Erfahrungsbericht von MichaelW97614
Vom Kampf der Wissenschaft gegen die Kirche;Brecht :Leben des Galilei
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Und wieder wurde ich von meinem Deutschlehrer dazu gezwungen ein Buch zu lesen. Ich muss dazu sagen, dass ich recht viele Bücher lese, worüber ich auch schon einige Meinungen geschrieben habe, aber die Bücher, die wir im Deutschunterricht gelesen haben, waren immer schrecklich.
Eigentlich habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass wir jemals ein Buch lesen, welches ich interessant und wenigstens halbwegs realistisch finde, doch ich sollte eines besseren belehrt werden.
Über die Faschingsferien sollten wir das Buch Leben des Galilei von Bertolt Brecht lesen.
130 Seiten in einer Woche, sollte eigentlich kein Problem sein, doch Bücher wie Nathan der Weise oder Kabale und Liebe haben mich eines besseren belehrt.
Doch dieses Buch hatte ich in nur 2 Tagen verschlungen.
Ich fand es nicht nur angenehm geschrieben, sondern auch spannend, da es diesen Galilei ja wirklich gab, und diese Geschichte nicht frei erfunden ist und schon jeder etwas darüber gehört hat.
Inhalt
Der Wissenschaftler Galileo Galilei lebt und lehrt um 1609 in Padua/ Italien und hat durch Beobachtungen des Himmels und der Gestirne die Korrektheit des kopernikanischen Weltbildes bewiesen, bei dem die Sonne der Mittelpunkt ist, und alle anderen Planeten um die Sonnekreisen und somit die Falschheit des von der Kirche verbreiteten und allen geglaubten heliozentrischen Weltbild, bei dem die Erde eine Scheibe ist und sich alle Planeten um die Erde bewegen.
Galilei wohnt mit seiner Haushälterin Frau Sarti, deren Sohn Andrea und Galileis Tochter Virginia in einem Haus.
Galilei lehrt Andrea immer seine neuesten Erkenntnisse und dieser ist vollauf begeistert von der Wissenschaft und hat Galilei als großes Vorbild. Frau Sarti hingegen hält nichts von der Wissenschaft, da sie dadurch kein Geld fürs Essen bekommen sondern nur Probleme mit der Kirche.
Die Erfindung des Fernrohrs in Holland war für Galilei natürlich Bahnbrechend, denn endlich konnte er die genauen Verläufe der Gestirne beobachten und auch weitere Monde sehen.
Als auch noch ein Wissenschaftler neuer Papst in Rom wurde, war für Galilei klar, er müsse mit seiner Entdeckung nach Rom, sie der Kirche darstellen und somit die gesamte Menschheit aufklären, dass das bisherige Weltbild falsch war.
Galilei meint, dass der Papst, als ehemaliger Wissenschaftler die Richtigkeit seiner Aufzeichnungen erkennen und anerkennen wird.
Doch leider irrt sich Galilei.
Zwar bestätigen alle Wissenschaftler des Vatikans, dass die Lehre Galileis richtig ist, doch sie verbieten strickt ihre Verbreitung und zwingen Galilei sogar seine Lehre öffentlich zu wiederrufen. Sie meinen, diese Neuerung würde das Volk total verwirren und alle Ordnung wurde zusammenbrechen. In Wirklichkeit haben sie nur Angst, die Stellung der Kirche würde an Macht verlieren. So verbietet die Kirche Galilei seine Lehre zu veröffentlichen , doch heimlich nutzt sie seine Erkenntnisse zu ihrem eigenen Vorteil, z.B. zur Schifffahrt.
Andrea, Frau Sarti und Virginia hören davon, dass Galilei gezwungen wurde, seine Lehre zu widerrufen, doch Andrea ist sich sicher, dass Galilei das nicht machen wird. „Jemand der die Wahrheit nicht kennt, ist dumm, doch ein Wissenschaftler der die Wahrheit verleugnet ist ein Verbrecher“, sagte eins schon Galilei und auch Andrea ist dieser Meinung.
Deshalb ist er umso geschockt als die Glocken des Vatikans die Botschaft verkünden, dass Galilei seine Lehre doch widerrufen hat.
Andrea ist schwer enttäuscht und wendet sich von Galilei und Virginia ab.
