Erfahrungsbericht von Kuschelwuschel
als Schwarzer hat man es schwer, als Weißer noch mehr
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Am Dienstag war ich wieder zu einer Preview im Kinopolis in Frankfurt. Zusehen gab es diesmal den neusten Film mit Martin Lawrence "National Security". Dieser Film startet am Donnerstag (27.02.2003) in den deutschen Kinos.
Allgemeines:
National Security
Action / Komödie, USA 2002
ca. 88 Minute
Start: 27.02.2003
FSK ab 12 Jahren
Regie: Dennis Dugan
Darsteller: Martin Lawrence, Steve Zahn, Colm Feore, Bill Duke, Eric Roberts, Timothy Busfield, Matt McCoy
Drehbuch: Jay Scherick, David Ronn
Kamera: Oliver Wood
Produzenten: Robert Newmyer, Jeffrey Silver, Michael Green
Ausführende- / Koproduzenten: Moritz Borman, Guy East, Nigel Sinclair, Martin Lawrence, Jeff Kwatinetz, Peaches Davis
Schnitt: Debra Neil-Fisher
Ton: Joseph Geisinger
Inhalt:
Der Kindheitstraum von Earl Montgomery (Martin Lawrence) ist ein Cop zu werden, allerdings gibt es da die Hürde Police Academy. Da Earl sich für einen supercoolen Cop hält, eine große Klappe hat, denkt alles besser zu können, keinen Respekt vor Vorgesetzten hat und auch fast die ganze Akademie in Schutt und Asche legt, wird er kurzerhand dort rausgeworfen.
Bei einem Routine Polizeieinsatz von Hank Rafferty (Steve Zahn) und seinem Partner Charlie (Timothy Busfield) stoßen diese auf eine Bande, die ein Lagerhaus gerade leer räumt. Bei dem Feuergefecht muß Hank tatenlos zusehen wie sein Partner Charlie von dem Verbrecher Nash (Eric Roberts) hinterrücks erschossen wird. Da Hank von den weiteren Ermittlungen ausgeschloßen wird, fährt er fortan wieder alleine Streife.
Dabei sieht er, wie Earl versucht durch das spaltbreit geöffnete Fenster seines Wagens an seine dort drin vergeßenen Schlüssel zu gelangen. Für Hank sieht es so aus als wollte dieser Schwarze den Wagen stehlen und bittet Earl um seine Papiere. Da Earl wieder einmal nicht seine Klappe halten kann, beleidigt er Hank, so dass es zu einer Rangelei kommt. In deren skurillen Verlauf es so aussieht als würde Hank Earl gnadenlos verprügeln. Dies wird auch noch von einem Amateurfilmer aufgenommen. In Wirklichkeit wollte Hank Earl nur vor einer riesigen Hummel retten, da Earl auf Stiche stark allergisch reagiert. Da Earl die ganze Sache nicht so richtig klarstellt und auch Hanks Vorgesetzten ihm die abstruse Geschichte nicht abnehmen, wird eine Ermittlung eingeleitet. Aufgrund von der Filmveröffentlichung in den Medien und dem folgenden Aufschrei der schwarzen Bevölkerung wird Hank schließlich auch angeklagt und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Aber auch dort sind natürlich alle schwarzen Gefangenen nicht gut auf ihn zu sprechen, so dass er sich etwas einfallen lassen muß um nicht ständig verprügel zu werden, oder gar sein Leben zu verlieren. Außerdem verliert Hank nicht nur seinen Job bei der Polizei, nein, auch seine Frau Denise (Robbinne Lee) will nichts mehr von ihm wissen.
Nach den abgebrummten sechs Monaten Haft fängt Hank bei der Firma National Security als Wachmann an, ohne zu wissen, dass auch Earl dort arbeitet. Bei einem weiteren Lagerüberfall findet Hank die Bande wieder, die damals seinen Partner erschossen hat. Aufgeschrocken durch eine Schiesserei muss Earl, der dort zuständige Wachmann, seine halbnackte und von ihm gefesselte Freundin zurück lassen um einzugreifen. Dort treffen nun Earl und Hank zusammen, müssen aber wegen der Schiesserei ihre Differenzen kurzzeitig beiseite legen. Die Bande kann entkommen und außerdem verläuft die Ermittlung der Polizei im Sande.
Um diesen Fall zu knacken müssen sich die Beiden Intimfeinde widerwillen zusammen tun und dies obwohl Hank den nervenden Earl lieber eine reinhauen würde, aber dann wieder im Knast landen würde. Dafür denkt Earl bei jeder Frage, dass dies ein rassistisches Vorurteil gegenüber Schwarzen ist.
