Telekom Internet Testbericht

Telekom-internet
ab 45,19
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2007
Summe aller Bewertungen
  • Geschwindigkeit:  schnell
  • Verfügbarkeit:  gut
  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  gut
  • Abrechnung:  gut

Erfahrungsbericht von Super_Utz

AAAAAAAAAAARGH, wieder daneben, Plöder Bing

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

>>>>>> Einleitung >>>>>>


Im Jahre 2000 begann für mich das Schnüffeln im Netz. Genauer gesagt war es der März, in dem ich die ersten Erfahrungen im und mit dem Internet sammelte. Wir hatten uns dafür extra ISDN von der Dt. Telekom geholt. Im Mai entdeckte ich dann hier das Portal von yopi. Nach wenig Bedenkzeit bin ich trotz fehlender Flatrate sofort darauf eingestiegen. Im Juni 2000 kam dann aber günstigerweise die T-Online Flatrate für Modem und ISDN, die wir daraufhin bestellten und fortan waren uns durch 12 monatige Vertragsbindung und 6 wöchiger Kündigungsfritz 13 Monate Internet pur gegönnt. Im Dezember 2000 kam es wie es kommen musste. Alle kleinen Anbieter wurden ausgeschaltet und die Telekom, respektive T-Online hatte wieder ihr Marktmonopol inne und konnte die Flatrate einstellen, da sie sich nicht rentierte. T-DSL war zu der Zeit gerade auf dem Vormarsch und viele bestellten es. Ich durfte leider nach Hoffnung schon im Januar 2001 in den Genuss kommen, noch ein weiteres Jahr warten, ehe ich im Januar 2002 unverhoffter Dinge endlich meine T-DSL Hardware bekam, die ich im April 2001 bestellt hatte.


>>>>>> T-Online als Unternehmen >>>>>>


T-Online gehört zum großen Telekom Konzern. Besser gesagt ist es eine Tochterfirma von der Deutschen Telekom AG. Die T-Online AG selber zählt zu einem der größten Internet Service Providern ( ISP ) in Europa mit über 11 Millionen Kunden und ist damit vor AOL und Freenet die Nummer 1 in Deutschland.


T-Online wurde im Jahr 1995 gegründet, als noch der Bildschirmtext aktuell war. Zunächst war T-Online aber direkter Teil von der DTAG ( Deutsche Telekom AG ) und erst 1996 wurde es als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert. 1999 folgte dann der erste Expansionsschritt nach Österreich. Im Jahr 2000 ging T-Online im Zuge des Börsenbooms an den Neuen Markt und wurde schnell in den NEMAX 50 aufgenommen. Im November 2001 hatte T-Online dann mehr als 10 Millionen Kunden, u.a. auch zurückzuführen auf die Werbestrategie mit Robert T-Online, zu dem ich mich jetzt nicht auslassen möchte ;).


>>>>>> Das Produkt T-DSL >>>>>>


T-DSL? Was ist das überhaupt? Das T steht ganz klar für den Namen Telekom. Also machen wir daraus ein ADSL ( \"Asymmetric Digital Subscriber Line\" - Asymetrische Digitale Anschlussleitung ). Das asymetrische bedeutet beim DSL Anschluss, dass die Datenrate zum Hochladen anders ist als die zum Herunterladen, meistens ist sie kleiner.


Mit DSL hatte die Telekom das erste Breitbandprodukt auf den Markt gebracht, dass sich selbst Ottonormalverbraucher leisten konnte. Mit 768kbit/s Downloadrate und 128kbit/s Uploadrate hat jeder Internetnutzer genügend Speed um zu surfen und zum herunterladen, laut DSL. Das uns Länder wie die USA nur auslachen stört hier die Wenigsten. Allerdings muss ich auch selber sagen, dass man für den Preis doch zufrieden sein kann, v.a. könnte ja die Telekom ihre Marktposition ausnutzen und alle Preise erhöhen, was zwar wie so oft die Kunden ärgern würde, aber diese nicht weiter davon abhalten wird den T-Anschluss zu nutzen.


Der DSL-Anschluss muss wie der ISDN-Anschluss erst freigeschaltet werden. Das ist dadurch bedingt, dass jeder DSL Nutzer einem Port zugeteilt wird, der 50 Anschlüsse fasst. Jeder Port besitzt einen eigenen Interleavingbereich und so sind dementsprechend unterschiedliche Pingzeiten zu erklären.


