Erfahrungsbericht von nEOnfIrE
Minnelyrik
Pro:
Breit einsetzbar, modern, aufregend, angesehen
Kontra:
Man muss gut unter Stress arbeiten können und gewisse Voraussetzungen mitbringen
Empfehlung:
Ja
Minnegesang - was ist das? Bei der Minnelyrik unterscheidet man erstmal zwischen der Hohen, der Ebenen und der Niedern Minne.
Dabei handelt es sich um mittel-/althochdeutsche Liebeslieder aus dem Mittelalter, die oft als erste weltiche Kunst überhaupt angesehen werden.
Geschrieben und vorgetragen wurden diese im Wesentlichen [zu anfangs (!) ausschließlich] vom männlichen Geschlecht, waren also an die Frauen gerichtet, die begehrt und somit umworben wurden, ohne eine tatsächliche feste oder überhaupt eine Bindung oder irgendeinen Erfolg der Liebe im wirklichen Leben zwischen Minnesänger und Zuhörerin als Ziel zu haben.
Die verschiedenen Arten der Minne sagen allein durch ihre jeweilige Bezeichnung etwas zu der Stellung der Frau aus.
In der Hohen Minne ist die adlige Frau ein unerreichbares Idealbild, eine übergeordnete Herrin, die für das lyrische Ich nicht zu "erfassen" ist, was zu einer Selbstbeherrschung und auch eigenen Erziehung des Mannes (also des Dichters) führt.
In der Nieren Minne besteht ebenfalls keine feste Bindung zwischen Mann und Frau, jedoch im Gegensatz zur Hohen Minne die erwünschte und verherrlichte Liebeserfüllung, die dadurch, dass die Partner nicht offiziell aneinander gebunden sind, also verboten ist und von beiden mit Scham betrieben und komplett verheimlicht wird. Die Frau gehört hier auch im Vergleich zu dem Dichter dem niederen Stand an.
Mit Verschmelzungen dieser beiden Minnearten gibt es als dritte noch die Ebene Minne, bei welcher Frau und Mann gleichberechtigt sind und sich zu der ersehnten Sexualität bekennen.
Vorgetragen wurden die Minnelieder im Rahmen des höfischen Festes, also handelt es sich um eine adlige Gesellschaftsdichtung. Die Minnesänger stammten oft aus dem Dienstadel, die mit dem Minnegesang Hoffnung auf Aufstieg in die Adelsgesellschaft schöpften. Insgesamt gab es aber nur wenige Minnesänger, die mit Liedern ihren gesamten Lebensunterhalt finanzieren konnten und sich keine Sorgen um ihre soziale Stellung machen mussten, wie z.B. Walther von der Vogelweide, der alle drei Minnearten vertrat, je nach Zeit und Ort.
Mir ist nicht bekannt, welche der Arten am beliebtesten war, falls überhaupt. Fest steht jedenfalls, dass man die Minnelyrik zwar als (erste?) weltliche Kunst bezeichnen kann, da sie recht weit verbreitet war und viel Kreativität aufweist. Andererseits sehe ich den Minnegesang aber auch als eine vorübergehende Laune der Menschen des Mittelalters. Immerhin existierte diese Art von Lyrik nicht lange und war, das gilt vor allem für die Hohe Minne, keineswegs realitätsgetreu.
Ich persönlich finde die Minnelyrik recht interessant. Auch jemand, der sich nicht sonderlich für alte oder überhaupt für Litaretur interessiert, sollte sich das einmal anschauen. Die Minnelieder entsprechen ganz bestimmten Schemen und unterscheiden sich von Länge und Ausdruck doch sehr von den heutigen Gedichten. Was sie für mich auch so interessant macht, ist die althochdeutsche Sprache, die zu der Zeit ja noch lange verbreitet und angewendet wurde. Deren Ausdruck wirkt außerdem recht verwirrend oder oft zweideutig, was ich irgendwie mag.
Es lohnt sich also, sich das einmal anzuschauen und darüber nachzugrübeln, bevor man dann nach der neuhochdeutschen Übersetzung greift.
