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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von tepungaatewaka
Das Meer der Geschichten für Erwachsene!
Pro:
interessant, mit vielen Weisheiten geschmückt!
Kontra:
ein Buch, dass viel länger sein könnte:-)
Empfehlung:
Nein
Über das Buch
°°°°°°°°°°°°°
Alifbay, nicht nur eine traurige Stadt, nein, die Traurigste unter allen Städten, die es gab, gibt und je geben wird. Zu traurig, um sich sogar an den eigenen Stadtnamen zu erinnern.
Raschid, der berühmte Scha von Bla und Göttergatte von Soraya, Mutter des gemeinsamen Sohnes Harun, ist ständig damit beschäftigt Geschichten zu erzählen. Zum Leid fast aller, ganz besonders seiner eifersüchtigen Rivalen, erzählt er jedoch die unpassendsten Geschichten, wie man es sich nur vorstellen kann. Erheiternde, lustige, unterhaltsame, schöne Geschichten, seiner Phantasie scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.
Soraya überlässt das Geschichtenerzählen ihrem Mann und erfreut stattdessen mit ihrer entzückenden Stimme. So wächst Harun Jahr für Jahr unter besten Voraussetzungen zum jungen Mann heran, denn wie es scheint, ist die Traurigkeit nicht in der Lage, bis zu seiner Familie durchzudringen.
Doch der Schein trügt und eines Tages wird auch Haruns Muter von der Traurigkeit heimgesucht, was dem geschäftigen Vater, der von Land zu land, von Stadt zu Stadt reist nicht wirklich bewusst wird.
Harun zieht nun, wann immer sein Vater ihn mitnimmt, mit ihm durch das Land. Er lauscht aufmerksam den Geschichten seines Vaters und das dieser ein Magier ist, ist für Harun sonnenklar. Woher sonst, sollte er all diese wunderbar fröhlichen Geschichten kennen, in dieser ach so traurigen Zeit?
Und genau dies interessierte Harun doch so brennend. Woher kamen all diese Geschichten? Diese Frage stellte er eines Tages seinem Vater erneut. Dieser truckste herum und antwortete ihm schließlich „aus dem Meer der Geschichten! Und wenn ich genug von dem heißen Erzählwaser getrunken habe, steh ich richtig unter Dampf und komme auf Touren.“
Doch nie gab sich Harun mit einer Antwort zufrieden und wollte es genauer wissen. Doch viel mehr, als „das Wasser bekommt aus einem unsichtbaren Hahn, den einer von den Wasser-Dschinns installiert hat“, bekommt er aus seinem Vater nicht heraus.
Denn das sei dem Scha von bla alles zu-schwierig-zu-erklären.
Als wenig später Soraya mit Mr. Sengupta, dem Mann aus dem oberen Stockwerk, des gleichen Hauses, durchbrennt, ist Harun wütend. Er erinnert sich an die Worte, die Mr. Sengupta immer zu Soraya sagte, wenn sich beide unbeobachtet fühlten. Und genau diese Worte schreit er seinem Vater an den Kopf. „Wozu sind Geschichten gut, die nicht einmal wahr sind?“ Raschid weinte, denn schließlich war das Geschichtenerzählen doch das Einzige, was er konnte. Ja konnte, denn als er das nächste Mal auf einem Podium in der Stadt stand, kam kein Wort über seine Lippen.
Um dieses Unglück wieder hinzubiegen, sieht Harun nur eine Möglichkeit.
Während einer Reise und einer vorausgegangenen Pleite – Raschid versagte wieder einmal bei einem Auftritt seine Stimme-, engagiert Harun den Postbusfahrer, der den namen Aber trägt, sie von der Stadt G über den H Pass durch den J-Tunnel in das K-Tal zu bringen. Dort, so hat ihm einst sein Vater erzählt, wer einmal den bleiernen See gesehen hat, kann nie wieder traurig sein und sein Vater war sich sicher, dass er, wenn er dort gewesen sein würde, wieder Geschichten erzählen kann.
Auf dieser Reise widerfahren Harun und seinem Vater die interessantesten Geschichten. Harun begegnet nun selbst einem Dschinn, plötzlich muss er die Prinzessin Batcheat retten, sie segeln durch das Land Chup mit ihren Schatteneinwohnern, den Chupwalas, ein Ereignis gefolgt von dem Nächsten.
