Microsoft Windows XP Professional Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Summe aller Bewertungen
- Installation:
- Übersichtlichkeit:
- Funktionsvielfalt:
- Benutzerfreundlichkeit:
- Geschwindigkeit:
- Hardware-Unterstützung:
- Updatemöglichkeit:
Erfahrungsbericht von UBBln
Windows XP - ganz allgemein
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Windows XP - seit längerer Zeit nicht nur in aller Munde, sondern auch auf vielen Festplatten, ist das neueste Betriebssystem von Microsoft, welches das veraltete DOS-basierte Win9x/Me und das in Unternehmen schon seit Jahren vorkommende NT 4.0 zusammenführen sollte.
Leider konnten sich auch hier die Redmonder nicht ganz durchringen, ein Betriebssystem für alle zu entwickeln, und so kommt es, dass einmal die Home-Edition und die Professional-Edition zur Auswahl stehen.
Ich möchte hier nicht darauf eingehen, welche Version für wen die beste ist (das kann man auf einschlägigen Webseiten und in der Presse nachlesen), sondern nur eine kurze Zusammenfassung darüber abgeben, für wen sich Win XP im Allgemeinen eignet, ein paar Vor- und Nachteile anführen und noch ein paar Tipps zur Installation und zum grundsätzlichen Einrichten geben.
Zuerst einmal zu den Hardwarevorraussetzungen. Microsoft gibt hier als unterste Grenze eine CPU mit 233 MHz und 64 MB RAM an. Als Festplattenkapazität werden 1,5 GB genannt. Zumindest beim Arbeitsspeicher kann man diese Angabe getrost vergessen. Wenn jemand mit 64 MB RAM das System zum Laufen bringt, dann herzlichen Glückwunsch. An Arbeiten wird da aber nicht mehr zu denken sein.
Bei der Festplatte verhält es sich ähnlich. Da selbst das Defragmentieren mindestens 15% freien Speicherplatz der Festplattengrösse braucht, ist es unsinnig, Win XP in einer Partition zu installieren, die kleiner als zwei Gigabyte ist.
Möchte man dann noch viel Multimedia und Spiele zur Anwendung bringen, ist eine CPU jenseits der 500 Mhz-Grenze angebracht, wobei auch dort dann schon mit Einschränkungen gerechnet werden muss.
Für einen überwiegenden Officeeinsatz mit Internet und Email halte ich eine Konfiguration mit einer CPU mit mind. 300 MHz, 128 MB RAM und eine Festplatte mit 4 Gigabyte für sinnvoll. Darunter würde ich von einem Einsatz von Win XP abraten.
Nun zum Betriebssystem selber. Hier hat Microsoft versucht, bei einer Installation so ziemlich alle Anwndungsgebiete abzudecken. So werden also auch alle möglichen und unmöglichen Dateien ungefragt auf die Festplatte gepackt, ohne dass man als Nutzer irgendwelche Eingriffsmöglichkeiten hat. Allerdings hat sich dadurch auch das Setup stark vereinfacht. Verfügt der PC über ein bootfähiges CD-ROM-Laufwerk, legt man einfach die CD-ROM ein, wechselt im BIOS die Bootreihenfolge und startet den Rechner neu. Das Setup wird gestartet und nach Eingabe einiger Angaben läuft die Installation automatisch ab. Je nach Hardware hat man nun genügend Zeit, einen Kaffee zu trinken, zu duschen oder Freunde und Bekannte anzurufen, dauert es doch ca 40-60 Minuten, bis das Setup abgeschlossen ist.
Man kann natürlich Win XP auch als Update von einer vorherigen Windowsversion heraus starten. Wenn man aber eine schon länger laufende Windowsversion auf der Festplatte hat, die noch dazu hin und wieder mit unerklärlichen Abstürzen und anderen Macken glänzt, empfehle ich eine Neuinstallation. Auch wenn Win XP nur als Update vorliegt, ist eine Neuinstallation des W9x und anschliessendes Update auf XP angebracht.
