Opel Astra Testbericht
Abbildung beispielhaft
ab 43,12 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 04/2005
Auf yopi.de gelistet seit 04/2005
Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von Dany
OPEL Astra G Caravan DTI 16V
Pro:
angenehme Innenmaterialien gute Austattung ordentliche Soundanlagen viel Platz variabler Innenraum
Kontra:
der Diesel ist sehr anfällig das Fahrverhalten ohne sportl. Federn sehr schwammig
Empfehlung:
Nein
Liebe Yopi-Freunde!
Vorwort:
************
Mein heutiger Bericht handelt von meinem letzten Fahrzeug, welches ich etwa 12 Monate besaß und in der Zeit damit rund 35.000 km abspulte und somit ganz gut testen konnte, wie es sich im Dauerstress verhält. Hierbei gfeht es um ein einseits sehr beliebtes, aber anderseits auch oft gehaßtes Auto - den Opel Astra Caravan in der Version "Edition 2000" aus dem Baujahr 2000. Um das Ende schonmal vorweg zu nehmen, kann ich sagen: Der Opel Astra G Caravan DTI 16V ist ein sehr zwiespältiges Fahrzeug.
Das Äüßere:
****************
Der Opel Astra G Caravan ist eine für Kompaktwagen recht stattliche Erscheinung. Das Design des Kombis ist gefällig und vom Fahrersitz aus auch sehr übersichtlich. Er wirkt nicht wie ein aufgeblasener oder angehängter Kombi, wie manch seiner ausländischen Konkurenten. Das Aussehen an sich ist wirklich stimmig und angenehm. Nicht umsonst war der Astra Caravan im Jahre 2000 der beliebteste Kombi auf deutschen Straßen neben dem Passat Variant. Die Stoßstangen und Außenspiegel sind in wagenfarbe lackiert, was das Ganze noch besser aussehen läßt. Die Dachreeling schafft zusätzliches Kombifeeling. Alufelgen in der Dimension 15 Zoll lassen ihn sogar etwas sportlich erscheinen. Soweit so gut - am äußeren erscheinungsbild gibt es noch nichts zu meckern meinerseits....
Innenraum und Interieur:
**************************
Gehen wir weiter ins Innere des Wagens und schauem uns mal ein wenig um. Zum einen ist da der sehr gut zu nutzende und große Innenraum, der variabel in der Nutzung ist und einen großen familienfreundlichen Kofferraum besitzt. Durch die umklappbaren Sitze ensteht so sogar eine Fläche, die man zur Not zum schlafen nutzen kann. Das konnte ich das eine oder andere Mal sogar live testen. Der Kofferraum ist sogar größer als der des größeren Bruders Vectra Caravan.
Das Gestühl des Astra ist nicht sehr langstreckentauglich, es sei denn man wählt die optionalen Sportsitze. Die serienmäßig verbauten Sitze bieten wenig Seitenhalt und man verspürt schon nach rund 2 Stunden Fahrt etwas Rückenschmerzen bzw. merkt, wie der Rücken langsam verspannt.
Die Bedienung der Instrumente ist wirklich kinderleicht zu verstehen und verlangt dem Fahrer kaum Aufmerksamkeit ab bzw. Ablenkung. Die Ergonomie ist bis auf den zu weit vorn liegenden Schaltknauf sehr gut. Besonders das hoch liegende Zentraldisplay für Radio, Uhr und Temp. ist gut und glänzt durch hervorragende Ablesbarkeit.
Die Materialien im Innenraum, die verwendet wurden, können als gut verwendet werden, außer die Sitzpolster, die schnell "verschubberten". Besonders schön fand ich die Mittelkonsole in Wurzelholzoptik, die Eleganz versprühte und das aufgeschäumte Armaturenbrett, was sehr weich anzufassen war. Nicht so gut fand ich die Pedalstellung. Bei längeren Autobahnetappen mußte man den Gasfuß schon sehr weit nach vorn durchstrecken, was leicht zu verkrampfen der Beine führte. Hier täten weiter nach vorn gerichtete Pedale mehr.
Das soll es auch kurz zum Innenraum gewesen sein - hier schonmal leichter Punktabzug für die angesprochenen kleinen Makel.
Fahrwerk:
**************
Das Fahrverhalten des Astra Caravan ist nur mittelmäßig. Ich persönlich finde es zu weich und schwammig. Erst durch den Einbau von Fahrwerksfedern (30 mm tiefer) lag der Wagen straff und satt auf der Straße, ohne hart und stuckerig zu wirken. Eine echte Empfehlung !!!
