Tod und Teufel (gebundene Ausgabe) / Frank Schätzing Testbericht


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Erfahrungsbericht von nikosternchen
Des Teufels Untertan
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Geschichte des Buches versetzt den Leser in das mittelalterliche Köln um 1260. Hier treffen wir auf Jacob der Fuchs. Seinen Beinamen erhielt er, weil seine Haarpracht nicht nur störrisch in alle Himmelsrichtungen steht, sondern auch wegen der feuerroten Farbe. Jacob schlägt sich im ärmsten Viertel Kölns als Bettler und Gelegenheitsdieb durch. Bei einem seiner Diebeszüge über den Heumarkt, bei dem er eine Wurst ergatterte wird er erwischt und von den Händlern gejagt. Glücklicherweise trifft in der Bach auf Richmodis, die Färberin, die ihn unter ihren Tüchern im Wasser Schutz und Rettung bietet.
Das Diebesgut verloren, knurrt natürlich immer noch der Magen und so macht sich Jacob erneut auf etwas essbares aufzutreiben. Diesmal sollten es Äpfel sein. Aber nicht irgendwelche, sondern die allerbesten aus den erzbischöflichen Gärten. Er klettert Schutz der Dunkelheit in einen der Bäume und beginnt zu sammeln, und zwischendrin auch einmal in einen Apfel hineinzubeißen. Sein Blick schweift umher und bleibt auf der Dombaustelle hängen. Er glaubt seinen Augen kaum, denn dort sieht er wie der Dombaumeister Gerhard Morat gerade von einer schattigen Gestalt vom Gerüst gestoßen wird. Ihm stockt der Atem, verliert aber das Gleichgewicht und purzelt vom Baum hinunter.
Er nutzt die Gelegenheit um schnell zum Dombaumeister zu laufen und nachzusehen ob dieser den Sturz überlebt hat. Gerhard Morat kann aber nur noch im Sterben ein paar Worte flüstern bevor er aufhört zu atmen und Jacob Schritte und aufgebrachte Stimmen hört.
Jacob flüchtet. Völlig aufgeregt erzählt er das Gesehene weiter und muss alsbald feststellen das er viel tiefer im Schlamassel steckt als er zunächst annahm. Alle mit denen er über den Mord gesprochen hat, werden kurze Zeit darauf ebenfalls brutal ermordet. Hinzu kommt, dass plötzlich zwei Zeugen auftauchen die gesehen haben wollen wie Gerhard gestolpert und gestürzt ist. Scheinbar hat die Tat einen viel größeren Hintergrund als Jacob zunächst befürchtete.
Er findet Verbündete in Richmodis, ihren Onkel und Dechant Jasper und ihren Vater. Aber wem kann man außerdem Vertrauen? Und wie soll die Wahrheit an die richtigen Leute gelangen? Die Zeit läuft ihnen außerdem noch davon, denn „der Schatten“ hat längst seine Spur aufgenommen und hat nur ein Ziel: Ihn zu töten.
__MEINUNG__
Ich hatte vorher schon recht viel positives von diesem Buch gehört, daher wusste ich eigentlich schon auf was ich mich einlasse. Die Geschichte beginnt in einem sehr hohen Tempo. Jacob als Fleisch und Äpfeldieb in teils eine sehr spannende und teils eine recht amüsante Darstellung, denn Frank Schätzing spart keinesfalls mit Ironie. Die gerade am Anfang sehr sentimentale, fast romantische Mittelalterstimmung erinnerte mich sehr an Verfilmungen in diesem Genre. Zumindest schafft er es die Szenerie so sehr bildlich darzustellen.
Im Verlauf des Buches aber kommt es ab und an zu kleineren Längen durch die ich mich etwas durchziehen musste Da mich aber grundsätzlich schon sehr interessierte wie das ganze jetzt weiter gehe, gingen diese schnell vorüber. Sobald man aber die Hälfte des Buches durch hat, geht es wieder strammen, spannenden Schrittes weiter und keine Holpersteine hindern den Leser mehr bis zum Ende durchzuhalten.
Die Geschichte an sich ist so simpel wie sie eigentlich nur sein kann . Sie erinnerte mich auch ein wenig an das von mir neulich gelesene Buch (ebenfalls ein historischer Krimi) „die Buchmalerin“. Auch hier beobachtet die Protagonistin einen Mord und wird dadurch zur Gejagten. Aber ich muss wohl ehr sagen „Die Buchmalerin“ erinnert an „Tod und Teufel“, denn Schätzings Roman ist schließlich deutlich älter.
Im Anhang des Buches finden wir ein Interview mit Frank Schätzing in dem er erklärt wie er das Buch schrieb. Zunächst mal hat er die Grundlagen sehr intensiv recherchiert. Tatsächlich ist der Dombaumeister Morat 1260 auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen, man könnte sagen, Schätzing strickt um die Fakten eine eigene Geschichte, einen eigenen Roman für die damals tatsächlich lebenden Leute. So ist es nicht nur pure Unterhaltung, sondern auch ein klein wenig Geschichtsunterricht, wenn man diesen Roman liest.
__FAKTEN zu dem von mir gelesenem Buch___
FRANK SCHÄTZING / TOD UND TEUFEL
Kartonierte Ausgabe vom Emons – Verlag
384 Seiten
€ 12,80,--
ISBN: 3-89705-296-2
__LETZTENDLICH___
Ich war beim Lesen nicht nur hervorragend unterhalten und ein wenig auch amüsiert, sondern zudem wurde mir aufgrund der interessanten Aufarbeitung auch die Geschichte und die Situation des damaligen Kölns ein wenig näher gebracht. Umso interessanter ist dies natürlich, wenn man die Innenstadt von Köln kennt, und Orte und Schauplätze wie zum Beispiel das Severinstor wieder erkennt.
