Mensch Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2007
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Taschimaus
HOFFNUNGSSCHIMMER..
Pro:
Wunderschöne Texte (sehr persönlich und gefühlvoll); oft kann man hören, dass "Herbie" eben doch singen kann; schöne Melodien, fast ausschließlich geschrieben (Texte und Musik) sowie produziert von ihm selber..
Kontra:
"Neuland" und "Zum Meer", ich mag diese beiden Songs nicht gerne; Kopierschutz?! (betrifft mich ja nicht, hab sie ja)
Empfehlung:
Ja
Hallo meine lieben Leserinnen und Leser!
+++ Einleitung +++
Ich muss zugeben, dass ich mit der Musik von Herbert Grönemeyer bis vor kurzem nicht allzu viel anfangen konnte. Klar gab es manche Lieder, die auch mir gefallen haben, aber diese waren ehrlichgesagt eher in der Minderheit. Im letzten Jahr startete Grönemeyer nach einer langen Pause, die er aufgrund des Todes seiner Frau Anna eingelegt hatte, ein sensationelles Comeback. Die erste Single „Mensch“ stand einige Wochen vor der Veröffentlichung des Albums auf der Spitzenposition der Charts und auch das Album stand im Erfolg der Single um nichts nach. Mein Vater kaufte die CD kurz nach Erscheinen, denn als diese im Radio vorgestellt wurde, hatte er zum ersten Mal „Der Weg“ gehört, was sehr gut auf unsere damalige Situation gepasst hat und seit diesem Tag liegt also dieses Album bei uns. Heute möchte ich euch Grönemeyers sicherlich persönlichstes Album einmal vorstellen.
+++ Tracklist +++
1. Mensch – 4:28
2. Neuland – 3:42
3. Der Weg – 4:18
4. Viertel vor – 4:23
5. Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht – 4:42
6. Unbewohnt – 5:04
7. Dort und hier – 2:32
8. Blick zurück – 5:54
9. Kein Pokal – 4:33
10. Zum Meer – 5:38
11. Bonustrack: Demo (Letzter Tag) – 3:27
+++ Die Songs +++
+ Mensch +
Wie bereits gesagt, Mensch ist die erste Single-Auskopplung aus diesem Album gewesen und war ein riesiger Erfolg hier in Deutschland. Nach einem kurzen Insturmental am Anfang, wo man im Hintergrund ein leises Möwengeschrei hören kann, beginnt dann der Song. Schon beim ersten Lied des gleichnamigen Albums wird klar, dass hier besonders Wert auf die Texte gelegt wurde. Dieses Lied ist von der Melodie eher schnell und klingt manchmal elektronisch, im Hintergrund kann man ein lautes Schlagzeug und manchmal Gitarren holen. Dieses Lied ist textlich einfach genial, er singt von dem Menschen und seinen Eigenschaften, hier merkt man schon, dass Einflüsse nach dem Tod seiner Frau sicherlich eingeflossen sind, denn auch wenn ein wenig Hoffnung im Text aufkommt, ist die ganze Stimmung, die dieses Lied verbreitet doch eher traurig und macht einen nachdenklich. Des weiteren singt Grönermeyer nach dem Refrain „Du fehlst“, was sicherlich an seine Frau gerichtet ist. Alles in allem wurde dieses Lied leider viel zu oft gespielt, so dass ich mir es nicht mehr so oft anhören kann, aber es ist schon ein brillantes Stück. Besonders klasse ist das Musikvideo, sollte man sich echt mal ansehen!
Bewertung: * * * * / * * * * *
+ Neuland +
Der zweite Song beginnt um einiges rockiger als „Mensch“ und ich muss sagen, dass mir schon das laute, hauptsächlich durch Schlagzeuge begleitet, Instrumental schon nicht sonderlich gefällt. Der Refrain ist das einzige, was mir an diesem Lied gefällt, aber das war´s auch schon. Die Melodie klingt wirklich sehr aggressiv und Grönemeyer kann gegen die laute Musik kaum ankommen. Seine Stimme gefällt mir hier auch nicht gut, denn manchmal schreit er richtig. Zwischendurch wird eine Textpassage gesprochen, die aber auch sehr elektrisch klingt. Vielleicht hätten sie etwas weniger den Computer zur Hilfe nehmen sollen beim Produzieren dieses Albums. Mit dem Text kann ich ehrlichgesagt nicht wirklich viel anfangen. Meiner Meinung nach der schlechteste Song auf der CD, ich mag ihn überhaupt nicht :o(
Bewertung: * / * * * * *
+ Der Weg +
Hierbei handelt es sich um die zweite Single-Veröffentlichung dieses Albums, welche auch in den Top Ten gewesen ist, es aber leider nicht bis an die Spitze geschafft hat, was ich gar nicht verstehe. Wie bereits gesagt, dieser Song war ausschlaggebend für den Kauf dieses Albums. Es ist eines der schönsten Liebeslieder, was ich je gehört habe, besonders wenn man den Hintergrund dieses Liedes kennt. Wieder einmal hat er hier musikalisch den Tod seiner Frau verarbeitet und jedes Mal, wenn ich dieses Lied höre, dann kommen mir die Tränen, da wir ja etwas ähnliches erlebt haben. Meinem Vater geht dieser Song aber noch näher als mir. Die Melodie ist langsam, im Hintergrund kann man Geigen und Xylophonklänge hören. Des weiteren wurden in der Melodie auch Klavierklänge verarbeitet. Herbert klingt in dem Song sehr traurig, aber gerade dies macht die Besonderheit dieses Songs aus. Am wunderschönsten ist natürlich der Text, der vor Emotionen nur so strotzt. Er blickt zurück auf seine Frau, singt, dass sie den Raum mit Sonne geflutet hat, eine tolle Liebeserklärung, oder? Obwohl dieses Lied so traurig klingt, kommt hier deutlich ein Hoffnungsschimmer zum Vorschein, was ein weiterer Grund ist, wieso ich dieses Lied so liebe. Er singt davon, dass er sie bei zu seinem Tod in seinem Herzen, seiner Seele, behalten wird, dass er weitermacht, weil er die Erinnerung an sie in sich behält. Man sieht, er gibt nicht auf, obwohl ihn der Tod seiner Frau so berührt hat. Sicherlich der persönlichste Song, in dem er dem Zuhörer sein Gefühlsleben preisgibt, dafür aber viel Respekt und Lob geerntet hat. Eindeutig der schönste Song auf diesem Album.