Empfehlenswerte Autoren sind:
Walther v. d. Vogelweide (alle drei Minnearten)
Bertold Brecht (u. a. Niedere Minne)
Reinmar von Hagenau (Hohe Minne)
Der v. Kürenberg (Hohe Minne)
Else L. Schüler (Niedere Minne)
Ein interessantes Werk von Minne der heutigen Zeit, dessen Macher sich natürlich an den Merkmalen der Minnelyrik des Mittelalters orientieren, ist auch das Lied "Minne" von "Subway to Sally", das ich der Hohen Minne zuordnen würde.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2005-01-29 00:29:16 mit dem Titel Mediengestaltung für Digital- und Printmedien
Ich möchte hier etwas zum Thema Mediengestaltung für Digital- und Printmedien schreiben - für diejenigen, die zur Zeit eine berufliche Orientierung durchleben, z.B. kurz vor Schulabschluss oder für einen geplanten Berufswechsel, etwa durch Umschulung.
1. Was macht ein Mediengestalter?
2. Die Berufsausbildung
3. Studium - ja oder nein?
4. Vergütung
5. Fazit
6. Anmerkung
WAS MACHT EIN MEDIENGESTALTER?
Mediengestalter findet man überall: Sie entwerfen Kataloge, Webseiten, Werbeanzeigen, Plakate, Flyer, Zeitschriften, Videos, Sounds, PHP-/HTML-Dateien, \"Kleinigkeiten\" wie Einkaufstüten, Verpackungen, Schilder uvm.
Man wird also tagtäglich mit tausenden von Werken von Mediengestaltern konfrontiert, denn sie dienen zur Werbung, Information, Aufklärung, Veranschaulichung, Repräsentation usw.
Außerdem gilt der Mediengestalter oft als Schnittstelle zwischen einer Firma und dem Kunden.
Dementsprechend ist der Beruf des Mediengestalters sehr breit gefächert, was sich in mehreren Fakten äußert:
- Man findet sehr viele Stellenangebote und Ausbildungsplätze dafür.
- Die Anforderungen sind eigtl. sehr hoch: Abitur wird für die Lehre bevorzugt, außerdem ist es sehr wichtig, Englisch und die dt. Rechtschreibung zu beherrschen, man muss präsentieren können und möglichst bereits Vorkenntnisse in Sachen Design, Programmieren und Computerhardware haben.
- Es gibt viele Studiengänge, Ausbildungen und Lehrgänge, die sich damit befassen.
- Man unterscheidet zwischen Mediengestaltern für Digital- und Printmedien (mein Schwerpunkt hierbei) und Mediengestaltern in Bild und Ton (die findet man z.B. bei all den Fernsehsendern, sie schneiden und erstellen Videos).
- Beim Mediengestalter für Digital- und Printmedien gibt es 2 Schwerpunkte, zwischen denen man sich entscheiden muss: Print und Non-Print (bzw. Digital), aber der andere Schwerpunkt wird auch angerissen, da alles im Zusammenhang miteinander steht und man später mehrfach einsetzbar sein soll.
- Anschließend muss man zwischen 4 Fachrichtungen wählen: Operator (Programmierer, z.B. PHP oder HTML), Berater (Schnittstelle zum Kunden), Designer (Grafischer Teil) und Techniker. Auch hier wird aber alles mal angerissen.
DIE BERUFSAUSBILDUNG
Es handelt sich um eine IHK-Berufsausbildung mit einer Dauer von 2-3 Jahren (je nach Absprache und späterem Vorziehen der Prüfung). Hierbei macht man eine duale Ausbildung mit 2/3 Betrieb und 1/3 Berufsschule in Blöcken.
Ausbildungsplätze findet man in Werbeagenturen, Webdesignerfirmen, Verlagen, Druckereien und größeren Firmen mit einer eigenen Werbeabteilung.
Es gibt Weiterbildungsangebote, die auf dieser Ausbildung aufbauen. Da es sehr viele Mediengestalter und Azubis gibt, ist es schon wichtig, sich Zusatzqualifikationen anzueignen.
