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Erfahrungsbericht von pauline

Zanfir, Elena Zafira "Prinzessin Azalee" - Rumänische Märchen

Pro:

wunderschöne Märchen

Kontra:

leider im Handel nur sehr schwer erhältlich

Empfehlung:

Nein

Ich habe wieder mal angefangen meine Bücher zu katalogisieren, was ich wieder einmal nicht geschafft hab (kein wunder, bei über 500 Büchern :O)).
Dabei fiel mir ein Kinderbuch in die Hände, welches ich schon früher gern und oft gelesen habe.
'Prinzessin Azalee' von Elena Zafira Zanfir ist ein Buch mit mehreren rumänischen Märchen und vielen schönen Bildern (gezeichnet von Nicolae Sirbu).
Es ist 1988 über den Ion Creangà Verlag in der DDR erschienen.
Heute findet es man zwar nicht mehr im Buchhandel, ausser evebtuell über Antiquariat, aber auf 'justbook.de' sind zwei Verkaufgesuche zufinden, der preis beträgt dort einmal 15,- und einmal 25,-DM. Auch in Kinderbiblotheken (in ostdeutschen Städten) hat man noch Glück.

In dem Buch findet man 8 Märchen:
Die Glücksinsel
Ein kleiner Junge namens Sorin geht mit seinem Großvater mit einem Wunderteppich, mit dem man fliegen kann auf eine Reise. Der Großvater ist ein guter Erzähler und erklärt dem Jungen alles was er sieht. Nach einer Weile kommen sie zu einer wunderschönen Insel...

Prinzessin Azalee
In einem weitentfernten Königreich lebten alle Menschen glücklich und zufrieden, was sie ihren guten König Lius zu verdanken haben. Er war klug und gütig und hielt Frieden im eigenen Land und hatte gute Verbindungen zu den Nachbarsländern und Mutter Erde war so zufieden mit dem König und seinen Gefolgsleuten, das sie viele ihrer Schätze preisgab, wodurch das Land immer blühte und die Speicher des Landes immer voll waren. Horan, einer der Diener des Königs, war aber von Neid zerfressen, er wollte König sein und genauso geliebt und geachtet werden, wie der König und er wollte alle Schätze und Reichtümer besitzen. Horan schmiedete Ränke und wollte die anderen Könige der Nachbarsländer gegen König Lius aufwiegeln, als das misslang suchte er eine Räuberbande auf und versprach ihnen Schätze und die Hälfte des Landes zum plündern. Die Räuber griffen das Land an, wurden aber von den mutigen und beherzten Menschen vertrieben. Horan ersann sich wieder einen neuen Plan, aber auch dieser schlug fehl und Horan der endlich als Verräter entlarvt wurde kam in den Kerker. Das Land jedoch war sehr verwüstet, alle machten sich daran, es wieder aufzubauen.
Abends wurden Spiele gespielt, so erholten sich die Menschen von der schweren Arbeit.
Zwei Kinder Codrin und Laura entfernten sich eines Tages von den anderen und kamen an den Azaleenbrunnen.
Plötzlich vernahmen sie eine Stimme, es war Mutter Erde. Sie erzählte den Kindern, dass es war sei, dass die Prinzessin Azalee mit ihrem Schatz von einem Drachen entführt wurde und an einem geheimen Ort seit Ewigen Zeiten dort schlief. Alle Tausend Jahre öffnen sich die Türen des Brunnens zum geheimen Ort.
Wenn die Kinder mutig genug sind und sich an den Rat der Mutter erde halten können sie die Prinzessin befreien...

Die tapfere Dumitra
In einer kleinen Stadt an der Donau lebte ein Ehepaar mit ihren drei Kindern. Die Eltern taten alles um ihren Kindern ein gutes zu Hause zugeben.
Die beiden Mädchen Dumitra und Bàlasa lernten von ihrer Mutter wie man näht und und wunderschöne Teppiche webt, die Mädchen waren sehr geschickt und fleissigt. Der Sohn Ionicà war jedoch faul und streunte lieber durch die Uferwäldchen und traff sich mit seinesgleichen.
Dumitra kam nun in das Alter, wo sie zum Tanz gehen durfte. Mit ihrer Schwester nähte sie sich ein wunderschönes Kleid. Als der Tanzabend da war, wollte sie es gerade bügeln, als Ionicà herein kam und von ihr verlangte, dass sie die Pferde auf die Weide brachte. Dumitra erwiederte, sie müsse ihr Kleid noch bügeln, damit sie auf den Tanz gehen könnte, darüber war Ionicà so erbost, dass er das Kleid nahm und seine Stiefel damit putzte. Danach war das wunderschöne Kleid nur noch ein schmutziger Lumpen.
Dumitra war sehr entäuscht und traurig, nun konnte sie auch nicht zum Tanz.
Vor ihrem Fentser steht ein wunderschöner Flieder, 'Sei nicht traurig' sagte er und schenkte der überraschten Dumitra ein Kleid, in dem sie so wunderschön war, dass alle vor Ehrfurcht erstarrten. Auf dem Fest war sie die schönste und so liebreizend das niemand auf den Gedanken kam neidisch zu sein.
Als das Fest vorbei war, machte Dumitra sich fertig, die Pferde auf die Weide zubringen.
Nur der Mond gab ihr Licht und die pferde wurden sehr unruhig als sie auf die Weide kamen...