Bewertung: * * * * * / * * * * *
+ Viertel vor +
Nach dieser tollen Ballade, folgt nun wieder ein schnellerer Song. Einer von zweien auf diesem Album, den Grönemeyer nicht selber geschrieben hat. Der Text ist dennoch wieder einmal genial und macht sehr nachdenklich, denn er singt davon, dass man jeden Tag nutzen sollte, da es schnell vorbei sein kann. Die Hintergrundmusik wird von Gitarren und Schlagzeugen dominiert, was sehr rockig klingt, aber gut zum Text und Grönermeyers Stimme passt. Anfangs ist die Melodie übrigens noch leise, wird dann aber immer schneller und lauter (nach ca. 1:21 Minuten geht es dann richtig los). Nur schade, dass die Melodie wieder viel zu laut ist und Grönemeyer manchmal förmlich dagegen ankämpfen muss. Das Lied endet mit den Gitarrenklängen, die jedoch immer leiser werden und hinterlässt beim Hörer ein Gefühl der Nachdenklichkeit. Alles in allem sicherlich nicht mein Lieblingssong, aber schon ganz gelungen.
Bewertung: * * * / * * * * *
+ Lache, wenn es nicht zum weinen reicht +
Dieser Song sticht hervor, was man schon an den ersten Klängen merkt. Die Musik klingt irgendwie jazzig, was sich den ganzen Song lang so weiterzieht. Die Melodie gefällt mir sehr gut, manchmal setzen Trompeten ein, des weiteren hört man wieder das Schlagzeug, Keyboards und Gitarren, sehr gelungen wie ich finde, denn diese mittelschnelle Melodie läd wirklich zum mitswingen ein *g* Auch hier sollte man wieder einmal genau beim Text zuhören, denn dieser ist irgendwie sehr lustig und erinnert irgendwie an eine deutsche Version von Alanis´ „Ironic“. Er singt von Pechsituationen, die jeder einmal schon erlebt hat, auch wenn manche wirklich extrem sind. Die Message hier ist sehr deutlich, was man ja schon am Titel sehen kann. Man sollte manches mit Humor nehmen, dann ist einiges umso leichter. Nach ca. dreieinhalb Minuten kommt ein Instrumental mit den Trompeten, was wirklich genial ist, ich liebe es :o) Alles in allem find ich diesen Song klasse!
Bewertung: * * * * / * * * * *
+ Unbewohnt +
Jetzt folgt wieder ein langsamer Song, der durch ein ruhiges Instrumental durch ein leises Schlagzeug, Keyboard und Gitarren eingeleitet wird. Als ich diesen Song zum ersten Mal nebenbei gehört habe, da hat er mir nicht so gut gefallen, was sicherlich daran gelegen hat, dass ich mich nicht damit befasst habe. Wieder ein Song in dem Grönemeyer seine Vergangenheit und den Tod textlich verarbeitet hat und in dem eine unbeschreibbare Traurigkeit vorherrscht, die durch die melancholische Melodie noch unterstützt wird. Seine Stimme gefällt mir hier seht gut, besonders beim Refrain klingt sie wahnsinnig gefühlvoll, wobei man sagen muss, dass man im Hintergrund noch einen Sänger ab und zu ganz leise hören kann. Ich denke, dass Grönemeyer in dem Song die Schocksituation beschreibt, in der er sich befunden hat, was durch viele Textstellen deutlich wird. Ihm fehlt etwas, was für sein Leben sehr wichtig ist, wieso sollte er sonst von dieser Leere singen, die er fühlt. Wenn man beim Anhören noch im Booklet mitliest, dann wird dies noch deutlicher, der Text ist traurig, aber wunderschön und ich kann ihn gut verstehen.
