Erfahrungsbericht von Tubenquetscher
Menschenjagd - Richard Bachmann: "Big Brother is watching you"
Pro:
Stil des Autors - Kapitelgestaltung - kurze Kapitel - Story
Kontra:
zu wenig Seiten
Empfehlung:
Nein
Menschenjagd ist ein Buch von Richard Bachmann, alias Stephen King.
Zugegeben, es gehört nicht gerade zu den neueren Büchern, die es auf dem Buchmarkt gibt, aber dennoch ist es nicht minder spannend, gut und aktuell, eine interessante Mischung aus Fiktion und Realität, die nicht zuletzt auch zum nachdenken anregt.
[Story]
USA, 2025. Ben Richards ist Opfer unsozialer weltlicher Umstände. Ihm und seiner Familie geht es schlecht. Sie leben in einer Zeit, in der es durch die Polarisierung der Gesellschaft nur noch zwei Klassen gibt: die Reichen und die Armen und Ben und seine Familie gehören zu den Armen.
Mit seinem kärglichen Leben hätte er, wenn auch mehr schlecht als recht auskommen können, wenn da nicht seine 18 Monate alte, krebskranke Tochter Catherine und Ben kein fürsorglicher Vater gewesen wäre. So wollte Ben alles dafür tun, damit es ihr gut geht. So schlug Ben Richards zu, als sich ihm die minimale Chance bot, das große Geld zu machen. Nein, nicht irgendwo oder irgendwie, sondern bei einer Gameshow.
In einer Welt wo sich alles nur um Einschaltquoten dreht und um den großen Profit, der daraus zu ziehen ist bietet sich jedem todesmutigen Kandidat die Chance auf das große Geld. Den Reichen ist es egal wenn jemand aus der unteren Schicht bei einem \"Spiel\" stirbt und sein unnutzes Leben wegwirft, denn das ist es was die Zuschauer sehen wollen; ja, das ist es was die Einschaltquote in die Höhe treibt und diese bizarre Gameshow mit ihrem grausamen Titel ausmacht: Menschenjagd.
Ben Richards qualifiziert sich bei einem harten Test eines renommierten Fernsehsenders für das Spiel mit dem ganz großen Geld, die \"Menschenjagd\".
Wenn er 30 Tage in der Welt überlebt, gewinnt er 1 Billion Dollar und weil das noch niemand überlebt hat, gibt es für ihn oder seine Familie für jede Stunde, die er überlebt 100 Dollar! Jeder Hinweis auf ihn bringt den Zuschauern 100 Dollar und jede Meldung die zu seinem Tod führt bringt den Zuschauern sogar 1000 Dollar.
Das „Spiel“ beginnt und Ben wird gejagt, gejagt von der Welt dort draußen und von speziell ausgebildeten Jägern, die vom TV-Konzern für dieses „Spiel“ angeheuert wurden. Das er dabei sterben kann und es noch niemand überlebt hat ist ihm dabei gleichgültig, nur der Gedanke an gute Dollar für Ärzte und Medikamente für die schwerkranke Catherine zählt...
Ob er es schafft zu überleben, was ihm alles zustößt, was er erlebt und wie es ihm ergeht und ob Catherine gerettet werden kann, das könnt ihr selbst nachlesen, wenn ihr \"Menschenjagd\" lesen werdet !!!
[meine Erfahrungen]
Ich denke das diese Idee zum Buch gar nicht mal so weit hergeholt ist. In Zeiten von Big Brother können wir schon jetzt die ersten Schritte sehen, die zu so etwas mal führen können, auch wenn es momentan noch denkbar unrealistisch erscheint. Ich will damit nicht sagen, das ich Big Brother verurteile oder schlecht finde, die Kritik richtet sich viel mehr an die Fernsehsender, die scheinbar keine Grenzen kennen und die Presse und Medienfreiheit mehr als großzügig ausschöpfen.
Auch wenn schon lange nicht mehr von Big Brother gibt es doch Gameshows auf dieser Welt, die immer einen Schritt weiter gehen. So gibt es z.B. eine Show in USA, wo die Kandidaten unter härtesten Bedingungen, wie z.B. extreme Kälte, Nässe oder Hitze (in einer speziellen Kammer) Fragen beantworten müssen.
