Erfahrungsbericht von Punica
Ein schon langabzusehendes Problem.............
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Sichtweise 1 ist die als Mutter zweier Kinder:
Seit nunmehr drei Jahren besucht meine grosse Tochter die Schule wenn ich unter diese 3 Jahre mal einen Strich ziehe und mir markante Punkte aufstelle, das steht an erster Stelle permanenter UNTERRICHTSAUSFALL oder VERTRETUNGSUNTERICHT !!!!
Das in beiden Fällen kein qualifizierter Stoff vermittelt werden kann ist doch voellig klar.
Desweiteren fällt mir immer wieder auf das Kinder die bei Themen nicht so gut mitkommen leider immernoch einfach durchgeschleift werden anstatt das sie Unterstuetzung bekommen. Ich meine jetzt nicht das ích dies auf die Schule abwälzen möchte aber alleine eine Information der Eltern, die das was in der Schule passiert nicht mitbekommen, waere von Nöten.
Ich selbst habe es erlebt das ich nach einem Gespräch mit der Lehrerin ( um welches ich gebeten hatte), wegen eines Leistungsabfalles meiner Tochter, sie gebeten habe mich auf alle Fälle im nächsten Schuljahr fruehzeitig informiert damit ich gegensteuern kann. Was erfolgte ?? NICHTS !!! Dadurch bekam ich einfach zu spät mit das mein Kind zwar in den schriftlichen Arbeiten einen durchschnitt von 2,7 hatte mündlich aber keine Leistung brachte und somit in zwei Fächern eine 4 kassierte.
Abgesehen davon plädiere ich eh fuer eine verlässliche Halbtagsschule von 7.30 bis 13.30 weil somit nicht zu viele Personen an den Kindern rumziehen und ein besserer Rahmen zu Wissensvermittlung geschaffen waere.
Durch die Umstellung der Lehrstoffe fällt es manchen Eltern schon in der Grundschule schwer mit dem Stoff der Kinder schrittzuhalten, da einige Sachen selbst schwer aus den Buechern nachzuvollziehen sind.
Also wo soll man dann unterstuetzen ???
Sind wir wieder soweit das nur die Kinder deren Eltern das passende Portemonaie haben um damit Nachhilfe, Schuelerhilfe und Privatlehrer engagieren zu koennen, in Zukunft ueber ein breiteres Wissen verfuegen ??
Bildung ist ein Grundrecht eines jeden Menschen dies geht leider immer wieder unter.
Die mangelnde Bildung wird oft auf das Fernsehen, die Computer oder die Fun Gesellschaft geschoben...hatten wir nicht auch diese Dinge und haben trotzdem was gelernt ??
Ich denke diese Studie sollte nicht NUR uns kleinen betroffenen wachruetteln sondern ganz besonders die die OBEN sitzen !!! Ihnen sollte klar werden das Deutschland in dieser Beziehung auf dem besten Wege ist ein ENTWICKLUNGSLAND zu werden.
Und das fände ich grade in Anbetracht dessen das nächste Jahr meine zweite Tochter die Karierre einer Grundschuelerin einschlägt verdammt traurig.
Ich habe so eine kleine Episode ueber das Lernverhalten von Schuelern, über die ich immer schmunzeln muss.
Vor einigen Jahren hatten wir einen Auszubildenden in unserem Handwerksbetrieb. Der sollte den Durchmesser eines Kupferrohres berechnen. Er antwortete das kann ich nicht ich habe das Formelblatt nicht dabei.
Kurz darauf hatte ich selbst Klassentreffen meiner 10.ten Realschulklasse an dem unser Klassenlehrer, der mich sich mit seiner Liebe zur Mathematik regelrecht gequält hat, auch teilnahm. Ich stellte ihm die Frage ob Er als Lehrer heute nicht mehr das verlangen wuerde womit er mich 8 Jahre vorher gefoltert hätte, grinst, ?? Er antwortet mit einem klaren NEIN !!! Der Standart sei einfach gesunken.
Ich sags Euch so sehr ich ihn damals fuer diese Folter gehasst habe, ich bin froh nicht 8 Jahre später zur Schule gegangen zu sein.