Bewertung: * * * * * / * * * * *
+ Dort und hier +
Der Song beginnt mit einem leisen Knacken, es hört sich an, als würde man eine alte Schallplatte hören und das Knistern geht während des ganzen Songs so weiter. Grönemeyers Stimme klingt leise und künstlich, aber ich liebe es, wie er in diesem Song singt. Nur von Gitarren begleitet und in Verbindung mit dem Text klingt der ganze Song einfach wunderbar. Leider ist dieses Lied mit etwas mehr als zwei Minuten ganz schön kurz, aber dann muss man es halt etwas öfter anhören *smile* Hier einmal ein kurzer Textauszug, denn es ist schwer diesen Song textlich zu beschreiben: „Ist jemand da, wenn dein Flügel bricht, der ihn für dich schient, der dich beschützt, der für dich wacht, dich auf Wolken trägt, für dich die Sterne zählt, wenn du schläfst.“ Der ganze Song klingt sehr sehnsuchtsvoll und traurig, ob er wieder für seine Frau geschrieben wurde? Man weiß es nicht, aber vom Text wäre es schon möglich. Ich jedenfalls mag ihn sehr gerne, da er mal etwas anders als die andern Songs ist und mich auch irgendwie berührt.
Bewertung: * * * * * / * * * * *
+ Blick zurück +
Hier kann man ein wirklich langes Instrumental am Anfang vorfinden, das ca. 50 Minuten dauert und dann setzt Herberts Stimme ein. Die Melodie ist nicht wirklich schnell, denn man kann im Hintergrund ein Klavier hören, aber das Schlagzeug und die etwas gewöhnungsbedürftigen Gitarrenklänge sorgen dafür, das dies keine Balladenmelodie ist, sondern schon ein schnellerer Rhythmus vorzufinden ist. Es scheint, als würde er mit diesem Song wieder seine Frau meinen, denn er schaut in die Vergangenheit zurück und es klingt nicht mehr so traurig wie zu beginn des Albums, sondern macht Hoffnung darauf, das Grönemeyer nun in die Vergangenheit schaut und von all den wundervollen Dingen, die er erlebt hat, singt und nicht nur von dem Traurigen. Jedoch muss man hier wieder sagen, dass dieser Song nicht von ihm geschrieben wurde. Wieder von der Melodie gesehen außergewöhnlich, aber dennoch mag ich diesen Song nicht so gerne, wie die meisten anderen von dieser CD. Nach etwas mehr als drei Minuten wurde Herberts Stimme mit dem Computer verändert, klingt schrecklich wie ich finde. Das hätte man vielleicht lieber lassen sollen, auch wenn es nur für kurze Zeit im Song ist, aber ich mag diese Stelle nicht. Ist nett der Song, aber ich finde, dass man nichts verpasst hat, wenn man ihn nicht kennt!
Bewertung: * * * / * * * * *
+ Kein Pokal +
Das vorletzte Lied auf der CD gefällt mir erneut ganz gut. Der Text verwirrt mich zwar etwas, da man nicht draus schließen kann, an wen dieser gerichtet ist. Klingt irgendwie manchmal ziemlich böse, scheint wohl, als ob er hier mit jemand abrechnen möchte (Zitat: „Ich weiß nicht wo ich hingehör, aber ich weiß, dass du mich störst...“). Klingt, als wurde er hier von jemandem ausgenutzt, was besonders in den weiteren Textzeilen deutlich wird, was ihn ziemlich ärgerlich macht. Die Melodie passt gut zum Text und zu seiner Stimme, ist zwar wieder etwas schneller, aber glücklicherweise nicht so laut, wie bei manchen anderen Liedern, wo es mich ja gestört hat. Wieder einmal Schlagzeuge und Gitarren beherrschen den Hintergrund, diese wurden wohl bei fast allen Liedern für die Melodien benutzt. Ein klasse Song, der zwar vom Text her etwas aggressiv klingt, aber es wird wohl die Wahrheit sein, die er das singt, weshalb ich ihn für gelungen halte, da er seine ganze Wut dahinein gepackt hat.
Bewertung: * * * * / * * * * *
+ Zum Meer +
Der eigentlich letzte Song auf dieser CD, den ich weniger gelungen finde. Wieder einmal monotone Schlagzeugklänge vom Klavier unterstützt am Anfang des Liedes. Was will er uns nur mit dem Text sagen? Ich weiß es wirklich nicht, es fällt mir schwer diesen Text zu interpretieren. Klingt irgendwie, als würde er von einem Kind sein, vielleicht von einem seiner Kinder, dass selbstständig werden soll? Wie gesagt, ich habe keine Ahnung. In der Melodie kommen ab und zu auch noch ein paar Geigen vor, was mir auch gut gefällt. Nach „Neuland“ der zweitschlechteste Song auf der CD, kann damit irgendwie nicht soviel anfangen, auch wenn ich die Melodie für recht gelungen halte.
Bewertung: * * / * * * * *
+ Demo (Letzter Tag) +
Dieser Song wurde als Bonus auf diese CD gepresst und ich bin verdammt froh darüber, denn neben „Der Weg“ ist dies mein Lieblingssong. Übrigens ist er auch die aktuelle Single von ihm, die man wieder andauernd im Radio hören kann. Am Anfang hört man keine Instrumente, nur ein leises Summen von einem Hintergrundchor. Vor diesem Hintergrund kann man Grönemeyer einige Fragen stellen hören, die mich sehr nachdenklich machen und ich finde es schade, dass dies nicht im Radio gespielt wird, denn das gehört doch auch zum Song dazu und ist so wahnsinnig schön! Danach setzt auch schon das Klavier ein, welches die ganze Zeit im Hintergrund zu hören ist, die Melodie, die zum größten Teil langsam ist und wirklich ins Ohr geht ist wirklich toll und ich bekomme beim Zuhören immer eine Gänsehaut. Daran ist aber auch Grönemeyers Stimme schuld, die hier wirklich klasse ist, was ich ja nicht von allen Liedern behaupten kann. Nach fast 2 Minuten wird die Melodie etwas schneller und fröhlicher, das muss man einfach gehört haben, denn der Song steigert sich immer mehr. Den Text kann man übrigens auch richtig schnell mitsingen, ist ein richtiger Ohrwurm und erstmals ein offensichtlicher Hoffnungsschimmer am Ende des Albums, klingt, als zöge er in Betracht, dass er sich irgendwann einmal wieder verlieben könnte (Zitat: „Ich find dich und lieb dich mehr als mich..“). Ein wundervoller Song, der jedoch meiner Meinung nach erst nach einigem Hören gefällt.