Fazit
°°°°°°
Was im Einzelnen alles passiert, möchte ich dennoch nicht verraten, denn dieses Buch ist ein wirkliches Märchen für Erwachsene. Wer gerne den Alltagsstress hinter sich lässt, sich in eine Welt, die es gibt (oder doch nicht gibt?), wer weis das schon, entführen lassen möchte, dem Rate ich wirklich, dieses Buch zu lesen!
´Ein doppeldeutiges Buch und dadurch ein Buch von doppeltem Wert ...´, wie die Frankfurter allgemeine Zeitung überaus passend darüber berichtete.
Eine klitzekliene Leseprobe gefällig?
„Harun behielt seine Meinung über Mr. Abergutt für sich. Denn schließlich wusster er, was er wusste: Daß nämlich, wenn in der wirklichen Welt Wunder geschehen, auch Wunderwelten Wirklichkeit werden konnten.“
Originaltitel
°°°°°°°°°°°°°°
Der Originaltitel heißt `Haroun and the Sea of Stories`. Erschienen ist es 1991 und wurde aus dem englischen übersetz.
Über den Autor
°°°°°°°°°°°°°°°
Ahmed Salman Rushdie wurde am 19.06.1947 in Bombay, Indien geboren. Er wuchs in einer wohlhabenden, muslimischen Familie in Indien und teilweise in England auf.
In Cambridge studierte er Geschichte, wo er 1968 mit dem akademischen Grad Magister Artium abschloss. Nachdem er als Werbetexter in London arbeitete, veröffentlichte er 1975 seiner ersten Roman `Grimus`.
Darauf folgte 1981 erschien sein überaus bekanntes Werk „Mitternachtskinder“.
Kurz nach der Veröffentlichung im Jahre 1988 des Romans „Die satanistischen Verse“, sprach der damalige iranische Revolutionsführer Ayatholla Khomeini wegen Blasphemie eine Fatwa über Rushdie aus. Das heißt, er reif die Muslime dazu auf, Rushdie zu töten.
Rushdie gilt als ein sehr umstrittener Autor und lebt mittlerweile an einem unbekannten Ort in England.
Nicht desto trotz wurden und werden seine Bücher in über 30 Sprachen übersetzt.
Er erhielt auf mehrere seiner Bücher vielfache Auszeichnungen.
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Alifbay, nicht nur eine traurige Stadt, nein, die Traurigste unter allen Städten, die es gab, gibt und je geben wird. Zu traurig, um sich sogar an den eigenen Stadtnamen zu erinnern.
Raschid, der berühmte Scha von Bla und Göttergatte von Soraya, Mutter des gemeinsamen Sohnes Harun, ist ständig damit beschäftigt Geschichten zu erzählen. Zum Leid fast aller, ganz besonders seiner eifersüchtigen Rivalen, erzählt er jedoch die unpassendsten Geschichten, wie man es sich nur vorstellen kann. Erheiternde, lustige, unterhaltsame, schöne Geschichten, seiner Phantasie scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.
Soraya überlässt das Geschichtenerzählen ihrem Mann und erfreut stattdessen mit ihrer entzückenden Stimme. So wächst Harun Jahr für Jahr unter besten Voraussetzungen zum jungen Mann heran, denn wie es scheint, ist die Traurigkeit nicht in der Lage, bis zu seiner Familie durchzudringen.
Doch der Schein trügt und eines Tages wird auch Haruns Muter von der Traurigkeit heimgesucht, was dem geschäftigen Vater, der von Land zu land, von Stadt zu Stadt reist nicht wirklich bewusst wird.
Harun zieht nun, wann immer sein Vater ihn mitnimmt, mit ihm durch das Land. Er lauscht aufmerksam den Geschichten seines Vaters und das dieser ein Magier ist, ist für Harun sonnenklar. Woher sonst, sollte er all diese wunderbar fröhlichen Geschichten kennen, in dieser ach so traurigen Zeit?
Und genau dies interessierte Harun doch so brennend. Woher kamen all diese Geschichten? Diese Frage stellte er eines Tages seinem Vater erneut. Dieser truckste herum und antwortete ihm schließlich „aus dem Meer der Geschichten! Und wenn ich genug von dem heißen Erzählwaser getrunken habe, steh ich richtig unter Dampf und komme auf Touren.“
Doch nie gab sich Harun mit einer Antwort zufrieden und wollte es genauer wissen. Doch viel mehr, als „das Wasser bekommt aus einem unsichtbaren Hahn, den einer von den Wasser-Dschinns installiert hat“, bekommt er aus seinem Vater nicht heraus.