Dadurch, dass trotz Schwerpunkt- und Fachrichtung-Wahl jeder einzelne Gestalter alle Richtungen während der Ausbildung kennen lernt, ist die Lehre relativ oberflächlich. Das ist meiner Meinung nach aber auch gut so: Somit lernt man viele Seiten des Berufs mal kennen und kann später im Beruf und etwa auf Weiterbildungen darauf aufbauen. In der Zukunft ist man als Webdesigner, aber auch als Zeitschriftenlayouter einsetzbar. Das ist bei unserem heutigen schlechten Arbeitsmarkt von gr. Vorteil.
STUDIUM - JA ODER NEIN?
Die Frage, die sich viele stellen, ist, ob es da nich sinnvoller wäre, in dem Bereich zu studieren oder beides (Lehre & Studium) zu machen.
Dazu kann ich nur sagen, dass es auf den Menschen und auf die eigenen Ziele ankommt.
Um mich mal als Beispiel zu nehmen: Ich bin 20 Jahre alt, habe nach dem Abitur die Ausbildung begonnen und kann bereits auf einige gutbesuchte Referenzen verweisen. Ich habe vor, mich beruflich stark auf Webdesign zu konzentrieren. Nach der Lehre möchte ich sehr gerne Weiterbildungen und Fortbildungen machen. Außerdem bin ich - bei aller Liebe - absolut kein Theoriemensch. Auch wenn mich der Gestaltungsbereich sehr interessiert, würde ich nur dem Lebenslauf zuliebe studieren. Und das bringt es dann ja auch nicht.
Und ich habe von sehr vielen Seiten gehört, dass es wichtig ist, praktische Erfahrungen sammeln und vorweisen zu können.
Darum habe ich mich nun nach vielem Überlegen dazu entschlossen, nicht zu studieren.
Für andere aber könnte ein Studium durchaus das Richtige sein.
Eine Bekannte von mir, nun freie Flashprogrammiererin, hat Kommunikationsdesign in Hamburg studiert. Dort kam erstmal das Grundwissen dran, das mir auch in der Ausbildung vermittelt wird, wie etwa die Farblehre und die Grundregeln bei Gestaltung. Aber bis dahin war sie noch recht orientierungslos und hat also etwas zu Film gelernt und ist später zu Fotografie gewechselt. Bei ihr wurden viele Medien behandelt - in theoretischer Form. Und sie konnte das dann auch gut anwenden.
Bei jenem Studiengang ist auch zu bedenken, dass eine Bewerbungsmappe mit 20-30 Arbeiten angefertigt werden muss. D.h. es wäre von Vorteil, wenn man zeichnen kann oder gute Fotos vorlegen kann. Denn Webdesigns ausdrucken ist leider nicht erlaubt... ;)
Dafür wird umso weniger auf die Abinote geschaut.
Es gibt wie gesagt noch weitere Studiermöglichkeiten für diese Bereiche.
Es gibt berufsvorbereitende Schulen für Screen-Design, Webdesign-Studiengänge, Privathochschulgänge, Grafik und Design Studiengänge, Fernlehrstudiengänge mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen für Grafiker und Werbetexter und einiges mehr.
VERGÜTUNG
In der Werbebranche/Medienbranche gibt es Tarife, an denen sich die meisten Betriebe orientieren. Während eurer Ausbildung wird nicht einfach in die Sonne geguckt und irgendein Gehalt für euch festgelegt, sondern es gibt vorbestimmte Tarife. Es ist dann aber möglich, dass ihr von der Firma z.B. eine übertarifliche Bezahlung bekommt.
Das Einstiegsgehalt eines ausgelernten Mediengestalters liegt zwischen 1.700 und 2.500 EUR.
FAZIT
Sofern ihr also 1. an Medien allgemein und 2. an der Gestaltung interessiert seid, Deutsch und Englisch beherrscht, bereits einen guten Blick für Formen, Farben und deren Kombinationen besitzt und Spaß daran habt, sucht euch doch einfach mal was Passendes aus. :)
Es ist definitiv ein Job mit Zukunft, der alte (Drucker-)Berufe ablöst, aber die Anforderungen für eine Ausbildung und für einen festen Job sind recht hoch.
ANMERKUNG
Dieser Text ist sehr positiv verfasst, da ich persönlich mit meiner Ausbildung sehr zufrieden bin und es schon vorher ein gr. Hobby von mir war.