So nehmen die Beiden die Verfolgung auf, obwohl nicht nur die gegenseitige Abneigung, sondern mittlerweile auch die Polizei ihnen zu schaffen macht.
So, an dieser Stelle wird nicht mehr verraten, wer mehr wissen will muss sich den Film schon selbst ansehen.
Wie geht es weiter? Vertragen sich Earl und Hank irgendwann? Schaffen sie es den Fall zu knacken? Bekommt Hank seinen Job und seine Frau wieder? Gibt es einen Verräter bei der Polizei?
Rollen:
Earl Montgomery - Martin Lawrence
Hank Rafferty - Steve Zahn
Detective Frank McDuff - Colm Feore
Lieutenant Washington - Bill Duke
Nash - Eric Roberts
Charlie Reed - Timothy Busfield
Denise - Robbinne Lee
Robert Barton - Matt McCoy
Heston - Brett Cullen
Frau im Auto - Cleo King
Billy Narthax - Stephen Tobolowsky
Owen Fergus - Joe Flaherty
Buchungsassistent Gerry Del Sol
Hanks Anwalt - Ken Lerner
Lola - Mari Morrow
Ang - Keith Cooke
Smith - Mike Brady
Cain - Troy Gilbert
Eddie - Anthony Schmidt
Bratton - Joe Bucaro
Stanton - Carl Ciarfalio
Ashcroft - Bobby McLaughlin
Kuschelwuschel's Meinung und Fazit:
Während Martin Lawrence ("Bad Boys", "Diamantencop") genau seiner Linie als blödelnder Cop treu bleibt kann ich mich nicht detailiert an eine bedeutende Rolle von Steve Zahn ("Out of Sight", "Auf die stürmische Art") erinnern. Beide Schauspieler machen ihr Sache gut. "National Security" ist genau Martin Lawrences Metier, denn er kann nicht nur wie bei den anderen beiden Filmen einen Cop spielen, nein, er kann auch nach herzenslust Grimassen machen und dumme Sprüch ablassen und dies macht er gekonnt souverän.
Steve Zahn spielt seine Rolle auch recht gut, wobei er nicht so viele Freiheiten hat, da er eher den ernsten, verschlossenen Cop spielen muss.
Eric Roberts als Verbrecher Nash, hätte ich nicht nur durch seine Frisur, fast nicht mehr wiedererkannt.
Alle anderen Schauspieler sind eigentlich nebensächlich, denn zu 85% besteht die Story aus der Geschichte des Schwarzen der so gerne Cop wäre und hinter jedem und alles einen rassitischen Angriff auf seine Person sieht und aus dem weißen Cop der eigentlich unschuldigt ist, alles verliert und der den Tod seines Partners rächen möchte. "National Security" lebt einzig von dieser konträren und witzigen Beziehung der Hauptdarsteller. Thematisch ist der Film und die Beziehung der beiden nichts neues. So oft gab es schon die beiden gegensätzlichen Charaktere die sich widerwillig zusammen tun mussten um ihr Ziel zu erreichen und am Ende dann Freunde wurden. Und auch der Inhalt besticht durch nichts neues --Auklärung eines Falls, rächen des ermordeten Partners, korrupte Polizisten, Verfolgungsjagten, Schiessereien usw.
So ist "National Security" eigentlich eine 08/15 Actiokomödie die durch die Blödeleien von Martin Lawrence und seinem dazu völlig konträren "Partner" Steve Zahn lebt. Außerdem erinnert dieser Film auch stark an eine Mischung aus "Diamantencop" und "Bad Boys" in denen auch jeweils Martin Lawrence mitgespielt hatte.
Durch ein wenig mehr Mühe hätte der Regisseur Dennis Dugan ("Big Daddy", "Zickenterror") mehr aus dem Film machen können. Gelungen finde ich die Parodie mit dem Video das eine Anspielung auf das Video sein könnte, dass gemacht wurde, als 1991 Rodney King von weißen Polizisten verprügelt wurde.
Letzendlich ist "National Security" eine seichte Actionkomödie die mich knapp 90 Minuten unterhalten hat, der Film ist spannenden, hat Actionszenen und jede Menge guter, aber auch weniger guter Gags. Popcorn-Kino für das man nicht mehr als 4 Euro zahlen sollte. Interessieren dürfte es jeden, der auf Action und Blödeleien steht, die Story ist nebensächlich und auch nicht immer logisch.
Die Filmvorschau zu "National Security" nimmt leider einige gute Gags vorweg, zum Beispiel als Hank einen Wagen konfeszieren möchte und er Ohrfeigen von der dicken, schwarzen Mama bekommt.
Mehr über den Film, die Schauspieler usw. könnt ihr euch auf der Homepage: http://www.national-security-der-film.de/ ansehen.
