Erfahrungsbericht von schmiddi
Meckis Kräutergarten Teebaumöl Balsam - Ein Mittel, dass Wunder wirkt !
Pro:
ich hatte mal eine beste Freundin
Kontra:
ich habe keine beste Freundin mehr
Empfehlung:
Nein
Ich weiß nicht, ob euch der Begriff Teebaumöl schon einmal über den Weg gelaufen ist. Doch in diesem Öl stecken wirklich Kräfte, die kein anderes Öl auf unserer Welt besitzt.
Was Teebaumöl genau ist und was es mit der Salbe auf sich hat, werde ich in dieser Meinung genauer beschreiben.
Meine Haut
Na ja, um es genau zu sagen ist meine Haut wirklich nicht gerade die Beste. Seitdem ich mein 13. Lebensjahr erreicht habe leide ich schon unter Akne. Vielleicht kennen das die meisten von euch. Man bekommt kleine Pickelchen, die sich später einmal in Eiterpickel verändern können.
Die weiblichen Personen unter euch leiden seelisch häufig schlimmer daran, als die männlichen Wesen.
Ausnahmen gibt es natürlich auch, aber diese bestätigen dem Sprichwort zu Folge eben die Regel.
Mit 15 bekam ich dann die verschlimmerte Form der Akne, die \"Akne Vulgaris\". Das bedeutet, dass man Pickel, vor allem Eiterpickel auch auf dem Rücken und der Brust bekommt. Diese sind inzwischen verschwunden, zum Glück, seitdem ich ungefähr 16 1/2 bin.
Dass ich seelisch darunter gelitten habe, kann ich eigentlich nicht sagen. Aber genervt haben diese Dinger, die einen ja nicht gerade verschönern, schon extrem.
Ein paar Besuche bei der Hautärztin waren die logischen Folgen. \"Vielleicht werde ich die Akne ja so los\", habe ich mir gedacht.
Verschrieben wurden mir etliche Arzneimittel, eines sogar mal in Tablettenform mit einer 1 1/2 Seite voller Nebenwirkungen bis hin zum epileptischen Schock. Genommen habe ich die Tabletten, mit der Absicht meine Akne loszuwerden. Aber die Wirkungsdauer der Verbesserung ließ nach einigen Wochen auch schon wieder zu wünsche übrig.
In den darauffolgenden Monaten ließ ich mir immer wieder \"Differin Gel\" von der Ärztin verschreiben. Dieses Gel, jedoch auch verschreibungspflichtig, half mir richtig gut. Der Nachteil bestand jedoch darin, dass die Haut unter starker Austrocknung zu leiden hatte.
In der nächsten Zeit habe ich es mit den Medikamenten ganz sein lassen und war auf der Suche nach einem Ersatz, wenn es möglich war, einem Ersatz auf natürlicher Basis. Gefunden habe ich ein Produkt, dass mir nun schon seit einer langen Zeit wirklich hilft und man meine Pickel so gut wie gar nicht mehr sieht. Eben, weil keine mehr da sind.
Dieses Naturprodukt heißt \"Teebaumöl\" und darüber schreibe ich heute.
Teebaumöl
Natürlich fällt das Öl nicht einfach so vom Himmel. Nein, um das Öl überhaupt zu gewinnen, braucht es einen Baum, den sogenannten Teebaum. Im lateinischen wird dieser auch „Melaleuca alternifolia“ genannt (nur mal so nebenbei).
Gewonnen wird das Öl durch Wasserdampf Distillation in Verbindung mit den Blättern vom Baum.
Immerhin ist es auch in der Geschichte der Aborigines erwiesen, dass diese schon die Heilkräfte des Teebaums nutzten und somit die Beste, natürliche Arznei in den Händen hielten, von der man bis jetzt weiß, dass sie existiert.
Wieso ist das Teebaumöl so wirksam?
Das liegt daran, dass das Teebaumöl mehr als fünfzig organische Verbindungen enthält. Wie diese nun alle heißen weiß ich auch nicht. Ich habe mich zwar ausreichend in der Zwischenzeit über das Öl informiert aber ich bin ja auch kein Chemiker.
Auf der Hand liegt allerdings, dass der Teebaum so viele Stoffe enthält, die man sonst fast nirgends auf der Welt findet. Und damit habe ich es ja schon angedeutet, dass das Öl einfach sehr hilfreich im alltäglichen Gebrauch ist. Denn die fünfzig Stoffe sind keine schädlichen, sondern allesamt nur nützliche, von der Natur geschaffene Dinge.
Was zeichnet das Teebaumöl aus?
Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten.
Seine hohe Wirkungskraft, die überaus große Ergiebigkeit bei der Dosierung und die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten sind „nur“ die wichtigsten Punkte dieses Öls. Inzwischen wird es auch schon in Medikamenten verwendet. Dies möchte ich in der Meinung allerdings außen vorlassen, da es direkt nichts mit dem Thema zu tun hat.
Nun will ich aber zu der eigentlichen Meinung, zu Salbe selbst, übergehen. Allerdings war es mir wichtig, euch ein wenig über das Öl zu erzählen. Denn was nützt es, wenn ich über eine Salbe schreibe, die einen Wirkstoff erhält, über den niemand etwas weiß ?
Wo habe ich es gekauft?
Gekauft habe ich dieses Balsam bzw. die Salbe im „Metzen“ Nachfolger „Mehako“. Ich denke jeder von euch kennt noch die berühmten Ramschmärkte „Metzen“. „Mehako“ ist der Nachfolger, der diese Kette übernommen hat. Ob es diese Läden bei euch auch gibt weiß ich nicht.
Aber inzwischen gibt es seit der Übernahme bei weitem nicht mehr so viel Ramsch wie zuvor. Der Laden hat sich insgesamt zu einem richtigen Schnäppchenknüllermarkt gemausert.
Normalerweise kaufe ich mir andere Teebaumölsalbe, die zwischen 5-10 DM kostet. Doch noch lange sind nicht alle gleich. Das Balsam aus dem „Mehako“ ist das Einzigste, was nahezu 100%-ig geholfen hat. Die teureren sind entweder zu viel parfümiert oder enthalten zu wenig Teebaumöl. Deshalb schreibe ich ja auch gerade über dieses Produkt.
Wie viel hat das Balsam gekostet?
Die Kosten von 3 DM (nun 1,50 €) waren wirklich sehr gering. Aber der Markt ist insgesamt sowieso durch niedrige Preise in mein Hauptaugenmerk gerückt und so finde ich dort immer wieder einmal richtige Schnäppchen.
Da die Artikel aber auch von Markenherstellern sind und sie in Massen eingekauft werden, können sie sich gerade so einen niedrigen Preis leisten. Ich denke, dass der normale Verkaufspreis zwischen 4 € und 6€ liegt.
Von wem wird das Balsam hergestellt?
Hergestellt wird es von der „ThüKosGa GmbH“ in Neuhaus. Wer die genaue Adresse haben will, dem schreibe ich sie hiermit gerne noch einmal auf.
