BenQ-Siemens S65 Testbericht

ab 15,25
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  sehr gut
  • Akkulaufzeit:  lang

Erfahrungsbericht von Underworld

Mein Siemens S65 leider noch ohne Bild..........Heul

Pro:

Siemens hat sich selbst übertroffen

Kontra:

siehe Bericht

Empfehlung:

Ja

Siemens präsentiert das erste Mobiltelefon mit integrierter 1.3 Megapixel Videokamera. Das umfangreiche Paket an Bürofunktionen macht Sie geschäftsfähig, wo auch immer Sie gerade sind. Die integrierte Bluetooth Technologie lässt Sie in virtuellen Netzwerken ein- und ausgehen. Oder Ihr Handy kabellos mit Ihrem PC synchronisieren. Das S65 kommt in einer eleganten Premium Silber Lackierung und ist auf dem besten Wege, Siemens neuer Designklassiker zu werden.
Lieferumfang
Mobiltelefon S65
Standardakku: 750 mAh, Li-Ion
Ladegerät
Benutzerhandbuch
Hauptmerkmale
MMS, SMS und EMS
eMail-Client
Bluetooth-, IrDA- u. USB-Schnittstelle
Kamera integriert (1,3 MPix)
Synchronisierung mit PC (Outlook und Lotus Notes)
Multi-Media-Card-Slot für erweiterten Speicher
Videoaufnahmen: ja
Java-Wireless-Technology
GPRS
Gerätedaten
Netz: Triband GSM 900/1.800/1.900
Gewicht: 98 g
Akkukapazität: 750 mAh Li-Ion
Standby-Zeit: bis zu 250 Std
Sprechzeit: bis zu 5 Std
Maße (H x B x T): 109 x 48 x 18 mm
Display: 65.536 Farben bei 132 x 176 Pixel
Ruftonmelodie einstellbar: 40 polyphone
W@P Browser 2.0
Batteriealarm & Vibrationsalarm: ja
Voicedialing: nein
Organizerfunktion: ja
Adressbucheinträge: 1000
Telefonbuch: 100 im Gerät, ca. 250 auf SIM
Modem: ja
Zeichen pro SMS: bis 760
Texterkennung: T9
sonstige Merkmale
Anrufumleitung: ja
Halten/Makeln/Anklopfen: ja
Konferenzgespräch: ja
Anruffilter: ja
Spiele: ja
Freisprechen: ja
Spiele: ja
Freisprechen: ja

Also gut. Manchmal muss ein neues Mobiltelefon sein. Selbst wenn das Alte noch recht gut funktioniert, und eigentlich alle Bedürfnisse zu erfüllen scheint. Aber, aber, so manch schräger Blick fiel in den letzten Monaten schon auf mein bis nahe an die Auflösung genutztes Siemens ME 45 („was macht der denn mit DEM alten Teil?“). Und dass es in den USA regelmäßig unbrauchbar wurde, das hat mich dann irgendwann auch gestört.

Neuer, Schöner

Als seit etwa 6 Jahren sehr zufriedener Siemens-Mobiltelefonierer habe ich nur kurz nach Alternativen geschaut. Klar, das T-630 von SonyEricsson schien auch ganz attraktiv, und Samsung hatte viele bunte Displays im Angebot. Hochwertig und aktuell sollte das Gerät sein, Triband wäre genehm, doch UMTS wollte ich noch nicht, zu klobig und Akku fressend das bisherige Angebot. Also wieder Siemens. Und neu, möglichst ganz neu. Elegant wäre auch ganz gut. Hm, vielleicht das SL 55? Ein bisserl zu klein – und außerdem schon älter. Das SL 65? Zu klobig, zu dick, und irgendwie finde ich die Aufschiebe-Teile ohnehin etwas zu kompliziert. Das M 65? Sicher spannend, aber irgendwie zu brutal im Design.
Was bleibt da – das S 65! Oh, da ist ja eine fast schon richtige Kamera drin! Und gut aussehen tut es auch. Mal schauen...

