines europäischen Touristen entsprechen. Unzählige kleine Geschäfte und Restaurants und Kiosks säumen die Strandpromenade. Hier bekommt man alles zum Einheimischen-Preis (z. B. ein komplettes Menü mit Getränken und Nachtisch für ca. 7 DM) Oder ein Frühstück für 3 DM. Alles ist günstig hier, auch die Souvenirs. Meine Tante war begeistert und hat sich gleich ein paar Kleinigkeiten gekauft.
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Dolmus (Mini-Bus) auf die andere Seite der Insel. Hier gibt es richtig schöne leere Strände mit glasklarem Wasser. Ich hatte meine Taucherbrille dabei und machte mich gleich auf Entdeckungstour. Ich holte riesige Muscheln und Seesterne aus dem Wasser und sah große bunte Fischschwärme, Seepferdchen, kleine Seeschlangen, Seekastanien usw. Ich war total begeistert.
Nachmittags aßen wir in einem winzigen Restaurant Pide (Fladenbrot) mit Schafskäse und Sucuk überbacken und tranken Ayran (Joghurt mit Wasser und Salz).
Abends wollten wir alle zusammen noch etwas bummeln gehen. Als wir gerade in einer kleinen Seitengasse waren, fiel plötzlich überall der Strom aus. Man konnte wirklich überhaupt nichts mehr sehen. Es war stockfinster. Wir riefen uns zu und suchten im Dunkeln die Kinder zusammen. Hand in Hand bewegten wir uns dann langsam vorwärts bis irgendwann nach ca. 10 min das Licht wiederkam. Mein Schwiegervater erklärte uns, daß der Strom in den vergangenen Wochen häufig ausfiel. Der Strom auf der Insel wird unter Wasser vom Festland herübergeleitet und hängt an einem einzigen Generator. Da es auf der Insel so voll sei dieses Jahr, sei alles überlastet. Auch mit dem Wasser war das so eine Sache. Viele Trinkbrunnen auf der Inseln seien dieses Jahr versiegt. Direkt vor der Wohnung von uns war einer dieser Brunnen und der funktionierte noch. Also herrschte hier 24 h am Tag ein dichtes Drängen um das Wasser. Vom Balkon aus machte es richtig Spaß den streitenden Menschen zuzusehen.
Auch mit dem fließenden Wasser war das so eine Sache. Die meisten Ferienwohnungen und Pensionen werden über Wassertanks versorgt. Da kann es schon mal passieren, daß der Tank vorzeitig leer wird und man einen Tag nicht duschen kann.
Ich verbrachte mit den Kindern, meiner Tante und meiner Schwiegerfamilie noch ein paar wunderschöne Tage auf der Insel. Tagsüber fuhren wir irgendwohin zum schwimmen. Abends ging ich mit meiner kleinen Schwägerin in die Disco (die hier auch reichlich vertreten sind) oder spielte mit den anderen OK (Zahlenspiel) oder Tavla (Backgammon)
Trotz einiger Unannehmlichkeiten finde ich diese kleine Insel wunderschön und ist meines Erachtens ein echter Geheimtip, für diejenigen, die gut und gerne mal auf Luxus verzichten können und lieber mal wirklich etwas über Land und Leute erfahren möchten. Die Insel besitzt noch den typischen Flair der Türkei. Zudem wird man nicht wie ein Tourist behandelt und über´s Ohr gehauen. Man bezahlt Einheimischen-Preise und kann seinen Urlaub wirklich genießen.
Lieben Gruß Eure melina1
PS: Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne bei mir melden. Ich habe Fährverbindungen, Preise usw. nicht alle mit angegeben, da ich den Rahmen meines Berichtes nicht sprengen wollte. Ich werde aber gerne alle Fragen beantworten.
heute möchte ich euch die Insel Avsa etwas näherbringen.
Letzten Sommer verbrachte ich meinen Türkei-Urlaub mit meinen beiden Töchtern und meiner Tante wieder mal bei meinen Schwiegereltern in Istanbul. Mein Schwiegervater besitzt eine Sommerwohnung auf der Insel Avsa, die wir dann auch für 10 Tage besuchten.
Am 3. Tag hatten wir die Fähre gebucht. Wir wollten morgens um 09.00 Uhr mit dem Schiff auf die Insel. Das Schiff war brechend voll. Wir hatten zum Glück Sitzplätze reserviert. Überall saßen die Leute auf dem Boden und aßen oder schlafen oder redeten. Das Schiff war riesengroß. 5 Stockwerke. Nach ungefähr 5 ½ Stunden Fahrt waren wir dann endlich da. Auf Avsa war es sehr heiß und es herrschte ein riesiger Trubel. Die Leute drängten aus dem Schiff. Ich wurde mit meiner Kleinen auf dem Arm rausgeschoben und hatte Mühe, nicht über irgendwelche herumliegenden Reisetaschen zu fallen. Meine Tante bemühte sich, meine Tochter Seline an der Hand unbeschadet aus dem Schiff zu gelangen.
