Philosophie Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von Wurzelchen2

Was mache ich?

Pro:

gibts nicht

Kontra:

Diese Entscheidung ist zu schwer.

Empfehlung:

Nein

Ich denke mal, dass das hier die richtige Sparte ist.
Ich muss über ein für mich sehr wichtige Frage nachdenken. Kann man es philosophieren nennen? Philosophieren heißt doch aber auch, dass man über ein Thema genau nachdenkt. Ich muss darüber nachdenken. Richtig intensiv sogar. Es geht doch um das Leben meines Hundes. Um ein Leben eines Lebewesens.

Mein Hund hat einen Herzfehler. Die beiden großen Arterien am Herzen sind miteinander verbunden. Ein Blutaustausch findet statt. Und das darf nicht sein. Irgendwann, keiner kann genau sagen wann, wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Der Hund schläft dann viel, schwächelt schnell und bekommt einen drockenen Husten. Die Lunge füllt sich mit Wasser und daran muss er qualvoll sterben. Wenn nicht....

Die Züchterin tat erst einmal so, als ob sie davon nichts gewusst hat und wollte tauschen. Meinen Rüden gegen irgendein Weibchen.
Das scheidet aus. Wenn ich ein Kind aus dem heim hole kann ich das auch nicht ohne weiteres umtauschen. Es wäre auch nicht der selbe Hund. Vom Geschlecht mal abgesehen, aber der andere Westi hätte ein ganz anderes Wesen. Ein anderes Verhalten und er sähe anders aus.
Umtauschen fällt also definitiv aus!

Jetzt bleiben mir noch zwei Möglichkeiten: OP ja – oder OP nein.
Die Kosten lägen bei 800 bis 1000 Euro. Das wäre aber alles nicht so schlimm. Der Hund hat aber nur eine Chance von 50 Prozent. Der kritische Punkt ist die Narkose. Es besteht die Möglichkeit, dass er nicht aufwacht.
Wenn ich ihn nicht operieren lasse, weiß keiner wie lang er lebt. Irgendwann setzen die Beschwerden ein und ich muss eine Entscheidung treffen, die mir sehr schwer fallen wir. Ich muss ihn irgendwann abspritzen lassen, damit er nicht zu schlimm leiden muss.

Ich habe mich für letzteres entschieden. Bin ich jetzt gemein? Nehme ich ihm die Chance auf ein langes Leben? Ich will ihn doch nicht quälen. Und alles was mit der OP zusammen hängt ist doch Quälerei. Die müssen den Brustkorb aufsägen...
Und wenn er bei der OP stirbt? Dann wurde er gerade mal 4 Monate alt. Und ohne OP hätte er vielleicht 4 Jahre gelebt.

Ich hatte mich entschieden ihn leben zu lassen. So lang wie es lebenswert für ihn ist. Doch jetzt kommen mir Zweifel. Ich entscheide über ein Leben. Es ist „nur“ ein Tier. Aber trotzdem sollte einem einfachen Menschen so eine große Entscheidung nicht zustehen. Es ist doch vergleichbar mit der Frage um die Sterbehilfe.

Die Zeit verrinnt und ich zweifle. Unfähig etwas zu sagen. Ständig grüble ich, ob meine Entscheidung richtig ist. Vielleicht könnt ihr mir mit euren Meinungen weiter helfen. Ich weiß, die Entscheidung liegt bie mir, aber andere Meinungen interessieren mich auch.
Es ist eine absolut nicht alltägliche Situation. Und die Entscheidungen werden grundverschieden ausfallen. Und bitte einer ehrlich Meinung. Auch wenn es von euch als absoluter Blödsinn abgetan werden sollte.

Danke!

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