Das Diebesgut verloren, knurrt natürlich immer noch der Magen und so macht sich Jacob erneut auf etwas essbares aufzutreiben. Diesmal sollten es Äpfel sein. Aber nicht irgendwelche, sondern die allerbesten aus den erzbischöflichen Gärten. Er klettert Schutz der Dunkelheit in einen der Bäume und beginnt zu sammeln, und zwischendrin auch einmal in einen Apfel hineinzubeißen. Sein Blick schweift umher und bleibt auf der Dombaustelle hängen. Er glaubt seinen Augen kaum, denn dort sieht er wie der Dombaumeister Gerhard Morat gerade von einer schattigen Gestalt vom Gerüst gestoßen wird. Ihm stockt der Atem, verliert aber das Gleichgewicht und purzelt vom Baum hinunter.
Er nutzt die Gelegenheit um schnell zum Dombaumeister zu laufen und nachzusehen ob dieser den Sturz überlebt hat. Gerhard Morat kann aber nur noch im Sterben ein paar Worte flüstern bevor er aufhört zu atmen und Jacob Schritte und aufgebrachte Stimmen hört.
Jacob flüchtet. Völlig aufgeregt erzählt er das Gesehene weiter und muss alsbald feststellen das er viel tiefer im Schlamassel steckt als er zunächst annahm. Alle mit denen er über den Mord gesprochen hat, werden kurze Zeit darauf ebenfalls brutal ermordet. Hinzu kommt, dass plötzlich zwei Zeugen auftauchen die gesehen haben wollen wie Gerhard gestolpert und gestürzt ist. Scheinbar hat die Tat einen viel größeren Hintergrund als Jacob zunächst befürchtete.
Er findet Verbündete in Richmodis, ihren Onkel und Dechant Jasper und ihren Vater. Aber wem kann man außerdem Vertrauen? Und wie soll die Wahrheit an die richtigen Leute gelangen? Die Zeit läuft ihnen außerdem noch davon, denn „der Schatten“ hat längst seine Spur aufgenommen und hat nur ein Ziel: Ihn zu töten.
__MEINUNG__
Ich hatte vorher schon recht viel positives von diesem Buch gehört, daher wusste ich eigentlich schon auf was ich mich einlasse. Die Geschichte beginnt in einem sehr hohen Tempo. Jacob als Fleisch und Äpfeldieb in teils eine sehr spannende und teils eine recht amüsante Darstellung, denn Frank Schätzing spart keinesfalls mit Ironie. Die gerade am Anfang sehr sentimentale, fast romantische Mittelalterstimmung erinnerte mich sehr an Verfilmungen in diesem Genre. Zumindest schafft er es die Szenerie so sehr bildlich darzustellen.
Im Verlauf des Buches aber kommt es ab und an zu kleineren Längen durch die ich mich etwas durchziehen musste Da mich aber grundsätzlich schon sehr interessierte wie das ganze jetzt weiter gehe, gingen diese schnell vorüber. Sobald man aber die Hälfte des Buches durch hat, geht es wieder strammen, spannenden Schrittes weiter und keine Holpersteine hindern den Leser mehr bis zum Ende durchzuhalten.
Die Geschichte an sich ist so simpel wie sie eigentlich nur sein kann . Sie erinnerte mich auch ein wenig an das von mir neulich gelesene Buch (ebenfalls ein historischer Krimi) „die Buchmalerin“. Auch hier beobachtet die Protagonistin einen Mord und wird dadurch zur Gejagten. Aber ich muss wohl ehr sagen „Die Buchmalerin“ erinnert an „Tod und Teufel“, denn Schätzings Roman ist schließlich deutlich älter.
Im Anhang des Buches finden wir ein Interview mit Frank Schätzing in dem er erklärt wie er das Buch schrieb. Zunächst mal hat er die Grundlagen sehr intensiv recherchiert. Tatsächlich ist der Dombaumeister Morat 1260 auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen, man könnte sagen, Schätzing strickt um die Fakten eine eigene Geschichte, einen eigenen Roman für die damals tatsächlich lebenden Leute. So ist es nicht nur pure Unterhaltung, sondern auch ein klein wenig Geschichtsunterricht, wenn man diesen Roman liest.
__FAKTEN zu dem von mir gelesenem Buch___
FRANK SCHÄTZING / TOD UND TEUFEL
Kartonierte Ausgabe vom Emons – Verlag
384 Seiten
€ 12,80,--
ISBN: 3-89705-296-2
__LETZTENDLICH___
Ich war beim Lesen nicht nur hervorragend unterhalten und ein wenig auch amüsiert, sondern zudem wurde mir aufgrund der interessanten Aufarbeitung auch die Geschichte und die Situation des damaligen Kölns ein wenig näher gebracht. Umso interessanter ist dies natürlich, wenn man die Innenstadt von Köln kennt, und Orte und Schauplätze wie zum Beispiel das Severinstor wieder erkennt.
28 Bewertungen, 1 Kommentar
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31.05.2005, 11:43 Uhr von monsena
Bewertung: sehr hilfreichsich interessant an.Schöner Bericht. LG Monsena
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