Microsoft Windows XP Professional Testbericht

Microsoft-windows-xp-professional
ab 176,45
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Summe aller Bewertungen
  • Installation:  sehr schwierig
  • Übersichtlichkeit:  sehr gut
  • Funktionsvielfalt:  sehr groß
  • Benutzerfreundlichkeit:  sehr gut
  • Geschwindigkeit:  sehr schnell
  • Hardware-Unterstützung:  sehr gut
  • Updatemöglichkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Wantet

>> WindowsXP - Pro/Contra

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Für den normalen Anwender existiert Windows XP aus dem Hause Microsoft in vier (!) unterschiedlichen Versionen, die jeweils unterschiedlich teuer sind. Es gibt jeweils ein Update und eine Vollversion von Windows XP Home Edition und von Windows XP Professional. Da die Professional-Variante bei nur wenig zusätzlichen Features ungleich teurer ist, habe ich mich der Home Edition verschrieben. In meinem Erfahrungsbericht geht es um folgendes:

1. Update vs. Vollversion
2. Die Installation & die Produktaktivierung
3. Das neue XP-Outfit
4. Die Stabilität von Windows XP
5. Spielekompatibilität von Windows XP
6. Fazit


1. Update vs. Vollversion

Der einzige Unterschied zwischen dem Update und der Vollversion ist der, dass man für die Installation des Updates Windows in einer Version, die neuer als Windows 95 ist besitzen muss. Im Klartext sind das die Vollversionen von Windows 98, Windows 98 SE und Windows ME. Windows NT und 2000 lassen sich meines Wissens nur mit der Professional -Version updaten. Dies ist im Prinzip der einzige Unterschied, den sich Microsoft mit etwa 100€ bezahlen lässt !!! Daher würde ich jedem, der nicht noch mit Windows 95 arbeitet und auf XP umsteigen will dringend raten, sich eine Update-Version zuzulegen.

2. Die Installation & die Produktaktivierung

Bei der Installation hat man (egal ob mit Vollversion oder Update !) drei Optionen. Zum ersten kann man die bestehende Windows-Version updaten, so dass man nicht erst umständlich ein Dateibackup anlegen muss und bald normal weiterarbeiten kann. Windows XP bietet nach dieser Installation an, sich selbst zu deinstallieren, so dass man sein altes Betriebssystem wieder hat.
Der zweite Installationstyp ist die Installation von Windows XP zusätzlich zu einem bestehenden Betriebssystem wie beispielsweise Windows 98. Dabei ist zu beachten, dass man Windows XP erst nach Windows 98 installiert, damit Windows XP ein Bootmenü einrichtet, in dem man sich dann bei jedem Systemstart zwischenden Betriebssystemen entscheiden kann. Diesen Installationstypus würde ich, ausreichend Festplattenkapazität vorausgesetzt, empfehlen, da einige ältere Programme, insbesondere Spiele, mit Windows XP immer noch Zicken machen, doch dazu später mehr. Wenn man zusätzlich mit Windows XP noch Linux benutzen möchte, dann installiert man zuerst XP (bzw. 98 und dann XP, wenn man drei Betriebssysteme möchte) und anschließend Linux.
Der dritte Installationstypus, der allen Unkenrufen zum Trotz auch mit dem Update funktioniert, ist die Installation von XP auf eine \"nackte\", d.h. unbespielte Festplatte. Bei der Installation mit der Update-CD wird man bei der Installation aufgefordert, seine Updateberechtigung nachzuweisen, was man tut, indem man kurz eine Windows-Installations-CD einlegt, von der aus man auch normalerweise updaten könnte (siehe 1.), wobei zu beachten ist, dass eine CD, die Windows 95 auf 98 updatet nicht (!) zum Update auf XP berechtigt.

Die Installation an sich dauert sehr viel länger als z.B. bei Windows 98, da insgesamt mehr als 1 GB (!) an Dateien installiert werden, im Gegensatz zu etwa 500 MB bei Windows 98 SE. Bei der Wahl des Dateisystems ist zu beachten, dass, falls man ein Multi-Boot-System einrichten möchte, Windows 98 kein NTFS unterstützt und von NTFS-Platten folglich nicht lesen und auch nicht darauf installiert werden kann. Daher darf höchstens die Platte, auf die XP installiert werden soll im NTFS-Format eingerichtet sein.

Bei den Treibern für Windows XP sind zuznächst einmal Grafikkartentreiber am wichtigsten. Die von Windows oftmals als fehlend bemängelte WHQL-Authentifizierung können sie getrost ignorieren, da viele Hersteller den Zeitaufwand scheuen einen Treiber durch Microsofts langsam mahlende Mühlen zu schicken, bevor sie ihn veröffentlichen. Falls keine XP-Treiber für eine spezielle Hardware-Komponente vorhanden sind, tun es meist auch die Treiber für Windows 2000. Doch sollten sie vor deren Installation auf jeden Fall einen Systemwiederherstellungspunkt anlegen, damit sie Windows im Notfall nicht erneut installieren müssen.