Natürlich müssen sich die Kandidaten wegen den starken Belastungen solcher Strapazen vorher strengen medizinischen Untersuchungen unterziehen um sich für die Show zu qualifizieren, aber letztendlich geht das schon ganz stark in Richtung Wahnsinn und Leben aufs Spiel setzen.
Das Buch selbst lässt sich sehr gut lesen. Der Autor schafft es den Leser zu packen und an die dramatische Story zu fassen. Ich konnte der Story sehr gut folgen und mich alles auch ausgesprochen gut bildhaft vorstellen. Zwar gehöre ich eher zu den langsameren Lesern, aber dafür kann ich mir solche „Geschichten“ auch sehr gut einprägen. Die Story läuft meist wie eine Art Film in meinen Gedanken ab. Viele von Euch dürften das sicherlich kennen und verstehen, was ich meine.
Dieses Buch war das erste, das ich von R. Bachmann / S. King gelesen habe. Eigentlich mag ich S. King nicht so wirklich oder vielmehr mag ich das Genre Horror nicht so richtig. Menschenjagd dagegen ist eher wie ein dramaturgischer Actionthriller gekoppelt mit nicht unbedingt wirklichkeitsfremder Fiktion. Eine sehr interessante Mischung die einem nicht nur pures Lesevergnügen bereitet, sondern auch zum Nachdenken anregt.
[ Infos zum Buch und dem Autor ]
Wie eingangs schon erwähnt wurde das Buch von Stephen Kings unter dem Pseudonym Richard Bachmann geschrieben. Es umfasst 254 Seiten und fällt in die Kategorie Taschenbuch. Ich selbst habe es als heißen Lesetipp von einem Freund ausgeliehen bekommen. Dieser hat das Buch vor gut 3 Jahren als Mängelexemplar bei Karstadt für schlappe 3,-- DM erstanden (die guten alte DM). Heute kann man das Buch für ca. € 6,95 bei amazon.de und auch allen anderen größeren Buchhandlungen bestellen und kaufen.
Übersetzt aus dem amerikanischen wurde „Menschenjagd“ von Nora Jensen und erschien durch allseits bekannten Heyne Verlag (ISBN 3-453-02291-2).
Nähere Infos: http://www.lettern.de/rebach.htm
Die einzelnen, teilweise sehr kurzen Kapitel sind in Form eines fortlaufenden Countdowns gestaltet. Ich persönlich finde kurze Kapitel sehr gut, da ich meist auch net über einen längeren Zeitraum an einem Buch lese. So kann man dann hin und wieder mal schnell einige Kapitel lesen.
Die Story zu Menschenjagd ist an dem Film „Running Man“ angelehnt. King hat bisweilen mindestens 6 seiner Bücher unter dem Pseudonym Richard Bachmann geschrieben und unter eingeschworenen Fans gilt „Menschenjagd“ sogar als eines von Kings / Bachmanns beste Werke.
Stephen King wurde übrigens 1947 in Portland (Bundesstaat Maine) geboren, wo er noch heute noch mit seiner Frau Tabitha leben soll. Tabitha King ist übrigens selbst eine erfolgreiche Autorin und schrieb u.a. „Das Puppenhaus“. Stephen und Tabitha haben zusammen 3 Kinder: Naomi Rachel, Joseph Hillstrom und Owen Philip.
Wer mehr über Stephen King wissen möchte für den sei nachfolgender Link bestimmt: http://www.beepworld.de/members17/fansofstephenking/index.htm
Gern würde ich an dieser Stelle auch eine kleine Leseprobe wiedergeben, aber leider habe ich „Menschenjagd“ schon wieder an meinen Freund zurückgegeben und irgendeinen Text aus dem Internet kopieren liegt mir fern.
[ Fazit ]
„Menschenjagd“ ist ein wirklich bis zum Schluss ein spannendes Buch. Da einzige was man hier aussetzen könnte wäre, das es „nur“ 254 Seiten hat. Ich vergebe hier ohne Einschränkung 5 Sterne und kann das Buch guten Gewissens wärmstens empfehlen.
[ Anmerkung ]
Diesen Bericht erschien erstmals am 13.01.2001 bei ciao und ich habe ihn am 25.07.02 komplett überarbeitet. Bei Ciao war die alte Version nach einer langen Pause der zweite Bericht den ich dort veröffentlicht hatte. Eine Überarbeitung war also absolut fällig!