Uca-Màriuca
Uca-MÀriuca ist die älteste Tochter einer sehr armen Familie. Da die Eltern den ganzen Tag arbeiten mußten ver sorgte sie den Haushalt und kümmerte sich um ihre beiden kleineren Geschwister.
Uca-Màriuca klagte nie auch nicht als ihr Vater eines Tages starb und auch sie arbeiten gehen mußte. Dort lernte einen Mann kennen, Alexe, er brachte ihr lesen bei und war ein guter Freund. Eines Tages wird Uca-Màriuca verhaftet...

Sonne, Luft und Wasser
In einem Land lebte ein grausamer, böser Kaiser, seine Gemahlin jedoch war sanft, gütig und weise.
Sie hatten zusammen eine Tochter, Meda, sie war wunderschön und gutherzig.
Der König liebte sie sehr, er wollte sie vorallem beschützen, damit sie nie ein böses Wort hörte und ihr nie ein Leid geschah, deshalb schloß er sie im Palast ein.
Nie sah Meda die Sonne, ausser durchs geschlossene Fenster, nie bekam sie frische Luft, da sie nicht raus durfte und nie sah sie das Wasser der Flüsse, Seen und Meere.
Als die Prinzessin älter wurde wollte sie raus wollte, Blumen mehr die gebracht wurden nur um zu verwelken, sondern wollte die Welt draussen kennenlernen. Der Kaiser jedoch schlug ihr den Wunsch ab, aus Angst um sie, auch die Kaiserin konnte den Willen ihres Mannes nicht ändern.
Eines Tages wurde die Meda krank...

Prinzessin Li
In einem Königreich lebte Kaiser Galen mit seiner Frau und fünf Kindern, vier Söhne und ein Mädchen, Prinzessin Li.
Galen war ein gerechter und und guter Kaiser, sein Land blühte und alle lebten im Frieden. Doch leider waren Die Könige der Nachbarländer neidisch und begann Krieg zu führen.
Der Kaiser und seine tapferen Söhne hielten sich wacker, doch nach und nach fielen die Söhne den Schwertern zum der Feinde zum Opfer. Das brach der Kaiserin das Herz und sie starb.

Witter - Gewitter und die Goldlilien
Vor langer Zeit lebten in einem fernen Land ein Kaiser und seine Frau.
So gutmütig und sanft sie war, so düster und heftig war der Kaiser.
Die Kaiserin gebar Zwillinge, ein mädchen und ein Junge.
Das Mädchen war unruhig und stürmisch, es freute sich, wenn es drausenen gewitterte und stürmte und wurde Witter genannt. Der Junge jedoch war lieb und sanft, man nannte ihn Ariel.
Die Kinder wuchsen heran. Ariel war ruhig, geduldig und lernte gern, was man ihn lehren wollte.
Witter jedoch war ungeduldig und böse.
Die Diener hatten Angst vor ihr und sie spileten arge Streiche. Zum Beispiel versalzte sie auf einem großen Fest das Essen, wofür die Köche dann gefoltert wurden.
Zum Zwanzigsten Geburtstag wart auch ein großes Fest gefeiert, viele Menschen kamen und Witter lernte Frost, den Sohn des Nachbarkönigs kennen, zum erstenmal begann sich in Witters Herz etwas zuregen, sie war sehr verwirrt.
Doch das Böse setzte sich durch und sie tat etwas sehr leichtsinniges...

Die tapfere Atina und Eros, das Sonnenkind
Nachdem Atinas Vater durch den Krieg gestorben war und ihre Mutter vor Trauer und der schweren Arbeit auch erkrankte und starb, war sie ganz alleine.
Das Land des Kaiser war durch den Krieg gebeutelt und sehr arm, jeder sah selbst, wie er über die Runden kam.
Atina war ganz allein und niemand half ihr, traurig dachte sie an ihre liebe Mama und erinnerte sich an ihr Lächeln, das sie für jeden übrig hatte, selbst für die Tiere und Pflanzen.
'Ihr Lächeln kann nicht gestorben sein. Ich werde es suchen und wenn ich bis ans Ende der gehen muss' sagte sie sich und begann die gefährliche Reise auf der sie viele, viele Abenteuer erlebte.


Ich hoffe es ist Euch nicht zu lang geworden, den Bericht zu Ende zu lesen und das ich Euch ein wenig neugierig gemacht habe.
Ich jedenfalls werde das Buch gut aufheben und es (hoffentlich) noch meinen Enkeln vorlesen.
Ich jedenfalls kann nur jeden raten, kramt in den alten Bücherkisten Eurer Eltern und guckt ob es nicht vielleicht doch mit dabei ist oder falls ihr zufällig die Chance habt das Buch zuerwerben, dann schlagt zu.
Viel Spass beim Lesen und Vorlesen wünscht Euch
Eure Pauline (Carolina)

7 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Sprudellady

    15.04.2002, 16:39 Uhr von Sprudellady
    Bewertung: sehr hilfreich

    ..ich finde märchen sehr schön und ich möchte auch diese lesen!gruss sprudellady