ThüKosGa GmbH
D-98724 Neuhaus a.Rwg.
Wie viel ml sind enthalten?
Enthalten sind ganze 250 ml. Für den Preis von 3 DM finde ich das wirklich ausgesprochen billig. Ich erinnere mich gerne daran, dass ich für 1/5 der Menge schon mal 10 DM bezahlt habe.
Die Inhaltsstoffe
Auch wenn ich nicht weiß, was ein Begriff bedeutet, will ich diese trotzdem einmal hier aufführen.
Inhaltsstoffe: Petrolatum, Melaleuca alternifolia (Teebaumöl), Eucalyptus globulus (Eukalyptusöl), Parfum
Die Verpackung
Eigentlich ist es nur eine größere, weiße Dose aus Plastik mit einem grünen Aufkleber drum herum und dem Aufdruck „Meckis Kräutergarten Teebaumöl-Balsam“. Auf der Aufschrift sind einige Blumen abgebildet, die ganz einfach für den Kräutergarten von Meckis stehen.
Darüber befindet sich noch ein kleiner Slogan, der wie folgt lautet: „Altbewährt seit Generationen!“
Das hatte bei meiner Kaufentscheidung eine entscheidende Rolle gespielt. Denn es gibt viele Firmen, die mit diesem Slogan werben, da sie einfach seit Uhrzeiten schon bestehen und von kleinen Familien gegründet wurden. Und mit den meisten Produkten dieser Firmen habe ich immer gute Erfahrungen gemacht.
Der Verschluss
Verschlossen ist die Dose durch einen ganz einfachen Drehverschluss. Dieser liegt zwar breit aber doch sehr gut in der Hand und so lässt sich der Behälter des Balsams sehr gut öffnen.
Das Siegel
Damit auch sichergestellt ist, dass sich auch noch niemand an dieser Salbe vergriffen hat, befindet sich wie bei einem Nutella Glas ein Siegel auf der Dose. Ist dieses unbeschädigt und geschlossen merkt man schnell, dass diese Verpackung noch nicht geöffnet wurde.
Die Farbe des Balsams
Auf den ersten Blick erscheint die Salbe weiß mit einem gelblichen Schimmer, was sich mit dem zweiten Blick auch tatsächlich bestätigt.
Der Geruch
Da die Salbe, wie bereits schon erwähnt, parfümiert ist, riecht sie auch ein wenig danach. Dies ist allerdings kaum bemerkbar und man riecht mehr das Teebaumöl heraus wir sonst was.
Teebaumöl hat einen leicht würzigen und süßen Geruch, den meine Nase zumindest auch sehr zu schätzen weiß. Zu ergänzen wäre vielleicht noch, dass das Eukalyptusöl zumindest der Nase nach gar nicht vorhanden zu sein scheint. Aber ich möchte der Inhaltsstoffangabe einmal vertrauen.
Die Anwendung und Dosierung
Wenn man kein pures Teebaumöl benutzt, kann man die Salbe in jedem Fall auf alle Stellen auftragen. Und zwar dort wo man es gerne möchte. Das kann im Gesicht, auf dem Knie oder am Fuß sein.
Nur sollte man wirklich nur so viel auftragen, wie man auch wirklich braucht. Das heißt, wenn man sein Gesicht einreiben möchte reichen 3-4 Fingerspitzen voll. Es ist nämlich überhaupt nicht nötig, sich wie bei anderen, dünnflüssigen Salben direkt eine ganze Packung auf die Stelle zu klatschen. Also, 3-4 Fingerspitzen reichen bei jeder Anwendung völlig aus.
Die Festigkeit der Salbe
Das Balsam ist nicht zu fest aber auch nicht zu weich. Gerade richtig für ein angenehmes Auftragen auf die Haut. Die Salbe bei Zimmertemperatur zu lagern hat sich bei mir immer wieder als optimal erwiesen. In die Sonne oder in die Kälte sollte man es allerdings nicht stellen.
Die Ergiebigkeit
Wie weiter oben schon angedeutet. Wenn man sich an die Dosierungsvorschrift hält kommt man mit den 250 ml Inhalt mindestens 2 Monate aus, wenn nicht sogar noch länger. Und bei so einem Preis kann man wirklich nichts dagegen sagen.
Das Einziehen in die Haut
Es zieht wirklich sehr schnell in die Haut an. Bei einer dünn aufgetragenen Schicht dauert es maximal 10 Minuten und man spürt nicht einmal mehr, dass man überhaupt Salbe auf dem Körper hatte. Wenn man es ins Gesicht reibt und danach durch zum Beispiel sportliche Aktivitäten ins Schwitzen gerät spürt man ebenfalls nichts. Das Balsam zieht spurlos in die Haut ein.
Die Anwendungsgebiete
Das ist wohl der interessanteste Aspekt, den das Öl insgesamt zu bieten hat.
Teebaumöl ist das entzündungshemmende Mittel auf natürlicher Basis, den wir Menschen bis jetzt kennen. Es ist einfach unbegrenzt vielseitig. Die wichtigsten Punkte möchte ich nun einmal auflisten.
- bei Akne und Pickeln
- bei Neurodermitis
- bei Hautabschürfungen
- bei Brandwunden (nur 1. Grades)
- bei Prellungen und Blutergüssen
- bei Hautausschlag
- bei Schuppen
- bei trockener oder fettiger Haut
Dies sind nur einige Punkte, den das Öl zur Behandlung anbietet. Die Liste lässt sich noch ins bodenlose fortsetzen. Allerdings möchte ich diese Punkt einmal besonders hervorheben.
Vor allem Menschen, die an Neurodermitis und Akne erkrankt sind können dieses Mittel benutzen. Für Neurodermitis Patienten gilt allerdings nie pures Öl aufzutragen. Am Besten immer in Verbindung mit einer Salbe. Bei kleineren Sportunfällen lässt es sich ebenfalls gut einsetzen, um zum Beispiel die Heilung von Blutergüssen zu beschleunigen.
Gegen trockene Haut sowie bei fettiger Haut kann man es auch gut gebrauchen. Warum gerade bei zwei krassen Gegensätzen zueinander ?
Das Geheimnis liegt in dem Öl selbst. Es ist massiv entzündungshemmend und bekämpft so auch den überschüssigen Talg in der Haut bzw. gleicht die Hauteigenschaften wieder aus.
Jetzt habe ich allerdings nur äußere Anwendungsmethoden genannt. Schlucken sollte man es auch keine Fälle. Aber auch zum Gurgeln bei Hals- und Rachenbeschwerden ist es bestens geeignet und hilft schon einmal bei leichten Erkältungen oder den ersten Beschwerden.
In dem Öl zu baden ist auch ganz sinnvoll, da man somit die ganze Haut des Körpers pflegt. Allerdings löst sich Öl in normalem Wasser nicht auf und so sollte man es vielleicht mit Milch aufgießen und dann ins Wasser hinzugeben.