Die Lenkung könnte etwas straffer sein und rückmeldepflichtiger, geht aber von den Lenkkräften her in Ordnung.
Durch die 195er Reifen war stets ein guter Geradeauslauf vorhanden. Der Wagen zog weder in Spurrillen noch zog er sonst irgendwie am Lenkrad. Das war wirklich tadellos.
Somit kann ich dem Fahrverhalten - nach Einbau der Federn - eine gute 2 geben.
Ausstattung:
*****************
Wie anfangs schon erwähnt, hatte ich das Sondermodell "Edition 2000". Dieses war ausgestattet mit 15 Zoll-Alufelgen, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Klimaanlage (die kühlte sehr gut), einem ordentlichen Radio mit 8 Boxen, einem Gepäckraumgitter, elektr. Fensterhebern vorn sowie getönten Scheiben. Das reicht eigentlich für entspanntes Fahren.
Der Motor:
*************
Nun zum unangenehmen Teil des Wagens, dem Motor. Der Diesel leistet aus 2 Litern Hubraum 100 PS, womit er einigermaßen gut motorisiert ist. Der Durchzug ist gut und das Motorgeräusch akzeptabel und es klingt für einen Diesel sogar kernig nach der Aufwärmphase. Vorher "klötert" er aber ziemlich. Das geht heute schon besser. Aber wie gesagt, wenn er warm war, gab es nichts zu bemängeln. Laut Tacho lief mein Astra sogar 210 km/h, was angesichts der angegebenen 183 km/h aber schlecht hinkommen konnte, zumal 90 PS TDI´s dem kräftigeren Astra davonzogen.
Leider neigte der Wagen zu einem ziemlich hohem Ölverbrauch. 1 Liter auf 1.000 km waren keine Seltenheit. Der Spritverbrauch ist auch nicht gerade gering für einen Diesel. Zwischen 5,5 und 8 Liter Diesel auf 100 km genehmigte er sich gerne, wobei meist über 6 Liter Verbrauch anliegen. Das können andere Wagen viel besser, bei sogar mehr Leistung und besseren Fahrleistungen.
Gut ist, dass Opel keinen Zahnriemen verbaut hat bei diesem Modell, sondern eine Steuerkette. Somit kann die schonmal nicht reißen und teure Kosten nach sich ziehen. Die entstehen aber an anderen Teilen zuhauf, wobei es hier keine genauen Eingrenzungen gibt. Angafangen von kaputten Radlagern bei 55.000 km, über die Lichtmaschine bei 60.000 km, dem Auspuff bei 50.000 km, Glühkerzen bei 70.000 km, diverse Steuergeräte usw. ab 80.000 km. Wohlgemerkt das alles schon bei einem Jahreswagen mit einem Km-Stand von unter 100 Tkm. Kaputtgehen kann bei diesem Modell so gut wie alles motorseitig möchte ich bald behaupten. Zumindest ist mir viel bekannt von den DTI und DI - Motoren. Da hat Opel echt den Diesel-Trend verpaßt, aber mit dem jetzigen modernen Astra und den neuen Turbodieseln ist alles besser geworden - zum Glück !
Bei den Kosten hält Opel sich auch nicht gerade zurück. Ersatzteile und Inspektionskosten liegen ziemlich hoch. Zudem ist Opel bei Gewährleistungen und Kulanzen nicht gerade sehr zuvorkommend.
Gesamteindruck und zusätliche Tipps:
****************************************
Hervorzuheben am Astra wäre weiter das gute Licht, was die serienmäßigen Scheinwerfer auf die Straße bringen. Auf zusätzliche Nebelleuchten kann man hier getrost verzichten.
Die Verarbeitung des Wagens ist ziemlich gut. Hier hat Opel einiges getan im direkten Vergleich zum Vorgänger. Das beginnt bei den schon angesprochenen angenehmen Materialien (Haptik) sowie den geringen Außengeräuschen (klappern tritt fast nie auf).
Die Soundanlagen sind sehr zu empfehlen. Es reicht völlig ein normales Opel-Radio mit CD. Die Lautsprecher sind echt klasse bezüglich ihres Klanges.
Fazit:
*********
Der Opel Astra 2,0 DTI 16V ist nur bedingt empfehlenswert. Wenn, dann nur als Benziner. Meine Empfehlung wäre der ebenfalls 100 PS starke 1,6 16V Benziner, der im Unterhalt wesentlich billiger und wartungsfreundlicher ist, da weniger anfällig als der Diesel. Auch rechnet sich der Diesel hier erst nach weit über 30 Tkm pro Jahr.
Gesamt gesehen rate ich vom Diesel ab, aber dem Benziner zu. Ansonsten kein schlechter Wagen.