Galilei zieht in die Nähe von Florenz und wohnt dort mit Virginia unter der Kontrolle der Kirche. Galilei wird krank und seine Augen sind durch die Beobachtungen der Sonne stark gekränkt. Da die Kirche weiß, dass ein Wissenschaftler von heute auf morgen nicht mit seinen Forschungen aufhören kann, erlaubt die Kirch ihm, weiter zu forschen und seine Erkenntnisse aufzuschreiben. Diese Aufzeichnungen werden dann von der Kirche eingesammelt und verschlossen, damit sie niemals an die Öffentlichkeit gelangen.
Drei Jahre nach dem Widerruf kommt Andrea zum ersten Mal zu Besuch. Er verhält sich Galilei gegenüber sehr kühl, da er sehr schwer von ihm enttäuscht wurde.
Das Ende verrate ich euch natürlich nicht!
Warum gilt Galilei heute dann als so wichtig, wenn seine Lehre nicht bekannt gemacht wurde und er sie selbst widerrufen hat??
Wie kam die Lehre doch noch an die Öffentlichkeit??
Das alles werdet ihr erfahren, wenn ihr das Buch lest.
Ich fand das Buch eigentlich richtig gut.
Ich fand das Thema recht interessant und es ist gut und verständlich geschrieben. In heutiger Sprache und in einer Art, bei der man zwar Unmengen interpretieren kann, doch die man auch versteht ohne zu interpretieren.
Das Buch ist in 15 Kapitel unterteil, an deren Anfang immer Zeit und Ort stehen sowie eine kleine kurze Zusammenfassung des Inhalts des aktuellen Kapitels.
Das Buch ist nicht gerade super spannend, da man normalerweise den groben Ablauf des Lebensgeschichte Galileis schon kennt, doch es ist interessant die Einzelheiten zu erfahren.
In meinen Augen zeigt das Buch mit seiner Geschichte gut, wie die Menschen der damaligen Zeit gedacht haben und welch immense Rolle und Macht die Kirche damals hatte und was der Kirche am Herzen lag, der Mensch oder die eigene Macht!
Wer sich dafür interessiert, dem kann ich nur empfehlen dieses Buch zu lesen.
Eigentlich habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass wir jemals ein Buch lesen, welches ich interessant und wenigstens halbwegs realistisch finde, doch ich sollte eines besseren belehrt werden.
Über die Faschingsferien sollten wir das Buch Leben des Galilei von Bertolt Brecht lesen.
130 Seiten in einer Woche, sollte eigentlich kein Problem sein, doch Bücher wie Nathan der Weise oder Kabale und Liebe haben mich eines besseren belehrt.
Doch dieses Buch hatte ich in nur 2 Tagen verschlungen.
Ich fand es nicht nur angenehm geschrieben, sondern auch spannend, da es diesen Galilei ja wirklich gab, und diese Geschichte nicht frei erfunden ist und schon jeder etwas darüber gehört hat.
Inhalt
Der Wissenschaftler Galileo Galilei lebt und lehrt um 1609 in Padua/ Italien und hat durch Beobachtungen des Himmels und der Gestirne die Korrektheit des kopernikanischen Weltbildes bewiesen, bei dem die Sonne der Mittelpunkt ist, und alle anderen Planeten um die Sonnekreisen und somit die Falschheit des von der Kirche verbreiteten und allen geglaubten heliozentrischen Weltbild, bei dem die Erde eine Scheibe ist und sich alle Planeten um die Erde bewegen.
Galilei wohnt mit seiner Haushälterin Frau Sarti, deren Sohn Andrea und Galileis Tochter Virginia in einem Haus.
Galilei lehrt Andrea immer seine neuesten Erkenntnisse und dieser ist vollauf begeistert von der Wissenschaft und hat Galilei als großes Vorbild. Frau Sarti hingegen hält nichts von der Wissenschaft, da sie dadurch kein Geld fürs Essen bekommen sondern nur Probleme mit der Kirche.
Die Erfindung des Fernrohrs in Holland war für Galilei natürlich Bahnbrechend, denn endlich konnte er die genauen Verläufe der Gestirne beobachten und auch weitere Monde sehen.