Interleaving ist die Fehlerkorrektur der Daten. Bei der Telekom durchläuft die Korrektur 2x die Strecke und so werden Antwortzeiten angeblich verdoppelt. Da dies in der Praxis nicht der Fall ist dürfte jedem klar sein. Aber dazu komme ich später in meinen Erfahrungen.


DSL gibt es mittlerweile nicht nur als 768/128 Version, sondern gibt es 2 weitere Angebote mit 1500kbit/s für den Heimanwender und 2300kbit/s für Geschäftskunden. Allerdings sind beide letzteren Angebote für Firmen interessant, die zwar den ganzen Tag im Internet sein müssen aber nicht viel Traffic, also wenig Datenverkehr, produzieren. Für den Heimnutzer sind durch die vielen Downloads beide Angebote nicht interessant und wenn man die DSL Flatrate sein Eigen nennen darf, braucht man dies nicht unbedingt.


Was noch zu sagen wäre? Nicht jeder in Deutschland wird in den Genuss von DSL kommen, da ca. 10% aller Haushalte weiter als 5 km von einer Verstärkungsstelle entfernt sind. Zwar waren bereits Gespräche über mögliche Strategien wie DSL Light mit weniger Downloadrate im Gespräch, aber diese waren laut Telekom nicht umsetzbar, obwohl ich dies stark bezweifeln möchte. Ich denke es würde keinen stören, wenn er eben mal für 5 Minuten nur 128kbit zum Download zur Verfügung hätte, weil es Störungen gibt. Selbst, wenn ich diesen Januar DSL nicht bekommen hätte, wäre ich auf so ein Light Angebot eingestiegen.


Allerdings war auch noch etwas anderes im Gespräch. Bei Gebieten und Dörfern, in denen sich der Ausbau mangels Nachfrage nicht lohnt wollte man die Nutzer die Kosten für den Port u.ä. bezahlen lassen, um selber nicht zu sehr in die roten Zahlen zu geraten. Diese Nutzer sollten dann bei neuen Nachfragern die Kosten, zumindest teilweise weitergeben, um später evtl. sogar noch Gewinn aus diesem Geschäft zu ziehen, was meiner Ansicht nach aber bei Dörfern um die 1000 Einwohner wohl kaum möglich wäre.


>>>>>> Installation >>>>>>


An dieser Stelle möchte ich keine Installationsanleitung aufschreiben, sondern wie ich es empfunden habe und ob es Probleme bei dieser gab.


Da wir vorher schon ISDN besaßen, war der alte NTBA bereits installiert und so wurde die Installation ein wenig vereinfacht. Der Beschreibung von der Telekom muss ich einmal ein Lob zollen, denn wirklich jeder der nur den Hauch von technischen Verständnis hat wird sich mit der Anleitung zurechtfinden.


Auch eine Netzwerkkarte hatte ich bereits, und brauchte nicht darauf zu warten, dass ich diese erst Tage später von der Telekom zugeschickt bekommen hätte. Die Installation im Ganzen hat bei mir ca. 30 Minuten gedauert und die Einrichtung am PC nochmals 15 Minuten. Der Tarif wurde bei mir übernommen, so dass ich noch einige Tage Surftime 90 benutzen musste und noch nicht in den vollen Genuss der DSL Flatrate kam.


Also bei der Installation lag es entweder an meinem technischen Verständnis ;) oder an der Einfachheit des Aufbaus, da das meiste ja nur graue Plastikboxen sind und die Kabel auch nur in eine Buchse passen und nicht 2 Kabel in die selbe.


>>>>>> Nutzung und Erfahrungen >>>>>>


Da viele meiner Internetbekanntschaften ( Clanmates und Zocker die ich kenne ) bereits T-DSL hatten, konnte ich mich auch immer vorher schon informieren, was ich denn noch so brauchen würde, um ordentliche zu DSLen. Ich lud mir daraufhin die RASPPPOE Treiber in der Version 0.96 aus dem Internet herunter und installierte die einfacherweise, um den bekannten DSL Surfpausen zu umgehen und die Übertragungsrate auszureizen. Von da an konnte ich mich vollends dem Internet hingeben.