Die Wirkung
Da Teebaumöl, wie schon erwähnt, sehr entzündungshemmend ist, kann man die Wirkung in folgenden Worten fassen: „Einfach genial!“
Nehmen wir einmal mein Beispiel. Wenn ich mir vor dem Schlafen gehen mein Gesicht einreibe sind die Pickel am nächsten Morgen so gut wie verschwunden. Ebenfalls lässt sich dann auch schon direkt eine gesunde Gesichtshaut feststellen.
Bei Blutergüssen als weiteres Beispiel ist es derselbe Fall. Am nächsten Tag hat man weniger Schmerzen und der Bluterguss ist auch ein wenig verschwunden. Jedoch sollte man hier mit normaler Arzneisalbe noch nachhelfen.
Das Fazit
Als abschließendes Fazit kann ich das Öl nur jedem weiterempfehlen. Es ist eben das Wunder des Teebaums, was die Beschwerden schnell lindert. Durch die hohe entzündungshemmende Wirkung und der hohen Ergiebigkeit lege ich jedem ans Herz diese oder eine andere Salbe mal zu testen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-06-20 13:11:40 mit dem Titel MAIKE, ICH vermisse DICH
DAMALS
... oder auch: „Eine der schönsten Zeiten in meinem Leben.“
Es war im März 1999. Ich bekam einen Internetanschluss. Gerade noch mit meinem besten Freund zusammen in Urlaub gewesen konnte ich mich bei meiner Rückkehr darüber freuen, dass die Datenautobahn auch mich in ihren Bann zog. Es war noch die Zeit als man den Preis gar nicht einkalkulieren konnte, die Minute Internet noch 11 Pfennige kostete. Die erste Rechnung war auch alles andere als niedrig. Umgerechnet 500 DM gingen für den ersten Monat drauf. Kein Wunder das ich an dem Tag der Rechnung ein Fußballspiel hatte in dem ich total von der Rolle war. Doch wenn ich heute darüber nachdenke war es das Geld auf alle Fälle wert. Was ich gemacht habe ? Ich habe mich hauptsächlich im Radio-RPR1 Chat aufgehalten und Mails geschrieben.
Es war der Tag X, als ich mich dort im Chat anmeldete. Ich wartete auf die Bestätigung und mein Passwort, loggte mich schließlich ein und wusste gar nicht wo mir der Kopf stand, circa 60 Leute hielten sich dort gerade auf. Logisch wäre natürlich gewesen, dass man bei einer solchen Anzahl von Leuten im Chat schnell Kontakte knüpfen konnte. Doch wer schon mal in so einem Chat war weiß, dass das gar nicht so einfach ist.
Folgende Situation muss man sich einfach mal bildlich vorstellen.
Da sitzt ein 15-jähriger Junge namens Daniel vor seinem PC und loggt sich in einen Chat ein, weiß gar nicht wo ihm der Kopf steht. Fünf Minuten lang versucht er Kontakt mit Leuten aufzunehmen in dem er fragt, ob sich denn niemand mit ihm unterhalten möchte. Gerade war er schon im Begriff wieder aufzubrechen, als er folgenden Satz auf dem Bildschirm lesen konnte:
„Hallo. Ich würde gerne mit dir chatten.“
Ganz sicher bin ich mir nicht mehr, ob der Satz wirklich so lautete. Fakt ist aber, dass ich wie durch ein Wunder doch noch jemandem zum Plaudern gefunden hatte. Die ersten Sätze beliefen sich darauf, dass ich gar nicht wusste, was man eigentlich nun schreiben sollte. Denn ich war ja neu. Und wie aus dem Nichts sagte mir mein gegenüber auch, dass sie ebenfalls neu im Chat sei. Ja, es war eine SIE und nannte sich MAIKAEFER, ich nannte mich, wie sollte es auch anders sein, SCHMIDDI.
So kamen wir eben ins Gespräch bis sie bald gehen musste. Ich fragte noch schnell nach ihren Namen und sie nach meinem und natürlich nach der Mailadresse. Es stellte sich heraus das sie im wahren Leben MAIKE hieß und aus der Nähe von Wiesbaden kam.
Alles nahm somit seinen Lauf. Man schrieb sich Mails, verabredete sich für den Chat. Dies ging immer wieder hin und her.
Das Komische an der ganzen Sache war folgendes. Normalerweise hält man sich im Chat auf und labert mit jemandem. Nichts Tolles ist an der ganzen Sache, denn fast jeder in einem solchen Chat ist absolut langweilig und lustlos, sprich man kann mit seinem Gegenüber nur in Richtung Smalltalk reden. Es kommt einfach nicht vernünftiges zustande und häufig denkt man sich man hätte es mit einem Bot zu tun, der bei einem geschriebenen Satz automatisch eine Antwort generiert.
Doch mit Maike war einfach alles anders. Von Anfang an verstanden wir uns prächtig. Es war, als ob ich sie schon ewig kennen würde und nur aus den Augen verloren hätte. Von Tag zu Tag wurden die Mails länger und länger. Wenn ich Mittags aus der Schule kam und gegessen hatte war das Erste was ich tat eine Mail zu beantworten, und zwar von ihr. Dies wiederholte sich noch ein bis zwei Mal am Tag, um am späten Abend endlich seinen erholsamen Schlaf zu genießen.
„Nicht das man mich hier nun falsch versteht. Ich habe zu dem Zeitpunkt in keiner Weise meine Freunde vernachlässigt. Am Anfang war das Internet eine Art Medium für mich, welches ich unbedingt erforschen musste. Mit der Zeit hielt ich mich aber nur noch im Internet auf, um Mails zu schreiben und um mit ihr hin und wieder einmal zu chatten.“
Zugegeben war die längste Mail welche wir uns je schrieben um die 12 DIN-A4 Seiten lang. Wir schrieben uns richtige Aufsätze über Gott und die Welt. Manche würden dies nun vielleicht schon als krankhaft beurteilen. Doch war es das nicht, es war einfach viel mehr als ich mir jemals erträumt hätte. Maike war für mich zu einer Person in so kurzer Zeit geworden mit der ich einfach über alles schreiben konnte und sie mit mir auch. Wir speicherten jede unserer Mails auf Diskette ab. Diese waren wie Urkunden, ja keine durfte davon verloren gehen. Vielleicht mochte man sich ja in Zukunft noch mal an die Mails erinnern und/oder diese lesen.
Was als normaler Kontakt begonnen hatte entwickelte sich somit inzwischen zu einer wahren Sucht sich zu schreiben. Ich kochte innerlich regelrecht, wenn durch ein irgendwie Fehler mal die Internetverbindung nicht funktionierte. Man schrieb sich somit bis auf ein paar Ausnahmen tagtäglich. Es war wie ein Telefonat, welches nicht enden wollte, man hatte immer wieder neue Sachen zu erzählen.
