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Erfahrungsbericht von krawallo

WAS SIND ESSTÖRUNGEN ? ? ?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Allgemein:
Eßstörungen sind psychosomatische Erkrankungen mit Suchtcharakter. Da bei den Erkrankten keine adäquate Befriedigung der grundlegenden Bedürfnisse, wie z.B. nach Kontakt, Zuwendung, Anerkennung, Wärme, persönlichem Entfaltungs- und Freiraum erfolgt, ist die zwanghafte, süchtige Beschäftigung mit dem Essen die Folge.
Ein seelisch-körperlicher Teufelskreis entsteht, obwohl dem Körper nicht, wie bei der Drogen- und Medikamentenabhängigkeit, Fremdstoffe zugeführt werden.
Durch ein Zuviel oder Zuwenig an Nahrung werden im Körper biochemische Kompensationsmechanismen in Gang gesetzt, die zur Aufrechterhaltung der Symptome führen, z.B. Heißhungerattacken bei Unterzuckerungszuständen (Bulimie)




Eigene Erfahrungen mit dem Thema Eßstörungen

Ich habe mich für das Thema Eßstörungen entschieden, weil ich in meinen Bekanntenkreis jemanden kannte, der an Bulimie erkrankt war. Aus der Bulimie entwickelte sich später eine Magersucht.

Als ich 16 war haben vier Freunde und ich uns regelmäßig getroffen. Carsten ( damals 15 ) gehörte zu den vier Freunden. Wenn wir Abends gemeinsam etwas gegessen haben, war er immer derjenige von uns der meistens gar nichts oder nur ein Wenig aß. Doch ab und zu hatte er einen so „großen Hunger“, daß er massenhaft Nahrung in sich hinein schaufelte. Zuerst haben wir uns dabei nichts gedacht und wenn wir ihn darauf ansprachen, sagte er nur er habe halt großen Hunger. Doch einmal hat einer von uns Carsten, nach einer seiner Freßattacken erwischt, wie er sich auf der Toilette übergeben hat. Carsten verteidigte sich sofort, obwohl keiner von uns etwas gesagt hat, ihn wäre nur kurz schlecht gewesen, weil er einfach nur zuviel gegessen hätte. Langsam kam uns Carstens Verhalten seltsam vor. Dies ging einige Zeit so weiter bis Carsten durch seine Eltern veranlaßt in Therapie ging. Wie sich später herausstellte entwickelte sich seine Bulimie zu einer Magersucht.
Er hat diese Krankheit mit viel Anstrengung überwunden und ist heute stolzer Vater von 2 Kindern...


Dieses Beispiel hat mir schon vor einigen Jahren gezeigt wie präsent das Thema Eßstörungen auch bei Männern sein kann. Ich denke, daß dieses Gesellschaftsproblem bei Männern präsenter sein sollte und in den Medien mehr thematisiert werden könnte, damit die betroffenen Männer offener mit ihrer Krankheit umgehen, sich schneller mit der Problematik auseinandersetzen und die Ursachen bekämpfen. Wenn die Eßstörungen bei Männern in der Öffentlichkeit weniger tabuisiert werden würden, dann könnte es den Männern leichter fallen, Hilfe zu suchen und anzunehmen.





Kurzbeschreibung der einzelnen Eßstörungen:

1. Anorexia Nervosa ( Magersucht )

Die Magersucht findet sich vorwiegend bei Mädchen im Zeitraum zwischen der Vorpubertät und dem 25. Lebensjahr. Daraus wird schon deutlich, daß es sich um eine Krise im Entwicklungsschritt von der Jugendlichkeit zum Erwachsensein handelt. Charakterisierend ist hier ein absichtlich selbst herbeigeführter und/oder aufrechterhaltener Gewichtsverlust , der durch Nahrungsverweigerung hergestellt wird. Häufig ist die subjektive Einschätzung der Köpermaße verzerrt. Männer sind weitaus seltener betroffen.