Das wohl für statusbewusste, technikfreundliche und eher männliche „Business“-Anwender konzipierte S 65 wurde zur CeBit zwar schon breit präsentiert, kam aber letztlich erst vor wenigen Wochen auf den Markt (schämt Euch!), zum Preis von etwa 400 Euro (ohne Vertrag). Ich benutze es erst seit drei Wochen, deshalb wären Aussagen zur Langlebigkeit noch reichlich spekulativ. Zwei Tage nach dem Erwerb kam die „Abschaltlärm“-Story hoch, ein Softwarefehler, der zu lauten Tönen bei fast leerem Akku führte. Gleich am zweiten Tag der Nutzung ein Softwareupdate downloaden, da lässt sich was über das Gerät lernen. Und ich habe in den letzten Wochen eine Menge über das Gerät gelernt. Bevor die Kategorie hier in allerlei bunten Schilderungen ersäuft, kann und will ich mögliche Interessierte deshalb doch einmal mit Verbraucherinformationen versorgen...


Infoblock 1: Die Funktionen

Nach drei Wochen der Nutzung lässt sich natürlich kein Anspruch auf Vollständigkeit erheben, deshalb gibt es hier nur Aussagen zu den tatsächlich von mir wahrgenommenen Funktionen und Leistungen. Im Übrigen: Datenblätter schickt der Hersteller sicher gerne auf Wunsch zu, Featurelisten finden sich auch im Internet. Jetzt aber mal los, anmachen!

Menüsteuerung

Telefonieren geht wie bei Siemens gewohnt ganz einfach ohne irgendwelche Menükenntnisse. Nummer tippen, grüne Taste drücken, fertig.
Die Nutzung der zahlreichen Zusatzfunktionen ist dank gut dimensioniertem Joystick und den Siemens-typischen Menütasten wirklich einfach geworden. Der erste Druck auf den Joystick öffnet neun Menübereiche, der zweite läßt den Nutzer jeweils tiefer in den ausgewählten Bereich eintauchen. Beginnen wir mal in der Mitte, bewegen uns dann nach links, und danach im Uhrzeigersinn einmal durch’s Menü...

1. Mails

Dem wahrscheinlich häufigsten Nutzerverhalten entsprechend bietet das Mailmenü zuerst alle Optionen zu SMS, danach kommen MMS und E-Mail. Bei der SMS-Steuerung ist alles vertraut, allerdings komme ich nun selbst im Standardmenü mit genau zwei Klicks zur Neuanlage einer Nachricht. Das war bei meinem alten ME 45 deutlich schwieriger.
Fast genauso einfach ist die Anlage einer MMS, narrensicher, selbsterklärend. Allerdings muss der Operator den Dienst erst einmal freischalten. Bei T-Mobile erwies sich das als relativ kompliziert, ein paar Tage hat es gedauert. Mittlerweile läuft der MMS-Verkehr reibungslos, ist aber doch arg teuer. Keine Ahnung, wie sich andere Netzbetreiber da so anstellen.
E-Mail habe ich über das Teil noch nicht verschickt oder empfangen, selbst wenn ich als „Business“-Nutzer doch an so etwas interessiert sein sollte. Aber zum Mail-Schreiben sind die doch sehr kleinen Tasten ohnehin nicht so recht geeignet.

2. Kamera

Ein Schwenk des Joystick nach links öffnet die Kamera, geeignet für Videosequenzen bis zu 30 Sekunden – und Fotos mit 1,3 Megapixeln. Das ist schon eine sehr sehr ordentliche Qualität für ein Telefon, schade, dass das schön große Display sie nicht annähernd wiedergeben kann.
Einen Blitz braucht es eigentlich nicht, die kleine Optik ist erstaunlich lichtstark und produziert selbst bei schummrigem Dämmerlicht sauber erkennbare Strukturen auf den Bildern. Von denen sind selbst in der maximal auflösenden „Premium“qualität noch immer rund 160 auf der eingebauten Multimediakarte abzulegen. Da lohnen sich die 32 MB Speicher doch mal richtig! Die Übernahme der Fotos von der als Standard recht weit verbreiteten Karte auf den Laptop funktioniert auch ohne größere Mühen – Ergebnisse werden sicher schon bald auch als Illustrationen zu meinen künftigen ciao-Berichten auftauchen. Insgesamt ein sehr erfreuliches Stück Ausstattung, klar besser als bei den allermeisten Konkurrenten. Indes scheint es mir für ein „Business“handy nicht wirklich sinnvoll, gibt es doch schon etliche Unternehmen, die am Empfang um die Abgabe von Fotohandys bitten – der Träger könnte ja irgendwelche Geheimnisse ausspähen...