Denn das sei dem Scha von bla alles zu-schwierig-zu-erklären.
Als wenig später Soraya mit Mr. Sengupta, dem Mann aus dem oberen Stockwerk, des gleichen Hauses, durchbrennt, ist Harun wütend. Er erinnert sich an die Worte, die Mr. Sengupta immer zu Soraya sagte, wenn sich beide unbeobachtet fühlten. Und genau diese Worte schreit er seinem Vater an den Kopf. „Wozu sind Geschichten gut, die nicht einmal wahr sind?“ Raschid weinte, denn schließlich war das Geschichtenerzählen doch das Einzige, was er konnte. Ja konnte, denn als er das nächste Mal auf einem Podium in der Stadt stand, kam kein Wort über seine Lippen.
Um dieses Unglück wieder hinzubiegen, sieht Harun nur eine Möglichkeit.
Während einer Reise und einer vorausgegangenen Pleite – Raschid versagte wieder einmal bei einem Auftritt seine Stimme-, engagiert Harun den Postbusfahrer, der den namen Aber trägt, sie von der Stadt G über den H Pass durch den J-Tunnel in das K-Tal zu bringen. Dort, so hat ihm einst sein Vater erzählt, wer einmal den bleiernen See gesehen hat, kann nie wieder traurig sein und sein Vater war sich sicher, dass er, wenn er dort gewesen sein würde, wieder Geschichten erzählen kann.
Auf dieser Reise widerfahren Harun und seinem Vater die interessantesten Geschichten. Harun begegnet nun selbst einem Dschinn, plötzlich muss er die Prinzessin Batcheat retten, sie segeln durch das Land Chup mit ihren Schatteneinwohnern, den Chupwalas, ein Ereignis gefolgt von dem Nächsten.
Fazit
°°°°°°
Was im Einzelnen alles passiert, möchte ich dennoch nicht verraten, denn dieses Buch ist ein wirkliches Märchen für Erwachsene. Wer gerne den Alltagsstress hinter sich lässt, sich in eine Welt, die es gibt (oder doch nicht gibt?), wer weis das schon, entführen lassen möchte, dem Rate ich wirklich, dieses Buch zu lesen!
´Ein doppeldeutiges Buch und dadurch ein Buch von doppeltem Wert ...´, wie die Frankfurter allgemeine Zeitung überaus passend darüber berichtete.
Eine klitzekliene Leseprobe gefällig?
„Harun behielt seine Meinung über Mr. Abergutt für sich. Denn schließlich wusster er, was er wusste: Daß nämlich, wenn in der wirklichen Welt Wunder geschehen, auch Wunderwelten Wirklichkeit werden konnten.“
Originaltitel
°°°°°°°°°°°°°°
Der Originaltitel heißt `Haroun and the Sea of Stories`. Erschienen ist es 1991 und wurde aus dem englischen übersetz.
Über den Autor
°°°°°°°°°°°°°°°
Ahmed Salman Rushdie wurde am 19.06.1947 in Bombay, Indien geboren. Er wuchs in einer wohlhabenden, muslimischen Familie in Indien und teilweise in England auf.
In Cambridge studierte er Geschichte, wo er 1968 mit dem akademischen Grad Magister Artium abschloss. Nachdem er als Werbetexter in London arbeitete, veröffentlichte er 1975 seiner ersten Roman `Grimus`.
Darauf folgte 1981 erschien sein überaus bekanntes Werk „Mitternachtskinder“.
Kurz nach der Veröffentlichung im Jahre 1988 des Romans „Die satanistischen Verse“, sprach der damalige iranische Revolutionsführer Ayatholla Khomeini wegen Blasphemie eine Fatwa über Rushdie aus. Das heißt, er reif die Muslime dazu auf, Rushdie zu töten.
Rushdie gilt als ein sehr umstrittener Autor und lebt mittlerweile an einem unbekannten Ort in England.
Nicht desto trotz wurden und werden seine Bücher in über 30 Sprachen übersetzt.
Er erhielt auf mehrere seiner Bücher vielfache Auszeichnungen.
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