2. Bulimie ( Eß- und Brechsucht )

Typisch sind eine andauernde gedankliche Beschäftigung mit dem Essen sowie Fressattacken. Bei den Fressattacken werden große Mengen Nahrung in sehr kurzer Zeit zu sich genommen, anschließendes absichtliches Erbrechen soll das Körpergewicht nahezu konstant halten. Es kommt dabei meistens nicht zu der starken Abmagerung wie bei der Anorexie, manchmal jedoch zu leichtem Unter- oder Übergewicht. Die Alters- und Geschlechtsverteilung ähnelt der Magersucht. Das Alter liegt bei Beginn geringfügig höher. Wiederholtes Erbrechen kann zu Elektrolyt- und anderen körperlichen Störungen führen.

3. Adipositas ( Fressucht )

Kennzeichnend ist hier über mäßiges Essen mit seinen starken somatischen und psychischen Folgeerscheinungen. Essen hat hier Abwehrfunktion gegenüber unliebsamen Gefühlen. Während durch starkes Übergewicht körperliche Funktionen extrem belastet werden, führt es psychisch zu verminderten Selbstwertgefühl, häufig auch zum Rückzug und zu sozialer Isolation. Hier kann sich ein Teufelskreis entwickeln, da die unerwünschten psychischen Folgen des Übergewichts wiederum zu vermehrten Essen führen. Häufig ist die subjektive Einschätzung der Körpermaße verzerrt.

Theorien zur Entstehung von Eßstörungen
( Psychoanalytische Ansätze)

1. Anorexia Nervosa

Laut KARREN ( 1983 ) wird die Anorexia Nervosa von Psychoanalytiker als orale Störung angesehen und den Neurosen oder Psychosen zugeordnet. Entsprechend thematisieren psychoanalytische Theorien hier Triebkonflickte, Objektbeziehungen oder Defizite der Ich- Entwicklung von Magersüchtigen. Traumatischen Erfahrungen in der frühen Mutter- Kind- Beziehung, in der das Kind nicht zu selbst- initiiertem Verhalten ermutigt wird und seine Bedürfnisse nicht befriedigt werden, führen zu einer oralen Fixierung und Ambivalenz, zu einem schlechten Selbstbild und einer mangelnden Ich- Stärke. Fügen sich Erwartungen insbesondere der Mutter hinzu, ihre Tochter müsse ihr Leben vervollständigen oder sogar die Rolle der Ersatzfrau für den Vater übernehmen, gepaart mit ablehnender Einstellung der Mutter gegenüber Männern und Sexualität, wird eine Unfähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung körperlicher Empfindungen und Bedürfnisse gebildet. Außerdem entstehen Ängste, Triebimpulse nicht befriedigend kontrollieren zu können. Das Verhältnis zur Mutter wird als ambivalent und symbiotisch erlebt. Die symbiotische Beziehung, zur Mutter wird aufrechterhalten bei gleichzeitiger verdeckter Rache an ihr und Selbstbestrafung. Sexuelle Triebimpulse werden abgewehrt, indem die Magersüchtigen die in ihrem Hungergefühl erfahrende Triebhaftigkeit durch Askese zu überwinden suchen.