Als auch noch ein Wissenschaftler neuer Papst in Rom wurde, war für Galilei klar, er müsse mit seiner Entdeckung nach Rom, sie der Kirche darstellen und somit die gesamte Menschheit aufklären, dass das bisherige Weltbild falsch war.
Galilei meint, dass der Papst, als ehemaliger Wissenschaftler die Richtigkeit seiner Aufzeichnungen erkennen und anerkennen wird.
Doch leider irrt sich Galilei.
Zwar bestätigen alle Wissenschaftler des Vatikans, dass die Lehre Galileis richtig ist, doch sie verbieten strickt ihre Verbreitung und zwingen Galilei sogar seine Lehre öffentlich zu wiederrufen. Sie meinen, diese Neuerung würde das Volk total verwirren und alle Ordnung wurde zusammenbrechen. In Wirklichkeit haben sie nur Angst, die Stellung der Kirche würde an Macht verlieren. So verbietet die Kirche Galilei seine Lehre zu veröffentlichen , doch heimlich nutzt sie seine Erkenntnisse zu ihrem eigenen Vorteil, z.B. zur Schifffahrt.
Andrea, Frau Sarti und Virginia hören davon, dass Galilei gezwungen wurde, seine Lehre zu widerrufen, doch Andrea ist sich sicher, dass Galilei das nicht machen wird. „Jemand der die Wahrheit nicht kennt, ist dumm, doch ein Wissenschaftler der die Wahrheit verleugnet ist ein Verbrecher“, sagte eins schon Galilei und auch Andrea ist dieser Meinung.
Deshalb ist er umso geschockt als die Glocken des Vatikans die Botschaft verkünden, dass Galilei seine Lehre doch widerrufen hat.
Andrea ist schwer enttäuscht und wendet sich von Galilei und Virginia ab.
Galilei zieht in die Nähe von Florenz und wohnt dort mit Virginia unter der Kontrolle der Kirche. Galilei wird krank und seine Augen sind durch die Beobachtungen der Sonne stark gekränkt. Da die Kirche weiß, dass ein Wissenschaftler von heute auf morgen nicht mit seinen Forschungen aufhören kann, erlaubt die Kirch ihm, weiter zu forschen und seine Erkenntnisse aufzuschreiben. Diese Aufzeichnungen werden dann von der Kirche eingesammelt und verschlossen, damit sie niemals an die Öffentlichkeit gelangen.
Drei Jahre nach dem Widerruf kommt Andrea zum ersten Mal zu Besuch. Er verhält sich Galilei gegenüber sehr kühl, da er sehr schwer von ihm enttäuscht wurde.
Das Ende verrate ich euch natürlich nicht!
Warum gilt Galilei heute dann als so wichtig, wenn seine Lehre nicht bekannt gemacht wurde und er sie selbst widerrufen hat??
Wie kam die Lehre doch noch an die Öffentlichkeit??
Das alles werdet ihr erfahren, wenn ihr das Buch lest.
Ich fand das Buch eigentlich richtig gut.
Ich fand das Thema recht interessant und es ist gut und verständlich geschrieben. In heutiger Sprache und in einer Art, bei der man zwar Unmengen interpretieren kann, doch die man auch versteht ohne zu interpretieren.
Das Buch ist in 15 Kapitel unterteil, an deren Anfang immer Zeit und Ort stehen sowie eine kleine kurze Zusammenfassung des Inhalts des aktuellen Kapitels.
Das Buch ist nicht gerade super spannend, da man normalerweise den groben Ablauf des Lebensgeschichte Galileis schon kennt, doch es ist interessant die Einzelheiten zu erfahren.
In meinen Augen zeigt das Buch mit seiner Geschichte gut, wie die Menschen der damaligen Zeit gedacht haben und welch immense Rolle und Macht die Kirche damals hatte und was der Kirche am Herzen lag, der Mensch oder die eigene Macht!
Wer sich dafür interessiert, dem kann ich nur empfehlen dieses Buch zu lesen.
20 Bewertungen, 2 Kommentare
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24.06.2003, 16:04 Uhr von Wurzelchen2
Bewertung: sehr hilfreichKlingt sehr interessant.
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04.04.2002, 18:54 Uhr von Diescher
Bewertung: sehr hilfreichIst bei mir schon eine Weile her, dass ich das Buch in der Schule lesen mußte, aber mir hat es auch ganz gut gefallen.
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