Tropico (PC Strategiespiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von letsthommes
Sind sie reif für die Insel?
Pro:
Karibik - Flair kommt auf, gute Hintergrund - Musik, sehr viele Innovationen
Kontra:
teils schlechte Grafikeffekte
Empfehlung:
Ja
Wenn ja, dann ist das Strategie-Spiel Tropico genau die richtige Wahl für sie. Als Staatschef eines Inselstaates müssen sie im inoffiziellen Nachfolger zu Railroad Tycoon 2 dessen Wirtschaft ankurbeln. Auf einer von acht verschiedenen Inseln müssen sie durch gutes Management und „ehrliche“ Politik für eine gewisse Zeit an der Macht zu bleiben.
Zur Story:
Die ist sehr schnell erklärt. Der frühere Diktator Tropicos ist ins Exil geflohen. Nun sollen sie sich in seinem Amt beweisen. Jede Mission/Insel starten sie in den 50er Jahren und versuchen die nächsten 40 Jahre im Amt zu bleiben. Da durch Wirtschaft allein nicht genügend Geld in die Kasse fließt, sollten sie auf den Tourismus achten.
Zum Spiel:
Das Spiel bietet acht verschiedene Inseln und einen Sandkastenmodus. Da können sie nach Lust und Laune spielen, ohne irgendwelche Missionsziele erfüllen zu müssen.
Am Anfang jedes Spiels suchen sie sich ihr Präsidenten-Ego aus. Es gibt einige vorgefertigte, wie Che Guevara, Evita Péron oder Lou Bega. Ihr Ego hat jeweils einen Vor- und Nachteil. Je nach Kombination wird der Schwierigkeitsgrad ihrer Missionen berechnet.
Jede Mission beginnen sie mit ein paar Duzend mehr oder weniger zufriedenen Arbeitern, welche ein paar Wellblechhütten besitzen und ihrem Präsidentenpalast. Mit ein wenig Startkapital bauen sie die ersten Tabakfelder an. Der geerntete Tabak wird dann zum Frachthafen transportiert. Wenn sie dadurch ein wenig Geld gemacht haben, sollten sie eine Zigarrenfabrik bauen, in welcher der Tabak dann veredelt wird. Das bringt natürlich noch mehr Geld. Sie können natürlich auch mit Mais oder anderen Pflanzen beginnen. Sie sollten besonders darauf achten, dass sie die Felder in einem Bereich anlegen, wo auch genügend Regen fällt. Dies können sie an den am Himmel vorbeiziehenden 3D-Wolken erkennen. Zusätzliches Geld bekommen sie auch durch Mieterhöhungen.
Damit ihre Untertanen etwas zufriedener sind, sollten sie ihnen eine Kirche und eine Schule bauen. Was die Bürger alles verlangen können sie in speziellen Menüs ablesen. Nach dem Bau einiger weiterer Industrieanlagen benötigen sie Ingenieure, um diese zu bedienen. Diese kommen per Frachtschiff auf ihre Insel und fordern natürlich mehr Geld als der normale Arbeiter. Im späteren Verlauf des Spiels können sie selbst eine Universität bauen und Bürger ausbilden, das kostet allerdings eine Menge Geld.
Aus knapp 100 verschiedenen Gebäuden können sie im Spielwählen. Wenn sie eines gewählt haben wird auf der Inseloberfläche angezeigt, wo das Gebäude am besten zu errichten ist. Grün steht für „bestens geeignet“, rot bedeutet das Gegenteil. Wenn sie später einmal Hotels für Touristen bauen müssen, sollten sie darauf achten, dass im Blickfeld der Touristen keine Schornsteine einer Fabrik oder Wellblechhütten herumstehen, sondern Strände, Swimmingpools oder eine Sehenswürdigkeit, ansonsten werden die Gäste sofort kündigen. Die Hotels sollten auf gar keinen Fall in einem Gebiet stehen, wo es die ganze Zeit regnet. Trockene Gebiete liegen dort, wo sie keine 3D-Wolken am Himmelerkennen können.
Nachdem sie ihre Wirtschaft angekurbelt habe, sollten sie allmählich mal an den Tourismus denken. Der bringt sehr viel Geld, wenn man es richtig anstellt. Zuerst sollten sie ein paar Penthäuser errichten, welche nahe genug am Strand stehen. Da einige Touristen etwas gehfaul sind, sollten sie keine großen Umwege auf ihrer Insel haben. Nachdem die ersten Touristen per Boot eingetroffen sind, sollten sie ein paar Casinos oder „Freudenhäuser“ errichten. Später sollten sie sich auch einen Jachthafen oder einen Flughafen anschaffen.
