BenQ-Siemens C35i Testbericht

Benq-siemens-c35i
ab 95,94
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Summe aller Bewertungen
  • Design:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  durchschnittlich
  • Akkulaufzeit:  kurz

Erfahrungsbericht von gregorthebrain

Der Allrounder

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo Leute!

Du bin ich wieder, und so langsam, aber sicher nähert sich meine AGA (Allgemeine Grundausbildung) dem Ende. Soll heißen, dass ich jetzt die sechste, und vermutlich härteste Woche hinter mich gemacht habe. Diese Woche stand nämlich die 72- Stunden Übung auf dem Programm. Das heißt, drei Tage lang im Wald rumkriechen und ballern. Hat aber auch irgendwie Spaß gemacht, zumal das Wetter auch mitspielte. Außerdem sind wir 12 Kilometer marschiert, und am Ende hatten, glaub ich zumindest, alle Rekruten Blasen an den Füßen.

Gestern dann jedoch stand das feierliche Gelöbnis auf dem Programm, der Höhepunkt im Leben eines Grundwehrdienstleistenden. Und wenn man es erst einmal bis dahin geschafft hat, ist das Schlimmste auf jeden Fall schon überstanden. Also, durchatmen ist angesagt. Nächste Woche geht es dann noch einmal eineinhalb Tage ins Gelände, und die Rekrutenprüfung dürfte auch in Kürze anstehen, aber dann ist es geschafft :-). Puuuh!

Nun aber zu meinem heutigen Thema, dem Siemens C35i.

Wie ich zu diesem Handy gekommen bin? Ganz einfach. Wie Ihr wissen dürftet, besaß ich ja seit einigen Monaten das Bosch GSM 909 Dual S. Im Grunde ist dieses ja ein ganz schönes Handy, vor allem wegen des Designs und des blauen Displays (welches ich auch schon vermisse). Nachteilig an dem Handy finde ich jedoch, dass der Vibrationsalarm fehlt, und keine Spiele drauf sind. Auf jeden Fall war ich mir von Anfang im Klaren, dass das Bosch- Handy nur ein Übergangsmodell sein sollte. Mehr dazu steht aber in meiner Meinung über das Modell; hier soll es ja schließlich um das Handy von Siemens gehen.

Meine Freundin hatte sich zwar erst vor kurzem ein Siemens C35i mit T-D1 Xtra- Card zugelegt; da sie aber pro Monat ein bis zwei 25 DM- Karten vertelefonierte und –simste, überlegten wir uns, ob ein Vertrag nicht günstiger sei. So hat sie sich nun das Siemens S35i in der Silver Edition zugelegt. Was aber tun mit ihrem alten Gerät?

Als erstes kam uns natürlich Ebay in den Sinn. Hier hatte ich schon mein erstes Handy, das Bosch GSM 909 Dual verkauft, und das zu einem ordentlichen Preis. Also schauten wir uns mal die aktuellen Gebote für das Siemens C35i an, jedoch lagen diese ein wenig unter unseren Erwartungen, so dass wir uns entschieden, es erstmal nicht zu versteigern. Das Handy lag also erstmal nur in der Ecke rum.

Bis ich dann zum Bund musste. Da merkte ich nämlich ziemlich schnell, wie wichtig ein Vibrationsalarm sein kann. Und wie aus heiterem Himmel bekam ich auf einmal folgenden Geistesblitz: Wieso nicht das „alte“ Handy meiner Freundin nehmen, welches immer noch neuer als meins war, und das Bosch dafür versteigern? Das Problem war nur, dass es Bosch-Handys ja eigentlich gar nicht mehr gibt (die wurden ja von Siemens übernommen), und so fragte ich mich, ob überhaupt noch ein anständiger Preis zu erzielen sei. Beim ersten Blick auf der Homepage von Ebay waren die Gebote jedoch in Ordnung, so dass ich mich zu einer Versteigerung entschied. Und dann habe ich das Geschäft meines Lebens gemacht :-). Bezahlt hatte ich nämlich 150 DM für das Modell, inkl. 25 DM Startguthaben. Das heißt, das Handy alleine wäre 125 DM wert gewesen, neu versteht sich. Und mittlerweile war es schon ein halbes Jahr alt. All zu viel konnte ich also nicht erwarten. Dass dann das Höchstgebot bei der Auktion 174 Deutsche Mark betrug, konnte ich zunächst gar nicht glauben. Ich dachte, da will mich wer vera..., zumal der Bieter auch noch neu bei Ebay war. Doch alles ist gut gelaufen.

