Erfahrungsbericht von Beikilein
IDITAROD Schlittenhunderennen - 1100 Meilen durch die weiße Hölle!
Pro:
Ein unvergessliches Erlebnis
Kontra:
Nix
Empfehlung:
Nein
Die Geschichte vom Iditarod Trail:
Um die Jahrhundertwende war der Iditarod Trail ein Versorgungsweg zwischen den Küstenorten und Mining Camps. Mit Schlittenhunden wurden Lebensmittel und Gold hin- und hertransportiert.
Als 1925 eine Diphterie-Epedemie in Nome ausbrach, rettete der Iditarod Trail etlichen Menschen das Leben. Das so dringend benötigte Serum gegen Diphterie war in Nome ausgegangen und die Flugzeuge die sonst Medikamente transportierten standen in Fairbanks und waren Fluguntüchtig. So schnell wie möglich wurde eines der schnellsten Hundeschlittenteams zusammengestellt, das Diphterie Serum in Kaninchenfelle gepackt und ab ging es nach Nome, wo das Serum 8 Tage später wohlbehalten eintraf. Dem Leithund des Teams „Balto“ wurde später in New York sogar ein Denkmal im Central Park in New York gewidmet.
Zur Erinnerung an den Iditarod Trail organisierten Joe Redington (später auch als „Father of the Iditarod“ bezeichnet) und Dorothy Page 1967 während der Feier zum 100-jährigen verkauf Alaskas ein 56 Meilen langes Schlittenhunderennen, was 2 Tage dauerte.
1973 wurde der Iditarod Trail auf Wunsch von Joe Redington ausgebaut und zum erstaunen vieler kamen von den 34 gestarteten Teams immerhin 22 ins Ziel.
Iditarod Today:
Inzwischen beginnt das sogenannte „Letzte große Rennen der Welt“ jedes Jahr am ersten Samstag im März in Anchorage. Der Start befindet sich zwischen der Fourth Avenue und der D Street.
Jedes Jahr nehmen rund 60 Teilnehmer mit je 12-16 Schlittenhunden am Iditarod Rennen teil, das sie über 1100 Meilen durch Gebirgszüge, zugefrorene Flüsse, dichte Wälder, weite Tundren und offene eisige Küstengebiete führt.
Zweitausend Helfer kommen aus der ganzen Welt um den Mushern beim Start und Ziel behilflich zu sein. Um im Headquarter zu arbeiten, um Futter und Materialien zu den Check-Points zu fliegen und um die vielen Kleinigkeiten zu erledigen, die notwendig sind.
Rennbedingungen:
-Anmeldung beim Iditarod Trail Committee in Wasilla wo eine Gebühr von $1750 zu entrichten ist.
-Das Mindestalter beträgt 18 Jahre.
Rennvoraussetzungen :
-Teilnahme an einem 500-Meilen-Rennen oder zwei anerkannten Rennen von insgesamt 500 Meilen Länge.
-Ein Minimum von fünf Pfund Hundefutter pro Hund ist vorab an die Checkpoints zu senden. -Alle Hunde die teilnehmen werden elektronisch markiert, damit niemand Hunde auswechseln kann. Wer gegen die sehr strengen Regeln verstößt, muss mit Geldstrafen bis zu $1000 rechnen.
The Iditarod 1999:
Während meines Austauschjahres in Anchorage, Alaska hatte ich das Glück zusammen mit meiner Gastfamilie den Start des legendären Iditarod Schlittenhunderennen live miterleben zu können.
Am 06. März 1999, gleich nach dem wir gefrühstückt hatten, machten wir uns warm eingepackt und mit Proviant versorgt auf den Weg nach Downtown zur Fourth Street um noch einen Platz mit guter Sicht auf den Start des Iditarod Rennen zu ergattern.
Wir hatten einige Mühe einen Parkplatz zu finden, da überall Absperrungen waren und auch schon jede Menge Menschen da waren. Kaum aus dem Auto ausgestiegen bekamen wir auch schon das gejaule und geheule tausender Schlittenhunde zu hören. Ich hätte nie gedacht, dass ein paar Hunde so viel lärm machen können.