Allerdings ist mir eine Sache sofort aufgefallen und dies werden mir sicherlich viele Gamer bestätigen können. Also ich dazumal noch ISDN benutzte hatte ich in dem Spiel Q*ake 3 Arena einen Ping auf guten Servern von 38-50, d.h. ich hatte eine Verzögerung von 38-50 Millisekunden. Dies war durchaus gut, wenn man allerdings auch mit Lags ( Verzögerungen ) im Zweikampf zu kämpfen hatte, da hier der Ping durch die fehlende Bandbreite bei ISDN schnell mal auf über 100 sprang. Mit DSL sieht das ganz anders aus. Hier hat man zwar einen stabilen Ping, allerdings ist dieser nicht gerade niedrig, zumindest habe ich eine Pingzeit von 70-90ms, und dies ist doch erheblich höher als noch zu ISDN-Zeiten.


Die Ursache hierfür stellt das von mir bereits oben genannte Interleaving dar, da die Fehlerkorrektur Zeit in Anspruch nimmt. Der Anbieter QSC mit dem Produkt Q-DSL nimmt dieser Fehlerkorrektur nicht in Anspruch und auch dort gibt es eine fehlerfreie Datenübertragung. Aber hier haben die Leute mit Q-DSL eben den Vorteil einen Ping von 10-40 zu haben und so klar Vorteile im Spiel zu haben, da die Zeitverzögerung nicht so groß ist.


Die Telekom wollte aber trotz vieler Hilferufe aus der Spielerwelt bisher nicht einsehen Fastpath ( keine Fehlerkontrolle ) zu aktivieren, obwohl dies sogar Geld sparen würde. Da ich exzessiver Gamer bin, kostet dies für das Angebot T-DSL einen Note hier bei yopi.


Allerdings muss ich auch positiv erwähnen, dass die angestrebten Werte der Telekom oft erreicht werden, beim Upload sogar überschritten werden.
Beim Herunterladen von Dateien habe ich im Durchschnitt von ausreichend guten Server eine Übertragung von ca. 92kb/s. Dies liegt 4kb/s unter den theoretischen Wert, das macht quasi ein Verlust von rund 4%. Bei ISDN betrug der Verlust bei mir 4-5%. Hier nehmen sich beide Varianten nicht viel und ich seh das einfach positiv, da trotz der für uns hohen Datenrate der Verlust nicht ansteigt.


Beim Upload zeigt sich sogar ein anderes Bild. Wenn ich mal wieder einen FTP öffne, da jemand eine Datei braucht, die ich besitzte oder da jemand mein Video haben möchte, dann ergibt sich ein ein Bild, das mir einleuchten will, dass der Upload über 16kb/s liegt und somit über dem theoretischen Wert ist.


Hier muss ich allerdings dazu sage, dass ich aus verlässlichen Quellen bereits gehört habe, das bei dem theoretischen Wert der Telekom schon viele Abrechnungen gemacht worden sind. Man hatte das Produkt eigentlich mit mehr als 800kbit/s verkaufen können, allerdings treten Verlusterscheinungen bei dem Transport der Daten auf und somit wurde der Wert auf dem Papier reduziert. Beim Upload, der ja bei weitem nicht so groß ist, wie der Wert des Downloads kann man dies durchaus nachvollziehen, da hier die Verlustgröße nicht in dem Maße zum tragen kommen würde.


Einen Punkt muss ich allerdings noch anreißen. Bisher ist meine Einwahl ins Internet 2 mal nicht geglückt. Die Zeitdauer betrug rund 1 Stunde. Damit kann ich durchaus in 5 Monaten DSL leben, auch wenn es sicherlich zu diesem Zeitpunkt nicht schön war. Ich wurde desöfteren schon nach 24 Stunden Dauerinternet von der Verbindung getrennt. Dies ist sicher nicht so schön, macht allerdings bei richtiger Planung in der Praxis kaum Probleme, da es einerseits Programme gibt, die einen direkt wieder einwählen und man andererseits die Einwahlzeiten so legen kann, dass man immer dann zu Hause ist, wenn man vom Internet getrennt wird.


>>>>>> Fazit >>>>>>


Wer immer noch kein DSL sein Eigen nennt, dies aber zur Verfügungen steht, sollte sich unbedingt um den Anschluss bemühen, da auch der Preis von T-DSL mit Flatrate dem Preis von ISDN+Surftime 90 entspricht, und man somit nicht mit Mehrkosten zu rechnen braucht. Die Geschwindigkeiten, die Installation und die Zuverlässigkeit sind wie von der Telekom gewohnt schwer in Ordnung. Der einzige negative Aspekt ist wie gesagt der, dass die Pingzeiten einfach mies sind.

Jedenfalls lohnt sich DSL, auch wenn es von mir nur eine 2 gibt.

Wer Spieler ist, wird die Überschrift auch verstehen.

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