Mexiko Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Raimok
Hasta la vista, Baby !!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Endlich hatten wir wieder Urlaub und befanden uns in den USA. Unter anderem stand eine 7-tägige Kreuzfahrt durch die westliche Karibik auf unserem Programm. An Bord studierten wir natürlich auch das Ausflugsprogramm während der Liegezeiten in den Ausflugshäfen. Besonders ins Auge stach uns ein siebenstündiger Ausflug zu den Pyramiden von Tulum in Mexiko. Also, kurz den Preis und die Verfügbarkeit gecheckt und für ca. 80 Dollar gebucht.
Dann endlich Viva Mexico. Da das Schiff sehr früh (06.30 Uhr) ankommen sollte, standen wir auch zeitig auf, um noch in Ruhe frühstücken zu können. So saßen wir dann im Windjammer- Café und genossen einen tollen Sonnenaufgang, während am Horizont das Festland auftauchte und schnell näher kam.
Da wir nur aussteigen wollten und das Schiff dann weiter Richtung der Halbinsel Cozumel fuhr, wurde draußen auf Reede geankert und wir wurden mit einer kleinen Fähre zur Playa del Carmen übergesetzt. Dort gab es die übliche Aufteilung auf die Busse und dann ging es (mittlerweile 08.00 Uhr morgens) weiter Richtung Tulum, welches ca. eine Fahrtstunde südlich lag. Nach einer ruhigen und interessanten Fahrt, auf der ein Reiseführer interessante Informationen gab (leider nur auf englisch, so daß ich meiner Frau übersetzen mußte) erreichten wir unser Ziel – TULUM.
Zumindest hatten wir den Busparkplatz erreicht, wo sich die üblichen Folklorestände, Imbissbuden und Toiletten befanden. Das eigentliche Ziel, die Ruinen, befanden sich noch ca. 1,5 km entfernt. Hier stellte sich nun die Frage, laufen oder eine Bahn benutzen, welche aber 2 US-$ kostete. Also sind wir gelaufen, obwohl es gegen 09.30 Uhr schon sehr warm wurde, der Himmel war schließlich strahlendblau.
Um zu erklären, was Tulum eigentlich ist, erst mal ein geschichtlicher Rückblick. Tulum bedeutet eigentl. Mauer oder Festung. Das besondere an Tulum ist, daß es als einzige der großen Maya- Festungen direkt an der karibischen See liegt, daher auch der Name Zama – Sonnenaufgang -, der in spanischen Chroniken verwendet wird. Über die Geschichte dieser Festung ist nicht viel bekannt, man geht aber heute davon aus, daß die meisten Gebäude zwischen 1000 und 1300 n. Chr. errichtet wurden. Ab ca. 1250 n. Chr. war Tulum das religiöse Zentrum der vielen Maya- Siedlungen der Ostküste Yucatans. Die Ausdehnung der Stadt betrug damals ca. 6km entlang der Küste. Tulum war auch einer der wenigen Orte, die noch bei Ankunft der Spanier besiedelt waren. Die Stadt selbst wurde 1518 von Juan de Grijalva entdeckt, als er die Küste entlang segelte. Danach wurde die Stadt vergessen.
Als die Stadt von amerikanischen Archäologen um 1842 wiederentdeckt wurde, war sie mittlerweile komplett vom Dschungel überwuchert. Erst zwischen 1916 und 1922 wurde die Stadt wieder freigelegt und rekonstruiert.
Tulum ist eine der phantastischsten Stätten der Archäologie in Mexiko und liegt auf einem Felsplateau unmittelbar am Meer. Von der ehemaligen Stadt ist leider nur noch der weiträumige Palast- und Tempelbezirk erhalten. Ein besonderes Kennzeichen ist die Mauer, die diesen Bezirk umgibt. Dieser Wall ist im Westen ca. 350m, im Norden und Süden je 166 m lang. Die Mauer ist bis zu 5 m hoch und 6m dick. Im Inneren des Areals befinden sich ca.50 Gebäude. Die zentrale Position nimmt der Tempel ein, genannt El Castillo. Er erhebt sich hoch über den Meeresklippen. Die Eingangs- Säulen verkörpern riesige Schlangen, deren Köpfe den Boden berühren. Die Schwanzenden stützen den Dachbalken. Im Inneren kann man ganz deutlich Reste von Wandmalereien erkennen. Aber auch die anderen Gebäude sind sehenswert. Überall sind Verzierungen zu erkennen.
Die Anlage ist sehr gepflegt. Überall blühen Sträucher und laufen Wildtiere herum. Diese Kombination mit den Ruinen und dem Meer ist einfach atemberaubend.
Apropos Meer. Der ehemalige „Hafen“ von Tulum ist nun eine phantastische Badebucht mit superweichem Sand. Man kann vom Felsplateau heruntersteigen und baden, was wir im Anschluß an die Führung auch gemacht haben. Das Wasser hatte fast Badewannentemperatur und wir haben es absolut genossen, hier rumzuplanschen. Außerdem hatte man noch mal eine tolle Aussicht auf die Ruinen. Leider verging die Zeit viel zu schnell und gegen 13.30 Uhr mußten wir wieder am Bus sein, (wieder ein Fussmarsch in der jetzt doch sengenden Sonne - ca. 35 Grad) welcher uns zurück zur Playa del Carmen brachte.
Hier erwartete uns schon eine kleine Fähre, welche uns nach Cozumel übersetzte. Diese Fahrt dauerte ca. 35 min und währenddessen wurden wir von Delphinen begleitet. Dort angekommen, verbrachten wir noch ein paar nette Stunden bei einem Spaziergang durch den Ort und dem Besuch einer absolut verrückten Bar, bis unser Schiff ablegte und Kurs auf die Cayman- Inseln nahm und die Insel Cozumel in der untergehenden Sonne verschwand.