Bewertung: * * * * * / * * * * *
+ Falling +
Doch dieser Song (Demo) ist noch nicht zu Ende, er geht ca. 20 Minuten, wobei viel davon Leerlauf ist. Durch einen Bericht hier bei Ciao habe ich erfahren, dass das Stück, welches danach folgt, wodrauf der Zuhörer aber nach dem Schluss von „Demo (Letzter Tag)“ noch ca. 14 Minuten warten muss. Es handelt sich dabei um einen Song von Grönemeyers Sohn Felix. Er singt jedoch auf Englisch und ich muss sagen, dass ich diesen Song nicht so gerne mag. Die Melodie besteht aus Klavierklängen und einem elektronischen Mischmasch, das ich nicht genauer definieren kann. Sein Sohn hat nicht wirklich eine tolle Stimme und sein Englisch ist auch nicht das beste. Ist zwar lieb von Herbie seinem Sohn so eine Chance zu geben, aber mir gefällt das Lied nicht! Man hat also auch nichts verpasst, wenn man diesen Song nicht gehört hat.
Bewertung: * * / * * * * *
+++ Cover und Booklet +++
Also hier muss ich sagen, dass ich wirklich mal nichts zu bemängeln habe, sondern begeistert bin, so muss das sein. Das Cover ist überdeckt von der Prägung auf der CD, auf der man einen weißen Kreis sehen kann, der aussieht wie eine CD und in der Mitte steht mit schwarzen Buchstaben der Titel des Albums „Mensch“. Kann man übrigens wunderbar hier auf dem Produktbild sehen, weshalb ich da nicht näher drauf eingehen werde. Das Cover was sich dahinter verbirgt sieht interessant aus, jedoch lässt es sich von außen nur erahnen und wird erst deutlicher, wenn man das Booklet herausnimmt. Alles in allem sieht das Cover jedoch von außen sehr interessant und außergewöhnlich aus.
Beim Herausnehmen des Booklets wird nun deutlich, was sich dahinter verborgen hat. Eine Art Gittergerüst in 3-D, in welches Löcher geschnitten sind, durch die man viele verschiedene bunte Bilder im Hintergrund sehen kann. Beim Umblättern dieser Seite sieht man diese Bilder noch deutlicher, alles sehr bunt und viele verschiedene Eindrücke, gefällt mir sehr gut! Das restliche Booklet ist jedoch fast farblos, alles bis auf 2 Bilder von Grönemeyer ist in schwarz weiß. Man findet hier alle Texte bis auf den des Bonustracks und ich finde das einfach klasse. Besonders bei einem solchen Album, wo die Texte wirklich vordergründig sind, ist es toll, dass man während des Anhörens auch noch mitlesen kann, was ich jedem Zuhörer übrigens raten würde, da sich das wirklich lohnt! Alles in allem auch ein geniales Booklet, wofür es von mir ein riesiges Lob gibt!
+++ Mein Fazit +++
Ich gebe es ehrlich zu, es ist mir schwer gefallen diesen Bericht zu schreiben. Grönemeyers Musik ist im Gegensatz zu der Musik, die man sonst so hört sehr individuell bzw. ausgefallen und ich habe mir die CD etliche Male angehört, bis ich mir meine entgültige Meinung gebildet habe. Ich denke, dass dieses Album auf keinen Fall dafür gedacht sein sollte, dass man das nebenher hört oder so, sondern um alles zu verstehen und nachzuvollziehen muss man sich wirklich auf die Texte konzentrieren, was das Zuhören manchmal schon echt schwer macht. Für ca. 15 Euro bekommt man diese CD, ich denke aber, dass sie sich nur Leute kaufen sollten, die wirklich an dieser Musik, den Texten oder an Grönemeyer Interesse haben. Ich habe meine Meinung über ihn nach diesem Album geändert, ich muss sagen, dass ich wirklich positiv überrascht gewesen bin, was er drauf hat. Ich werde 4 Sterne vergeben, für 5 reicht es dann doch nicht ganz. Alles in allem jedoch ein erstklassiges Album, was mich sehr beeindruckt hat und wofür ich Grönemeyer bewundere. Gewidmet ist das Album, wie man es auf der letzten Seite des Booklets erfahren kann, natürlich seiner Anna, jedoch verliert er darüber nicht viele Worte. Aber wieso sollte er auch, in den Texten wurde alles gesagt..
Dankeschön fürs Lesen und Bewerten!