Es hängt natürlich immer vom Betrieb und von der Schule bzw. von der Uni ab und davon, was zu einem am besten passt.
Dabei handelt es sich um mittel-/althochdeutsche Liebeslieder aus dem Mittelalter, die oft als erste weltiche Kunst überhaupt angesehen werden.
Geschrieben und vorgetragen wurden diese im Wesentlichen [zu anfangs (!) ausschließlich] vom männlichen Geschlecht, waren also an die Frauen gerichtet, die begehrt und somit umworben wurden, ohne eine tatsächliche feste oder überhaupt eine Bindung oder irgendeinen Erfolg der Liebe im wirklichen Leben zwischen Minnesänger und Zuhörerin als Ziel zu haben.
Die verschiedenen Arten der Minne sagen allein durch ihre jeweilige Bezeichnung etwas zu der Stellung der Frau aus.
In der Hohen Minne ist die adlige Frau ein unerreichbares Idealbild, eine übergeordnete Herrin, die für das lyrische Ich nicht zu "erfassen" ist, was zu einer Selbstbeherrschung und auch eigenen Erziehung des Mannes (also des Dichters) führt.
In der Nieren Minne besteht ebenfalls keine feste Bindung zwischen Mann und Frau, jedoch im Gegensatz zur Hohen Minne die erwünschte und verherrlichte Liebeserfüllung, die dadurch, dass die Partner nicht offiziell aneinander gebunden sind, also verboten ist und von beiden mit Scham betrieben und komplett verheimlicht wird. Die Frau gehört hier auch im Vergleich zu dem Dichter dem niederen Stand an.
Mit Verschmelzungen dieser beiden Minnearten gibt es als dritte noch die Ebene Minne, bei welcher Frau und Mann gleichberechtigt sind und sich zu der ersehnten Sexualität bekennen.
Vorgetragen wurden die Minnelieder im Rahmen des höfischen Festes, also handelt es sich um eine adlige Gesellschaftsdichtung. Die Minnesänger stammten oft aus dem Dienstadel, die mit dem Minnegesang Hoffnung auf Aufstieg in die Adelsgesellschaft schöpften. Insgesamt gab es aber nur wenige Minnesänger, die mit Liedern ihren gesamten Lebensunterhalt finanzieren konnten und sich keine Sorgen um ihre soziale Stellung machen mussten, wie z.B. Walther von der Vogelweide, der alle drei Minnearten vertrat, je nach Zeit und Ort.
Mir ist nicht bekannt, welche der Arten am beliebtesten war, falls überhaupt. Fest steht jedenfalls, dass man die Minnelyrik zwar als (erste?) weltliche Kunst bezeichnen kann, da sie recht weit verbreitet war und viel Kreativität aufweist. Andererseits sehe ich den Minnegesang aber auch als eine vorübergehende Laune der Menschen des Mittelalters. Immerhin existierte diese Art von Lyrik nicht lange und war, das gilt vor allem für die Hohe Minne, keineswegs realitätsgetreu.
Ich persönlich finde die Minnelyrik recht interessant. Auch jemand, der sich nicht sonderlich für alte oder überhaupt für Litaretur interessiert, sollte sich das einmal anschauen. Die Minnelieder entsprechen ganz bestimmten Schemen und unterscheiden sich von Länge und Ausdruck doch sehr von den heutigen Gedichten. Was sie für mich auch so interessant macht, ist die althochdeutsche Sprache, die zu der Zeit ja noch lange verbreitet und angewendet wurde. Deren Ausdruck wirkt außerdem recht verwirrend oder oft zweideutig, was ich irgendwie mag.
Es lohnt sich also, sich das einmal anzuschauen und darüber nachzugrübeln, bevor man dann nach der neuhochdeutschen Übersetzung greift.