Den Höhepunkt der ganzen Sache wurde letztendlich erreicht, als sie in den Sommerferien 1999 drei Wochen in Urlaub war. Natürlich hörte man nichts voneinander und in mir war etwas, was ich als völlige Leere bezeichnen würde. Ab dem Zeitpunkt wusste ich auch, dass Maike sozusagen meine beste Freundin wurde, die ich um nichts in der Welt wieder hergeben wollte. Mit ihr konnte ich über alles schreiben und jeder wird mir bestätigen, dass ein Verhältnis zu einer besten Freundin einfach etwas anderes als zu seinem besten Freund ist. Doch ging es mir etwas besser, als ich eine Postkarte von ihr erhielt auf der stand, dass sie mir einen Brief schickt, wenn sie wieder aus dem Urlaub zurück ist. Zu meinem erstaunen kam dann kein gewöhnlicher Brief bei mir an. Es war ein Brief, den sie im Urlaub geschrieben hatte, jeden Tag eigentlich mehrmals. Insgesamt machten es somit um die 26 Seiten auf Vorder- und Rückseite natürlich. Da war der Daniel endlich wieder glücklich, als er den riesigen Brief in den Händen hielt.
Währenddessen sollte die Zeit anbrechen in der wir uns nur noch Faxe und keine Mails mehr schickten da sie nicht mehr durfte (wegen zu hoher Internetkosten). Doch so schlau wie Frau nun einmal ist kam sie eben auf die Idee, dass wir uns doch die eben genannten Faxe schicken könnten. Gesagt, getan. Und so lief das Fax tagtäglich richtig heiß. Morgens erhielt ich ein Guten-Morgen-Fax, abends eben ein Gute-Nacht Fax, umgedreht war dies natürlich auch der Fall. Hieraus kann man schlussfolgern, dass das Faxen letztendlich teurer war. Aber stoppen konnte uns nun einmal niemand.
Im September muss es gewesen sein, als wir das erste mal miteinander telefonierten. Ehrlich gesagt war dies ein total komisches Gefühl. Es ist eben ein Unterschied, ob man sich nun per Mail zuquasselt oder ob man dies per Telefon tat. Ich bin kein Mensch der Probleme mit dem Telefonieren hat aber hier kostete es mich verdammt viel Überwindung. Bis heute weiß ich noch nicht genau warum. Es war eben eine gewisse Angst dabei, welche Stimme sich hinter der Person versteckte mit der man tagtäglich in Kontakt stand. Allerdings war das Telefonat wohl so interessant, dass ich glatt das Abendessen sausen ließ und 2 1/2 Stunden mit ihr schwätzte.
Im November war es soweit, als wir uns das erste und letzte Mal trafen. Ich fuhr mit meinem Eltern nach Niedernhausen. Meine Eltern fuhren solange in Hessen rum, während ich den Tag mit ihr in Wiesbaden verbrachte und uns im Kino noch einen Film anschauten. Nun bin ich leider der Mensch der verdammt viel nachdenkt. Nebenbei angemerkt war ich damals auch ein noch anderer Typ wie heute. Ich war damals 15 und suchte nah meinem ICH, steckte also mitten in der Pubertät. So dachte ich die ganze Zeit „was wäre wohl wenn ...“ ... ja, was wäre dann ? Ich wusste gar nicht genau worüber ich genau an diesem Tag nachdachte.
Ich sage immer: „Das reale Dasein scheint manchmal schon recht surreal zu sein. Wie kann das surreale Dasein im Internet dann real sein ?“
Was ich damit sagen will ist folgendes. Im realen Leben ist man einfach anders als in diesem Käfig des Internets. Maike und ich hatten uns wohl damals erhofft den gleichen Menschen wieder zu treffen, den man im Netz kennen gelernt hatte. Das dies nicht der Fall sein kann ist klar. Ich will nicht sagen, dass wir total anders waren. Aber 1% reicht doch schon aus um das Bild der traumhaften Einbildung seinen Gegenübers zu verzerren.
Wir verstanden uns an dem Tag prächtig. Nur ich redete nicht wirklich viel, hielt mich etwas zurück. Ich hatte Angst vor dem Abend an dem ich wieder fahren musste. Was würde danach sein, wie würde es weitergehen ? Sieht man sich nun öfters ? Wird alles so sein, wie es immer war oder hatte sich durch das Treffen nun etwas geändert ?
Nebenbei war ich aber auch von diesem Treffen wie verzaubert. Ich fiel einfach aus allen Wolken, als wir uns eben das erste Mal gegenüber standen, dass ich an diesem Tag eben teilweise die Sprache verloren habe. Vor unserem Abschied schenkte sie mir noch alle gesammelten Faxe aus dem Zeitraum von fünf Monaten. Als ich schließlich wieder im Auto saß war ich so traurig wie nur selten in meinem Leben.
Als ich am Abend zu Hause ankam entschied ich mich dagegen noch auf die alljährliche Party in unserem Dorf zu gehen. Ich verschanzte mich in meinem Zimmer und heulte bitterlich und so viel wie meine Tränendrüsen hergaben. Das Schlimme ist, dass ich gar nicht weiß warum eigentlich. Heute denke ich, dass es wie eine innere Uhr in mir war, welche zu ticken begann.
Es war langsam Weihnachten, die Zeit für Geschenke. Immer wieder werde ich mich daran erinnern, was dieses Geschenk von Maike für eine Bedeutung für mich hat. Sie schenkte mir einen ganz normalen Kugelschreiber. An sicht nichts Besonderes. Doch es war typisch für diese Person, welche voller Überraschungen und Ideen steckte. Dabei lag eine kleine Karte in der folgender Satz stand: „Wenn du mit diesem Kuli schreibst, sollst du dich jedes Mal an mich erinnern.“ Und ja, ich erinnere mich jedes Mal, wenn ich mit diesem Kuli schreibe, dazu aber noch mehr.
Anfang 2000 war es, als wir den Kontakt erst einmal abgebrochen haben – für ungefähr zwei Monate. Sie wollte damals einfach eine Pause, da ihr der Kontakt einfach über den Kopf wuchs. Klar war, dass es eine wirkliche Freundschaft war, wenn wir diese Pause zusammen überstanden. Und ich freute mich natürlich wie ein kleines Kind als sie sich eines Tages per Mail wieder bei mir meldete. Was mir zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht klar war ... ich steuerte sozusagen auf den absoluten Höhepunkt meiner Pubertät zu. Es war der Zeitpunkt in dem ich mich entscheiden musste, ob ich nun langsam erwachsen werde oder ob ich weiter wie ein Kind denken wollte. Das Schlimme ist ja, dass ich mich so wie viele andere einfach nicht entscheiden konnte.
Anfangs standen wir noch regelmäßig unter Kontakt bis ich mich schließlich nur noch meldete, wenn ich irgendwelche Probleme hatte. Maike meinte darauf ich würde mich eben nur noch dann melden und sie als seelischen Mülleimer benutzen. Ich stritt dies natürlich ab. Fakt ist jedoch, dass sie damit absolut Recht behalten sollte. Dabei hatte ich zwei Wochen für dem Zeitpunkt noch ein stundelanges Gespräch per ICQ mit ihr, wo wir uns auch noch über das damalige Treffen unterhielten und warum ich so stumm war.