Da die Touristen verschiedene Interessen haben und der Geldbeutel bei allen nicht dick gefüllt ist sollten sie Hotels verschiedener Preisklassen bauen. Gut betuchte Touris lockt man durch Swimmingpools und Sehenswürdigkeiten an. Diese Sehenswürdigkeiten sind meistens Pyramiden südamerikanischer Indianer. Da diese meist im Urwald liegen, sollten sie eine Straße bauen oder ihr Hotel möglichst nah dort hin bauen. Das bringt dann mächtig viel Geld.
Natürlich sollten sie sich auch um die Auslandspolitik kümmern. Um den Handel mit dem Ausland zu verbessern sollten sie eine Handelsdelegation ins Ausland schicken. Sa das Spiel in den 50ern beginnt, sollten sie darauf gefasst sein, dass sie es eines Tages mit den USA oder der Sowjetunion zu tun bekommen. Sind sie stark wirtschaftlich aktiv versucht die USA mit ihnen in Kontakt zu treten und eine Militärbasis auf ihrer Insel zu errichten. Die Sowjets versuchen natürlich das gleiche. Wenn sie sich zu sehr der einen Seite zuwenden, sollten sie sich nicht wundern, wenn plötzlich Kriegsschiffe der anderen Seite vor ihren Stränden vor Anker liegen.
Gefahr droht natürlich nicht nur von außen. Wie vorhin angesprochen müssen sie ihre Machtposition behalten. Das geht nur durch „ehrliche“ Politik und zufriedene Bürger. Wenn sie jetzt denken das wäre einfach, denken sie falsch. Da jeder ihrer Untertanen eine eigene Meinung hat, gibt es natürlich auch verschiedene Interessengruppen auf ihrer Insel. Und wenn sie einer oder mehreren nicht gefallen, wird eine Neuwahl verlangt. Sie haben dann nur ein Jahr Zeit die Opposition zufrieden zu stellen. Gelingt dies nicht, können sie feige ins Ausland fliehen und es ihrem Vorgänger gleich tun oder sie versuchen es mit Bestechungsgeldern, Partys oder einer neuen Kirche. Wenn all das nicht hilft bleibt ihnen nur noch die Möglichkeit ihren Nachfolger umzubringen. Dann ist aber wirklich Schluss.
Solche Revolutionen kündigen sich meist durch bewaffnete Aufstände an. Durch Armee und Polizei lassen sich kleinere Aufstände schnell beenden. Aus ist auch möglich, dass USA oder Sowjets die Rebellen bezuschussen und sich so daran rächen, dass sie dem anderen der zwei Gegner beistehen. Wenn bereits Schüsse auf ihren Palast fallen, können sie alles vergessen.
Damit sie nicht die Übersicht über Wirtschaft, Politik und Tourismus verlieren, stehen ihnen eine Menge Statistiken und ein Jahrbuch zur Verfügung.
Zur Grafik:
Die Figuren sind schlichte 2D-Stripes. Die Inseloberfläche besteht aus groben Polygonen. Wenn sie z. B. eine Mine errichten bildet sich langsam eine kleine Vertiefung in der fein gerenderten Landschaft. Die Zwischensequenzen und das Intro sind Rendervideos. Wenn man näher an die Gebäude heranzoomt kann man spanische Wörter auf den Schildern lesen.
Der Hausbau sieht hässlich aus. Es gibt sechs Zoomstufen. Die Karte lässt sich in 90-Grad-Schritten drehen. Wenn sie mehr als 300 Untertanen auf ihrer Insel haben, ruckelt das Spiel schon auf ein P III mit 500 Mhz. Die 3D-Grafikkarte brauchen sie hauptsächlich zur Berechnung der 3D-Wolken.
Zum Sound:
Hintergrundmusik ist sehr passend und vermittelt Karibikflair. Es sind Lieder des Buena Vista Social Clubs. Die Übersetzung ins Deutsche ist gut gelungen. Ihr ständiger Berater spricht mit einem spanischen Akzent
Zur Steuerung:
Gesteuert wird überwiegend mit der Maus. Die Tastatur ist nur für Shortcuts nötig. Es gibt nichts zu bemängeln.
Hardwareanforderungen:
Minimum: CPU mit 300 Mhz, 64 Arbeitsspeicher und eine 8 MB Grafikkarte.
Empfohlen: CPU mit 500 Mhz, 128 MB Arbeitsspeicher und eine 16 MB Grafikkarte.
Optimal: CPU mit 800 Mhz, 256 MB Arbeitsspeicher und eine 32 MB Grafikkarte.
Sonstiges:
Es gibt bereits neue Karten. Auf Gamestar.de kann man die „Gamestar“-Insel runterladen.