Empfehlenswerte Autoren sind:
Walther v. d. Vogelweide (alle drei Minnearten)
Bertold Brecht (u. a. Niedere Minne)
Reinmar von Hagenau (Hohe Minne)
Der v. Kürenberg (Hohe Minne)
Else L. Schüler (Niedere Minne)
Ein interessantes Werk von Minne der heutigen Zeit, dessen Macher sich natürlich an den Merkmalen der Minnelyrik des Mittelalters orientieren, ist auch das Lied "Minne" von "Subway to Sally", das ich der Hohen Minne zuordnen würde.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2005-01-29 00:29:16 mit dem Titel Mediengestaltung für Digital- und Printmedien
Ich möchte hier etwas zum Thema Mediengestaltung für Digital- und Printmedien schreiben - für diejenigen, die zur Zeit eine berufliche Orientierung durchleben, z.B. kurz vor Schulabschluss oder für einen geplanten Berufswechsel, etwa durch Umschulung.
1. Was macht ein Mediengestalter?
2. Die Berufsausbildung
3. Studium - ja oder nein?
4. Vergütung
5. Fazit
6. Anmerkung
WAS MACHT EIN MEDIENGESTALTER?
Mediengestalter findet man überall: Sie entwerfen Kataloge, Webseiten, Werbeanzeigen, Plakate, Flyer, Zeitschriften, Videos, Sounds, PHP-/HTML-Dateien, \"Kleinigkeiten\" wie Einkaufstüten, Verpackungen, Schilder uvm.
Man wird also tagtäglich mit tausenden von Werken von Mediengestaltern konfrontiert, denn sie dienen zur Werbung, Information, Aufklärung, Veranschaulichung, Repräsentation usw.
Außerdem gilt der Mediengestalter oft als Schnittstelle zwischen einer Firma und dem Kunden.
Dementsprechend ist der Beruf des Mediengestalters sehr breit gefächert, was sich in mehreren Fakten äußert:
- Man findet sehr viele Stellenangebote und Ausbildungsplätze dafür.
- Die Anforderungen sind eigtl. sehr hoch: Abitur wird für die Lehre bevorzugt, außerdem ist es sehr wichtig, Englisch und die dt. Rechtschreibung zu beherrschen, man muss präsentieren können und möglichst bereits Vorkenntnisse in Sachen Design, Programmieren und Computerhardware haben.
- Es gibt viele Studiengänge, Ausbildungen und Lehrgänge, die sich damit befassen.
- Man unterscheidet zwischen Mediengestaltern für Digital- und Printmedien (mein Schwerpunkt hierbei) und Mediengestaltern in Bild und Ton (die findet man z.B. bei all den Fernsehsendern, sie schneiden und erstellen Videos).
- Beim Mediengestalter für Digital- und Printmedien gibt es 2 Schwerpunkte, zwischen denen man sich entscheiden muss: Print und Non-Print (bzw. Digital), aber der andere Schwerpunkt wird auch angerissen, da alles im Zusammenhang miteinander steht und man später mehrfach einsetzbar sein soll.
- Anschließend muss man zwischen 4 Fachrichtungen wählen: Operator (Programmierer, z.B. PHP oder HTML), Berater (Schnittstelle zum Kunden), Designer (Grafischer Teil) und Techniker. Auch hier wird aber alles mal angerissen.
DIE BERUFSAUSBILDUNG
Es handelt sich um eine IHK-Berufsausbildung mit einer Dauer von 2-3 Jahren (je nach Absprache und späterem Vorziehen der Prüfung). Hierbei macht man eine duale Ausbildung mit 2/3 Betrieb und 1/3 Berufsschule in Blöcken.
Ausbildungsplätze findet man in Werbeagenturen, Webdesignerfirmen, Verlagen, Druckereien und größeren Firmen mit einer eigenen Werbeabteilung.
Es gibt Weiterbildungsangebote, die auf dieser Ausbildung aufbauen. Da es sehr viele Mediengestalter und Azubis gibt, ist es schon wichtig, sich Zusatzqualifikationen anzueignen.
Dadurch, dass trotz Schwerpunkt- und Fachrichtung-Wahl jeder einzelne Gestalter alle Richtungen während der Ausbildung kennen lernt, ist die Lehre relativ oberflächlich. Das ist meiner Meinung nach aber auch gut so: Somit lernt man viele Seiten des Berufs mal kennen und kann später im Beruf und etwa auf Weiterbildungen darauf aufbauen. In der Zukunft ist man als Webdesigner, aber auch als Zeitschriftenlayouter einsetzbar. Das ist bei unserem heutigen schlechten Arbeitsmarkt von gr. Vorteil.