Es begann letztendlich die Zeit in der ich meine ersten Zigaretten rauchte, ab und zu mal dem Alkohol in Versuchung fiel und wie fast jeder andere auch Partys feiern wollte. Es gehört eben zum Erwachsen werden dazu in der heutigen Zeit einfach mal aus der Reihe zu tanzen. Doch hätte ich mir das auch alles ersparen können, denn durch dieses Benehmen wurde ich bestimmt nicht annähernd erwachsen. Fakt ist jedoch, dass ich kaum mehr an Maike dachte und mich irgendwann einfach nicht mehr bei ihr meldete.
Den Höhepunkt erreichte die ganze Geschichte, als ich ihren Geburtstag vergaß. Ich entschuldigte mich per SMS bei ihr, dass dies nur ein Versehen war. Doch im Grunde wusste ich, dass das der Anfang vom Ende war – im Februar 2001. Nebenbei hatte sie während der Zeit in der ich mich nicht mehr meldete jemanden kennen gelernt und ich dachte einfach das sie mich ja dann nicht mehr bräuchte.
Und so vergaß ich Maike und die schöne Zeit mit ihr ...
HEUTE
... oder auch: „Wenn nichts mehr so ist wie es war.“
Zugegeben hatte ich die Person Maike schon ganz vergessen gehabt. Bis ich eines Nachts einen Traum hatte in dem sich alles nur um die drehte. Ich weiß nicht mehr was es war und worum es ging. Ich weiß nur noch, dass ich seit dem Zeitpunkt fast tagtäglich an sie denken muss. Mir schwirren jede Menge Fragen und Gedanken im Kopf herum. Und da ich schon seit längerer Zeit krank bin bleibt mir ob ich will oder nicht ohnehin mehr Zeit zum Denken.
In meiner Schublade liegen noch immer die Faxe und ein kleines von ihr entworfenes Heft voller Gedichte. Die Briefe hatte ich irgendwann mal weg geschmissen, da ich nichts mehr schriftliches von ihr haben wollte, was mich an die Zeit erinnert. Zwei Bilder habe ich ebenfalls noch, in der sie immer wieder strahlt.
Was ich mich heute frage ? Tja, strahlt sie immer noch so ? Wer ist dieser Mensch den ich mal als beste Freundin bezeichnet habe ? Was hat sie in dieser Zeit alles gemacht und erlebt ? Wie geht es hier jetzt ? Ist sie noch glücklich und hat vielleicht einen Freund ?
Das sind alles Fragen die einen natürlich interessieren. Vielleicht mögen mich einige für verrückt halten, aber seit Februar schreibe ich schon an einem Brief. Ja, seit so vielen Monaten ...
Zugegeben habe ich einfach Angst vor der Situation in der ich den Brief abschicken würde. Kennt sich mich überhaupt noch, wenn sie meinen Namen liest ? Wird sie zurück schreiben ? Wird sie den Brief überhaupt lesen oder direkt wegschmeißen ? Wird sie zurück schreiben und mir sagen, dass sie keinen Kontakt möchte ?
Fragen über Fragen und noch viel mehr Fragen die ich hätte. Eines ist sicher. Schreibe ich ihr nicht werde ich nie Antworten auf die Fragen erhalten. Aber was ist wenn ich ihr schreibe und ich bekomme keine Antwort ? Ich weiß nicht, wie ich darüber denken bzw. wie ich es verkraften soll. Es ist schon komisch. Da werde ich krank und habe Zeit zum Nachdenken und merke erst jetzt mit 19 Jahren, das mir eine ganz bestimmte Person in meinem Leben fehlt. Niemals werde ich diese Person durch eine andere ersetzen können, soviel ist mir klar. Das war einmalig und wird auch einmalig bleiben. Selbst wenn ich wieder Kontakt zu ihr haben sollte wird es nicht so werden wie es mal war – zu 90%iger Wahrscheinlichkeit nicht.
Wieso ? Das ist die Frage die ich mir stelle. Wieso musste ich Idiot damals den Kontakt abbrechen ? War es vielleicht Schicksal um eines Tages wieder mit ihr in Kontakt zu treten ? Sollte ich während dieser Zeit dazulernen was es heißt einen Menschen verloren zu haben den man nie verlieren wollte ? Oder habe ich etwas Schlimmes getan, was mich nun bis ans Ende meines Lebens verfolgen soll – nämlich keinen Kontakt mit einer der wenigen Personen in meinem Leben zu haben, die mir so sehr ans Herz gewachsen war ?
Ich weiß es nicht und wie gesagt werde ich es nie wissen, wenn ich nicht nach den Antworten suche. Aber ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich habe einfach Angst vor dem Tag an dem ich mich bei ihr melden würde. Damals dachte ich noch sie würde sich schon wieder bei mir melden. Wie konnte ich nur so naiv sein ? Sie hatte doch gar keinen Grund dazu. Selbst heute denke ich noch sie würde sich irgendwann mal wieder melden. Aber das glaube selbst ich inzwischen nicht mehr, ich rede es mir ehrlich gesagt nur ein.
„Einige Sätze in diesem Bericht sind mir wie ein Stein vom Herzen gefallen, andere haben mich etliche Tränen gekostet. Nun werde ich ins Bett gehen und noch ein wenig nachdenken, um knapp 04:00 Uhr in der späten Nacht. Ich danke allen für das Lesen des Berichtes und bin gespannt auf eure Kommentare.“
Was Teebaumöl genau ist und was es mit der Salbe auf sich hat, werde ich in dieser Meinung genauer beschreiben.
Meine Haut
Na ja, um es genau zu sagen ist meine Haut wirklich nicht gerade die Beste. Seitdem ich mein 13. Lebensjahr erreicht habe leide ich schon unter Akne. Vielleicht kennen das die meisten von euch. Man bekommt kleine Pickelchen, die sich später einmal in Eiterpickel verändern können.
Die weiblichen Personen unter euch leiden seelisch häufig schlimmer daran, als die männlichen Wesen.
Ausnahmen gibt es natürlich auch, aber diese bestätigen dem Sprichwort zu Folge eben die Regel.
Mit 15 bekam ich dann die verschlimmerte Form der Akne, die \"Akne Vulgaris\". Das bedeutet, dass man Pickel, vor allem Eiterpickel auch auf dem Rücken und der Brust bekommt. Diese sind inzwischen verschwunden, zum Glück, seitdem ich ungefähr 16 1/2 bin.
Dass ich seelisch darunter gelitten habe, kann ich eigentlich nicht sagen. Aber genervt haben diese Dinger, die einen ja nicht gerade verschönern, schon extrem.
Ein paar Besuche bei der Hautärztin waren die logischen Folgen. \"Vielleicht werde ich die Akne ja so los\", habe ich mir gedacht.
Verschrieben wurden mir etliche Arzneimittel, eines sogar mal in Tablettenform mit einer 1 1/2 Seite voller Nebenwirkungen bis hin zum epileptischen Schock. Genommen habe ich die Tabletten, mit der Absicht meine Akne loszuwerden. Aber die Wirkungsdauer der Verbesserung ließ nach einigen Wochen auch schon wieder zu wünsche übrig.