Tropico ist das richtige für den Möchtegern-Diktator. Das karibische Flair und der komplexe Wirtschafts- und Politik-Part machen Tropico zu einem Hit.
LETSTHOMMES
Zur Story:
Die ist sehr schnell erklärt. Der frühere Diktator Tropicos ist ins Exil geflohen. Nun sollen sie sich in seinem Amt beweisen. Jede Mission/Insel starten sie in den 50er Jahren und versuchen die nächsten 40 Jahre im Amt zu bleiben. Da durch Wirtschaft allein nicht genügend Geld in die Kasse fließt, sollten sie auf den Tourismus achten.
Zum Spiel:
Das Spiel bietet acht verschiedene Inseln und einen Sandkastenmodus. Da können sie nach Lust und Laune spielen, ohne irgendwelche Missionsziele erfüllen zu müssen.
Am Anfang jedes Spiels suchen sie sich ihr Präsidenten-Ego aus. Es gibt einige vorgefertigte, wie Che Guevara, Evita Péron oder Lou Bega. Ihr Ego hat jeweils einen Vor- und Nachteil. Je nach Kombination wird der Schwierigkeitsgrad ihrer Missionen berechnet.
Jede Mission beginnen sie mit ein paar Duzend mehr oder weniger zufriedenen Arbeitern, welche ein paar Wellblechhütten besitzen und ihrem Präsidentenpalast. Mit ein wenig Startkapital bauen sie die ersten Tabakfelder an. Der geerntete Tabak wird dann zum Frachthafen transportiert. Wenn sie dadurch ein wenig Geld gemacht haben, sollten sie eine Zigarrenfabrik bauen, in welcher der Tabak dann veredelt wird. Das bringt natürlich noch mehr Geld. Sie können natürlich auch mit Mais oder anderen Pflanzen beginnen. Sie sollten besonders darauf achten, dass sie die Felder in einem Bereich anlegen, wo auch genügend Regen fällt. Dies können sie an den am Himmel vorbeiziehenden 3D-Wolken erkennen. Zusätzliches Geld bekommen sie auch durch Mieterhöhungen.
Damit ihre Untertanen etwas zufriedener sind, sollten sie ihnen eine Kirche und eine Schule bauen. Was die Bürger alles verlangen können sie in speziellen Menüs ablesen. Nach dem Bau einiger weiterer Industrieanlagen benötigen sie Ingenieure, um diese zu bedienen. Diese kommen per Frachtschiff auf ihre Insel und fordern natürlich mehr Geld als der normale Arbeiter. Im späteren Verlauf des Spiels können sie selbst eine Universität bauen und Bürger ausbilden, das kostet allerdings eine Menge Geld.
Aus knapp 100 verschiedenen Gebäuden können sie im Spielwählen. Wenn sie eines gewählt haben wird auf der Inseloberfläche angezeigt, wo das Gebäude am besten zu errichten ist. Grün steht für „bestens geeignet“, rot bedeutet das Gegenteil. Wenn sie später einmal Hotels für Touristen bauen müssen, sollten sie darauf achten, dass im Blickfeld der Touristen keine Schornsteine einer Fabrik oder Wellblechhütten herumstehen, sondern Strände, Swimmingpools oder eine Sehenswürdigkeit, ansonsten werden die Gäste sofort kündigen. Die Hotels sollten auf gar keinen Fall in einem Gebiet stehen, wo es die ganze Zeit regnet. Trockene Gebiete liegen dort, wo sie keine 3D-Wolken am Himmelerkennen können.
Nachdem sie ihre Wirtschaft angekurbelt habe, sollten sie allmählich mal an den Tourismus denken. Der bringt sehr viel Geld, wenn man es richtig anstellt. Zuerst sollten sie ein paar Penthäuser errichten, welche nahe genug am Strand stehen. Da einige Touristen etwas gehfaul sind, sollten sie keine großen Umwege auf ihrer Insel haben. Nachdem die ersten Touristen per Boot eingetroffen sind, sollten sie ein paar Casinos oder „Freudenhäuser“ errichten. Später sollten sie sich auch einen Jachthafen oder einen Flughafen anschaffen.
Da die Touristen verschiedene Interessen haben und der Geldbeutel bei allen nicht dick gefüllt ist sollten sie Hotels verschiedener Preisklassen bauen. Gut betuchte Touris lockt man durch Swimmingpools und Sehenswürdigkeiten an. Diese Sehenswürdigkeiten sind meistens Pyramiden südamerikanischer Indianer. Da diese meist im Urwald liegen, sollten sie eine Straße bauen oder ihr Hotel möglichst nah dort hin bauen. Das bringt dann mächtig viel Geld.
