Tropico (PC Strategiespiel) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Anubis71

Das Leben der Briana del Rey

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das Leben der Briana del Rey

Nun da ich alt geworden bin, will ich euch mal aus meinem Leben erzählen. Darf ich mich erst mal vorstellen: ich bin Anubos del Caribe, Presidente der Insel Tropico. Ich war noch eine sehr junge Presidente, gerade ins Amt gekommen durch eine legale Wahl, auch wenn viele meiner Gegner das nicht glauben. Meine Stadt, in der ich regierte war noch sehr klein und ich hatte auch nicht sehr viele Bürger, welche für mich Dienst taten. Es war ein kleiner beschauliches Leben, das die Mensch hier führten. Eines Tages ging ich denn vor meinem Palast ein paar Schritte spazieren und sah ein Frau vor dem Ostflügel liegen. Ich ging hin zu ihr um ihr zu sagen, das sie doch hier nicht schlafen könne.

Aber sie antwortete nicht, denn sie war verstorben. Das war ein großer Schock für mich, denn man kann doch nicht so einfach mal so eben sterben auf meiner Insel und dann auch noch vor meinem Palast. Aber ich gebe zu der Fall hat mich ein wenig mitgenommen und ich wollte mehr wissen über diese Frau, die vor meinem Palast gestorben ist und ich forschte nach. Ihr Name war Ximena del Rey. Gestorben war sie an Hepatitis, und das war auch noch meine Schuld, denn ich hatte es noch nicht veranlasst, das ein Hospital gebaut wurde, in dem man sie hätte behandeln können. Ich fühlte mich verantwortlich für den Tod der Frau.

Verheiratet war sie mit Fidel del Ray, einem schrecklichen Kommunisten, der nur seine radikalen politischen Ideen im Kopf hatte. Und Ximena hatte eine Tochter von 12 Jahren., namens Briana. Sie war ein hübsches Ding und hatte auch eine grosse Zukunft vor sich, denn auch wenn sie noch ein Kind, so hatte ich sie dennoch in meine Herz geschlossen. Ich beschloss ihren Lebensweg zu verfolgen und sie eines Tage zu heiraten. Leider hat sie dann im zarten Alter von 15 Jahren einen gewissen Umberto Lobo geheiratet. Ein Nichtsnutz vor dem Herren. Er war ein fauler Sack, der in einer Spedition arbeitete und in seinem Leben nichts zustande brachte, außer vier Kinder mit meiner geliebte Briana. Wenn Briane nicht schon ein Kind mit ihm gehabt hätte, hätte ich meine Polizei angewiesen ihn zu eliminieren, aber ich wollte nicht, dass das Kind ohne Vater aufwächst. Konnte ich doch nicht ahnen, das noch drei weiter Kinder kommen würden.

So oft ich auch nach diesem Umberto schaute, er war sein Leben lang in einer meiner Speditionen beschäftigt. Aber Briana seine Frau hatte beschlossen mehr aus ihrem Leben zu machen und so war ich denn mehr als nur erfreut sie in der Schule wiederzufinden. Sie bestand ihren Abschluss mit Auszeichnung, dafür hatte ich schon gesorgt. Sie entschloss sich dann in einem meiner Sägewerke zu arbeiten, anschließend bekam sie eine Job in der Zigarrenfabrik. Für eine kurze Weile sogar in meine Außenministerium.

Nach einer weiteren Schwangerschaft (dummer Umberto, aber wie sagt man so schön dumm macht es eben am besten oder ähnlich) fand ich sie dann auch wieder in meinem Sägewerk wieder wo sie dann auch bis zu ihrer Rente arbeitete. Im Alter von nur 62 Jahren verstarb meine geliebte Briana dann leider an einer Grippe (ich bin fast sicher, dass sie sich bei diesem blöden Umberto angesteckt hat).

Aber Briana hinterließ Vier Kinder. Zwei Töchter, Carmenchita und Rosana, und zwei Söhne, Pedro und Xavier. Die beiden Töchter, habe genau wie ihre Mutter die Schule besucht und ein besseres Leben hier begonnen. Nur die beiden Jungs sind Spediteure (also Sackkarrenschieber) geworden wie ihr Vater (oh ich hasse ihn immer noch). Leider werde ich nicht mehr erleben, was denn aus den Kindern wird, und was denn aus diesem blöden Umberto geworden ist will ich erst gar nicht wissen, er soll in der Hölle schmoren, das er die Frau meines Lebens geheiratet hat.

