Thema Kaiserschnitt Testbericht

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Erfahrungsbericht von Makoma

Der Kaiserschnitt

Pro:

Natürlich wichtig da das Kind zur Welt kommen muß!

Kontra:

Frauen leiden oftmals an den Nachfolgen des Eingriffs

Empfehlung:

Nein

Der Kaiserschnitt (sectio caesarea), auch Schnittentbindung, ist eine geburtshilfliche Operation, bei der die Bauchhöhle und die Gebärmutter zur Geburt des Kindes aufgeschnitten werden. Heutzutage werden Kaiserschnitte so sanft ausgeführt, dass Mutter und Kind schon zwei bis drei Tage nach der Operation nach Hause entlassen werden können. In Deutschland kommen heute etwa 15% der Kinder mit Kaiserschnitt zur Welt.

Wann wird der Kaiserschnitt durchgeführt?
Wenn die natürliche Geburt unmöglich ist, die Geburt sofort beendet werden muss (z.B. bei einem Nabelschnurvorfall), ein Geburtsstillstand eintritt oder wenn aus vorsorglichen Gründen Mutter und Kind geschont werden müssen.
Ein Kaiserschnitt ist weiterhin angezeigt, wenn während der Vorsorgeuntersuchungen Probleme erkannt werden, z.B. wenn die Plazenta vor dem Kind am Muttermund liegt, wenn das Becken der Mutter im Verhältnis zur Größe des Kindes eine vaginale Geburt unmöglich macht, wenn eine Frühgeburt bevorsteht und das Kind sehr unreif ist oder wenn sich das Kind noch nicht in Schädellage befindet.

Bei einer Zwillingsschwangerschaft kann – wenn auch selten – der erste Zwilling spontan geboren werden und der zweite Zwilling mit Kaiserschnitt entbunden werden, z.B. wegen schlechter Herztöne. Oftmals liegt bei einer Zwillingsschwangerschaft einer der folgenden Gründe vor, der eine geplante Schnittentbindung notwendig macht:

Eines der Kinder oder beide Kinder sind sehr klein.
Der zweite Zwilling wird auf mehr als 500 Gramm schwerer geschätzt als der erste Zwilling.
Der erste Zwilling liegt in Beckenend- oder in Querlage.
Bei einem geplanten Kaiserschnitt kann sich die Schwangere meist entscheiden, ob die Schnittentbindung unter Vollnarkose oder mit einer örtlichen Betäubung (Periduralanästhesie) durchgeführt wird.

Es gibt seit einigen Jahren eine moderne Operationsmethode für den Kaiserschnittes: die \"Misgav-Ladach\"- Methode. Mehr darüber hier.

Folgen eines Kaiserschnitts
In jedem Fall ist eine Schnittentbindung für die Mutter in den Tagen nach der Geburt sehr anstrengend. Es treten durch die Kaiserschnittentbindung zwar keine Spätschäden des Beckenbodens auf und auch keine traumatischen Erinnerungen an eine lange schmerzhafte Geburt, allerdings entgeht der Mutter das durchaus befriedigende Erlebnis, ein Kind auf die Welt gebracht zu haben.

Auch das Neugeborene ist nach einem Kaiserschnitt nicht immer in bester Verfassung: Der Druck, den bei einer vaginalen Entbindung die engen Geburtswege auf das Ungeborene ausüben, pressen das in der Lunge und in den Atemwegen befindliche Fruchtwasser heraus. Zwar wird den Kaiserschnittbabys das Fruchtwasser abgesaugt, dennoch haben sie nicht selten Atemstörungen und müssen vorübergehend intensivmedizinisch überwacht werden. Diese Anpassungsprobleme sind in der Regel nicht lebensbedrohlich, dennoch sind Atemstörungen für ein Baby kein wünschenswerter Start ins Leben.

Risiko: Die Indikation für eine Kaiserschnittentbindung ist immer sorgfältig abzuwägen. Seit der Erhöhung der Kaiserschnittgeburten ist zwar die perinatale Sterblichkeit gesunken, allerdings ist das Risiko für die Mutter drei- bis viermal größer als bei der vaginalen Entbindung.

\"Kaiserschnitt auf Wunsch\"
Eine neue Diskussion über eine Variante der kontrollierten Geburt, der geplante \"Kaiserschnitt auf Wunsch\", macht zur Zeit die Runde. Auf dem Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe 1999 wurde über dieses brisante Thema gesprochen. Zwar gilt auch dort die natürliche Geburt ohne Dammschnitt, ohne Zange bzw. Saugglocke und ohne Komplikationen als die beste Geburt, doch kommt sofort danach der geplante Kaiserschnitt, durchgeführt in der 38. Schwangerschaftswoche, als zweitbeste Geburtsvariante. Eine medizinische Indikation für den \"Kaiserschnitt auf Wunsch\" muss nicht vorliegen.

Die Befürworterinnen streben mit dem geplanten \"Kaiserschnitt auf Wunsch\" eine sichere Entbindung an und glauben, durch das Geburtsmanagement die Unwägbarkeiten einer Geburt ausschließen zu können, während die natürliche Geburt immer auch gewisse Überraschungen mit sich bringen kann. Die Befürworterinnen des Kaiserschnitts auf Wunsch werben mit dem Slogan \"Die Schwangere muss sich zwischen der natürlichen Ungewissheit und der planbaren Gewissheit entscheiden\".

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