Bevor wir uns aber einen Platz suchten gingen wir noch ein bisschen umher und schauten uns das ganze Geschehen in Ruhe an, überall waren Musher damit beschäftigt ihre Hunde einzuspannen oder sich sonst wie um die Tiere zu kümmern.
Dann ging es an die Platzsuche. Nach dem wir einen Platz mit guter Sicht gefunden hatten, hieß es erst mal warten, warten, warten. Nach einer ganzen Weile war es dann endlich so weit. Im 2 – Minuten Takt wurden die Musher mit ihren Startnummern aufgerufen und die Hunde pesten los Richtung Nome. Das Treiben schien gar kein Ende zu nehmen, denn immerhin gingen 59 Musher mit ihren Hunden an den Start.
Als auch der letzte Musher Anchorage mit seinen Hunden verlasssen hatte, machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause, wo wir das ganze Geschehen noch einmal im Fernsehen anschauen konnten.
Tag täglich verfolgten wir dann gespannt Welcher Musher welche Etappe erreicht hatte oder wer inzwischen ausgeschieden war. Nach 9 Tagen, 14 Stunden und 31 Minuten war es dann endlich soweit. Der Sieger des Iditarod Rennens 1999 stand fest. Die Nummer 56. Doug Swingley hatte es in dieser Atemberaubenden Zeit geschafft heile in Nome anzukommen. Meine Gastfamilie und ich hatten zwar einen anderen Favoriten gehabt, aber der war leider während des Rennens ausgeschieden. Bad Luck!
Für mich war das Iditarod Rennen ein wahnsinnig tolles und leider wahrscheinlich einmaliges Erlebnis. Obwohl ich immer noch mit meiner Gastfamilie in Kontakt stehe und die mir immer vom Iditarod Rennen berichten. -> Ein kleiner Trost.
Wer vor hat sich einmal Anchorage bzw. Alaska anzuschauen, dem rate ich das Iditarod Rennen in die Ferienplanung mit einzuschließen, es lohnt sich auf jeden fall auch wegen der zu der Jahreszeit wunderschönen Naturschauspiele in Alaska.
Um die Jahrhundertwende war der Iditarod Trail ein Versorgungsweg zwischen den Küstenorten und Mining Camps. Mit Schlittenhunden wurden Lebensmittel und Gold hin- und hertransportiert.
Als 1925 eine Diphterie-Epedemie in Nome ausbrach, rettete der Iditarod Trail etlichen Menschen das Leben. Das so dringend benötigte Serum gegen Diphterie war in Nome ausgegangen und die Flugzeuge die sonst Medikamente transportierten standen in Fairbanks und waren Fluguntüchtig. So schnell wie möglich wurde eines der schnellsten Hundeschlittenteams zusammengestellt, das Diphterie Serum in Kaninchenfelle gepackt und ab ging es nach Nome, wo das Serum 8 Tage später wohlbehalten eintraf. Dem Leithund des Teams „Balto“ wurde später in New York sogar ein Denkmal im Central Park in New York gewidmet.
Zur Erinnerung an den Iditarod Trail organisierten Joe Redington (später auch als „Father of the Iditarod“ bezeichnet) und Dorothy Page 1967 während der Feier zum 100-jährigen verkauf Alaskas ein 56 Meilen langes Schlittenhunderennen, was 2 Tage dauerte.
1973 wurde der Iditarod Trail auf Wunsch von Joe Redington ausgebaut und zum erstaunen vieler kamen von den 34 gestarteten Teams immerhin 22 ins Ziel.
Iditarod Today:
Inzwischen beginnt das sogenannte „Letzte große Rennen der Welt“ jedes Jahr am ersten Samstag im März in Anchorage. Der Start befindet sich zwischen der Fourth Avenue und der D Street.
Jedes Jahr nehmen rund 60 Teilnehmer mit je 12-16 Schlittenhunden am Iditarod Rennen teil, das sie über 1100 Meilen durch Gebirgszüge, zugefrorene Flüsse, dichte Wälder, weite Tundren und offene eisige Küstengebiete führt.