Das war meine kleine Lebensgeschichte aus Tropico, einer Insel, die ich im Laufe meines Lebens zur Blüte gebracht habe, entgegen den Versuchen meiner Gegner mich aus dem Amt zu werfen. Ich hoffe mein Nachfolger wird mein Lebenswerk erfoglreich weiterführen, denn ich bin zu alt und werde jetzt mein Leben hier beenden. Hasta la Vista meine Freunde. [Wollen sie das Spiel beenden ohne zu sichen? [JA]] Weiter zum Windows Desktop.

Auch wenn die Geschichte oben zum Teil frei erfunden ist, so gibt sie dennoch eine wahre Geschichte aus dem Spiel wieder. Sicher war die Entwicklung Zufall, aber sie hat sich genauso abgespielt, wie ich es oben schrieb. Aber halt aus Sicht des Presidente, also meine Rolle in dem Spiel. Gut, ok einige Sachen habe ich ausgeschmückt, denn der Presidente kann nicht heiraten aber im Großen und ganzen stimmt die Geschichte und auch die Namen und die Lebensläufe habe sich genauso zugetragen.

Es ist die Aufgabe des Spielers seinen Bananenrepublik zu leiten und auszubauen. Am Anfang hat man eine Spedition (die in der Umberto immer arbeitete, auch wenn er sein Leben lang nicht anderes gemacht hat, so ist er doch immer fleißig gewesen!) , Eine Baufirma welche die Bauprojekte, die in Auftrag gegeben werden umsetzt, einen Palast, einen Hafen und ein paar Barracken in denen die ersten Bewohner leben und drei bis vier Farmen, welche Mais produzieren, der zum einen verkauft werden kann und zum andern der Ernährung der Bevölkerung dient. Tipp: zwei dieser Farmen sollte man auf ein anderes Produkt umstellen, das mehr Geld bringt, wie zum Beispiel Tabak.

Das Spiel kann man schnell erlernen, denn es ist ein sehr gutes Tutorial dabei, in welchem die wichtigsten Funktionen sehr gut erklärt werden. Sehr witzig ist hier auch die Sprachausgabe, denn es wurde mit einen spanischen Akzent gesprochen, dem zischenden S. Echt witzige Idee!

Zunächst muss man Geld einspielen um seine Insel ein wenig auszubauen, um noch mehr Geld zu machen und auch mehr Einwohner zu bekommen. Man kann verschieden Produkte anbauen und einige davon auch noch veredeln, was dann mehr Geld bringt. Ein Beispiel: Man kann eine Holzfabrik errichten und das Holz verkaufen. Wenn man dann aber ein Sägewerk baut, kann man gleich Bretter aus dem Holz herstellen und diese dann noch teurer verkaufen. Oder Tabak herstellen, oder aus dem Tabak Zigarren herstellen und die dann verkaufen. Die meisten Produktionsbetriebe kann man auch mit kleinen Zusätzen updaten, damit mehr produziert und alles ein wenig effektiver wird.

Aber das mit dem Geld ist so eine Sache. Man bekommt es erst, wenn die Ware ein Frachtschiff erreicht. Hierzu muss ein Hafenarbeiter die Fracht auf das Schiff bringen. Aber die Ware kommt eben auch nicht alleine an den Hafen. Also muss eine Spedition die Ware an den Hafen karren. Das läuft aber automatisch. Man sollte allerdings darauf achten, dass sich immer genug Arbeiter in den entsprechenden Arbeitsstätten befinden, denn sonst kommt es zu Engpässen und der Warenfluss stockt, damit dann auch die Einnahmen, damit dann auch usw usw usw. Ich denke das kann man sich vorstellen.

Man muss seine Bevölkerung bei Laune halten. Zum einen wollen sie Jobs, dann auch noch billige Wohnungen, Unterhaltung, Sicherheit, Bildung usw. Das kostet aber alles Geld und man muss zusehen, das die Kohle reinkommt, was aber an sich kein Problem ist, denn gezahlt wird ganz gut. Man muss eben alles ein wenig im Auge haben und man bekommt seine Infos, was denn gerade ein wenig Kummer bereitet.

Ein wichtiger Faktor wird dann später auch der Tourismus. Man sollte dann mal ein paar Hotel in die Pampa setzen, einen Hafen bauen in dem nur Jachten anlegen oder auch einen Flughafen. Die Touris kann man richtig gut abzocken, aber man sollte es auch nicht übertreiben, denn dann kommen auch so schnell keine mehr.