Nun zu meiner zweiten Sichtweise, der als Erzieherin, ein Beruf den ich erlernt habe und nach einer Pause wieder ausübe.
Kurz nach veröffentlichung der Pisa - Studie ging ein Sturm von Entsetzen durch die Reihen der Oberen. Es wurde nach verantwortlichen fuer dieses Dilema gesucht. Tatsächlich wurden dann in vielen Städten und Gemeinden drueber nachgedacht das schon im Kindergartenalter das vermitteln von fundiertem Wissen enorm wichtig ist.
Ich denke Kinder im Kindergarten lernen fuer ihr Leben,ihre persönliche Entwicklung sehr viel durch angebotene Aktivitaeten. Ich kann mich auch mit den in vielen Städten und Gemeinden angebotenen Englischkursen fuer Kindergartenkinder innerhalb des Kindergartens anfreunden, da es erwiesenermassen leichter ist je juenger ein Mensch Sprachen zu lernen.
Auf keinen Fall kann ich mich damit anfreunden das der Kindergarten zu einer ausgesprochenen Lehrstätte wird. Eine Erzieherin hat keine Qualifikation zur Wissensvermittlung und auch keinen Lehrauftrag.
Sollte es soweit kommen werde ich die Berufssparte sicher verlassen, da ich mich damit nicht idendifizieren kann.
Es kann nicht sein das oben nichts geschieht und die kleinen auch in diesem Falle es ausbaden sollen.
Anmerkung: In vielen europäischen Ländern gibt es entweder ein Jahr eine Art Vorschule fuer die Kinder, in Frankreich heisst der Kindergarten ecole ( ecole = Schule ) maternelle und ist so wie ich es erlebt habe tatsächlich schon eine sehr auf die Schule vorbereitende Einrichtung.
Ich denke ich stehe mit meinen Ansichten zur Pisa Studie nicht ganz alleine da. Eines duerfte allen klar sein....
ES MUSS ETWAS PASSIEREN !!!
Liebe Gruesse Punica
24 Bewertungen, 6 Kommentare
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12.06.2002, 18:18 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichrichtig finde ich, im kindergarten den kindern beizubringen, was es heißt zu lernen. Nicht DASS sie etwas lernen, sondern WIE es geht. Im sozi-kiga haben wir jeden morgen eine Stunde über den tollen Erich gelabert. hat mich total angeödet,
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12.06.2002, 16:08 Uhr von Indigo
Bewertung: sehr hilfreichIst doch Interessant, dass Kindertagesstätten aktuell immer mehr als Bildungseinrichtungen gefordert werden und bei Schulen der Erziehungsauftrag angeprangert wird. Das war viele Jahre anders. Sweit so gut, jetzt muss nur noch etwas vernünftiges
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12.06.2002, 14:57 Uhr von Tubenquetscher
Bewertung: sehr hilfreichich arbeite in der schulaufsicht der bezirksregierung und kann dir versichern, das sich einiges tut, allerdings ist es wie so oft in der behörde, das "gut ding weile haben will" und änderungen und verbesserungen nur langsam entfalten...
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12.06.2002, 14:46 Uhr von Finron
Bewertung: sehr hilfreichBevor wir allseits in Panik verfallen, sollten wdie Testbedingungen informieren - dann schauts gleich gar nicht mehr so schlimm aus. Alle sehen immer nur das Ranking, aber nicht die Fragestellung, die hinter der Studie stand.
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12.06.2002, 14:44 Uhr von Mesalina
Bewertung: sehr hilfreichAus der Sicht der Lehrerin ist die PISA-Studie wirklich nichts Neues: Die Lehrergewerkschaften fordern schon seit Jahr(zeht)en, dass mehr Lehrer eingestellt werden sollen, die in kleineren Klassen evtl. zu zweit die Erziehung und Bildung der Kinder üb
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12.06.2002, 14:35 Uhr von MaxTheCB
Bewertung: sehr hilfreichOh je...unser Sohn ist erst 2 Monate alt...wie mag das aussehen, wenn er in die Schule kommt...
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