Natürlich sollten sie sich auch um die Auslandspolitik kümmern. Um den Handel mit dem Ausland zu verbessern sollten sie eine Handelsdelegation ins Ausland schicken. Sa das Spiel in den 50ern beginnt, sollten sie darauf gefasst sein, dass sie es eines Tages mit den USA oder der Sowjetunion zu tun bekommen. Sind sie stark wirtschaftlich aktiv versucht die USA mit ihnen in Kontakt zu treten und eine Militärbasis auf ihrer Insel zu errichten. Die Sowjets versuchen natürlich das gleiche. Wenn sie sich zu sehr der einen Seite zuwenden, sollten sie sich nicht wundern, wenn plötzlich Kriegsschiffe der anderen Seite vor ihren Stränden vor Anker liegen.
Gefahr droht natürlich nicht nur von außen. Wie vorhin angesprochen müssen sie ihre Machtposition behalten. Das geht nur durch „ehrliche“ Politik und zufriedene Bürger. Wenn sie jetzt denken das wäre einfach, denken sie falsch. Da jeder ihrer Untertanen eine eigene Meinung hat, gibt es natürlich auch verschiedene Interessengruppen auf ihrer Insel. Und wenn sie einer oder mehreren nicht gefallen, wird eine Neuwahl verlangt. Sie haben dann nur ein Jahr Zeit die Opposition zufrieden zu stellen. Gelingt dies nicht, können sie feige ins Ausland fliehen und es ihrem Vorgänger gleich tun oder sie versuchen es mit Bestechungsgeldern, Partys oder einer neuen Kirche. Wenn all das nicht hilft bleibt ihnen nur noch die Möglichkeit ihren Nachfolger umzubringen. Dann ist aber wirklich Schluss.
Solche Revolutionen kündigen sich meist durch bewaffnete Aufstände an. Durch Armee und Polizei lassen sich kleinere Aufstände schnell beenden. Aus ist auch möglich, dass USA oder Sowjets die Rebellen bezuschussen und sich so daran rächen, dass sie dem anderen der zwei Gegner beistehen. Wenn bereits Schüsse auf ihren Palast fallen, können sie alles vergessen.
Damit sie nicht die Übersicht über Wirtschaft, Politik und Tourismus verlieren, stehen ihnen eine Menge Statistiken und ein Jahrbuch zur Verfügung.
Zur Grafik:
Die Figuren sind schlichte 2D-Stripes. Die Inseloberfläche besteht aus groben Polygonen. Wenn sie z. B. eine Mine errichten bildet sich langsam eine kleine Vertiefung in der fein gerenderten Landschaft. Die Zwischensequenzen und das Intro sind Rendervideos. Wenn man näher an die Gebäude heranzoomt kann man spanische Wörter auf den Schildern lesen.
Der Hausbau sieht hässlich aus. Es gibt sechs Zoomstufen. Die Karte lässt sich in 90-Grad-Schritten drehen. Wenn sie mehr als 300 Untertanen auf ihrer Insel haben, ruckelt das Spiel schon auf ein P III mit 500 Mhz. Die 3D-Grafikkarte brauchen sie hauptsächlich zur Berechnung der 3D-Wolken.
Zum Sound:
Hintergrundmusik ist sehr passend und vermittelt Karibikflair. Es sind Lieder des Buena Vista Social Clubs. Die Übersetzung ins Deutsche ist gut gelungen. Ihr ständiger Berater spricht mit einem spanischen Akzent
Zur Steuerung:
Gesteuert wird überwiegend mit der Maus. Die Tastatur ist nur für Shortcuts nötig. Es gibt nichts zu bemängeln.
Hardwareanforderungen:
Minimum: CPU mit 300 Mhz, 64 Arbeitsspeicher und eine 8 MB Grafikkarte.
Empfohlen: CPU mit 500 Mhz, 128 MB Arbeitsspeicher und eine 16 MB Grafikkarte.
Optimal: CPU mit 800 Mhz, 256 MB Arbeitsspeicher und eine 32 MB Grafikkarte.
Sonstiges:
Es gibt bereits neue Karten. Auf Gamestar.de kann man die „Gamestar“-Insel runterladen.
Tropico ist das richtige für den Möchtegern-Diktator. Das karibische Flair und der komplexe Wirtschafts- und Politik-Part machen Tropico zu einem Hit.
LETSTHOMMES
14 Bewertungen, 1 Kommentar
-
27.08.2005, 02:29 Uhr von nickvonzoehner
Bewertung: sehr hilfreichund ich war eine ganze Zeit süchtig nach dem Ding, heute bin ich von dieser legalen, aber harten Droge runtergekommen *g*
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