Auf jeden Fall ist "National Security" besser als den von mir kürzlich in der Preview gesehene Film "Boat Trip".
Viel Spaß beim Ansehen, wünscht euch Kuschelwuschel.
Allgemeines:
National Security
Action / Komödie, USA 2002
ca. 88 Minute
Start: 27.02.2003
FSK ab 12 Jahren
Regie: Dennis Dugan
Darsteller: Martin Lawrence, Steve Zahn, Colm Feore, Bill Duke, Eric Roberts, Timothy Busfield, Matt McCoy
Drehbuch: Jay Scherick, David Ronn
Kamera: Oliver Wood
Produzenten: Robert Newmyer, Jeffrey Silver, Michael Green
Ausführende- / Koproduzenten: Moritz Borman, Guy East, Nigel Sinclair, Martin Lawrence, Jeff Kwatinetz, Peaches Davis
Schnitt: Debra Neil-Fisher
Ton: Joseph Geisinger
Inhalt:
Der Kindheitstraum von Earl Montgomery (Martin Lawrence) ist ein Cop zu werden, allerdings gibt es da die Hürde Police Academy. Da Earl sich für einen supercoolen Cop hält, eine große Klappe hat, denkt alles besser zu können, keinen Respekt vor Vorgesetzten hat und auch fast die ganze Akademie in Schutt und Asche legt, wird er kurzerhand dort rausgeworfen.
Bei einem Routine Polizeieinsatz von Hank Rafferty (Steve Zahn) und seinem Partner Charlie (Timothy Busfield) stoßen diese auf eine Bande, die ein Lagerhaus gerade leer räumt. Bei dem Feuergefecht muß Hank tatenlos zusehen wie sein Partner Charlie von dem Verbrecher Nash (Eric Roberts) hinterrücks erschossen wird. Da Hank von den weiteren Ermittlungen ausgeschloßen wird, fährt er fortan wieder alleine Streife.
Dabei sieht er, wie Earl versucht durch das spaltbreit geöffnete Fenster seines Wagens an seine dort drin vergeßenen Schlüssel zu gelangen. Für Hank sieht es so aus als wollte dieser Schwarze den Wagen stehlen und bittet Earl um seine Papiere. Da Earl wieder einmal nicht seine Klappe halten kann, beleidigt er Hank, so dass es zu einer Rangelei kommt. In deren skurillen Verlauf es so aussieht als würde Hank Earl gnadenlos verprügeln. Dies wird auch noch von einem Amateurfilmer aufgenommen. In Wirklichkeit wollte Hank Earl nur vor einer riesigen Hummel retten, da Earl auf Stiche stark allergisch reagiert. Da Earl die ganze Sache nicht so richtig klarstellt und auch Hanks Vorgesetzten ihm die abstruse Geschichte nicht abnehmen, wird eine Ermittlung eingeleitet. Aufgrund von der Filmveröffentlichung in den Medien und dem folgenden Aufschrei der schwarzen Bevölkerung wird Hank schließlich auch angeklagt und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Aber auch dort sind natürlich alle schwarzen Gefangenen nicht gut auf ihn zu sprechen, so dass er sich etwas einfallen lassen muß um nicht ständig verprügel zu werden, oder gar sein Leben zu verlieren. Außerdem verliert Hank nicht nur seinen Job bei der Polizei, nein, auch seine Frau Denise (Robbinne Lee) will nichts mehr von ihm wissen.
Nach den abgebrummten sechs Monaten Haft fängt Hank bei der Firma National Security als Wachmann an, ohne zu wissen, dass auch Earl dort arbeitet. Bei einem weiteren Lagerüberfall findet Hank die Bande wieder, die damals seinen Partner erschossen hat. Aufgeschrocken durch eine Schiesserei muss Earl, der dort zuständige Wachmann, seine halbnackte und von ihm gefesselte Freundin zurück lassen um einzugreifen. Dort treffen nun Earl und Hank zusammen, müssen aber wegen der Schiesserei ihre Differenzen kurzzeitig beiseite legen. Die Bande kann entkommen und außerdem verläuft die Ermittlung der Polizei im Sande.
Um diesen Fall zu knacken müssen sich die Beiden Intimfeinde widerwillen zusammen tun und dies obwohl Hank den nervenden Earl lieber eine reinhauen würde, aber dann wieder im Knast landen würde. Dafür denkt Earl bei jeder Frage, dass dies ein rassistisches Vorurteil gegenüber Schwarzen ist.
So nehmen die Beiden die Verfolgung auf, obwohl nicht nur die gegenseitige Abneigung, sondern mittlerweile auch die Polizei ihnen zu schaffen macht.
So, an dieser Stelle wird nicht mehr verraten, wer mehr wissen will muss sich den Film schon selbst ansehen.
