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Erfahrungsbericht von microcosm

Siddharta-die Geschichte des Buddha

Pro:

einfache, verständliche Sprache

Kontra:

Geschichte nur Parallele zum Leben des Buddha

Empfehlung:

Nein

Wer diese innere Unzufriedenheit verspürt, immer noch nicht gefunden zu haben, wonach er sucht, findet in dieser Erzählung von Hesse einen Anhaltspunkt, in sich selbst zu schauen und die Wunder des Lebens zu erkennen.

Das Buch ist deshalb so herausragend, weil sowohl die Erzählung als auch der Schreibstil die Einfachheit des Seins wiederspiegeln.

Vom wohlgehüteten Sohn bringt Siddharta eine emotionale Achterbahnfahrt hinter sich, die den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht und bis zum Einsicht bringenden Schluß nicht mehr losläßt.

Die Erzählung handelt von einem jungen, unerfahrenen Mann, der auszieht, um Erleuchtung zu finden.
Auf seinem Weg macht er Erfahrungen mit vielen Tugenden und Sünden, die ihm das Leben bietet, von Freundschaft über Liebe bis zu Habgier und Verzweiflung.

Die Folgerung, daß jede Erfahrung, die wir machen, für unser weiteres Leben wichtig ist, macht die Bewältigung von Problemen einfacher und schöne Erlebnisse noch schöner. Dieses Buch bietet jedem die Möglichkeit, sich selbst in den Leiden und Freuden Siddhartas wiederzuerkennen.

Glauben ist keine Sache der Religion, sondern des eigenen Lebens. Die leidenschaftliche Verfolgung der eigenen Tätigkeiten ist wichtiger als ihr Ausgang.
Dies spiegelt sehr gut die fernöstliche Philosophie wider, woher Hesse seine Einflüsse für dieses Buch bezieht.

Obwohl er hier ein religiöses Thema behandelt, ist die Art der Erzählung doch weltlich genug, um auch Nichtgläubigen einen Denkanstoß zu geben.

Das Buch ist sehr emotional geschrieben, und wer es mag, selbst in Geschichten zu versinken, wird an Siddharta mit Sicherheit seine helle Freude haben.

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