Auch wenn Windows XP mit allen Dateisystemen (FAT16, FAT32, NTFS) umgehen kann, würde ich NTFS auf jeden Fall den Vorzug geben. Dieses Dateisystem ist deutlich weniger fehleranfällig als FAT. Auch das Verteilen von Sicherheits- und Zugriffsberechtigungen ist beim Einsatz von NTFS einfach zu realisieren.
Ist der Kaffee ausgetrunken und die Insatllation abgeschlossen, findet man sich vor einem sehr aufgeräumten Desktop wieder. Bis auf den Papierkorb sind alle Icons von der Bildfläche verschwunden. Ich wage aber zu bezweifeln, ob es sinnvoll ist, immer erst das Startmenü aufzurufen, um oft benötigte Anwendungen zu starten. Glücklicherweise hat MS dem Nutzer die Möglichkeit gelassen, Icons auf dem Desktop anzuzeigen.
Zahlreiche Assistenten stehen zur Verfügung, wenn es um Sachen geht, wie das Herstellen einer Internetverbindung oder das Vernetzen von zwei Rechnern mit gemeinsamer Internetnutzung. So wird es auch dem Neuling sehr einfach gemacht, grundlegende Aufgaben zu erledigen.
Sehr angenehm finde ich es auch, dass sich Windows die zuletzt genutzten Anwendungen \"merkt\" und diese auf der linken Seite des Startmenüs auflistet. In der Grundeinstellung sind das die letzten acht, aber über Eigenschaften der Taskleiste kann man diese Anzahl auch erhöhen.
Negativ dagegen ist, dass bei einer Standardinstallation, alles mögliche mitinstalliert wird. Hier hätte ich mir einen etwas modulareren Aufbau (etwa wie bei Linux) gewünscht, der dem Nutzer ermöglicht, nicht Benötigtes bei der Installation auszulassen. Nicht nur, dass dadurch auch Systemressourcen geschont würden, liesse sich der eine oder andere Bug, die ja nunmal ohne Frage vorhanden sind, umgehen. Auch arbeitet der eine oder andere lieber mit einem anderen Mailprogramm als Outlook Express, surft lieber mit einem Opera-Browser oder nutzt ICQ bzw. AIM als Messenger.
Nun liegt aber Win XP jungfräulich auf der Platte und einige Grundeinstellungen bedürfen noch einiger Anpassung.
Wie schon bei W2k ist es auch bei Win XP ratsam, sich für die tägliche Arbeit Konto als Hauptbenutzer bzw. Nutzer mit eingeschränkten Rechten einzurichten. Das bei der Installation erstellte Administratorkonto würde ich nur für das Einspielen neuer Software, der Installation von Geräten und zur Pflege des Systems nutzen. Immer wieder erlebe ich es nämlich, dass jemand wichtige Dateien gelöscht hat, weil er als Administrator angemeldet war und er deshalb Vollzugriff hatte. Auch bei einem eventuellen unberechtigten Zugriff Fremder bei bestehender Internetverbindung kann der Schaden so in Grenzen gehalten werden.
Ist die also erledigt, dann halte ich es für ratsam die Einstellungen für den Papierkorb und den Ordner \"Temporary Internet Files\" zu ändern. In Zeiten, wo Festplatten mit mehreren Gigabyte Kapazität Norm sind, verstehe ich es nicht, dass sich der Papierkorb immer noch 10% der Festplattenkapazität genehmigt. Bei einer Festplatte mit 20 GB sind das immerhin 2 GB!! Ähnlich sieht die Situation bei dem Ordner \"Temporary Internet Files\" aus. Dessen Grösse lässt sich über Eigenschaften des Internetexplorers einstellen. Ein Wert zwischen 50 und 60 MB reicht völlig aus.