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren und vorbeischauen,
Euer Heiko
Zugegeben, es gehört nicht gerade zu den neueren Büchern, die es auf dem Buchmarkt gibt, aber dennoch ist es nicht minder spannend, gut und aktuell, eine interessante Mischung aus Fiktion und Realität, die nicht zuletzt auch zum nachdenken anregt.
[Story]
USA, 2025. Ben Richards ist Opfer unsozialer weltlicher Umstände. Ihm und seiner Familie geht es schlecht. Sie leben in einer Zeit, in der es durch die Polarisierung der Gesellschaft nur noch zwei Klassen gibt: die Reichen und die Armen und Ben und seine Familie gehören zu den Armen.
Mit seinem kärglichen Leben hätte er, wenn auch mehr schlecht als recht auskommen können, wenn da nicht seine 18 Monate alte, krebskranke Tochter Catherine und Ben kein fürsorglicher Vater gewesen wäre. So wollte Ben alles dafür tun, damit es ihr gut geht. So schlug Ben Richards zu, als sich ihm die minimale Chance bot, das große Geld zu machen. Nein, nicht irgendwo oder irgendwie, sondern bei einer Gameshow.
In einer Welt wo sich alles nur um Einschaltquoten dreht und um den großen Profit, der daraus zu ziehen ist bietet sich jedem todesmutigen Kandidat die Chance auf das große Geld. Den Reichen ist es egal wenn jemand aus der unteren Schicht bei einem \"Spiel\" stirbt und sein unnutzes Leben wegwirft, denn das ist es was die Zuschauer sehen wollen; ja, das ist es was die Einschaltquote in die Höhe treibt und diese bizarre Gameshow mit ihrem grausamen Titel ausmacht: Menschenjagd.
Ben Richards qualifiziert sich bei einem harten Test eines renommierten Fernsehsenders für das Spiel mit dem ganz großen Geld, die \"Menschenjagd\".
Wenn er 30 Tage in der Welt überlebt, gewinnt er 1 Billion Dollar und weil das noch niemand überlebt hat, gibt es für ihn oder seine Familie für jede Stunde, die er überlebt 100 Dollar! Jeder Hinweis auf ihn bringt den Zuschauern 100 Dollar und jede Meldung die zu seinem Tod führt bringt den Zuschauern sogar 1000 Dollar.
Das „Spiel“ beginnt und Ben wird gejagt, gejagt von der Welt dort draußen und von speziell ausgebildeten Jägern, die vom TV-Konzern für dieses „Spiel“ angeheuert wurden. Das er dabei sterben kann und es noch niemand überlebt hat ist ihm dabei gleichgültig, nur der Gedanke an gute Dollar für Ärzte und Medikamente für die schwerkranke Catherine zählt...
Ob er es schafft zu überleben, was ihm alles zustößt, was er erlebt und wie es ihm ergeht und ob Catherine gerettet werden kann, das könnt ihr selbst nachlesen, wenn ihr \"Menschenjagd\" lesen werdet !!!
[meine Erfahrungen]
Ich denke das diese Idee zum Buch gar nicht mal so weit hergeholt ist. In Zeiten von Big Brother können wir schon jetzt die ersten Schritte sehen, die zu so etwas mal führen können, auch wenn es momentan noch denkbar unrealistisch erscheint. Ich will damit nicht sagen, das ich Big Brother verurteile oder schlecht finde, die Kritik richtet sich viel mehr an die Fernsehsender, die scheinbar keine Grenzen kennen und die Presse und Medienfreiheit mehr als großzügig ausschöpfen.
Auch wenn schon lange nicht mehr von Big Brother gibt es doch Gameshows auf dieser Welt, die immer einen Schritt weiter gehen. So gibt es z.B. eine Show in USA, wo die Kandidaten unter härtesten Bedingungen, wie z.B. extreme Kälte, Nässe oder Hitze (in einer speziellen Kammer) Fragen beantworten müssen.
Natürlich müssen sich die Kandidaten wegen den starken Belastungen solcher Strapazen vorher strengen medizinischen Untersuchungen unterziehen um sich für die Show zu qualifizieren, aber letztendlich geht das schon ganz stark in Richtung Wahnsinn und Leben aufs Spiel setzen.