Und so hab ich quasi mit meiner Freundin die Handys getauscht, und Ihr altes, also das Bosch versteigert. Und vom Preis her hätten wir für das Siemens C35i ungefähr genau so viel bekommen, so dass am Ende alle zufrieden waren.

Soweit die (etwas lange) Vorgeschichte. Nun zum Handy selber. Ich denke, nach gut einem Monat Testphase sind genug Erfahrungen vorhanden, um Euch mit einer informativen Meinung zu beglücken :-).

Zu meinen ersten Eindrücken:

Zunächst war ich von dem neuen Gerät ehrlich gesagt nicht gerade begeistert, zu ungewohnt war der Umstieg von meinem Bosch- Modell auf Siemens. So fehlte mir zum einen das balue Display. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie finde ich es doch schöner. Zweitens war das Lesen von neuen SMS ein wenig ungewohnt (langsam), da bei meinem alten Handy sofort das gesamte Display, also alle drei Zeilen, nach unten, bzw. oben gescrollt wurde, und beim Siemens- Handy das Scrollen nur zeilenweise, also langsamer von statten ging. Auch beim Schreiben von SMS hatte ich Anfangs leichte Probleme, da die Belegung der Tastatur mit Leer- sowie Sonderzeichen unterschiedlich war. Letztlich gefielen mir auch die Klingeltöne nicht besonders gut.

Jetzt fragt Ihr Euch sicherlich, warum ich das Handy dann doch besser bewerte als seinen (meinen) Vorgänger. Ganz einfach, mit der Zeit sind mir nämlich die vielen Vorteile des Handys bewusst geworden, welche ich so lange vermisst habe.

Erstens: Das Komponieren einer eigenen Melodie. Auch wenn es nicht ganz einfach war (ziemlich kompliziert sogar), und ich eine Menge Zeit dafür benötigt habe, kann ich mich nun endlich über eine individuelle Klingelmelodie freuen. Und diese ist, wie sollte es anders sein, „Blau und Weiß“.

Zweitens: Der Vibrationsakku. Dieser hatte mir am zweiten Bosch- Handy am meisten gefehlt. Wirklich eine äußerst sinnvolle Erfindung, zum Beispiel, wenn man im Kino ist. Allerdings vibriert der Siemens- Akku leider nicht so stark wie der meines ersten Bosch- Handys

Drittens: Die Spiele. Auf dem Siemens- Handy befinden sich folgende Spiele: Labyrinth, Reversi, Quattropoli und Minesweeper. Zwar finde ich das Snake- Spiel, welches sich auf den meisten Nokia- Handys befindet auch ganz gut, doch am liebsten spiele ich immer noch Vier gewinnt (Quattropoli). Auf jeden Fall sind die Spiele eine kurzweilige Beschäftigung, wenn man nach Dienstschluss mal nicht wissen sollte, was man machen kann.

Viertens: Die Worterkennung T 9. Mittlerweile zwar auf den meisten Handys Standard, doch ich hatte mit meinen ersten beiden Bosch- Handys jeweils das Vergnügen, bei einer SMS für einen Buchstaben drei, vier mal die gleiche Taste zu drücken. Folglich brauchste ich manchmal eine Viertelstunde und mehr für eine Kurznachricht. Durch die Worterkennung hat sich die benötigte Zeit auf ca. fünf Minuten reduziert.

Fünftens: Die Antenne. Die Antenne ist fast schon so klein, dass man sie gar nicht merkt. Zumindest ist sie kürzer als die bei den Bosch- Modellen, dafür allerdings etwas kleiner. Man merkt sie jedoch fast gar nicht, so dass man denken könnte, sie sei in das Gehäuse integriert, wie zum Beispiel beim Siemens S35i.