3. Adressbuch

Nach oben geht’s zu einer wirklich wichtigen „Business“-Funktion. Da ich eine Menge Telefonnummern und Adressdaten im Gerät gespeichert haben möchte, nähme ich gerne den angebotenen großen Speicherplatz in Anspruch. Aber ach, bei der manuellen Eingabe von Adressen ins geräteeigene „Adressbuch“ kam es schon mehrfach zu Wutausbrüchen. Ursache: Die für SMS ja sehr nützliche T9-Funktion wendet das Teil ungefragt auch auf Adressen an. In der Praxis macht das jede manuelle Adresseingabe ins Telefon unnötig kompliziert. Immer wieder muss ich vorher mit mehreren Klicks T9 deaktivieren. Das ist überaus lästig und hat bei mir dazu geführt, dass ich als Standard-Adressbuch weiter das „Telefonbuch“ der SIM-Card verwende, also den Speicher des Siemens für die Funktion überhaupt nicht nutze! Dieser Softwarefehler ist deutlich störender als das möglicherweise laute Abschaltgeräusch – und gehört schnellstens behoben.

4. Ruflisten

Zur Versöhnung wieder eine ganz einfache Funktion: Alle Anrufe, die das Telefon jemals zu bewältigen hatte (aktiv oder passiv) sind hier mit ein paar Zusatzdaten gespeichert. Da der Telefoneigene Speicher recht groß ist (6 MB nur für Daten), habe ich keine Angst, dass da jemals etwas in Vergessenheit geraten könnte. Und das erfreut.

5. „Surf & Fun“

Sorry, aber ich surfe nicht mit dem Telefon (dieses GPRS-Zeug ist ja SO was von überflüssig!). Deshalb kann ich zu diesem Bereich nicht viel sagen. Ein paar Spielchen sind vom Hersteller aus drauf, ungetestet. Ein „Cocktail-Manager“ gibt Fotos und Mixanleitungen zu beliebten Barstandards. Na ja, amüsiert für zwei Minuten. Ein „Survival“-Wörterbuch stellt allerlei Phrasen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Gimmicks.

6. Organizer

Das ist schon eher was für mich. Die Organizer-Funktionen sind ordentlich gestaltet, ich benutze sie allerdings vorwiegend zum Abruf vorher auf dem Laptop eingetragener Daten (Kalender etc.). Sicher geht eine Bedienung und Eingabe auch über das Telefon, scheint mir aber aufgrund der Tastengröße unnötig kompliziert. Das Synchronisieren mit dem in der Firma verwendeten Lotus Notes über Infrarot oder Bluetooth soll deutlich schneller gehen als bei der Konkurrenz, erscheint mir aber dennoch ein wenig langsam, und ist etwas kompliziert einzuleiten. Dafür funktioniert es aber fehlerlos.

7. Sonstige Einstellungen

Wie sich das heute wohl gehört, bietet das Siemens jede Menge Möglichkeiten zur Individualisierung. Sehr schön sind die frei belegbaren Hot Keys für häufig genutzte Funktionen. Klingeltöne können in allerlei Klangvarianten erzeugt werden, sieben oder acht Typen von Vibrationsalarm sind möglich, einen Voicerekorder mit großer Kapazität für Klingeltöne oder Diktate gibt es auch.
Die Darstellungen auf dem Display (inklusive Animationen) sind individuell wählbar, am einfachsten sind aber die vordefinierten „Themen“ einzustellen. Ich bevorzuge die etwas langweilige Grundeinstellung (viel Grau, mit goldenen Akzenten) – aber da hat ja jeder seinen eigenen Geschmack.


Infoblock 2: Die Technik

Wegen fehlender Ingenieur-Ausbildung kann ich hier nicht in die allerletzten Verästelungen der Chipsätze einsteigen (schaut halt bei Siemens nach). Nur soviel vorneweg: Das S 65 funktioniert als traditionelles GSM-Triband-Handy mit GPRS, die Sende- und Empfangsleistung ist sicher allen Standards angemessen. Was ich spannender finde:

Optik und Haptik

Ja, es sieht gut aus. Ein bisserl konservativ vielleicht, viel Alu und schwarz transparenter Kunststoff. Klar erkennbar hat man sich am Klassiker T-610 von Sony orientiert. Das Gehäusefinish ist sehr sauber und unaufdringlich edel. Für Siemens ist das Gerät ungewohnt eckig geraten, etwas kantig liegt es auch in der Hand. Überraschend klein kommt es mir vor, ein wenig kleiner wohl als die Konkurrenzmodelle von Sony und Nokia. Überraschend leicht ist es dazu, knapp unter 100 Gramm.
Das sehr große Display dominiert die Front, die Tasten sind tatsächlich kleiner als bei meinem alten ME 45 – und da hatte ich sie schon zu klein gefunden. Trotzdem lassen sie sich ordentlich und ohne allzu große Fehler von meinen nicht wirklich filigranen Fingern bedienen. Trotzdem, größere Tasten würde ich mir immer noch wünschen.
Was zudem den edlen Gesamteindruck ein wenig trübt, ist das Verschmieren der glatten Displayverkleidung beim ganz normalen Telefonieren. Na ja, das lässt sich wohl kaum verhindern. Es bleibt ein schönes Teil, zwar kein Handschmeichler, aber doch halbwegs angenehm in der Hand zu halten und ohne größere Verrenkungen zu bedienen.

Hardware

Was mein altes Siemens ganz besonders auszeichnete, das war seine stoische Unverwüstlichkeit. Unkaputtbar solide gebaut, auch für härtere Outdoor-Einsätze bestens geeignet. Das S 65 ist kein Outdoor-Handy, also nicht wasser- oder staubdicht. Aber es hat diese wunderbare Solidität geerbt.
Hier wackelt nichts, hier rappelt nichts, nichts verbiegt sich. Vor ein paar Tagen musste ich mal einen schnellen Sprint über die Straße einlegen. Ich war wohl etwas zu sprunghaft, das Handy flog jedenfalls bei dieser Gelegenheit in hohem Bogen aus meiner Brusttasche. Es knallte auf den Asphalt, überschlug sich mehrfach und rutschte noch ein wenig auf der Frontseite weiter. Das Resultat: Eine kleine Macke an einer Gehäuseecke – und sonst NICHTS. Noch nicht mal ein Kratzer irgendwo. Es funktionierte einfach reibungslos weiter, so als wäre nie etwas gewesen. Das sollen die Wettbewerber bitteschön erst einmal hinbekommen. Dieses Handy trumpft auf mit einer für mich Siemens-typischen und begeisternden Fertigungsqualität. Gerade wenn das Teil wirklich immer wieder stark mechanisch beansprucht wird (wie bei mir) ist das schon ein ziemlich schlagendes Verkaufsargument.

Zur Langlebigkeit passt die Akkuleistung, wenn auch nur bedingt. Das große Display und die recht helle weiße Tastenbeleuchtung fressen schon eine Menge Strom, und so kommt das Gerät ohne zwischenzeitliches Aufladen nur auf eine Gesprächsdauer von vielleicht 4 Stunden (Standbyzeit ist eine gute Woche). Für meine Zwecke reicht das allemal – und Welten besser als alle UMTS-Handys ist es immer noch. Trotzdem, gegenüber dem bald drei Jahre älteren ME 45 kein erkennbarer Fortschritt, ein etwas stärkerer Akku wäre schon wünschenswert (muss doch all diese MMS schauen).

Zum Schluss noch was zum Klang: Polyphon klingelt es, bis in erhebliche Lautstärken. Der Lautsprecher erreicht beträchtliche Dezibelwerte – aber klanglich ist er doch ein wenig dürr. Ebenso wie die Akkuleistung hat sich für mein Empfinden auch die Sprachqualität in den letzten Jahren nicht wesentlich verbessert. Schade eigentlich.


Und damit zur Gesamtwertung:

Mit dem S 65 ist Siemens ein schön anzusehendes, gut zu bedienendes, sehr solides und ordentlich ausgestattetes Handy gelungen. Die gute Kamera, die 32MB-Karte und die tolle Fertigungsqualität heben es vom Wettbewerb ab.

18 Bewertungen, 2 Kommentare

  • ChopSuey

    24.10.2004, 17:42 Uhr von ChopSuey
    Bewertung: nicht hilfreich

    scherz wa?

  • Overknees

    24.10.2004, 17:42 Uhr von Overknees
    Bewertung: nicht hilfreich

    ... nicht wirklich. Hast Dir den besten Bericht bei Ciao geklaut. http://www.ciao.de/Siemens_S65__Test_2866481 ist das Original. Zu dämlich. Marc A.