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Erfahrungsbericht von danisoel

Barylli Gabriel; \

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Erhebungsaufgabe zum Buch: „ Butterbrot“ – Gabriel Barylli – Fischer Verlag

Angaben zur Literatur: Name: Butterbrot
Autor: Gabriel Barylli
Verlag: Fischer
Jahr: 1991
Ort: Frankfurt am Main
109 $
Kurze Inhaltsangabe:

Kurz zusammengefasst bearbeitet dieser Roman die speziellen Thematiken „ Liebe und Freundschaft“.
Gabriel Barylli´s Hauptfigur Martin, Architekt, 35, ehe – und beziehungserfahren, reist mit Maria nach Venedig, um den Beginn einer neuen Liebe zu wagen. Aus einem eher zaghaften Kennenlernern zwischen Martin und Maria in einem Tanzlokal, entwickelt sich der Anfang einer großen Liebe . Miteinbezogen wird die Geschichte von Martins Ehe mit Susanne, die an verschiedensten Faktoren (z.B.: unrealistische Glückserwartungen) scheiterte, und dessen Männerfreundschaft zu Peter und Stefan, von denen jeder verschiedenste Erfahrungen zu Liebe und Beziehung gesammelt hatte. Martin´s kritische Gedanken zum Bereich „Liebe und Freundschaft“ werden sehr differenziert beschrieben, und geben dem Leser, um nebenbei zu erwähnen, einen spezifischen Eindruck zu seinen Vorstellungen bzw. Einstellungen. Er selbst, sowie auch seine besten Freunde, setzen sich mit diesen Bereichen sehr genau auseinander (durch endlos lange Diskussionen oder in der Form von Gedanken). Das neue Entdecken der verschiedenen Vorteile der Liebe, geben Martin den „Sinn“ des Lebens zurück, und entwickelt seinen trüben und trostlosen Alltag in ein erfrischendes und abwechslungsreiches Jugendleben.
Der Kurzurlaub in Venedig, genauer gesagt das schrittweise Kennenlernen von Maria und Martin wird im Einzelnen umschrieben. Durch austauschen von verschiedensten Erfahrungen und persönlichen Einstellungen, bemerken beide, dass sie wie füreinander bestimmt sind.

Mir persönlich hat das Buch „Butterbrot“ , vor allem der humorvoll gestaltete Beginn sehr gut gefallen. Der Autor beschreibt auf eine äußerst ehrliche Weise mögliche Einstellungen zu Liebe und deren Bedeutung in der Gesellschaft. Trotzdem wäre auch zu erwähnen, dass manche Stellen übertrieben genau beschrieben sind. Dazu verbindend würde ich ebenfalls behaupten, dass dieser Roman ein passendes Beispiel für Trivialliteratur wäre (siehe Textprobe 1).
Langwierige Passagen, sowie auch die Tatsache, dass Aussagen immerwieder erwähnt werden sind für den Leser oft anstrengend zu lesen. Im Allgemeinen finde ich es aber gut, dass endlich jemand „Liebe“ nicht allzu ernst nimmt, sondern auf eine spritzige und vor allem humorvolle Art und Weise.

Erhebungsaufgabe: „Wie wird die Liebe und die Freundschaft im Buch „Butterbrot“ dargestellt“:

„Liebe und Freundschaft“ stellen in diesem Buch deutlich Hauptthemen dar, die sehr genau beschrieben werden. Martin, die Hauptfigur des Romans, hat eine gescheiterte Ehe hinter sich. Seine äußerst kritischen Vorstellungen bzw. Einstellungen zu Beziehungen mit Frauen werden von seinen negativen Erfahrungen in seiner Vergangenheit beeinflusst. Besonders zu Beginn, als die Zeit kurz nach der Trennung zwischen Martin und Susanne beschrieben wird, ist es sehr amüsant die Männergespräche zwischen Stefan, Peter und Stefan im wahrsten Sinne mitzuerleben. Sie sind der Meinung, dass es gar nicht wert ist eine Beziehung mit einer Frau aufzubauen, dar diese sowieso nur ihre Partner hintergehen würden (siehe Textprobe 2).
Für den Leser ist es sehr beeindruckend, die vollkommene Veränderung dieser Einstellungen von Martin mitzuerleben. Das Kennenlernen von Maria, bringt Martin völlig aus der Fassung. Wie „wiederbelebt“ beschreibt Martin „Liebe“ als eines der wunderschönsten Gefühle (siehe Textprobe 3). Das erste Mal nach langer Zeit kann er sich intensiv mit einer Frau unterhalten, ohne das Gefühl zu haben von dieser bedrängt zu werden. Aus einem Frauenheld, der nur so von Stärke und Angeberei protzt entwickelt sich ein einfühlsamer und liebevoller Mann und Gesprächspartner.
Das Gefühl verliebt zu sein wird in diesem Buch wirklich genau beschrieben, und rückt daher auch in den Vordergrund der Thematiken (siehe Textprobe 4: „ Wie beschreibt Maria den Begriff „Liebe“?“). Es wird häufig der Anschein übermittelt, dass sich die Menschen mehr Zeit für Liebe und Beziehung nehmen sollten. Wenn man heutige Statistiken von Scheidungen betrachtet, so stimme ich diesen Bemerkungen vollkommen zu.
Zum Abschluß würde ich gerne erwähnen, dass trotz manch übertriebenen Beschreibungen von verschiedenen Textstellen, zahlreiche Aussagen des Buches auch auf die Realität zutreffen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-09 19:20:55 mit dem Titel Bernhard Thomas; \

Buchbesprechung:
„Ein Kind“ – Thomas Bernhard

· Autor: Thomas Bernhard
· Titel: Ein Kind
· München: Deutscher Taschenbuch Verlag / 1982
· 168 Seiten / 94 $


Thomas Bernhard erzählt seine Kindheitsjahre, die zum größten Teil fern von jeder Idylle waren, aber dennoch Augenblicke des Hochgefühls hatten.