Soweit zu den Vorteilen, die dafür gesorgt haben, dass ich das Handy echt lieb gewonnen habe. Nun noch einige zusätzliche Infos, die meiner Ansicht nach weder einen Vorteil, noch einen Nachteil darstellen.

Darunter fällt zum Beispiel die Stand- by- Zeit. Natürlich könnte ich hier einfach die technischen Daten runterrasseln, allerdings möchte ich Euch lieber von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Diese sind allerdings etwas schwer einzuordnen, auf Grund meiner „ungewöhnlichen“ Nutzung. Soll heißen, dass das Handy nachts, morgens, mittags, und nachmittags in aller Regel aus ist. Lediglich nutze ich eine Mittagspause dazu, eben mal neue SMS zu checken. Nach dem Abendessen dann (gegen 16.30 Uhr) wird das Gerät jedoch eingeschaltet, und dann wird es ziemlich stark beansprucht. So habe ich zum Beispiel im Internet zig verschiedene Info- Channels abonniert, so dass ich wenigstens ein bisschen weiß, was so auf dem Rest der Welt abgeht. Wenn ich das Handy also einschalte, empfange ich zunächst erstmal um die zehn Kurznachrichten, welche sich bis dahin aufgestaut hatten. Den ganzen Abend folgen dann natürlich noch weitere. Auch stehen zahlreiche Telefonate mit Freundin, Freunden und Eltern auf dem Programm, normalerweise so ca. zwei Stück pro Tag. Also doch schon eine ordentliche Beanspruchung des Akkus. Mit diesem „Lebensstil“ kam ich allerdings zumindest bis jetzt immer eine ganz Woche aus, das heißt von Sonntag Abends bis Freitags Mittags. Aufladen musste ich das Gerät dann erst immer wieder, wenn ich zu Hause angekommen war.

Soviel zur Stand- by- Zeit. Was gibt es sonst noch wichtiges zu berichten? Ach ja, ganz wichtig, der Preis des Gerätes. Hierbei könnt Ihr wählen zwischen einer Prepaid- Karte oder einem Vertrag. Ich denke jedoch mal, dass in der Regel die Prepaid- Karte genommen wird, da es vom Preis her auch noch finanzierbar ist, und man so keine monatlichen Verpflichtungen eingehen muss. Was verstehe ich unter finanzierbar? Also meine Freundin hat damals 229 DM für das Gerät bezahlt, inklusive 25 DM Startguthaben, glaub ich. Lange Zeit habe ich das Handy dann für 249 DM mit 50 DM Startguthaben inklusive gesehen. Am letzten Dienstag war dann allerdings ein Prospekt von Berlet in unserer Tageszeitung, in welchem das Handy für 299 DM inklusive 50 DM Startguthaben offeriert wurde. Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht, da man eigentlich davon ausgehen müsste, dass die Modelle mit der Zeit immer billiger werden, da sie ja immer mehr veralten. So erscheint ja auch schon in Kürze der Nachfolger des Siemens C35i, nämlich das Siemens C45i. Den Nachfolger der S- Serie gibt es ja bereits schon, welches sich auch im Preis des S35i bemerkbar gemacht hat.

Das zum Preis mit einer Prepaid- Karte. Natürlich könnt Ihr das Handy auch mit einem Vertrag kaufen. Dann zahlt Ihr meistens lediglich eine läppische Mark, und bekommt zudem noch ein Startguthaben von 100 DM, oder zahlt 6 Monate lang keine Grundgebühr, oder so ähnlich.

Was kann ich Euch noch erzählen? Ach ja, das Gewicht des Handys. Ich denke mal, es macht kaum einen Unterschied, ob es jetzt 97, 123 oder 131 Gramm wiegt. Leicht sind diese tragbaren Mobilfunkgeräte ja eh allemal, und da kommt es auf zwei, drei Gramm mehr oder weniger meiner Meinung nach auch nicht drauf an. Zumindest merke ich keinen Unterschied zu meinen beiden vorherigen Handys.

So, ich denke, dass soll es dann aber auch für heute gewesen sein, jetzt dürftet Ihr alles über das Siemens C35i wissen.

Man liest sich,

GregTheBrain