Liebe Grüße,
Eure, nun etwas emotionale, Taschimaus
© by Natascha, erstveröffentlicht am 2003-05-13 bei ciao.com
PS: Zur Überschrift - Hoffnungsschimmer deswegen, weil man diesen aus vielen seiner Songs heraus hören kann und weil ich es bewundernswert finde, wie er nach dem Tod seiner Frau zum Leben \"zurückgefunden\" hat..
+++ Einleitung +++
Ich muss zugeben, dass ich mit der Musik von Herbert Grönemeyer bis vor kurzem nicht allzu viel anfangen konnte. Klar gab es manche Lieder, die auch mir gefallen haben, aber diese waren ehrlichgesagt eher in der Minderheit. Im letzten Jahr startete Grönemeyer nach einer langen Pause, die er aufgrund des Todes seiner Frau Anna eingelegt hatte, ein sensationelles Comeback. Die erste Single „Mensch“ stand einige Wochen vor der Veröffentlichung des Albums auf der Spitzenposition der Charts und auch das Album stand im Erfolg der Single um nichts nach. Mein Vater kaufte die CD kurz nach Erscheinen, denn als diese im Radio vorgestellt wurde, hatte er zum ersten Mal „Der Weg“ gehört, was sehr gut auf unsere damalige Situation gepasst hat und seit diesem Tag liegt also dieses Album bei uns. Heute möchte ich euch Grönemeyers sicherlich persönlichstes Album einmal vorstellen.
+++ Tracklist +++
1. Mensch – 4:28
2. Neuland – 3:42
3. Der Weg – 4:18
4. Viertel vor – 4:23
5. Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht – 4:42
6. Unbewohnt – 5:04
7. Dort und hier – 2:32
8. Blick zurück – 5:54
9. Kein Pokal – 4:33
10. Zum Meer – 5:38
11. Bonustrack: Demo (Letzter Tag) – 3:27
+++ Die Songs +++
+ Mensch +
Wie bereits gesagt, Mensch ist die erste Single-Auskopplung aus diesem Album gewesen und war ein riesiger Erfolg hier in Deutschland. Nach einem kurzen Insturmental am Anfang, wo man im Hintergrund ein leises Möwengeschrei hören kann, beginnt dann der Song. Schon beim ersten Lied des gleichnamigen Albums wird klar, dass hier besonders Wert auf die Texte gelegt wurde. Dieses Lied ist von der Melodie eher schnell und klingt manchmal elektronisch, im Hintergrund kann man ein lautes Schlagzeug und manchmal Gitarren holen. Dieses Lied ist textlich einfach genial, er singt von dem Menschen und seinen Eigenschaften, hier merkt man schon, dass Einflüsse nach dem Tod seiner Frau sicherlich eingeflossen sind, denn auch wenn ein wenig Hoffnung im Text aufkommt, ist die ganze Stimmung, die dieses Lied verbreitet doch eher traurig und macht einen nachdenklich. Des weiteren singt Grönermeyer nach dem Refrain „Du fehlst“, was sicherlich an seine Frau gerichtet ist. Alles in allem wurde dieses Lied leider viel zu oft gespielt, so dass ich mir es nicht mehr so oft anhören kann, aber es ist schon ein brillantes Stück. Besonders klasse ist das Musikvideo, sollte man sich echt mal ansehen!
Bewertung: * * * * / * * * * *
+ Neuland +
Der zweite Song beginnt um einiges rockiger als „Mensch“ und ich muss sagen, dass mir schon das laute, hauptsächlich durch Schlagzeuge begleitet, Instrumental schon nicht sonderlich gefällt. Der Refrain ist das einzige, was mir an diesem Lied gefällt, aber das war´s auch schon. Die Melodie klingt wirklich sehr aggressiv und Grönemeyer kann gegen die laute Musik kaum ankommen. Seine Stimme gefällt mir hier auch nicht gut, denn manchmal schreit er richtig. Zwischendurch wird eine Textpassage gesprochen, die aber auch sehr elektrisch klingt. Vielleicht hätten sie etwas weniger den Computer zur Hilfe nehmen sollen beim Produzieren dieses Albums. Mit dem Text kann ich ehrlichgesagt nicht wirklich viel anfangen. Meiner Meinung nach der schlechteste Song auf der CD, ich mag ihn überhaupt nicht :o(
Bewertung: * / * * * * *
+ Der Weg +
Hierbei handelt es sich um die zweite Single-Veröffentlichung dieses Albums, welche auch in den Top Ten gewesen ist, es aber leider nicht bis an die Spitze geschafft hat, was ich gar nicht verstehe. Wie bereits gesagt, dieser Song war ausschlaggebend für den Kauf dieses Albums. Es ist eines der schönsten Liebeslieder, was ich je gehört habe, besonders wenn man den Hintergrund dieses Liedes kennt. Wieder einmal hat er hier musikalisch den Tod seiner Frau verarbeitet und jedes Mal, wenn ich dieses Lied höre, dann kommen mir die Tränen, da wir ja etwas ähnliches erlebt haben. Meinem Vater geht dieser Song aber noch näher als mir. Die Melodie ist langsam, im Hintergrund kann man Geigen und Xylophonklänge hören. Des weiteren wurden in der Melodie auch Klavierklänge verarbeitet. Herbert klingt in dem Song sehr traurig, aber gerade dies macht die Besonderheit dieses Songs aus. Am wunderschönsten ist natürlich der Text, der vor Emotionen nur so strotzt. Er blickt zurück auf seine Frau, singt, dass sie den Raum mit Sonne geflutet hat, eine tolle Liebeserklärung, oder? Obwohl dieses Lied so traurig klingt, kommt hier deutlich ein Hoffnungsschimmer zum Vorschein, was ein weiterer Grund ist, wieso ich dieses Lied so liebe. Er singt davon, dass er sie bei zu seinem Tod in seinem Herzen, seiner Seele, behalten wird, dass er weitermacht, weil er die Erinnerung an sie in sich behält. Man sieht, er gibt nicht auf, obwohl ihn der Tod seiner Frau so berührt hat. Sicherlich der persönlichste Song, in dem er dem Zuhörer sein Gefühlsleben preisgibt, dafür aber viel Respekt und Lob geerntet hat. Eindeutig der schönste Song auf diesem Album.