Leider war der Aufenthalt viel zu kurz und wir überlegen schon, ob wir nicht irgendwann für 14 Tage hinfliegen. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Schon wieder an Urlaub denkend
Raimo
Dann endlich Viva Mexico. Da das Schiff sehr früh (06.30 Uhr) ankommen sollte, standen wir auch zeitig auf, um noch in Ruhe frühstücken zu können. So saßen wir dann im Windjammer- Café und genossen einen tollen Sonnenaufgang, während am Horizont das Festland auftauchte und schnell näher kam.
Da wir nur aussteigen wollten und das Schiff dann weiter Richtung der Halbinsel Cozumel fuhr, wurde draußen auf Reede geankert und wir wurden mit einer kleinen Fähre zur Playa del Carmen übergesetzt. Dort gab es die übliche Aufteilung auf die Busse und dann ging es (mittlerweile 08.00 Uhr morgens) weiter Richtung Tulum, welches ca. eine Fahrtstunde südlich lag. Nach einer ruhigen und interessanten Fahrt, auf der ein Reiseführer interessante Informationen gab (leider nur auf englisch, so daß ich meiner Frau übersetzen mußte) erreichten wir unser Ziel – TULUM.
Zumindest hatten wir den Busparkplatz erreicht, wo sich die üblichen Folklorestände, Imbissbuden und Toiletten befanden. Das eigentliche Ziel, die Ruinen, befanden sich noch ca. 1,5 km entfernt. Hier stellte sich nun die Frage, laufen oder eine Bahn benutzen, welche aber 2 US-$ kostete. Also sind wir gelaufen, obwohl es gegen 09.30 Uhr schon sehr warm wurde, der Himmel war schließlich strahlendblau.
Um zu erklären, was Tulum eigentlich ist, erst mal ein geschichtlicher Rückblick. Tulum bedeutet eigentl. Mauer oder Festung. Das besondere an Tulum ist, daß es als einzige der großen Maya- Festungen direkt an der karibischen See liegt, daher auch der Name Zama – Sonnenaufgang -, der in spanischen Chroniken verwendet wird. Über die Geschichte dieser Festung ist nicht viel bekannt, man geht aber heute davon aus, daß die meisten Gebäude zwischen 1000 und 1300 n. Chr. errichtet wurden. Ab ca. 1250 n. Chr. war Tulum das religiöse Zentrum der vielen Maya- Siedlungen der Ostküste Yucatans. Die Ausdehnung der Stadt betrug damals ca. 6km entlang der Küste. Tulum war auch einer der wenigen Orte, die noch bei Ankunft der Spanier besiedelt waren. Die Stadt selbst wurde 1518 von Juan de Grijalva entdeckt, als er die Küste entlang segelte. Danach wurde die Stadt vergessen.
Als die Stadt von amerikanischen Archäologen um 1842 wiederentdeckt wurde, war sie mittlerweile komplett vom Dschungel überwuchert. Erst zwischen 1916 und 1922 wurde die Stadt wieder freigelegt und rekonstruiert.
Tulum ist eine der phantastischsten Stätten der Archäologie in Mexiko und liegt auf einem Felsplateau unmittelbar am Meer. Von der ehemaligen Stadt ist leider nur noch der weiträumige Palast- und Tempelbezirk erhalten. Ein besonderes Kennzeichen ist die Mauer, die diesen Bezirk umgibt. Dieser Wall ist im Westen ca. 350m, im Norden und Süden je 166 m lang. Die Mauer ist bis zu 5 m hoch und 6m dick. Im Inneren des Areals befinden sich ca.50 Gebäude. Die zentrale Position nimmt der Tempel ein, genannt El Castillo. Er erhebt sich hoch über den Meeresklippen. Die Eingangs- Säulen verkörpern riesige Schlangen, deren Köpfe den Boden berühren. Die Schwanzenden stützen den Dachbalken. Im Inneren kann man ganz deutlich Reste von Wandmalereien erkennen. Aber auch die anderen Gebäude sind sehenswert. Überall sind Verzierungen zu erkennen.
Die Anlage ist sehr gepflegt. Überall blühen Sträucher und laufen Wildtiere herum. Diese Kombination mit den Ruinen und dem Meer ist einfach atemberaubend.
Apropos Meer. Der ehemalige „Hafen“ von Tulum ist nun eine phantastische Badebucht mit superweichem Sand. Man kann vom Felsplateau heruntersteigen und baden, was wir im Anschluß an die Führung auch gemacht haben. Das Wasser hatte fast Badewannentemperatur und wir haben es absolut genossen, hier rumzuplanschen. Außerdem hatte man noch mal eine tolle Aussicht auf die Ruinen. Leider verging die Zeit viel zu schnell und gegen 13.30 Uhr mußten wir wieder am Bus sein, (wieder ein Fussmarsch in der jetzt doch sengenden Sonne - ca. 35 Grad) welcher uns zurück zur Playa del Carmen brachte.
Hier erwartete uns schon eine kleine Fähre, welche uns nach Cozumel übersetzte. Diese Fahrt dauerte ca. 35 min und währenddessen wurden wir von Delphinen begleitet. Dort angekommen, verbrachten wir noch ein paar nette Stunden bei einem Spaziergang durch den Ort und dem Besuch einer absolut verrückten Bar, bis unser Schiff ablegte und Kurs auf die Cayman- Inseln nahm und die Insel Cozumel in der untergehenden Sonne verschwand.
Leider war der Aufenthalt viel zu kurz und wir überlegen schon, ob wir nicht irgendwann für 14 Tage hinfliegen. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Schon wieder an Urlaub denkend
Raimo
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