Ich hoffe, der Beitrag war interessant und für den einen oder anderen Leser eine kleine Entscheidungshilfe bei heutigen Dieselboom.
Liebe Grüße, dany.
Vorwort:
************
Mein heutiger Bericht handelt von meinem letzten Fahrzeug, welches ich etwa 12 Monate besaß und in der Zeit damit rund 35.000 km abspulte und somit ganz gut testen konnte, wie es sich im Dauerstress verhält. Hierbei gfeht es um ein einseits sehr beliebtes, aber anderseits auch oft gehaßtes Auto - den Opel Astra Caravan in der Version "Edition 2000" aus dem Baujahr 2000. Um das Ende schonmal vorweg zu nehmen, kann ich sagen: Der Opel Astra G Caravan DTI 16V ist ein sehr zwiespältiges Fahrzeug.
Das Äüßere:
****************
Der Opel Astra G Caravan ist eine für Kompaktwagen recht stattliche Erscheinung. Das Design des Kombis ist gefällig und vom Fahrersitz aus auch sehr übersichtlich. Er wirkt nicht wie ein aufgeblasener oder angehängter Kombi, wie manch seiner ausländischen Konkurenten. Das Aussehen an sich ist wirklich stimmig und angenehm. Nicht umsonst war der Astra Caravan im Jahre 2000 der beliebteste Kombi auf deutschen Straßen neben dem Passat Variant. Die Stoßstangen und Außenspiegel sind in wagenfarbe lackiert, was das Ganze noch besser aussehen läßt. Die Dachreeling schafft zusätzliches Kombifeeling. Alufelgen in der Dimension 15 Zoll lassen ihn sogar etwas sportlich erscheinen. Soweit so gut - am äußeren erscheinungsbild gibt es noch nichts zu meckern meinerseits....
Innenraum und Interieur:
**************************
Gehen wir weiter ins Innere des Wagens und schauem uns mal ein wenig um. Zum einen ist da der sehr gut zu nutzende und große Innenraum, der variabel in der Nutzung ist und einen großen familienfreundlichen Kofferraum besitzt. Durch die umklappbaren Sitze ensteht so sogar eine Fläche, die man zur Not zum schlafen nutzen kann. Das konnte ich das eine oder andere Mal sogar live testen. Der Kofferraum ist sogar größer als der des größeren Bruders Vectra Caravan.
Das Gestühl des Astra ist nicht sehr langstreckentauglich, es sei denn man wählt die optionalen Sportsitze. Die serienmäßig verbauten Sitze bieten wenig Seitenhalt und man verspürt schon nach rund 2 Stunden Fahrt etwas Rückenschmerzen bzw. merkt, wie der Rücken langsam verspannt.
Die Bedienung der Instrumente ist wirklich kinderleicht zu verstehen und verlangt dem Fahrer kaum Aufmerksamkeit ab bzw. Ablenkung. Die Ergonomie ist bis auf den zu weit vorn liegenden Schaltknauf sehr gut. Besonders das hoch liegende Zentraldisplay für Radio, Uhr und Temp. ist gut und glänzt durch hervorragende Ablesbarkeit.
Die Materialien im Innenraum, die verwendet wurden, können als gut verwendet werden, außer die Sitzpolster, die schnell "verschubberten". Besonders schön fand ich die Mittelkonsole in Wurzelholzoptik, die Eleganz versprühte und das aufgeschäumte Armaturenbrett, was sehr weich anzufassen war. Nicht so gut fand ich die Pedalstellung. Bei längeren Autobahnetappen mußte man den Gasfuß schon sehr weit nach vorn durchstrecken, was leicht zu verkrampfen der Beine führte. Hier täten weiter nach vorn gerichtete Pedale mehr.
Das soll es auch kurz zum Innenraum gewesen sein - hier schonmal leichter Punktabzug für die angesprochenen kleinen Makel.
Fahrwerk:
**************
Das Fahrverhalten des Astra Caravan ist nur mittelmäßig. Ich persönlich finde es zu weich und schwammig. Erst durch den Einbau von Fahrwerksfedern (30 mm tiefer) lag der Wagen straff und satt auf der Straße, ohne hart und stuckerig zu wirken. Eine echte Empfehlung !!!
Die Lenkung könnte etwas straffer sein und rückmeldepflichtiger, geht aber von den Lenkkräften her in Ordnung.
Durch die 195er Reifen war stets ein guter Geradeauslauf vorhanden. Der Wagen zog weder in Spurrillen noch zog er sonst irgendwie am Lenkrad. Das war wirklich tadellos.