Wichtig sind auch die verschieden Möglichkeiten, wie man denn Politik macht. Man kann sich den Amerikanern anschließen oder den Russen. Man kann sich auch neutral verhalten, aber dann bekommt man eben nicht die vielen schönen Entwicklungsgelder *g*

Man sollte auch ein wenig auf die eigene Tasche achten in dem man seinem Schweizer Konto hin und wieder ein wenig Zuwendung zukommen lässt. Ist man allerdings Saubermann, bleibt das Konto leer. Das macht aber keinen Spaß.

Es ist in dem Spiel sehr gut selbst erklärend, wenn man etwas noch nicht bauen kann und auch so ist alle sehr gut beschrieben. Wenn ich alles Funktionen und Optionen die man hat hier beschreiben wollte, müsste ich einen Fortsetzungsroman daraus machen.

Die Kontrolloptionen in diesem Spiel sind echt gigantisch, denn man kann hier so gut wie alles Abfragen. Jeder Einwohner der Insel hat seine eigenen Eigenschaften, politischen Ansichten und so weiter. Durch einen Klick auf die Einwohnerzahl bekommt man dann die Einsichten in alle möglichen Strukturen der Gesellschaft und kann dann entscheiden, wo man sich ein wenig verbessern muss. Aber man kann es nie allen recht machen.

Auch das Auge mit dem man die verschiedene Einstellungen der Leute sehen kann ist ein wichtiges Instrument. Was auch sehr gut gelungen ist, ist die Tatsache, das man bei anklicken eine Gebäudes angezeigt bekommt, wer denn hier wohnt, beschäftigt ist oder sich gerade in dem Gebäude befindet, eben so wie man die Info bekommt, wenn zum Beispiel ein Wohngebäude anklickt und dann ein wenig den Zoom rausnimmt, sieht man die Bewohner des Hauses mit einem gelben Pfeil markiert.

Man kann auch einzelne Bewohner anklicken und sich über ihn informieren, wie wohnt, wo er arbeitet, seine polische Einstellung, seine Familie (Vorfahren, Ehepartner, Kinder), seine Bildung und auch seine Gedanken. Das sind schon einige wichtige Dinger dabei aber einige lustige Sachen, aber die sollte man selber herausfinden.

Spielmodi

Man kann vorgefertigte Szenarien lösen oder auch ein eigenes Spiel mit verschieden Vorgaben definieren. Die Einstellungen sind sehr leicht zu verstehen und teilweise auch lustig beschrieben. Denn eingestellten Schwierigkeitsgrad bekommt man in Prozent angezeigt und der hängt von der Größe der Insel ab, der politischen Stabilität, den Rohstoffen und vielem mehr.

Grafisch finde ich ist das Spiel auch sehr gut gelungen und auch sehr schön umgesetzt. Was mir allerdings nicht gefallen hat, ist der Ablauf bei der Konstruktion der Häuser und Gebäude. Nachdem man sich für den Bau eines Gebäudes entschieden hat sieht man einen gelben Schatten, der sich nach Baubeginn langsam füllt. Ich denke hier hätte man ein wenig mehr liebe zum Detail zeigen könne, wie man es ansonsten eigentlich im ganze Spiel sieht.



FAZIT

Tropico ist eine hervorragende und detailverliebt Wirtschaftsimulation, die ihres gleichen sucht. Das ganze Spiel ist sehr leicht verständlich und durchgehend logisch. Jedenfalls konnte ich noch keinen Fehler finden. Es macht eine Menge Spaß die ganze Kleinigkeiten zu entdecken die in dem Spiel eingebaut sind. Jeder der derlei Simulationen mag kann ich diese Spiel nur empfehlen, wenn man von der grafischen Lieblosigkeit beim Ablauf der Gebäudekonstruktion absieht. Viele Stunden unbeschwerten Spielspasses lassen sich hier erleben und es ist nicht schade ums Geld.

In diesem Sinne

Hasta la Vista, Collegas!

Anubis71

29 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Caaro

    02.05.2002, 15:45 Uhr von Caaro
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein klasse Bericht. LG Caro

  • krawallo

    05.04.2002, 00:49 Uhr von krawallo
    Bewertung: sehr hilfreich

    hallo ins hitwinland

  • AliAsAliAs

    02.04.2002, 21:24 Uhr von AliAsAliAs
    Bewertung: sehr hilfreich

    super erklärt - gruß vom alias

  • cos-setus-dwo

    02.04.2002, 21:13 Uhr von cos-setus-dwo
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter ebricht wollts mir auch mal zumt esten aus der vidse ausleihen wusste bisher aber noch zu wenig drüber unw ar mir deswegen unsicher thx für dent ip greetz -setus-