2. Bulimie
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Die Psychoanalyse geht von einer frühen und vermutlich strukturellen Störung der Mutter- Kind- Beziehung aus. Im ersten Lebensjahr kommt das Kind von einem primären Zustand der Symbiose mit der Mutter zu einer beginnenden Differenzierung zwischen Selbst- und Objektwelt. ERIKSON ( 1974 ) hat die Bedeutung der oralen Phase für den Erwerb des Urvertrauens hervorgehoben.
In der oralen Phase des Kleinkindes sind narzißtische Zufuhr und Nahrungszufuhr noch nicht voneinander zu trennen. Bulimie kann demnach als ein auf die Symptomebene verlegter regressiver Versuch gesehenwerden, über die Nahrungsaufnahme ein ansonsten unaushaltbares Gefühl der Leere zu bekämpfen, mit dem Ziel, etwas dringend Benötigtes zu bekommen. Danach versuchen die Erkrankten die „Nachteile“ der Fressattacke durch Erbreche wieder „wegzumachen“ oder auch „wiedergutzumachen“.
Wenn in der frühen Mutter- Kind- Beziehung eine ausreichende Differenzierung zwischen dem Ich der Mutter und dem Ich des Kindes nicht gelingt – z.B., weil die Mutter aufgrund ihrer eigenen inneren Befindlichkeit eine ausreichende Autonomie des Kindes nicht zulassen und ertragen kann -, kommt es zu empfindlichen Störungen beim Abnabelungsprozess des Kindes von der Mutter.
DITTERT ( 1983 ) beschreibt, daß sich die orale Gier vorwiegend aus der Blockierung sämtlicher potentieller Befriedigungsmöglichkeiten ergibt: „Es ist naheliegend, daß von den Eß-Brechsüchtigen die Nahrung mit der Mutter gleichgesetzt wird. Deshalb wird sie weich verschlungen, um sich in selbsttröstender Weise mit der ersehnten guten Mutter zu vereinigen, öfter noch hart zermalmt, um sich an der bösen Mutter zu rächen“. DITTERT interpretiert die Bulimie-Anfälle als oral-sadistische Impulse, wobei Essen und Erbrechen als „Einheit und zugleich als Waffe gegen die Mutter Verwendet werden“.



3. Adipositas
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M. KLEIN (1987) sieht in der Adipositas ein Symbol für eine ständige Suche nach einem sie (der/die Süchtige) und ihre Bedeutung verstärkenden Objekt. Ihnen fehlt in ihrer Kindheit die Erfahrung des liebenden, zuwendenden und bestätigenden Objekt, dessen Erleben für eine gesunde, autonome Entwicklung notwendig ist. Da sie damit keine adäquate Selbstrepräsentanz und nur eine schlechte Objektrepräsentanz entwickeln konnte, suchen sie nach jener Selbstbestätigung und jener Fusion mit einem Objekt, das sie über ihren Mangel hinwegbringen könnte. Dabei können sie in ihrer Fusiontendenz mit einem Objekt nie befriedigt sein und fügen sich daher stetig neue Objekte zu. MAHLER (1968/1972) ergänzt diesen Ansatz in ihrer Beschreibung um dieselben Auswirkungen, die von einer „Überfütterung“ des Kindes in Bezug auf taktile und orale Reize ausgeht, wenn es überstimuliert wird. Sowohl bei Unterversorgung als auch bei Überbehütung wird das Kind zeitlebens nach Fusion, nach Ernährung, nach Aufnahme von Objekten streben.
Bruch (1991) und PALAZZOLI (1978) beschreiben die Entstehung der Adipositas als die Folge einer inadäquaten Reaktion der Mutter auf Unlust und Spannungszustände des Säuglings und des Kindes. Es wird davon ausgegangen, daß die Wahrnehmungen von Körpersensationen wie Durst, Müdigkeit, Hunger und Sättigung nicht von vornherein als erkennbares Muster festgelegt sind. Hauptsächlich über das „Feedback“ durch die Mutter lernt das Kind unterschiedliche Körpersensationen voneinander zu trennen. Wird auf die unterschiedlichen Gefühle des Kindes mit der sogenannten
„oralen Verwöhnung“ ( permanentes Nahrungsangebot ) reagiert, so kann das Kind nicht eindeutig zwischen Hunger und anderen unangenehmen Gefühlen unterscheiden lernen. Somit kann es zu Fehlinterpretationen verschiedener Spannungszustände als Hunger kommen und Körpergefühle, die grundsätzlich keinen Bezug zu Appetit oder Hunger haben, werden mit Nahrungsaufnahme in Beziehung gesetzt. So ist grade in Belastungssituationen der Griff zum Essen nicht weit.