In den darauffolgenden Monaten ließ ich mir immer wieder \"Differin Gel\" von der Ärztin verschreiben. Dieses Gel, jedoch auch verschreibungspflichtig, half mir richtig gut. Der Nachteil bestand jedoch darin, dass die Haut unter starker Austrocknung zu leiden hatte.
In der nächsten Zeit habe ich es mit den Medikamenten ganz sein lassen und war auf der Suche nach einem Ersatz, wenn es möglich war, einem Ersatz auf natürlicher Basis. Gefunden habe ich ein Produkt, dass mir nun schon seit einer langen Zeit wirklich hilft und man meine Pickel so gut wie gar nicht mehr sieht. Eben, weil keine mehr da sind.
Dieses Naturprodukt heißt \"Teebaumöl\" und darüber schreibe ich heute.
Teebaumöl
Natürlich fällt das Öl nicht einfach so vom Himmel. Nein, um das Öl überhaupt zu gewinnen, braucht es einen Baum, den sogenannten Teebaum. Im lateinischen wird dieser auch „Melaleuca alternifolia“ genannt (nur mal so nebenbei).
Gewonnen wird das Öl durch Wasserdampf Distillation in Verbindung mit den Blättern vom Baum.
Immerhin ist es auch in der Geschichte der Aborigines erwiesen, dass diese schon die Heilkräfte des Teebaums nutzten und somit die Beste, natürliche Arznei in den Händen hielten, von der man bis jetzt weiß, dass sie existiert.
Wieso ist das Teebaumöl so wirksam?
Das liegt daran, dass das Teebaumöl mehr als fünfzig organische Verbindungen enthält. Wie diese nun alle heißen weiß ich auch nicht. Ich habe mich zwar ausreichend in der Zwischenzeit über das Öl informiert aber ich bin ja auch kein Chemiker.
Auf der Hand liegt allerdings, dass der Teebaum so viele Stoffe enthält, die man sonst fast nirgends auf der Welt findet. Und damit habe ich es ja schon angedeutet, dass das Öl einfach sehr hilfreich im alltäglichen Gebrauch ist. Denn die fünfzig Stoffe sind keine schädlichen, sondern allesamt nur nützliche, von der Natur geschaffene Dinge.
Was zeichnet das Teebaumöl aus?
Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten.
Seine hohe Wirkungskraft, die überaus große Ergiebigkeit bei der Dosierung und die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten sind „nur“ die wichtigsten Punkte dieses Öls. Inzwischen wird es auch schon in Medikamenten verwendet. Dies möchte ich in der Meinung allerdings außen vorlassen, da es direkt nichts mit dem Thema zu tun hat.
Nun will ich aber zu der eigentlichen Meinung, zu Salbe selbst, übergehen. Allerdings war es mir wichtig, euch ein wenig über das Öl zu erzählen. Denn was nützt es, wenn ich über eine Salbe schreibe, die einen Wirkstoff erhält, über den niemand etwas weiß ?
Wo habe ich es gekauft?
Gekauft habe ich dieses Balsam bzw. die Salbe im „Metzen“ Nachfolger „Mehako“. Ich denke jeder von euch kennt noch die berühmten Ramschmärkte „Metzen“. „Mehako“ ist der Nachfolger, der diese Kette übernommen hat. Ob es diese Läden bei euch auch gibt weiß ich nicht.
Aber inzwischen gibt es seit der Übernahme bei weitem nicht mehr so viel Ramsch wie zuvor. Der Laden hat sich insgesamt zu einem richtigen Schnäppchenknüllermarkt gemausert.
Normalerweise kaufe ich mir andere Teebaumölsalbe, die zwischen 5-10 DM kostet. Doch noch lange sind nicht alle gleich. Das Balsam aus dem „Mehako“ ist das Einzigste, was nahezu 100%-ig geholfen hat. Die teureren sind entweder zu viel parfümiert oder enthalten zu wenig Teebaumöl. Deshalb schreibe ich ja auch gerade über dieses Produkt.
Wie viel hat das Balsam gekostet?
Die Kosten von 3 DM (nun 1,50 €) waren wirklich sehr gering. Aber der Markt ist insgesamt sowieso durch niedrige Preise in mein Hauptaugenmerk gerückt und so finde ich dort immer wieder einmal richtige Schnäppchen.
Da die Artikel aber auch von Markenherstellern sind und sie in Massen eingekauft werden, können sie sich gerade so einen niedrigen Preis leisten. Ich denke, dass der normale Verkaufspreis zwischen 4 € und 6€ liegt.
Von wem wird das Balsam hergestellt?
Hergestellt wird es von der „ThüKosGa GmbH“ in Neuhaus. Wer die genaue Adresse haben will, dem schreibe ich sie hiermit gerne noch einmal auf.
ThüKosGa GmbH
D-98724 Neuhaus a.Rwg.
Wie viel ml sind enthalten?
Enthalten sind ganze 250 ml. Für den Preis von 3 DM finde ich das wirklich ausgesprochen billig. Ich erinnere mich gerne daran, dass ich für 1/5 der Menge schon mal 10 DM bezahlt habe.
Die Inhaltsstoffe
Auch wenn ich nicht weiß, was ein Begriff bedeutet, will ich diese trotzdem einmal hier aufführen.
Inhaltsstoffe: Petrolatum, Melaleuca alternifolia (Teebaumöl), Eucalyptus globulus (Eukalyptusöl), Parfum
Die Verpackung
Eigentlich ist es nur eine größere, weiße Dose aus Plastik mit einem grünen Aufkleber drum herum und dem Aufdruck „Meckis Kräutergarten Teebaumöl-Balsam“. Auf der Aufschrift sind einige Blumen abgebildet, die ganz einfach für den Kräutergarten von Meckis stehen.
Darüber befindet sich noch ein kleiner Slogan, der wie folgt lautet: „Altbewährt seit Generationen!“
Das hatte bei meiner Kaufentscheidung eine entscheidende Rolle gespielt. Denn es gibt viele Firmen, die mit diesem Slogan werben, da sie einfach seit Uhrzeiten schon bestehen und von kleinen Familien gegründet wurden. Und mit den meisten Produkten dieser Firmen habe ich immer gute Erfahrungen gemacht.
Der Verschluss
Verschlossen ist die Dose durch einen ganz einfachen Drehverschluss. Dieser liegt zwar breit aber doch sehr gut in der Hand und so lässt sich der Behälter des Balsams sehr gut öffnen.
Das Siegel
Damit auch sichergestellt ist, dass sich auch noch niemand an dieser Salbe vergriffen hat, befindet sich wie bei einem Nutella Glas ein Siegel auf der Dose. Ist dieses unbeschädigt und geschlossen merkt man schnell, dass diese Verpackung noch nicht geöffnet wurde.
Die Farbe des Balsams
Auf den ersten Blick erscheint die Salbe weiß mit einem gelblichen Schimmer, was sich mit dem zweiten Blick auch tatsächlich bestätigt.