Bewertung: * * * * * / * * * * *
+ Viertel vor +
Nach dieser tollen Ballade, folgt nun wieder ein schnellerer Song. Einer von zweien auf diesem Album, den Grönemeyer nicht selber geschrieben hat. Der Text ist dennoch wieder einmal genial und macht sehr nachdenklich, denn er singt davon, dass man jeden Tag nutzen sollte, da es schnell vorbei sein kann. Die Hintergrundmusik wird von Gitarren und Schlagzeugen dominiert, was sehr rockig klingt, aber gut zum Text und Grönermeyers Stimme passt. Anfangs ist die Melodie übrigens noch leise, wird dann aber immer schneller und lauter (nach ca. 1:21 Minuten geht es dann richtig los). Nur schade, dass die Melodie wieder viel zu laut ist und Grönemeyer manchmal förmlich dagegen ankämpfen muss. Das Lied endet mit den Gitarrenklängen, die jedoch immer leiser werden und hinterlässt beim Hörer ein Gefühl der Nachdenklichkeit. Alles in allem sicherlich nicht mein Lieblingssong, aber schon ganz gelungen.
Bewertung: * * * / * * * * *
+ Lache, wenn es nicht zum weinen reicht +
Dieser Song sticht hervor, was man schon an den ersten Klängen merkt. Die Musik klingt irgendwie jazzig, was sich den ganzen Song lang so weiterzieht. Die Melodie gefällt mir sehr gut, manchmal setzen Trompeten ein, des weiteren hört man wieder das Schlagzeug, Keyboards und Gitarren, sehr gelungen wie ich finde, denn diese mittelschnelle Melodie läd wirklich zum mitswingen ein *g* Auch hier sollte man wieder einmal genau beim Text zuhören, denn dieser ist irgendwie sehr lustig und erinnert irgendwie an eine deutsche Version von Alanis´ „Ironic“. Er singt von Pechsituationen, die jeder einmal schon erlebt hat, auch wenn manche wirklich extrem sind. Die Message hier ist sehr deutlich, was man ja schon am Titel sehen kann. Man sollte manches mit Humor nehmen, dann ist einiges umso leichter. Nach ca. dreieinhalb Minuten kommt ein Instrumental mit den Trompeten, was wirklich genial ist, ich liebe es :o) Alles in allem find ich diesen Song klasse!
Bewertung: * * * * / * * * * *
+ Unbewohnt +
Jetzt folgt wieder ein langsamer Song, der durch ein ruhiges Instrumental durch ein leises Schlagzeug, Keyboard und Gitarren eingeleitet wird. Als ich diesen Song zum ersten Mal nebenbei gehört habe, da hat er mir nicht so gut gefallen, was sicherlich daran gelegen hat, dass ich mich nicht damit befasst habe. Wieder ein Song in dem Grönemeyer seine Vergangenheit und den Tod textlich verarbeitet hat und in dem eine unbeschreibbare Traurigkeit vorherrscht, die durch die melancholische Melodie noch unterstützt wird. Seine Stimme gefällt mir hier seht gut, besonders beim Refrain klingt sie wahnsinnig gefühlvoll, wobei man sagen muss, dass man im Hintergrund noch einen Sänger ab und zu ganz leise hören kann. Ich denke, dass Grönemeyer in dem Song die Schocksituation beschreibt, in der er sich befunden hat, was durch viele Textstellen deutlich wird. Ihm fehlt etwas, was für sein Leben sehr wichtig ist, wieso sollte er sonst von dieser Leere singen, die er fühlt. Wenn man beim Anhören noch im Booklet mitliest, dann wird dies noch deutlicher, der Text ist traurig, aber wunderschön und ich kann ihn gut verstehen.
Bewertung: * * * * * / * * * * *
+ Dort und hier +
Der Song beginnt mit einem leisen Knacken, es hört sich an, als würde man eine alte Schallplatte hören und das Knistern geht während des ganzen Songs so weiter. Grönemeyers Stimme klingt leise und künstlich, aber ich liebe es, wie er in diesem Song singt. Nur von Gitarren begleitet und in Verbindung mit dem Text klingt der ganze Song einfach wunderbar. Leider ist dieses Lied mit etwas mehr als zwei Minuten ganz schön kurz, aber dann muss man es halt etwas öfter anhören *smile* Hier einmal ein kurzer Textauszug, denn es ist schwer diesen Song textlich zu beschreiben: „Ist jemand da, wenn dein Flügel bricht, der ihn für dich schient, der dich beschützt, der für dich wacht, dich auf Wolken trägt, für dich die Sterne zählt, wenn du schläfst.“ Der ganze Song klingt sehr sehnsuchtsvoll und traurig, ob er wieder für seine Frau geschrieben wurde? Man weiß es nicht, aber vom Text wäre es schon möglich. Ich jedenfalls mag ihn sehr gerne, da er mal etwas anders als die andern Songs ist und mich auch irgendwie berührt.