Eßstörungen bei Männern:
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Gestörtes Eßverhalten kommt bei Männern in den letzten Jahren immer häufiger vor. Eine Risikogruppe stellen hier vor allem die 10- bis 25- jährigen dar. Oft bleibt die Eßstörung in ihrem vollen Ausmaß unerkannt, da sie in der Öffentlichkeit als Frauenkrankheit etikettiert ist. Hinzu kommt die Angst, als homosexuell zu gelten. Die Scham, die Kontrolle über die „normalste Sache der Welt“ verloren zu haben, wirkt bei der Hilfesuche hinderlich. Alle Formen von Eßstörungen kommen bei Männern vor. Die Abwechslung und die Verbindung mit anderen Süchten ist möglich.
Bis heute gibt es über Eßstörungen bei Männern wenig Forschung, dafür um so mehr Therapieerfahrungen. Als gesellschaftliche Faktoren können gelten: die Rolle des Mannes ist durch die Emanzipation verändert und weniger definiert. Traditionelle Werte werden in Frage gestellt und bieten keine eindeutige Orientierung mehr. Das führt zu einem verunsicherten Selbstbewußtsein und zu der Frage: „Werden Männer noch gebraucht?“. Dazu kommt ein zunehmender Leistungsdruck aus der Arbeitswelt und die Angst vor Arbeitslosigkeit, die, tritt sie einmal ein, grade für den Mann eine Verminderung des Selbstwertgefühl bedeutet, der ja in seiner traditionellen Rolle als „Brotverdiener“ gilt. Die Schönheitsindustrie, Fitneßwelle und Werbebranche tun ihr Übriges und versprechen Erfolg, das Ideal zu erreichen, das er nie erreichen kann.
Eßstörungen sind orale Störungen, somit muß zunächst das Augenmerk auf die frühe Mutter- Kind- Beziehung gelegt werden. Der Säugling befindet sich in völliger Abhängigkeit. Mit der Nahrungsaufnahme werden körperliche und psychische Bedürfnisse befriedigt, eigenes Köperbewußtsein erlernt und andere Personen erfahren: die eigene Identität formt sich aus.
Eßgestörte Menschen sind häufig entweder mit Liebe überschüttet worden, in einer Atmosphäre des Mangels aufgewachsen oder erlebten ein Wechselbad aus beidem. Beim Jungen kann entweder ein fehlender oder ein überstrenger Vater eine spätere Eßstörung begünstigen. Welche Form von Eßstörung der Sohn auch ausbildet, immer bedeutet sie für den Vater Provokation, Kränkung, Verletzung, und Ärger. Was der Sohn eigentlich ausdrücken will, wie den Wunsch nach mehr Zuwendung oder Verständnis, die Wut auf seinen strengen Vater oder die Verweigerung von Ansprüchen des Vaters an ihn, wird vom Vater nicht verstanden. Das Tabu gerade bei Männern, über Gefühle zu sprechen, macht schließlich eine Annäherung unmöglich, die doch so sehnlich erwünscht ist. In der Umbruchphase zwischen Jugend und Erwachsenenalter äußert sich dieser Konflikt dann im Essen. Der Mann ist emotional lange kindlich geblieben. Kontakte zu Beziehungspersonen und auch nach außen sind überschattet von Ängsten vor Bindungen und Abhängigkeit, bzw. von der Suche nach einer konfluenten Beziehung.



Ich wünsche allen Menschen, die an dieser heimtückischen Krankheit leiden, das sie ihre Problematik erkennen und sich in Ärztliche Behandlung begeben.

Ausserdem sollten Freunde und Mitlieder der Familie diesen Patienten mehr Zuwendung geben, und mehr Verständnis für diese Krankheit entwickeln.
Auch, wenns schwer fällt...

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-10 17:40:15 mit dem Titel e-street DIE BAR IN KÖLN NACH MITTERNACHT ! ! !