Wie geht es weiter? Vertragen sich Earl und Hank irgendwann? Schaffen sie es den Fall zu knacken? Bekommt Hank seinen Job und seine Frau wieder? Gibt es einen Verräter bei der Polizei?
Rollen:
Earl Montgomery - Martin Lawrence
Hank Rafferty - Steve Zahn
Detective Frank McDuff - Colm Feore
Lieutenant Washington - Bill Duke
Nash - Eric Roberts
Charlie Reed - Timothy Busfield
Denise - Robbinne Lee
Robert Barton - Matt McCoy
Heston - Brett Cullen
Frau im Auto - Cleo King
Billy Narthax - Stephen Tobolowsky
Owen Fergus - Joe Flaherty
Buchungsassistent Gerry Del Sol
Hanks Anwalt - Ken Lerner
Lola - Mari Morrow
Ang - Keith Cooke
Smith - Mike Brady
Cain - Troy Gilbert
Eddie - Anthony Schmidt
Bratton - Joe Bucaro
Stanton - Carl Ciarfalio
Ashcroft - Bobby McLaughlin
Kuschelwuschel's Meinung und Fazit:
Während Martin Lawrence ("Bad Boys", "Diamantencop") genau seiner Linie als blödelnder Cop treu bleibt kann ich mich nicht detailiert an eine bedeutende Rolle von Steve Zahn ("Out of Sight", "Auf die stürmische Art") erinnern. Beide Schauspieler machen ihr Sache gut. "National Security" ist genau Martin Lawrences Metier, denn er kann nicht nur wie bei den anderen beiden Filmen einen Cop spielen, nein, er kann auch nach herzenslust Grimassen machen und dumme Sprüch ablassen und dies macht er gekonnt souverän.
Steve Zahn spielt seine Rolle auch recht gut, wobei er nicht so viele Freiheiten hat, da er eher den ernsten, verschlossenen Cop spielen muss.
Eric Roberts als Verbrecher Nash, hätte ich nicht nur durch seine Frisur, fast nicht mehr wiedererkannt.
Alle anderen Schauspieler sind eigentlich nebensächlich, denn zu 85% besteht die Story aus der Geschichte des Schwarzen der so gerne Cop wäre und hinter jedem und alles einen rassitischen Angriff auf seine Person sieht und aus dem weißen Cop der eigentlich unschuldigt ist, alles verliert und der den Tod seines Partners rächen möchte. "National Security" lebt einzig von dieser konträren und witzigen Beziehung der Hauptdarsteller. Thematisch ist der Film und die Beziehung der beiden nichts neues. So oft gab es schon die beiden gegensätzlichen Charaktere die sich widerwillig zusammen tun mussten um ihr Ziel zu erreichen und am Ende dann Freunde wurden. Und auch der Inhalt besticht durch nichts neues --Auklärung eines Falls, rächen des ermordeten Partners, korrupte Polizisten, Verfolgungsjagten, Schiessereien usw.
So ist "National Security" eigentlich eine 08/15 Actiokomödie die durch die Blödeleien von Martin Lawrence und seinem dazu völlig konträren "Partner" Steve Zahn lebt. Außerdem erinnert dieser Film auch stark an eine Mischung aus "Diamantencop" und "Bad Boys" in denen auch jeweils Martin Lawrence mitgespielt hatte.
Durch ein wenig mehr Mühe hätte der Regisseur Dennis Dugan ("Big Daddy", "Zickenterror") mehr aus dem Film machen können. Gelungen finde ich die Parodie mit dem Video das eine Anspielung auf das Video sein könnte, dass gemacht wurde, als 1991 Rodney King von weißen Polizisten verprügelt wurde.
Letzendlich ist "National Security" eine seichte Actionkomödie die mich knapp 90 Minuten unterhalten hat, der Film ist spannenden, hat Actionszenen und jede Menge guter, aber auch weniger guter Gags. Popcorn-Kino für das man nicht mehr als 4 Euro zahlen sollte. Interessieren dürfte es jeden, der auf Action und Blödeleien steht, die Story ist nebensächlich und auch nicht immer logisch.
Die Filmvorschau zu "National Security" nimmt leider einige gute Gags vorweg, zum Beispiel als Hank einen Wagen konfeszieren möchte und er Ohrfeigen von der dicken, schwarzen Mama bekommt.
Mehr über den Film, die Schauspieler usw. könnt ihr euch auf der Homepage: http://www.national-security-der-film.de/ ansehen.
Auf jeden Fall ist "National Security" besser als den von mir kürzlich in der Preview gesehene Film "Boat Trip".
Viel Spaß beim Ansehen, wünscht euch Kuschelwuschel.
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