Das Buch selbst lässt sich sehr gut lesen. Der Autor schafft es den Leser zu packen und an die dramatische Story zu fassen. Ich konnte der Story sehr gut folgen und mich alles auch ausgesprochen gut bildhaft vorstellen. Zwar gehöre ich eher zu den langsameren Lesern, aber dafür kann ich mir solche „Geschichten“ auch sehr gut einprägen. Die Story läuft meist wie eine Art Film in meinen Gedanken ab. Viele von Euch dürften das sicherlich kennen und verstehen, was ich meine.
Dieses Buch war das erste, das ich von R. Bachmann / S. King gelesen habe. Eigentlich mag ich S. King nicht so wirklich oder vielmehr mag ich das Genre Horror nicht so richtig. Menschenjagd dagegen ist eher wie ein dramaturgischer Actionthriller gekoppelt mit nicht unbedingt wirklichkeitsfremder Fiktion. Eine sehr interessante Mischung die einem nicht nur pures Lesevergnügen bereitet, sondern auch zum Nachdenken anregt.
[ Infos zum Buch und dem Autor ]
Wie eingangs schon erwähnt wurde das Buch von Stephen Kings unter dem Pseudonym Richard Bachmann geschrieben. Es umfasst 254 Seiten und fällt in die Kategorie Taschenbuch. Ich selbst habe es als heißen Lesetipp von einem Freund ausgeliehen bekommen. Dieser hat das Buch vor gut 3 Jahren als Mängelexemplar bei Karstadt für schlappe 3,-- DM erstanden (die guten alte DM). Heute kann man das Buch für ca. € 6,95 bei amazon.de und auch allen anderen größeren Buchhandlungen bestellen und kaufen.
Übersetzt aus dem amerikanischen wurde „Menschenjagd“ von Nora Jensen und erschien durch allseits bekannten Heyne Verlag (ISBN 3-453-02291-2).
Nähere Infos: http://www.lettern.de/rebach.htm
Die einzelnen, teilweise sehr kurzen Kapitel sind in Form eines fortlaufenden Countdowns gestaltet. Ich persönlich finde kurze Kapitel sehr gut, da ich meist auch net über einen längeren Zeitraum an einem Buch lese. So kann man dann hin und wieder mal schnell einige Kapitel lesen.
Die Story zu Menschenjagd ist an dem Film „Running Man“ angelehnt. King hat bisweilen mindestens 6 seiner Bücher unter dem Pseudonym Richard Bachmann geschrieben und unter eingeschworenen Fans gilt „Menschenjagd“ sogar als eines von Kings / Bachmanns beste Werke.
Stephen King wurde übrigens 1947 in Portland (Bundesstaat Maine) geboren, wo er noch heute noch mit seiner Frau Tabitha leben soll. Tabitha King ist übrigens selbst eine erfolgreiche Autorin und schrieb u.a. „Das Puppenhaus“. Stephen und Tabitha haben zusammen 3 Kinder: Naomi Rachel, Joseph Hillstrom und Owen Philip.
Wer mehr über Stephen King wissen möchte für den sei nachfolgender Link bestimmt: http://www.beepworld.de/members17/fansofstephenking/index.htm
Gern würde ich an dieser Stelle auch eine kleine Leseprobe wiedergeben, aber leider habe ich „Menschenjagd“ schon wieder an meinen Freund zurückgegeben und irgendeinen Text aus dem Internet kopieren liegt mir fern.
[ Fazit ]
„Menschenjagd“ ist ein wirklich bis zum Schluss ein spannendes Buch. Da einzige was man hier aussetzen könnte wäre, das es „nur“ 254 Seiten hat. Ich vergebe hier ohne Einschränkung 5 Sterne und kann das Buch guten Gewissens wärmstens empfehlen.
[ Anmerkung ]
Diesen Bericht erschien erstmals am 13.01.2001 bei ciao und ich habe ihn am 25.07.02 komplett überarbeitet. Bei Ciao war die alte Version nach einer langen Pause der zweite Bericht den ich dort veröffentlicht hatte. Eine Überarbeitung war also absolut fällig!
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren und vorbeischauen,
Euer Heiko
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