Bewertung: * * * * * / * * * * *
+ Blick zurück +
Hier kann man ein wirklich langes Instrumental am Anfang vorfinden, das ca. 50 Minuten dauert und dann setzt Herberts Stimme ein. Die Melodie ist nicht wirklich schnell, denn man kann im Hintergrund ein Klavier hören, aber das Schlagzeug und die etwas gewöhnungsbedürftigen Gitarrenklänge sorgen dafür, das dies keine Balladenmelodie ist, sondern schon ein schnellerer Rhythmus vorzufinden ist. Es scheint, als würde er mit diesem Song wieder seine Frau meinen, denn er schaut in die Vergangenheit zurück und es klingt nicht mehr so traurig wie zu beginn des Albums, sondern macht Hoffnung darauf, das Grönemeyer nun in die Vergangenheit schaut und von all den wundervollen Dingen, die er erlebt hat, singt und nicht nur von dem Traurigen. Jedoch muss man hier wieder sagen, dass dieser Song nicht von ihm geschrieben wurde. Wieder von der Melodie gesehen außergewöhnlich, aber dennoch mag ich diesen Song nicht so gerne, wie die meisten anderen von dieser CD. Nach etwas mehr als drei Minuten wurde Herberts Stimme mit dem Computer verändert, klingt schrecklich wie ich finde. Das hätte man vielleicht lieber lassen sollen, auch wenn es nur für kurze Zeit im Song ist, aber ich mag diese Stelle nicht. Ist nett der Song, aber ich finde, dass man nichts verpasst hat, wenn man ihn nicht kennt!
Bewertung: * * * / * * * * *
+ Kein Pokal +
Das vorletzte Lied auf der CD gefällt mir erneut ganz gut. Der Text verwirrt mich zwar etwas, da man nicht draus schließen kann, an wen dieser gerichtet ist. Klingt irgendwie manchmal ziemlich böse, scheint wohl, als ob er hier mit jemand abrechnen möchte (Zitat: „Ich weiß nicht wo ich hingehör, aber ich weiß, dass du mich störst...“). Klingt, als wurde er hier von jemandem ausgenutzt, was besonders in den weiteren Textzeilen deutlich wird, was ihn ziemlich ärgerlich macht. Die Melodie passt gut zum Text und zu seiner Stimme, ist zwar wieder etwas schneller, aber glücklicherweise nicht so laut, wie bei manchen anderen Liedern, wo es mich ja gestört hat. Wieder einmal Schlagzeuge und Gitarren beherrschen den Hintergrund, diese wurden wohl bei fast allen Liedern für die Melodien benutzt. Ein klasse Song, der zwar vom Text her etwas aggressiv klingt, aber es wird wohl die Wahrheit sein, die er das singt, weshalb ich ihn für gelungen halte, da er seine ganze Wut dahinein gepackt hat.
Bewertung: * * * * / * * * * *
+ Zum Meer +
Der eigentlich letzte Song auf dieser CD, den ich weniger gelungen finde. Wieder einmal monotone Schlagzeugklänge vom Klavier unterstützt am Anfang des Liedes. Was will er uns nur mit dem Text sagen? Ich weiß es wirklich nicht, es fällt mir schwer diesen Text zu interpretieren. Klingt irgendwie, als würde er von einem Kind sein, vielleicht von einem seiner Kinder, dass selbstständig werden soll? Wie gesagt, ich habe keine Ahnung. In der Melodie kommen ab und zu auch noch ein paar Geigen vor, was mir auch gut gefällt. Nach „Neuland“ der zweitschlechteste Song auf der CD, kann damit irgendwie nicht soviel anfangen, auch wenn ich die Melodie für recht gelungen halte.
Bewertung: * * / * * * * *
+ Demo (Letzter Tag) +
Dieser Song wurde als Bonus auf diese CD gepresst und ich bin verdammt froh darüber, denn neben „Der Weg“ ist dies mein Lieblingssong. Übrigens ist er auch die aktuelle Single von ihm, die man wieder andauernd im Radio hören kann. Am Anfang hört man keine Instrumente, nur ein leises Summen von einem Hintergrundchor. Vor diesem Hintergrund kann man Grönemeyer einige Fragen stellen hören, die mich sehr nachdenklich machen und ich finde es schade, dass dies nicht im Radio gespielt wird, denn das gehört doch auch zum Song dazu und ist so wahnsinnig schön! Danach setzt auch schon das Klavier ein, welches die ganze Zeit im Hintergrund zu hören ist, die Melodie, die zum größten Teil langsam ist und wirklich ins Ohr geht ist wirklich toll und ich bekomme beim Zuhören immer eine Gänsehaut. Daran ist aber auch Grönemeyers Stimme schuld, die hier wirklich klasse ist, was ich ja nicht von allen Liedern behaupten kann. Nach fast 2 Minuten wird die Melodie etwas schneller und fröhlicher, das muss man einfach gehört haben, denn der Song steigert sich immer mehr. Den Text kann man übrigens auch richtig schnell mitsingen, ist ein richtiger Ohrwurm und erstmals ein offensichtlicher Hoffnungsschimmer am Ende des Albums, klingt, als zöge er in Betracht, dass er sich irgendwann einmal wieder verlieben könnte (Zitat: „Ich find dich und lieb dich mehr als mich..“). Ein wundervoller Song, der jedoch meiner Meinung nach erst nach einigem Hören gefällt.