Eine weitere Einstellung ist der virtuelle Arbeitsspeicher. Windows verwaltet diesen dynamisch, das heisst, es passt ihn je nach erforderlicher Grösse an. Das fordert natürlich wieder zusätzliche Rechenleistung. Empfehlenswert ist es deshalb, für den virtuellen Arbeitsspeicher eine feste Grösse zu vergeben. Bei Systemen mit 512 MB RAM und mehr, kann man diesen versuchsweise auch ganz deaktivieren.
Wer über mehr als eine Festplatte in seinem Rechner verfügt, kann die Optimierung sogar noch besser gestalten, indem er eine ca 500 MB grosse Partition darauf anlegt, mit FAT16 formatiert und diese dann als Auslagerung nutzt.
Ist bis hierhin alles erledigt, widmen wir uns wieder einmal dem Grundübel aller Windowsversionen- der Fragmentierung. Dieses Problem hat Microsoft auch bei seinem neuesten Betriebssystem immer noch nicht im Griff. Also starten wir über die Computerverwaltung das Defragmentierungsprogramm. Dieses kann man aber auch über Start - Programme - Zubehör - Systemprogramme - Defragmentierung aufrufen.
Der neue Desktop mit seiner Luna-Oberfläche sieht zwar sehr schick aus, auch die animierten Fenster und ähnliche Spielereien sind sehr schön anzusehen, sind aber Ressourcenfresser schlechthin. Wem es aber mehr auf Leistung ankommt, sollte diese Spielereien abschalten. Über die Systemsteuerung - Leistung und Wartung - visuelle Effekte anpassen erreicht man diese Einstellmöglichkeit.
In seiner Grundeinstellung startet Windows XP allerlei Dienste, die man aber als Privatnutzer nicht braucht. Auch das Suchen nach Netzwerkordnern und Laufwerken bremst den Startvorgang aus. Letzteres kann man ganz einfach unter Extra - Ordneroptionen - Ansicht deaktivieren.
Bei den Diensten sollte man schon etwas vorsichtiger sein. Sie findet man in der Computerverwaltung unter Dienste. Beim Markieren der einzelnen Dienste werden gleichzeitig die Abhängigkeiten untereinander angezeigt.
Nun noch ein paar Worte zur Aktivierung. Diese ist immer noch heiss umstritten. Sie dient aber in erster Linie dazu, illegale Raubkopien zu blockieren. (Allerdings mit wenig Erfolg.) Warum nimmt man es Microsoft so übel, wenn diese Firma versucht, ihr Produkt zu schützen? Dann müssten wir auch über alle Fahrzeugbesitzer schimpfen, die ihr Auto abschliessen und mit Alarmanlagen versehen. Wer sich nicht sicher ist, welche Daten bei einer Onlineaktivierung übermittelt werden, kann diese ja auch telefonisch vornehmen. Grundsätzlich ist aber zwischen Aktivierung und Registrierung zu unterscheiden, da bei der letzteren persönliche Daten übermittelt werden.
Es macht auch wenig Sinn, sich über angebliches Ausspionierens seitens Microsoft aufzuregen, und beim täglichen Surfen duch AktiveX und Javascript möglichen Eindringlingen Tür und Tor zu öffnen. Alleine bei der Vorstellung, auf wievielen Rechnern Windows läuft, lässt erahnen, welchen Aufwand man betreiben muss, alleine Daten dieser Nutzer zu sammeln. Von Auswerten will ich gar nicht reden.
Womit ich beim Thema Internet mit Win XP bin. Natürlich macht das Surfen weniger Spass, wenn man AktiveX und Javascript abschaltet, aber wer auf Sicherheit bedacht ist, kann damit schon mal Punkte sammeln. Der Internetexplorer lässt aber auch andere umfangreiche Einstellungen zu diesem Thema zu. So zum Beispiel auch die Nachfrage, ob man diese Sachen zulassen möchte.