Zweitausend Helfer kommen aus der ganzen Welt um den Mushern beim Start und Ziel behilflich zu sein. Um im Headquarter zu arbeiten, um Futter und Materialien zu den Check-Points zu fliegen und um die vielen Kleinigkeiten zu erledigen, die notwendig sind.
Rennbedingungen:
-Anmeldung beim Iditarod Trail Committee in Wasilla wo eine Gebühr von $1750 zu entrichten ist.
-Das Mindestalter beträgt 18 Jahre.
Rennvoraussetzungen :
-Teilnahme an einem 500-Meilen-Rennen oder zwei anerkannten Rennen von insgesamt 500 Meilen Länge.
-Ein Minimum von fünf Pfund Hundefutter pro Hund ist vorab an die Checkpoints zu senden. -Alle Hunde die teilnehmen werden elektronisch markiert, damit niemand Hunde auswechseln kann. Wer gegen die sehr strengen Regeln verstößt, muss mit Geldstrafen bis zu $1000 rechnen.
The Iditarod 1999:
Während meines Austauschjahres in Anchorage, Alaska hatte ich das Glück zusammen mit meiner Gastfamilie den Start des legendären Iditarod Schlittenhunderennen live miterleben zu können.
Am 06. März 1999, gleich nach dem wir gefrühstückt hatten, machten wir uns warm eingepackt und mit Proviant versorgt auf den Weg nach Downtown zur Fourth Street um noch einen Platz mit guter Sicht auf den Start des Iditarod Rennen zu ergattern.
Wir hatten einige Mühe einen Parkplatz zu finden, da überall Absperrungen waren und auch schon jede Menge Menschen da waren. Kaum aus dem Auto ausgestiegen bekamen wir auch schon das gejaule und geheule tausender Schlittenhunde zu hören. Ich hätte nie gedacht, dass ein paar Hunde so viel lärm machen können.
Bevor wir uns aber einen Platz suchten gingen wir noch ein bisschen umher und schauten uns das ganze Geschehen in Ruhe an, überall waren Musher damit beschäftigt ihre Hunde einzuspannen oder sich sonst wie um die Tiere zu kümmern.
Dann ging es an die Platzsuche. Nach dem wir einen Platz mit guter Sicht gefunden hatten, hieß es erst mal warten, warten, warten. Nach einer ganzen Weile war es dann endlich so weit. Im 2 – Minuten Takt wurden die Musher mit ihren Startnummern aufgerufen und die Hunde pesten los Richtung Nome. Das Treiben schien gar kein Ende zu nehmen, denn immerhin gingen 59 Musher mit ihren Hunden an den Start.
Als auch der letzte Musher Anchorage mit seinen Hunden verlasssen hatte, machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause, wo wir das ganze Geschehen noch einmal im Fernsehen anschauen konnten.
Tag täglich verfolgten wir dann gespannt Welcher Musher welche Etappe erreicht hatte oder wer inzwischen ausgeschieden war. Nach 9 Tagen, 14 Stunden und 31 Minuten war es dann endlich soweit. Der Sieger des Iditarod Rennens 1999 stand fest. Die Nummer 56. Doug Swingley hatte es in dieser Atemberaubenden Zeit geschafft heile in Nome anzukommen. Meine Gastfamilie und ich hatten zwar einen anderen Favoriten gehabt, aber der war leider während des Rennens ausgeschieden. Bad Luck!
Für mich war das Iditarod Rennen ein wahnsinnig tolles und leider wahrscheinlich einmaliges Erlebnis. Obwohl ich immer noch mit meiner Gastfamilie in Kontakt stehe und die mir immer vom Iditarod Rennen berichten. -> Ein kleiner Trost.
Wer vor hat sich einmal Anchorage bzw. Alaska anzuschauen, dem rate ich das Iditarod Rennen in die Ferienplanung mit einzuschließen, es lohnt sich auf jeden fall auch wegen der zu der Jahreszeit wunderschönen Naturschauspiele in Alaska.
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