Rechtsanwaltsfachangestellte/r Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:
- Einstellungschancen:
- Aufstiegschancen:
- Verdienstmöglichkeiten:
- Sozialleistungen:
- Eigenverantwortliches Arbeiten:
Erfahrungsbericht von jacquibaby
Nie wieder Rechtsanwaltsfachangestellte
Pro:
Nichts!
Kontra:
schlechte Bezahlung, Tyrannisierung durch Chefs und Kollegen, keine Aufstiegschancen, Streß pur
Empfehlung:
Nein
Per Zufall bin ich auf diese Seite gekommen und habe die Erfahrungsberichte der anderen Rechtsanwaltsfachangestellten gelesen, die mir sehr bekannt vor kommen.
Ich habe im August 2000 eine Ausbildung in einer Kanzlei mir vier Anwälten begonnen. Zu meinen Aufgaben gehörten das Kaffee kochen, Akten suchen und vor allem mehrmals täglich diverse Botengänge in die Stadt. Die führten durch einen \"tollen\" Stadtpark, wo ich fast täglich von irgendwelchen Typen angequatscht wurde, aber das nur so nebenbei bemerkt. Meine Kolleginnen schoben mir die blödesten Aufgaben zu (Akten im Keller einräumen, Blumen gießen etc.) und ich durfte mir von der einen noch anhören, dass mir meine schönen Fingernägel auch noch abbrechen würden und dass ich im Laufe der Zeit auch noch zunehmen würde, so wie sie. Ich erhielt damals 500 DM pro Monat...
Nach einem Jahr wechselte ich die Kanzlei, weil ich hoffte, dass es dort besser wäre. Ich verdiente dort 1.000 DM, was in der Ausbildung sehr viel war und zuerst lief alles gut, da ich nette Kolleginnen hatte und viele Büroarbeiten erledigen durfte. Nach einem Jahr kündigte der Chef die Sekretärin und damit ging die Hölle los. Ich musste die gesamten Aufgaben wie Fristen, Termine und die gesamte Schreibarbeit übernehmen, am Empfang sitzen, die Mandanten betreuen. Zuerst hielt ich das ganz gut durch, legte nebenbei meine Prüfung ab und wurde dann auch übernommen. Mitte letzten Jahres ging gar nichts mehr. Ich war körperlich und psychisch derart am Ende, dass ich beinahe in die Nervenklinik gekommen wäre. Die Belastung war einfach zu groß. Ich war immer krank, bildete mir Krankheiten ein und zitterte schon, bevor ich überhaupt auf der Arbeit angekommen war.
Mein Chef war ohnehin ein gräßlicher Mensch, der von morgens 8:00 Uhr bis Abends 22.00 Uhr im Büro saß. Er verließ niemals das Büro (außer zu Gerichtsterminen) und tyrannisierte uns, wo es nur ging. Wir mussten schwere Aktenkoffer in den 2. Stock tragen, während er mit der Zeitung unterm Arm nebenher spazierte. Überstunden (natürlich unbezahlt) waren an der Tagesordnung.
Im Dezember hat er mir gekündigt und eine 400 Euro-Kraft eingestellt. Ich bin froh darüber. Lieber arbeitslos sein, als diesen Streß weiter aushalten.
Ich kann niemandem raten, diesen Job zu erlernen. Der Verdienst ist mehr als schlecht, Anwälte sind alle bekloppt und auf kurz oder lang macht man sich total die Nerven kaputt!
\"Jacquibaby\"
Ich habe im August 2000 eine Ausbildung in einer Kanzlei mir vier Anwälten begonnen. Zu meinen Aufgaben gehörten das Kaffee kochen, Akten suchen und vor allem mehrmals täglich diverse Botengänge in die Stadt. Die führten durch einen \"tollen\" Stadtpark, wo ich fast täglich von irgendwelchen Typen angequatscht wurde, aber das nur so nebenbei bemerkt. Meine Kolleginnen schoben mir die blödesten Aufgaben zu (Akten im Keller einräumen, Blumen gießen etc.) und ich durfte mir von der einen noch anhören, dass mir meine schönen Fingernägel auch noch abbrechen würden und dass ich im Laufe der Zeit auch noch zunehmen würde, so wie sie. Ich erhielt damals 500 DM pro Monat...
Nach einem Jahr wechselte ich die Kanzlei, weil ich hoffte, dass es dort besser wäre. Ich verdiente dort 1.000 DM, was in der Ausbildung sehr viel war und zuerst lief alles gut, da ich nette Kolleginnen hatte und viele Büroarbeiten erledigen durfte. Nach einem Jahr kündigte der Chef die Sekretärin und damit ging die Hölle los. Ich musste die gesamten Aufgaben wie Fristen, Termine und die gesamte Schreibarbeit übernehmen, am Empfang sitzen, die Mandanten betreuen. Zuerst hielt ich das ganz gut durch, legte nebenbei meine Prüfung ab und wurde dann auch übernommen. Mitte letzten Jahres ging gar nichts mehr. Ich war körperlich und psychisch derart am Ende, dass ich beinahe in die Nervenklinik gekommen wäre. Die Belastung war einfach zu groß. Ich war immer krank, bildete mir Krankheiten ein und zitterte schon, bevor ich überhaupt auf der Arbeit angekommen war.
Mein Chef war ohnehin ein gräßlicher Mensch, der von morgens 8:00 Uhr bis Abends 22.00 Uhr im Büro saß. Er verließ niemals das Büro (außer zu Gerichtsterminen) und tyrannisierte uns, wo es nur ging. Wir mussten schwere Aktenkoffer in den 2. Stock tragen, während er mit der Zeitung unterm Arm nebenher spazierte. Überstunden (natürlich unbezahlt) waren an der Tagesordnung.
Im Dezember hat er mir gekündigt und eine 400 Euro-Kraft eingestellt. Ich bin froh darüber. Lieber arbeitslos sein, als diesen Streß weiter aushalten.
Ich kann niemandem raten, diesen Job zu erlernen. Der Verdienst ist mehr als schlecht, Anwälte sind alle bekloppt und auf kurz oder lang macht man sich total die Nerven kaputt!
\"Jacquibaby\"
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