Somit kann ich dem Fahrverhalten - nach Einbau der Federn - eine gute 2 geben.
Ausstattung:
*****************
Wie anfangs schon erwähnt, hatte ich das Sondermodell "Edition 2000". Dieses war ausgestattet mit 15 Zoll-Alufelgen, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Klimaanlage (die kühlte sehr gut), einem ordentlichen Radio mit 8 Boxen, einem Gepäckraumgitter, elektr. Fensterhebern vorn sowie getönten Scheiben. Das reicht eigentlich für entspanntes Fahren.
Der Motor:
*************
Nun zum unangenehmen Teil des Wagens, dem Motor. Der Diesel leistet aus 2 Litern Hubraum 100 PS, womit er einigermaßen gut motorisiert ist. Der Durchzug ist gut und das Motorgeräusch akzeptabel und es klingt für einen Diesel sogar kernig nach der Aufwärmphase. Vorher "klötert" er aber ziemlich. Das geht heute schon besser. Aber wie gesagt, wenn er warm war, gab es nichts zu bemängeln. Laut Tacho lief mein Astra sogar 210 km/h, was angesichts der angegebenen 183 km/h aber schlecht hinkommen konnte, zumal 90 PS TDI´s dem kräftigeren Astra davonzogen.
Leider neigte der Wagen zu einem ziemlich hohem Ölverbrauch. 1 Liter auf 1.000 km waren keine Seltenheit. Der Spritverbrauch ist auch nicht gerade gering für einen Diesel. Zwischen 5,5 und 8 Liter Diesel auf 100 km genehmigte er sich gerne, wobei meist über 6 Liter Verbrauch anliegen. Das können andere Wagen viel besser, bei sogar mehr Leistung und besseren Fahrleistungen.
Gut ist, dass Opel keinen Zahnriemen verbaut hat bei diesem Modell, sondern eine Steuerkette. Somit kann die schonmal nicht reißen und teure Kosten nach sich ziehen. Die entstehen aber an anderen Teilen zuhauf, wobei es hier keine genauen Eingrenzungen gibt. Angafangen von kaputten Radlagern bei 55.000 km, über die Lichtmaschine bei 60.000 km, dem Auspuff bei 50.000 km, Glühkerzen bei 70.000 km, diverse Steuergeräte usw. ab 80.000 km. Wohlgemerkt das alles schon bei einem Jahreswagen mit einem Km-Stand von unter 100 Tkm. Kaputtgehen kann bei diesem Modell so gut wie alles motorseitig möchte ich bald behaupten. Zumindest ist mir viel bekannt von den DTI und DI - Motoren. Da hat Opel echt den Diesel-Trend verpaßt, aber mit dem jetzigen modernen Astra und den neuen Turbodieseln ist alles besser geworden - zum Glück !
Bei den Kosten hält Opel sich auch nicht gerade zurück. Ersatzteile und Inspektionskosten liegen ziemlich hoch. Zudem ist Opel bei Gewährleistungen und Kulanzen nicht gerade sehr zuvorkommend.
Gesamteindruck und zusätliche Tipps:
****************************************
Hervorzuheben am Astra wäre weiter das gute Licht, was die serienmäßigen Scheinwerfer auf die Straße bringen. Auf zusätzliche Nebelleuchten kann man hier getrost verzichten.
Die Verarbeitung des Wagens ist ziemlich gut. Hier hat Opel einiges getan im direkten Vergleich zum Vorgänger. Das beginnt bei den schon angesprochenen angenehmen Materialien (Haptik) sowie den geringen Außengeräuschen (klappern tritt fast nie auf).
Die Soundanlagen sind sehr zu empfehlen. Es reicht völlig ein normales Opel-Radio mit CD. Die Lautsprecher sind echt klasse bezüglich ihres Klanges.
Fazit:
*********
Der Opel Astra 2,0 DTI 16V ist nur bedingt empfehlenswert. Wenn, dann nur als Benziner. Meine Empfehlung wäre der ebenfalls 100 PS starke 1,6 16V Benziner, der im Unterhalt wesentlich billiger und wartungsfreundlicher ist, da weniger anfällig als der Diesel. Auch rechnet sich der Diesel hier erst nach weit über 30 Tkm pro Jahr.
Gesamt gesehen rate ich vom Diesel ab, aber dem Benziner zu. Ansonsten kein schlechter Wagen.
Ich hoffe, der Beitrag war interessant und für den einen oder anderen Leser eine kleine Entscheidungshilfe bei heutigen Dieselboom.
Liebe Grüße, dany.
Bewerten / Kommentar schreiben