Ciao-Stammtische lassen einem keine Ruhe und als wir uns schon auf der Straße gedachten, kommt einem unserer Kölner Autoren noch eine Bar in Köln Nippes in den Sinn, die des öfteren den Zapfenstreich überzieht und für uns sicher noch ein kühles Kölsch servieren würden.
Die Preise seien für einen solchen Nachtclub akzeptabel und die Bedienungen hätten immer einen flotten Spruch darf. Diese Mundpropaganda überzeugte uns und wir machten uns auf den Weg nach Nippes.


Lage:
Die Bar liegt etwas Abseits von der City, aber fast jeder Taxifahrer findet mittlerweile Blind das e-street in der Eichstraße 33.
In einer Seitengasse der Nippeser Straße in Köln. liegt recht verborgen dieses kleine aber feine Nachtlokal, welches sich auf 2 Stockwerke verteilt und schon durch den dekorativen Eingang einen einladenden Eindruck gewinnt. Der Eingang liegt etwas versteckt am Straßenende und der Haupteingang deutet sich nur durch ein kleines dezentes Schildchen ab, welches in Schulterhöhe angebracht wurde. Zu Fuß ist das e-street sehr gut von der U- Bahnhaltestelle erreichbar, ein kurzer Spaziergang in den Seitenstraßen von Nippes ist dazu erforderlich.


Einrichtung:
Im Eingangsbereich befindet sich eine moderne Einrichtung, ohne viel Schnörkel wird die Stimmung durch die außergewöhnlichen Lichtspiele herbeigeführt in den abgetrennten Räumen werden durch Aromastoffe verschiedene Raumdüfte zum Verstärken der Stimmung aufgesetzt und mit beeindruckender Architektur mich sich moderner 80iger Jahre- Stil mit traditionellen Elementen. Die hellen Tapetentöne unterstreichen den Stimmungspegel und führt den Neugierigen Gast in ein recht Familiäres Klima ein. Man fühlt sich schnell wohl, und nimmt durch Bilder an der Wand einen Einblick in die Geschichte des Gastronomen und seinen eigenwilligen und sympathischen Interessen. Die Sitzreihe die uns zugewiesen worden ist, zeigte sich gemütlich und einladend, allerdings gab es unter dem Tisch etwas zuwenig Platz.
Samstags wird auf dem Großbildschirm Fußball von Premiere übertragen, während gegen Abends Popmusik über die Lautsprecher läuft.


Publikum:
Das Publikum ist durchweg jung und dynamisch und gutaussehend, dafür sorgt schon einmal die knallharte Türpolitik, welche der Südländisch aussehende Türsteher mit Gesichtskontrollen ausübte. Nachdem wir dem Türsteher wie einen alten Bekannten zulächelten, lies man uns ohne zu Murren eintreten und wir befanden uns unter der Kölner Schickeria.
Wir fühlten uns sofort aufgenommen und hielten es für besser uns einen Drink auf der Couch zu gönnen. Es herrschte eine angenehme beruhigende Atmosphäre, die Gäste gingen sehr sozial miteinander um, und hielten sich in manchen Fällen dezent im Hintergrund. Viele Gäste waren schon schwer lädiert vom Besuch im Haxenhaus in Köln und es war zum teil schwer ihren Gedankengängen zu folgen. Aber wenn sich dann doch die Möglichkeit zur sinnvollen Verständigung ergab, wurde man schnell mit einbezogen und voller Verwunderung über soviel Fachwissen und Ausstrahlung in den Kreis der Reichen und Berühmten eingeführt.
Es läuft einem schnell mal ein Prominenter über den Weg, so hatte ich das große Glück eine mir bis dahin unbekannte Moderatorin von RTL2 an der Bar kennenzulernen. Sie versuchte natürlich sofort mit mir zu flirten, aber ich habe die Situation später mit einigen Gläsern Metaxa bereinigen können. Gegen Morgengrauen traf man noch Fachleute aus der Werbebranche, Computerhirne, Prominente Gastronomen und Schönlinge, wohin das Auge reicht.