Leider lässt sich die Aktivierung von Windows XP auf legalem Wege nicht umgehen, doch ist sie über das Internet schnell und unkompliziert abgewickelt, wobei man allerdings nicht weiss, welche Informationen sich Micro$oft angeeignet hat. ACHTUNG: Sie müssen Windows nicht registrieren ! Bei einer Registrierung gibt man von sich aus Namen, Adresse, usw. an, während bei der Aktivierung nur etwa 80 Zahlen ausgetauscht werden, was auch per Telefon erledigt werden kann/muss, wenn man Windows schon einige Male aktiviert hat.

3. Das neue XP-Outfit

Eigenlich sieht das Outfit ja sehr schick aus und meistens kommt man mit dem Design auch gut zurecht. Eine Ausnahme bildet die \"Ordnung\" der Systemsteuerung in Kategorien. Zum Glück lässt sich beinahe alles auf die klassischen Designs zurückstellen, falls man partout nicht mit den Neuerungen zurecht kommen sollte. Diese Optionen sind zwar meistens etwas versteckt, nach ein wenig Detektivarbeit aber ausfindig gemacht und entsprechend den eigenen Wünschen angepasst.
Ein Problem für ältere Rechner sind die zahlreichen Effekte von Windows, die zwar ganz nett aussehen aber dafür auch ordentlich Leistung fressen, so dass man sie deaktivieren muss, wenn nicht schon der Betrieb des Editors auf etwas altersschwachen PCs zur Ruckelorgie verkommen soll. Das Hauptkriterium fällt dabei auf die Menge Arbeitsspeicher, die im Computer verbaut ist. Mit der offiziellen Mindestanforderung von 64 MB RAM läuft Windows XP. Und zwar nur Windows XP. Wenn sie zusätzlich zu dem Windows Desktop noch etwas anderes auf dem Monitor haben wollen, benötigen sie 128 MB RAM, besser noch 256 MB.

4. Die Stabilität von Windows XP

Die Stabilität lässt kaum Wünsche offen. Windows zeigt sich inzwischen hartnäckig bemüht, den Computer am laufen zu halten, selbst wenn eine Anwendung abstürzen sollte. Ein Problem, das in der Kombination von VIA-Chipsätzen auf Mainboards, nVidia-Grafikkarten und Windows XP und einigen Computerspielen auftritt ist der sogenannte Infinite Loop Error. Dabei liegt eine Überlastung eines bestimmten Bereiches (eines sog. Registers) im BIOS vor, was sich darin äußert, dass sich ein Teil des Sounds in einer Endlosschleife wiederholt wird (daher der Name) und Windows einen Bluescreen mit der Meldung es gebe einen Fehler in der Grafikkartentreiberdatei nv4disp.dll ausspuckt. Dennoch ist es ein Fehler, der mit der Ausreitzung der letzten Ressourcen sowohl im Mainboard-Chipsatz als auch im Grafikprozessor zu tun hat, mit der die Hersteller das letzte Quäntchen Leistung aus ihrer Hardware herausquetschen wollen. Leider auf Kosten der Stabilität. Bei Windows 98 (SE)/ME tritt dieser Fehler nicht auf, daher mein Tipp, beide Betriebssysteme parallel zu installieren (siehe 2.), so dass man im Problemfall auf das \"gute, alte\" Windows 98 (SE)/ME zurückgreifen kann.

5. Die Spielekompatibilität von Windows XP

Mit den meisten neuen Spielen macht Windows XP kaum Ärger. Bei älteren Spielen, z.B. RollerCoaster Tycoon hilft nicht einmal der eingebaute Programmkompatibilitätsassistent weiter, der eigentlich dafür sorgen soll, dass ältere Programme unter XP arbeiten. Auch da bleibt einem dann nur das Ausweichen auf ältere Betriebsysteme. Zusätzlich ist der sog. 60 Hz-Bug, der in Kombination mit nVidia Grafikkarten unter Windows 2000 und XP auftritt. Sobald sich z.B. ein Spiel in einer anderen Auflösung als der unter Windows verwendeten startet, wird die Bildwiederholfrequenz auf schmerzhafte 60 Hz reduziert. Abhilfe schafft das kleine Tool RivaTuner, dass jedoch in diesem Fall anscheinend nicht mit der aktuellen Version des Detonator-Treibers (29.42) zusammenarbeitet. Da bleibt einem nur das Ausweichen auf einen älteren Treiber (z.B. Detonator 28.32). Ansonsten zeigt sich XP auch bei Spielen sehr stabil, so dass man in dieser Hinsicht kaum Probleme zu befürchten hat.

6. Fazit

Windows XP enthält neben so manchen Verbesserungen (wie der standardmäßigen Internetverbindungsfirewall) auch viele Verschlimmbesserungen, wie z.B. den M$ Messenger und ein paar Kinderkrankheiten. Gerade deshalb sollte man nicht zu viel ausgeben und sich, solange man die Bedingungen erfüllt, die Update-Version der Home Edition kaufen. Wegen der Kinderkrankheiten sollte man hin und wieder das Windows-Update ausführen, das z.B. die Patches für die Sicherheitslücken des IE6 zur Verfügung stellt. Insgesamt ist Windows XP sein Geld wert, da man gerade beim Verfassen von Texten oder sonstigen Arbeiten über die Stabilität sehr froh ist.

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