STUDIUM - JA ODER NEIN?
Die Frage, die sich viele stellen, ist, ob es da nich sinnvoller wäre, in dem Bereich zu studieren oder beides (Lehre & Studium) zu machen.
Dazu kann ich nur sagen, dass es auf den Menschen und auf die eigenen Ziele ankommt.
Um mich mal als Beispiel zu nehmen: Ich bin 20 Jahre alt, habe nach dem Abitur die Ausbildung begonnen und kann bereits auf einige gutbesuchte Referenzen verweisen. Ich habe vor, mich beruflich stark auf Webdesign zu konzentrieren. Nach der Lehre möchte ich sehr gerne Weiterbildungen und Fortbildungen machen. Außerdem bin ich - bei aller Liebe - absolut kein Theoriemensch. Auch wenn mich der Gestaltungsbereich sehr interessiert, würde ich nur dem Lebenslauf zuliebe studieren. Und das bringt es dann ja auch nicht.
Und ich habe von sehr vielen Seiten gehört, dass es wichtig ist, praktische Erfahrungen sammeln und vorweisen zu können.
Darum habe ich mich nun nach vielem Überlegen dazu entschlossen, nicht zu studieren.
Für andere aber könnte ein Studium durchaus das Richtige sein.
Eine Bekannte von mir, nun freie Flashprogrammiererin, hat Kommunikationsdesign in Hamburg studiert. Dort kam erstmal das Grundwissen dran, das mir auch in der Ausbildung vermittelt wird, wie etwa die Farblehre und die Grundregeln bei Gestaltung. Aber bis dahin war sie noch recht orientierungslos und hat also etwas zu Film gelernt und ist später zu Fotografie gewechselt. Bei ihr wurden viele Medien behandelt - in theoretischer Form. Und sie konnte das dann auch gut anwenden.
Bei jenem Studiengang ist auch zu bedenken, dass eine Bewerbungsmappe mit 20-30 Arbeiten angefertigt werden muss. D.h. es wäre von Vorteil, wenn man zeichnen kann oder gute Fotos vorlegen kann. Denn Webdesigns ausdrucken ist leider nicht erlaubt... ;)
Dafür wird umso weniger auf die Abinote geschaut.
Es gibt wie gesagt noch weitere Studiermöglichkeiten für diese Bereiche.
Es gibt berufsvorbereitende Schulen für Screen-Design, Webdesign-Studiengänge, Privathochschulgänge, Grafik und Design Studiengänge, Fernlehrstudiengänge mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen für Grafiker und Werbetexter und einiges mehr.
VERGÜTUNG
In der Werbebranche/Medienbranche gibt es Tarife, an denen sich die meisten Betriebe orientieren. Während eurer Ausbildung wird nicht einfach in die Sonne geguckt und irgendein Gehalt für euch festgelegt, sondern es gibt vorbestimmte Tarife. Es ist dann aber möglich, dass ihr von der Firma z.B. eine übertarifliche Bezahlung bekommt.
Das Einstiegsgehalt eines ausgelernten Mediengestalters liegt zwischen 1.700 und 2.500 EUR.
FAZIT
Sofern ihr also 1. an Medien allgemein und 2. an der Gestaltung interessiert seid, Deutsch und Englisch beherrscht, bereits einen guten Blick für Formen, Farben und deren Kombinationen besitzt und Spaß daran habt, sucht euch doch einfach mal was Passendes aus. :)
Es ist definitiv ein Job mit Zukunft, der alte (Drucker-)Berufe ablöst, aber die Anforderungen für eine Ausbildung und für einen festen Job sind recht hoch.
ANMERKUNG
Dieser Text ist sehr positiv verfasst, da ich persönlich mit meiner Ausbildung sehr zufrieden bin und es schon vorher ein gr. Hobby von mir war.
Es hängt natürlich immer vom Betrieb und von der Schule bzw. von der Uni ab und davon, was zu einem am besten passt.



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