Alles in allem finde ich Win XP ein sehr überzeugendes Betriebssystem. Für User mit der entsprechenden Hardware und dem Hang, ständig up to date zu sein, ist es auf jeden Fall empfehlenswert. Für Nutzer, die lediglich schnell und sicher arbeiten wollen, ist Windows 2000 die bessere Alternative.
Leider konnten sich auch hier die Redmonder nicht ganz durchringen, ein Betriebssystem für alle zu entwickeln, und so kommt es, dass einmal die Home-Edition und die Professional-Edition zur Auswahl stehen.
Ich möchte hier nicht darauf eingehen, welche Version für wen die beste ist (das kann man auf einschlägigen Webseiten und in der Presse nachlesen), sondern nur eine kurze Zusammenfassung darüber abgeben, für wen sich Win XP im Allgemeinen eignet, ein paar Vor- und Nachteile anführen und noch ein paar Tipps zur Installation und zum grundsätzlichen Einrichten geben.
Zuerst einmal zu den Hardwarevorraussetzungen. Microsoft gibt hier als unterste Grenze eine CPU mit 233 MHz und 64 MB RAM an. Als Festplattenkapazität werden 1,5 GB genannt. Zumindest beim Arbeitsspeicher kann man diese Angabe getrost vergessen. Wenn jemand mit 64 MB RAM das System zum Laufen bringt, dann herzlichen Glückwunsch. An Arbeiten wird da aber nicht mehr zu denken sein.
Bei der Festplatte verhält es sich ähnlich. Da selbst das Defragmentieren mindestens 15% freien Speicherplatz der Festplattengrösse braucht, ist es unsinnig, Win XP in einer Partition zu installieren, die kleiner als zwei Gigabyte ist.
Möchte man dann noch viel Multimedia und Spiele zur Anwendung bringen, ist eine CPU jenseits der 500 Mhz-Grenze angebracht, wobei auch dort dann schon mit Einschränkungen gerechnet werden muss.
Für einen überwiegenden Officeeinsatz mit Internet und Email halte ich eine Konfiguration mit einer CPU mit mind. 300 MHz, 128 MB RAM und eine Festplatte mit 4 Gigabyte für sinnvoll. Darunter würde ich von einem Einsatz von Win XP abraten.
Nun zum Betriebssystem selber. Hier hat Microsoft versucht, bei einer Installation so ziemlich alle Anwndungsgebiete abzudecken. So werden also auch alle möglichen und unmöglichen Dateien ungefragt auf die Festplatte gepackt, ohne dass man als Nutzer irgendwelche Eingriffsmöglichkeiten hat. Allerdings hat sich dadurch auch das Setup stark vereinfacht. Verfügt der PC über ein bootfähiges CD-ROM-Laufwerk, legt man einfach die CD-ROM ein, wechselt im BIOS die Bootreihenfolge und startet den Rechner neu. Das Setup wird gestartet und nach Eingabe einiger Angaben läuft die Installation automatisch ab. Je nach Hardware hat man nun genügend Zeit, einen Kaffee zu trinken, zu duschen oder Freunde und Bekannte anzurufen, dauert es doch ca 40-60 Minuten, bis das Setup abgeschlossen ist.
Man kann natürlich Win XP auch als Update von einer vorherigen Windowsversion heraus starten. Wenn man aber eine schon länger laufende Windowsversion auf der Festplatte hat, die noch dazu hin und wieder mit unerklärlichen Abstürzen und anderen Macken glänzt, empfehle ich eine Neuinstallation. Auch wenn Win XP nur als Update vorliegt, ist eine Neuinstallation des W9x und anschliessendes Update auf XP angebracht.
Auch wenn Windows XP mit allen Dateisystemen (FAT16, FAT32, NTFS) umgehen kann, würde ich NTFS auf jeden Fall den Vorzug geben. Dieses Dateisystem ist deutlich weniger fehleranfällig als FAT. Auch das Verteilen von Sicherheits- und Zugriffsberechtigungen ist beim Einsatz von NTFS einfach zu realisieren.