Der Geruch
Da die Salbe, wie bereits schon erwähnt, parfümiert ist, riecht sie auch ein wenig danach. Dies ist allerdings kaum bemerkbar und man riecht mehr das Teebaumöl heraus wir sonst was.
Teebaumöl hat einen leicht würzigen und süßen Geruch, den meine Nase zumindest auch sehr zu schätzen weiß. Zu ergänzen wäre vielleicht noch, dass das Eukalyptusöl zumindest der Nase nach gar nicht vorhanden zu sein scheint. Aber ich möchte der Inhaltsstoffangabe einmal vertrauen.
Die Anwendung und Dosierung
Wenn man kein pures Teebaumöl benutzt, kann man die Salbe in jedem Fall auf alle Stellen auftragen. Und zwar dort wo man es gerne möchte. Das kann im Gesicht, auf dem Knie oder am Fuß sein.
Nur sollte man wirklich nur so viel auftragen, wie man auch wirklich braucht. Das heißt, wenn man sein Gesicht einreiben möchte reichen 3-4 Fingerspitzen voll. Es ist nämlich überhaupt nicht nötig, sich wie bei anderen, dünnflüssigen Salben direkt eine ganze Packung auf die Stelle zu klatschen. Also, 3-4 Fingerspitzen reichen bei jeder Anwendung völlig aus.
Die Festigkeit der Salbe
Das Balsam ist nicht zu fest aber auch nicht zu weich. Gerade richtig für ein angenehmes Auftragen auf die Haut. Die Salbe bei Zimmertemperatur zu lagern hat sich bei mir immer wieder als optimal erwiesen. In die Sonne oder in die Kälte sollte man es allerdings nicht stellen.
Die Ergiebigkeit
Wie weiter oben schon angedeutet. Wenn man sich an die Dosierungsvorschrift hält kommt man mit den 250 ml Inhalt mindestens 2 Monate aus, wenn nicht sogar noch länger. Und bei so einem Preis kann man wirklich nichts dagegen sagen.
Das Einziehen in die Haut
Es zieht wirklich sehr schnell in die Haut an. Bei einer dünn aufgetragenen Schicht dauert es maximal 10 Minuten und man spürt nicht einmal mehr, dass man überhaupt Salbe auf dem Körper hatte. Wenn man es ins Gesicht reibt und danach durch zum Beispiel sportliche Aktivitäten ins Schwitzen gerät spürt man ebenfalls nichts. Das Balsam zieht spurlos in die Haut ein.
Die Anwendungsgebiete
Das ist wohl der interessanteste Aspekt, den das Öl insgesamt zu bieten hat.
Teebaumöl ist das entzündungshemmende Mittel auf natürlicher Basis, den wir Menschen bis jetzt kennen. Es ist einfach unbegrenzt vielseitig. Die wichtigsten Punkte möchte ich nun einmal auflisten.
- bei Akne und Pickeln
- bei Neurodermitis
- bei Hautabschürfungen
- bei Brandwunden (nur 1. Grades)
- bei Prellungen und Blutergüssen
- bei Hautausschlag
- bei Schuppen
- bei trockener oder fettiger Haut
Dies sind nur einige Punkte, den das Öl zur Behandlung anbietet. Die Liste lässt sich noch ins bodenlose fortsetzen. Allerdings möchte ich diese Punkt einmal besonders hervorheben.
Vor allem Menschen, die an Neurodermitis und Akne erkrankt sind können dieses Mittel benutzen. Für Neurodermitis Patienten gilt allerdings nie pures Öl aufzutragen. Am Besten immer in Verbindung mit einer Salbe. Bei kleineren Sportunfällen lässt es sich ebenfalls gut einsetzen, um zum Beispiel die Heilung von Blutergüssen zu beschleunigen.
Gegen trockene Haut sowie bei fettiger Haut kann man es auch gut gebrauchen. Warum gerade bei zwei krassen Gegensätzen zueinander ?
Das Geheimnis liegt in dem Öl selbst. Es ist massiv entzündungshemmend und bekämpft so auch den überschüssigen Talg in der Haut bzw. gleicht die Hauteigenschaften wieder aus.
Jetzt habe ich allerdings nur äußere Anwendungsmethoden genannt. Schlucken sollte man es auch keine Fälle. Aber auch zum Gurgeln bei Hals- und Rachenbeschwerden ist es bestens geeignet und hilft schon einmal bei leichten Erkältungen oder den ersten Beschwerden.
In dem Öl zu baden ist auch ganz sinnvoll, da man somit die ganze Haut des Körpers pflegt. Allerdings löst sich Öl in normalem Wasser nicht auf und so sollte man es vielleicht mit Milch aufgießen und dann ins Wasser hinzugeben.
Die Wirkung
Da Teebaumöl, wie schon erwähnt, sehr entzündungshemmend ist, kann man die Wirkung in folgenden Worten fassen: „Einfach genial!“
Nehmen wir einmal mein Beispiel. Wenn ich mir vor dem Schlafen gehen mein Gesicht einreibe sind die Pickel am nächsten Morgen so gut wie verschwunden. Ebenfalls lässt sich dann auch schon direkt eine gesunde Gesichtshaut feststellen.
Bei Blutergüssen als weiteres Beispiel ist es derselbe Fall. Am nächsten Tag hat man weniger Schmerzen und der Bluterguss ist auch ein wenig verschwunden. Jedoch sollte man hier mit normaler Arzneisalbe noch nachhelfen.
Das Fazit
Als abschließendes Fazit kann ich das Öl nur jedem weiterempfehlen. Es ist eben das Wunder des Teebaums, was die Beschwerden schnell lindert. Durch die hohe entzündungshemmende Wirkung und der hohen Ergiebigkeit lege ich jedem ans Herz diese oder eine andere Salbe mal zu testen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-06-20 13:11:40 mit dem Titel MAIKE, ICH vermisse DICH
DAMALS
... oder auch: „Eine der schönsten Zeiten in meinem Leben.“
Es war im März 1999. Ich bekam einen Internetanschluss. Gerade noch mit meinem besten Freund zusammen in Urlaub gewesen konnte ich mich bei meiner Rückkehr darüber freuen, dass die Datenautobahn auch mich in ihren Bann zog. Es war noch die Zeit als man den Preis gar nicht einkalkulieren konnte, die Minute Internet noch 11 Pfennige kostete. Die erste Rechnung war auch alles andere als niedrig. Umgerechnet 500 DM gingen für den ersten Monat drauf. Kein Wunder das ich an dem Tag der Rechnung ein Fußballspiel hatte in dem ich total von der Rolle war. Doch wenn ich heute darüber nachdenke war es das Geld auf alle Fälle wert. Was ich gemacht habe ? Ich habe mich hauptsächlich im Radio-RPR1 Chat aufgehalten und Mails geschrieben.
Es war der Tag X, als ich mich dort im Chat anmeldete. Ich wartete auf die Bestätigung und mein Passwort, loggte mich schließlich ein und wusste gar nicht wo mir der Kopf stand, circa 60 Leute hielten sich dort gerade auf. Logisch wäre natürlich gewesen, dass man bei einer solchen Anzahl von Leuten im Chat schnell Kontakte knüpfen konnte. Doch wer schon mal in so einem Chat war weiß, dass das gar nicht so einfach ist.