Getränke:
Jede Woche läßt sich Fachgastronom J.P. für seine Gäste etwas besonders einfallen und eine bekannte Spirituosenmarke wird durch kostenlose Warenproben verköstigt.
Wir hatten an diesem Abend den Metaxa- Abend erwischt und bekamen zur Begrüßung erst einmal einen üppigen Tropfen dieser kräftigen griechischen Spirituose. Ich habe mich natürlich dezent zurückgehalten, andere wiederum sind in einer Tour zur Metaxa- Flasche gelaufen und haben jeden Tropfen genossen, als sei es ihr letzter.
In einer Glasvitrine werden diverse kostbare Spirituosen angeboten und kunstvolle Glasgegenstände zur Schau gestellt.
Die Getränkekarte beinhaltet eine feine Mischung von Softdrinks, alkoholischen Getränken heißen Köstlichkeiten und einem reichhaltigen Kölschangebot im unteren Preisdurchschnitt.

In den beiden Happy-Hour´s von 4-5 Uhr und 18-19 Uhr wird das Reissdorfer Kölsch für den halben Preis angeboten. Sonntags wird von 10-16 Uhr gebruncht und unter der Woche treffen sich hier zahlreiche Stammtische.


Service:
Ich bin wirklich verblüfft. Dieser Kellner hat wirklich Ahnung von seinem Job genial. Immer freundlich, zuvorkommend, aufmerksam, charmant und höflich. Ich lobe nur selten jemanden gerne, und in der Regel stehe ich mit Kölner Kellnern auf dem Kriegsfuß, aber bei diesem Aushängeschild der Kölner „Körbisse“ möchte ich meinen Hut ziehen.
Es wurde mir im e-street förmlich jeder Wunsch von den Augen abgelesen, jederzeit ein frisches Kölsch auf Zurufen gebracht, Chips gereicht und Betrunkene mundtot gemacht. Auch verschiedene Musikwünsche lies man auf Anfrage spielen und erklärte nebenher noch den Sinn der mystischen Bücher, die sich an einem Dekorationsschauplatz befanden. Der offene, fast freundschaftliche Charakter des Ladeninhabers sorgte dafür, das man sich sehr wohl angenehm wohlig fühlte, und es sehr schwer hatte, nach Sonnenaufgang die Lokalität zu verlassen.
Um sicher an unser Ziel zu kommen, rief man uns noch wie selbstverständlich ein Taxi, ohne das später auf der Rechnung zu vermerken.


Fazit:
Es ist schön, das man in Köln tief in der Nacht noch ein gemütliches Plätzchen findet. Das Publikum ist durchweg etwas besonderes gewesen, dazu waren die Getränke günstig, die Bedienung zuckersüß und die Atmosphäre durch das eigenwillige Konzept einzigartig. Man fühlt sich schnell angenommen und gern gesehen und bereut den Besuch zu keinem Augenblick.
Zwischenzeitlich war der Geräuschpegel etwas hoch, nahm aber bald wieder ab.
Sollte ich in naher Zukunft wieder in Köln zu Gast sein, ist das e-street eines meiner ersten Adressen. Wer nach 3 Uhr noch einen Drink zu sich nehmen will, macht sich auf den Weg ins
e-street. Wir hatten jedenfalls einen sehr gelungen Ausklang, eines sehr aufreibenden Abends.

24 Bewertungen, 3 Kommentare

  • LaMagra

    12.05.2002, 22:34 Uhr von LaMagra
    Bewertung: sehr hilfreich

    ciao stammtische in yopi? mir recht :)

  • ch_zocker

    10.05.2002, 19:42 Uhr von ch_zocker
    Bewertung: sehr hilfreich

    gute Meinung ! Man liest sich gruß Chris

  • deWäwe

    10.05.2002, 19:42 Uhr von deWäwe
    Bewertung: sehr hilfreich

    Alles sehr gut erläutert!