Ist der Kaffee ausgetrunken und die Insatllation abgeschlossen, findet man sich vor einem sehr aufgeräumten Desktop wieder. Bis auf den Papierkorb sind alle Icons von der Bildfläche verschwunden. Ich wage aber zu bezweifeln, ob es sinnvoll ist, immer erst das Startmenü aufzurufen, um oft benötigte Anwendungen zu starten. Glücklicherweise hat MS dem Nutzer die Möglichkeit gelassen, Icons auf dem Desktop anzuzeigen.
Zahlreiche Assistenten stehen zur Verfügung, wenn es um Sachen geht, wie das Herstellen einer Internetverbindung oder das Vernetzen von zwei Rechnern mit gemeinsamer Internetnutzung. So wird es auch dem Neuling sehr einfach gemacht, grundlegende Aufgaben zu erledigen.
Sehr angenehm finde ich es auch, dass sich Windows die zuletzt genutzten Anwendungen \"merkt\" und diese auf der linken Seite des Startmenüs auflistet. In der Grundeinstellung sind das die letzten acht, aber über Eigenschaften der Taskleiste kann man diese Anzahl auch erhöhen.
Negativ dagegen ist, dass bei einer Standardinstallation, alles mögliche mitinstalliert wird. Hier hätte ich mir einen etwas modulareren Aufbau (etwa wie bei Linux) gewünscht, der dem Nutzer ermöglicht, nicht Benötigtes bei der Installation auszulassen. Nicht nur, dass dadurch auch Systemressourcen geschont würden, liesse sich der eine oder andere Bug, die ja nunmal ohne Frage vorhanden sind, umgehen. Auch arbeitet der eine oder andere lieber mit einem anderen Mailprogramm als Outlook Express, surft lieber mit einem Opera-Browser oder nutzt ICQ bzw. AIM als Messenger.
Nun liegt aber Win XP jungfräulich auf der Platte und einige Grundeinstellungen bedürfen noch einiger Anpassung.
Wie schon bei W2k ist es auch bei Win XP ratsam, sich für die tägliche Arbeit Konto als Hauptbenutzer bzw. Nutzer mit eingeschränkten Rechten einzurichten. Das bei der Installation erstellte Administratorkonto würde ich nur für das Einspielen neuer Software, der Installation von Geräten und zur Pflege des Systems nutzen. Immer wieder erlebe ich es nämlich, dass jemand wichtige Dateien gelöscht hat, weil er als Administrator angemeldet war und er deshalb Vollzugriff hatte. Auch bei einem eventuellen unberechtigten Zugriff Fremder bei bestehender Internetverbindung kann der Schaden so in Grenzen gehalten werden.
Ist die also erledigt, dann halte ich es für ratsam die Einstellungen für den Papierkorb und den Ordner \"Temporary Internet Files\" zu ändern. In Zeiten, wo Festplatten mit mehreren Gigabyte Kapazität Norm sind, verstehe ich es nicht, dass sich der Papierkorb immer noch 10% der Festplattenkapazität genehmigt. Bei einer Festplatte mit 20 GB sind das immerhin 2 GB!! Ähnlich sieht die Situation bei dem Ordner \"Temporary Internet Files\" aus. Dessen Grösse lässt sich über Eigenschaften des Internetexplorers einstellen. Ein Wert zwischen 50 und 60 MB reicht völlig aus.
Eine weitere Einstellung ist der virtuelle Arbeitsspeicher. Windows verwaltet diesen dynamisch, das heisst, es passt ihn je nach erforderlicher Grösse an. Das fordert natürlich wieder zusätzliche Rechenleistung. Empfehlenswert ist es deshalb, für den virtuellen Arbeitsspeicher eine feste Grösse zu vergeben. Bei Systemen mit 512 MB RAM und mehr, kann man diesen versuchsweise auch ganz deaktivieren.