Bewertung: * * * * * / * * * * *
+ Falling +
Doch dieser Song (Demo) ist noch nicht zu Ende, er geht ca. 20 Minuten, wobei viel davon Leerlauf ist. Durch einen Bericht hier bei Ciao habe ich erfahren, dass das Stück, welches danach folgt, wodrauf der Zuhörer aber nach dem Schluss von „Demo (Letzter Tag)“ noch ca. 14 Minuten warten muss. Es handelt sich dabei um einen Song von Grönemeyers Sohn Felix. Er singt jedoch auf Englisch und ich muss sagen, dass ich diesen Song nicht so gerne mag. Die Melodie besteht aus Klavierklängen und einem elektronischen Mischmasch, das ich nicht genauer definieren kann. Sein Sohn hat nicht wirklich eine tolle Stimme und sein Englisch ist auch nicht das beste. Ist zwar lieb von Herbie seinem Sohn so eine Chance zu geben, aber mir gefällt das Lied nicht! Man hat also auch nichts verpasst, wenn man diesen Song nicht gehört hat.
Bewertung: * * / * * * * *
+++ Cover und Booklet +++
Also hier muss ich sagen, dass ich wirklich mal nichts zu bemängeln habe, sondern begeistert bin, so muss das sein. Das Cover ist überdeckt von der Prägung auf der CD, auf der man einen weißen Kreis sehen kann, der aussieht wie eine CD und in der Mitte steht mit schwarzen Buchstaben der Titel des Albums „Mensch“. Kann man übrigens wunderbar hier auf dem Produktbild sehen, weshalb ich da nicht näher drauf eingehen werde. Das Cover was sich dahinter verbirgt sieht interessant aus, jedoch lässt es sich von außen nur erahnen und wird erst deutlicher, wenn man das Booklet herausnimmt. Alles in allem sieht das Cover jedoch von außen sehr interessant und außergewöhnlich aus.
Beim Herausnehmen des Booklets wird nun deutlich, was sich dahinter verborgen hat. Eine Art Gittergerüst in 3-D, in welches Löcher geschnitten sind, durch die man viele verschiedene bunte Bilder im Hintergrund sehen kann. Beim Umblättern dieser Seite sieht man diese Bilder noch deutlicher, alles sehr bunt und viele verschiedene Eindrücke, gefällt mir sehr gut! Das restliche Booklet ist jedoch fast farblos, alles bis auf 2 Bilder von Grönemeyer ist in schwarz weiß. Man findet hier alle Texte bis auf den des Bonustracks und ich finde das einfach klasse. Besonders bei einem solchen Album, wo die Texte wirklich vordergründig sind, ist es toll, dass man während des Anhörens auch noch mitlesen kann, was ich jedem Zuhörer übrigens raten würde, da sich das wirklich lohnt! Alles in allem auch ein geniales Booklet, wofür es von mir ein riesiges Lob gibt!
+++ Mein Fazit +++
Ich gebe es ehrlich zu, es ist mir schwer gefallen diesen Bericht zu schreiben. Grönemeyers Musik ist im Gegensatz zu der Musik, die man sonst so hört sehr individuell bzw. ausgefallen und ich habe mir die CD etliche Male angehört, bis ich mir meine entgültige Meinung gebildet habe. Ich denke, dass dieses Album auf keinen Fall dafür gedacht sein sollte, dass man das nebenher hört oder so, sondern um alles zu verstehen und nachzuvollziehen muss man sich wirklich auf die Texte konzentrieren, was das Zuhören manchmal schon echt schwer macht. Für ca. 15 Euro bekommt man diese CD, ich denke aber, dass sie sich nur Leute kaufen sollten, die wirklich an dieser Musik, den Texten oder an Grönemeyer Interesse haben. Ich habe meine Meinung über ihn nach diesem Album geändert, ich muss sagen, dass ich wirklich positiv überrascht gewesen bin, was er drauf hat. Ich werde 4 Sterne vergeben, für 5 reicht es dann doch nicht ganz. Alles in allem jedoch ein erstklassiges Album, was mich sehr beeindruckt hat und wofür ich Grönemeyer bewundere. Gewidmet ist das Album, wie man es auf der letzten Seite des Booklets erfahren kann, natürlich seiner Anna, jedoch verliert er darüber nicht viele Worte. Aber wieso sollte er auch, in den Texten wurde alles gesagt..
Dankeschön fürs Lesen und Bewerten!
Liebe Grüße,
Eure, nun etwas emotionale, Taschimaus
© by Natascha, erstveröffentlicht am 2003-05-13 bei ciao.com
PS: Zur Überschrift - Hoffnungsschimmer deswegen, weil man diesen aus vielen seiner Songs heraus hören kann und weil ich es bewundernswert finde, wie er nach dem Tod seiner Frau zum Leben \"zurückgefunden\" hat..
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