Thomas Bernhard wurde 1931 in Oberösterreich geboren, und lebte eine lange Zeit in Ohlsdorf. Die Tatsache, daß Thomas Bernhard als uneheliches Kind zur Welt kommt, und auch der Vater des Kindes, der auch als Vormund bezeichnet
wird, kurz vor der Geburt verschwindet, bereitet der Mutter großen Kummer. Die Schande einer unehelichen Geburt und ihre Alltagssorgen lassen die Mutter oft verzweifeln. Sie kann ihren Sohn nicht lieben, denn dieser erinnert sie an die Schmerzen und an die Qualen, die ihr ihr Mann zufügte. Ihre Sehnsucht nach einem „normalen“ Leben ist enorm groß, dennoch wirft sie ihrem einzigen Sohn grausame Gemeinheiten an den Hals. Für sie ist Thomas Bernhard an allem schuld. Ständige Vorwürfe: „Du bist nichts wert“ oder „du bist mein Tod“, und mißlungene Erziehungsversuche überschatten Thomas Bernhards Kindheitsjahre.
Im Grunde genommen beschimpft seine Mutter nicht ihn, sondern seinen Vater, der sich ihr entzogen hatte.
Bei seinem Großvater, den er über alles liebt, findet Thomas Bernhard seine fehlende Geborgenheit und Sicherheit. Nur bei seinen Großeltern fühlt sich der kleine Junge wohl, und nur dort werden auch seine Interessen und Bedürfnisse akzeptiert. Von ihnen wird Thomas Bernhard als eine eigene Persönlichkeit angesehen. Sein Großvater, der als Schriftsteller nur sehr wenig Geld verdient, nimmt die Rolle des fehlenden Vaters ein, und erklärt seinem Enkel alles Wissenswerte über das Leben. Thomas Bernhards Mutter hat niemals Zeit für ihren Sohn, und so gibt sie ihn während der Arbeit, zu einer Pflegefamilie.
Der kleine Junge fühlt sich oftmals alleine, und sehnt sich sehr nach Liebe und Aufmerksamkeit.
Mit etwa drei Jahren zieht Thomas Bernhard mit seinen Großeltern nach Seekirchen, wo für ihn ein wunderbare Zeit beginnt. Mit einem Bauernjunge den Thomas Bernhard in Seekirchen kennenlernt, schließt er eine innige Freundschaft. Er und der Hippinger Hansi verbringen viel Zeit miteinander.
Frühzeitig tritt Thomas Bernhard in die Schule ein, und anfangs scheint alles wunderbar, doch schon bald beginnt sich der Junge während Unterricht langzuweilen und seine Noten werden immer miserabler. Angst vor Bestrafungen, ist der Grund dafür, daß Thomas Bernhard beginnt die Schule zu schwänzen.
Eines Tages muß der wieder zurück zu seiner Mutter, nach Deutschland. Das Entsetzen nimmt seinen Lauf. Die kleine Familie lebt unter armen Umständen in einer Einzimmerwohnung. Durch Rohrstockschläge züchtigt sie, aber erzieht ihren Sohn nicht.
In der Schule wird Thomas Bernhard ausgespottet und als Außenseiter abgestempelt. Die wirkliche Ursache, warum ihr Sohn täglich in sein Bett näßt, kann die Mutter nicht verstehen. Keiner kann seine Probleme verstehen. Statt dem Jungen zuzuhören, steckt man ihn, für einen langen Zeitraum, in eine Erziehungsanstalt für schwererziehende Kinder. Dieser Aufenthalt soll ihn endlich zur Vernunft bringen.
Es ist Zeit des Nationalsozialismus und des Krieges, und der Schrecken und die Grausamkeit bleibt dem Jungen keineswegs erspart.
Am Ende dieser Erzählung besteht Thomas Bernhard die Aufnahmsprüfung einer Handelsakadamie, und kann somit einen neuen Lebensabschnitt beginnen.

Durch dieses Buch wird der Gesellschaft der Wandel der Erziehungsstile bewußt. Es zeigt uns, daß Fehler die in der Erziehung begangen werden, für ewig die Einstellung und das gesamte Leben eines Menschens beeinflussen.
Das Buch“ Ein Kind“ gibt dem Leser einen guten Einblick in die schwierige Zeit des Nationalismus.

Mir persönlich gefällt die Erzählung“ Ein Kind“ sehr gut, da ich mich gut in verschieden Rollen hineinversetzen kann. Der leicht verständliche Text läßt keine Mißverständnisse entstehen und ermöglicht dem Leser in verschiedenen Situationen mitfühlen zu können. Die Gefühle von Thomas Bernhard werden besonders gut zum Ausdruck gebracht.
Durch die genaue Beschreibung von Situationen und Personen gelingt es mir sehr gut, ein eigenes Bild über die jeweilige Persönlichkeit zu bilden.

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