Wer über mehr als eine Festplatte in seinem Rechner verfügt, kann die Optimierung sogar noch besser gestalten, indem er eine ca 500 MB grosse Partition darauf anlegt, mit FAT16 formatiert und diese dann als Auslagerung nutzt.
Ist bis hierhin alles erledigt, widmen wir uns wieder einmal dem Grundübel aller Windowsversionen- der Fragmentierung. Dieses Problem hat Microsoft auch bei seinem neuesten Betriebssystem immer noch nicht im Griff. Also starten wir über die Computerverwaltung das Defragmentierungsprogramm. Dieses kann man aber auch über Start - Programme - Zubehör - Systemprogramme - Defragmentierung aufrufen.
Der neue Desktop mit seiner Luna-Oberfläche sieht zwar sehr schick aus, auch die animierten Fenster und ähnliche Spielereien sind sehr schön anzusehen, sind aber Ressourcenfresser schlechthin. Wem es aber mehr auf Leistung ankommt, sollte diese Spielereien abschalten. Über die Systemsteuerung - Leistung und Wartung - visuelle Effekte anpassen erreicht man diese Einstellmöglichkeit.
In seiner Grundeinstellung startet Windows XP allerlei Dienste, die man aber als Privatnutzer nicht braucht. Auch das Suchen nach Netzwerkordnern und Laufwerken bremst den Startvorgang aus. Letzteres kann man ganz einfach unter Extra - Ordneroptionen - Ansicht deaktivieren.
Bei den Diensten sollte man schon etwas vorsichtiger sein. Sie findet man in der Computerverwaltung unter Dienste. Beim Markieren der einzelnen Dienste werden gleichzeitig die Abhängigkeiten untereinander angezeigt.
Nun noch ein paar Worte zur Aktivierung. Diese ist immer noch heiss umstritten. Sie dient aber in erster Linie dazu, illegale Raubkopien zu blockieren. (Allerdings mit wenig Erfolg.) Warum nimmt man es Microsoft so übel, wenn diese Firma versucht, ihr Produkt zu schützen? Dann müssten wir auch über alle Fahrzeugbesitzer schimpfen, die ihr Auto abschliessen und mit Alarmanlagen versehen. Wer sich nicht sicher ist, welche Daten bei einer Onlineaktivierung übermittelt werden, kann diese ja auch telefonisch vornehmen. Grundsätzlich ist aber zwischen Aktivierung und Registrierung zu unterscheiden, da bei der letzteren persönliche Daten übermittelt werden.
Es macht auch wenig Sinn, sich über angebliches Ausspionierens seitens Microsoft aufzuregen, und beim täglichen Surfen duch AktiveX und Javascript möglichen Eindringlingen Tür und Tor zu öffnen. Alleine bei der Vorstellung, auf wievielen Rechnern Windows läuft, lässt erahnen, welchen Aufwand man betreiben muss, alleine Daten dieser Nutzer zu sammeln. Von Auswerten will ich gar nicht reden.
Womit ich beim Thema Internet mit Win XP bin. Natürlich macht das Surfen weniger Spass, wenn man AktiveX und Javascript abschaltet, aber wer auf Sicherheit bedacht ist, kann damit schon mal Punkte sammeln. Der Internetexplorer lässt aber auch andere umfangreiche Einstellungen zu diesem Thema zu. So zum Beispiel auch die Nachfrage, ob man diese Sachen zulassen möchte.
Alles in allem finde ich Win XP ein sehr überzeugendes Betriebssystem. Für User mit der entsprechenden Hardware und dem Hang, ständig up to date zu sein, ist es auf jeden Fall empfehlenswert. Für Nutzer, die lediglich schnell und sicher arbeiten wollen, ist Windows 2000 die bessere Alternative.
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