Draußen stellten wir uns ganz an den Rand der Anlegestelle und sammelten erst einmal alle Kinder und Reisetaschen zusammen. Mein Schwiegervater kam kurz darauf mit einem Gepäckträger samt Gepäckwagen. Wir verfrachteten also das ganze Gepäck auf den Wagen und bahnten uns einen Weg durch die Masse der Menschen. In der Wohnung angekommen, begrüßte uns dann meine „Stiefschwiegermutter“ (mein Schwiegervater hat ein zweites Mal geheiratet)
Wir packten aus, duschten und aßen etwas und gingen dann zum Strand. Der Strand war auch sehr voll und wir fanden mit Mühe noch ein Plätzchen. Die Insel besitzt nur stellenweise reinen Sandstrand. Meist ist er mit Kieseln vermischt. Das Dorf in dem die Sommerwohnung war, hat auch feinen Kiesel-Sand-Strand. Hier liegen auch die meisten Pensionen und Hotels.
Abends ging ich mit meiner Tante spazieren und zeigte ihr ein bißchen von der Insel. Ihr gefiel die Insel sehr gut. Man kann sie wirklich nicht mit den bekannten türkischen Touristenorten wie Antalya, Bodrum oder Side usw. vergleichen. Es ist eine winzige Insel, die nur von Türken besucht wird. Es gibt unzählige kleine Pensionen, und auch ein paar Hotels, die aber in keinster Weise den Vorstellungen eines europäischen Touristen entsprechen. Unzählige kleine Geschäfte und Restaurants und Kiosks säumen die Strandpromenade. Hier bekommt man alles zum Einheimischen-Preis (z. B. ein komplettes Menü mit Getränken und Nachtisch für ca. 7 DM) Oder ein Frühstück für 3 DM. Alles ist günstig hier, auch die Souvenirs. Meine Tante war begeistert und hat sich gleich ein paar Kleinigkeiten gekauft.
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Dolmus (Mini-Bus) auf die andere Seite der Insel. Hier gibt es richtig schöne leere Strände mit glasklarem Wasser. Ich hatte meine Taucherbrille dabei und machte mich gleich auf Entdeckungstour. Ich holte riesige Muscheln und Seesterne aus dem Wasser und sah große bunte Fischschwärme, Seepferdchen, kleine Seeschlangen, Seekastanien usw. Ich war total begeistert.
Nachmittags aßen wir in einem winzigen Restaurant Pide (Fladenbrot) mit Schafskäse und Sucuk überbacken und tranken Ayran (Joghurt mit Wasser und Salz).
Abends wollten wir alle zusammen noch etwas bummeln gehen. Als wir gerade in einer kleinen Seitengasse waren, fiel plötzlich überall der Strom aus. Man konnte wirklich überhaupt nichts mehr sehen. Es war stockfinster. Wir riefen uns zu und suchten im Dunkeln die Kinder zusammen. Hand in Hand bewegten wir uns dann langsam vorwärts bis irgendwann nach ca. 10 min das Licht wiederkam. Mein Schwiegervater erklärte uns, daß der Strom in den vergangenen Wochen häufig ausfiel. Der Strom auf der Insel wird unter Wasser vom Festland herübergeleitet und hängt an einem einzigen Generator. Da es auf der Insel so voll sei dieses Jahr, sei alles überlastet. Auch mit dem Wasser war das so eine Sache. Viele Trinkbrunnen auf der Inseln seien dieses Jahr versiegt. Direkt vor der Wohnung von uns war einer dieser Brunnen und der funktionierte noch. Also herrschte hier 24 h am Tag ein dichtes Drängen um das Wasser. Vom Balkon aus machte es richtig Spaß den streitenden Menschen zuzusehen.
Auch mit dem fließenden Wasser war das so eine Sache. Die meisten Ferienwohnungen und Pensionen werden über Wassertanks versorgt. Da kann es schon mal passieren, daß der Tank vorzeitig leer wird und man einen Tag nicht duschen kann.
Ich verbrachte mit den Kindern, meiner Tante und meiner Schwiegerfamilie noch ein paar wunderschöne Tage auf der Insel. Tagsüber fuhren wir irgendwohin zum schwimmen. Abends ging ich mit meiner kleinen Schwägerin in die Disco (die hier auch reichlich vertreten sind) oder spielte mit den anderen OK (Zahlenspiel) oder Tavla (Backgammon)
Trotz einiger Unannehmlichkeiten finde ich diese kleine Insel wunderschön und ist meines Erachtens ein echter Geheimtip, für diejenigen, die gut und gerne mal auf Luxus verzichten können und lieber mal wirklich etwas über Land und Leute erfahren möchten. Die Insel besitzt noch den typischen Flair der Türkei. Zudem wird man nicht wie ein Tourist behandelt und über´s Ohr gehauen. Man bezahlt Einheimischen-Preise und kann seinen Urlaub wirklich genießen.
Lieben Gruß Eure melina1
PS: Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne bei mir melden. Ich habe Fährverbindungen, Preise usw. nicht alle mit angegeben, da ich den Rahmen meines Berichtes nicht sprengen wollte. Ich werde aber gerne alle Fragen beantworten.
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