Folgende Situation muss man sich einfach mal bildlich vorstellen.
Da sitzt ein 15-jähriger Junge namens Daniel vor seinem PC und loggt sich in einen Chat ein, weiß gar nicht wo ihm der Kopf steht. Fünf Minuten lang versucht er Kontakt mit Leuten aufzunehmen in dem er fragt, ob sich denn niemand mit ihm unterhalten möchte. Gerade war er schon im Begriff wieder aufzubrechen, als er folgenden Satz auf dem Bildschirm lesen konnte:
„Hallo. Ich würde gerne mit dir chatten.“
Ganz sicher bin ich mir nicht mehr, ob der Satz wirklich so lautete. Fakt ist aber, dass ich wie durch ein Wunder doch noch jemandem zum Plaudern gefunden hatte. Die ersten Sätze beliefen sich darauf, dass ich gar nicht wusste, was man eigentlich nun schreiben sollte. Denn ich war ja neu. Und wie aus dem Nichts sagte mir mein gegenüber auch, dass sie ebenfalls neu im Chat sei. Ja, es war eine SIE und nannte sich MAIKAEFER, ich nannte mich, wie sollte es auch anders sein, SCHMIDDI.
So kamen wir eben ins Gespräch bis sie bald gehen musste. Ich fragte noch schnell nach ihren Namen und sie nach meinem und natürlich nach der Mailadresse. Es stellte sich heraus das sie im wahren Leben MAIKE hieß und aus der Nähe von Wiesbaden kam.
Alles nahm somit seinen Lauf. Man schrieb sich Mails, verabredete sich für den Chat. Dies ging immer wieder hin und her.
Das Komische an der ganzen Sache war folgendes. Normalerweise hält man sich im Chat auf und labert mit jemandem. Nichts Tolles ist an der ganzen Sache, denn fast jeder in einem solchen Chat ist absolut langweilig und lustlos, sprich man kann mit seinem Gegenüber nur in Richtung Smalltalk reden. Es kommt einfach nicht vernünftiges zustande und häufig denkt man sich man hätte es mit einem Bot zu tun, der bei einem geschriebenen Satz automatisch eine Antwort generiert.
Doch mit Maike war einfach alles anders. Von Anfang an verstanden wir uns prächtig. Es war, als ob ich sie schon ewig kennen würde und nur aus den Augen verloren hätte. Von Tag zu Tag wurden die Mails länger und länger. Wenn ich Mittags aus der Schule kam und gegessen hatte war das Erste was ich tat eine Mail zu beantworten, und zwar von ihr. Dies wiederholte sich noch ein bis zwei Mal am Tag, um am späten Abend endlich seinen erholsamen Schlaf zu genießen.
„Nicht das man mich hier nun falsch versteht. Ich habe zu dem Zeitpunkt in keiner Weise meine Freunde vernachlässigt. Am Anfang war das Internet eine Art Medium für mich, welches ich unbedingt erforschen musste. Mit der Zeit hielt ich mich aber nur noch im Internet auf, um Mails zu schreiben und um mit ihr hin und wieder einmal zu chatten.“
Zugegeben war die längste Mail welche wir uns je schrieben um die 12 DIN-A4 Seiten lang. Wir schrieben uns richtige Aufsätze über Gott und die Welt. Manche würden dies nun vielleicht schon als krankhaft beurteilen. Doch war es das nicht, es war einfach viel mehr als ich mir jemals erträumt hätte. Maike war für mich zu einer Person in so kurzer Zeit geworden mit der ich einfach über alles schreiben konnte und sie mit mir auch. Wir speicherten jede unserer Mails auf Diskette ab. Diese waren wie Urkunden, ja keine durfte davon verloren gehen. Vielleicht mochte man sich ja in Zukunft noch mal an die Mails erinnern und/oder diese lesen.
Was als normaler Kontakt begonnen hatte entwickelte sich somit inzwischen zu einer wahren Sucht sich zu schreiben. Ich kochte innerlich regelrecht, wenn durch ein irgendwie Fehler mal die Internetverbindung nicht funktionierte. Man schrieb sich somit bis auf ein paar Ausnahmen tagtäglich. Es war wie ein Telefonat, welches nicht enden wollte, man hatte immer wieder neue Sachen zu erzählen.
Den Höhepunkt der ganzen Sache wurde letztendlich erreicht, als sie in den Sommerferien 1999 drei Wochen in Urlaub war. Natürlich hörte man nichts voneinander und in mir war etwas, was ich als völlige Leere bezeichnen würde. Ab dem Zeitpunkt wusste ich auch, dass Maike sozusagen meine beste Freundin wurde, die ich um nichts in der Welt wieder hergeben wollte. Mit ihr konnte ich über alles schreiben und jeder wird mir bestätigen, dass ein Verhältnis zu einer besten Freundin einfach etwas anderes als zu seinem besten Freund ist. Doch ging es mir etwas besser, als ich eine Postkarte von ihr erhielt auf der stand, dass sie mir einen Brief schickt, wenn sie wieder aus dem Urlaub zurück ist. Zu meinem erstaunen kam dann kein gewöhnlicher Brief bei mir an. Es war ein Brief, den sie im Urlaub geschrieben hatte, jeden Tag eigentlich mehrmals. Insgesamt machten es somit um die 26 Seiten auf Vorder- und Rückseite natürlich. Da war der Daniel endlich wieder glücklich, als er den riesigen Brief in den Händen hielt.
Währenddessen sollte die Zeit anbrechen in der wir uns nur noch Faxe und keine Mails mehr schickten da sie nicht mehr durfte (wegen zu hoher Internetkosten). Doch so schlau wie Frau nun einmal ist kam sie eben auf die Idee, dass wir uns doch die eben genannten Faxe schicken könnten. Gesagt, getan. Und so lief das Fax tagtäglich richtig heiß. Morgens erhielt ich ein Guten-Morgen-Fax, abends eben ein Gute-Nacht Fax, umgedreht war dies natürlich auch der Fall. Hieraus kann man schlussfolgern, dass das Faxen letztendlich teurer war. Aber stoppen konnte uns nun einmal niemand.
Im September muss es gewesen sein, als wir das erste mal miteinander telefonierten. Ehrlich gesagt war dies ein total komisches Gefühl. Es ist eben ein Unterschied, ob man sich nun per Mail zuquasselt oder ob man dies per Telefon tat. Ich bin kein Mensch der Probleme mit dem Telefonieren hat aber hier kostete es mich verdammt viel Überwindung. Bis heute weiß ich noch nicht genau warum. Es war eben eine gewisse Angst dabei, welche Stimme sich hinter der Person versteckte mit der man tagtäglich in Kontakt stand. Allerdings war das Telefonat wohl so interessant, dass ich glatt das Abendessen sausen ließ und 2 1/2 Stunden mit ihr schwätzte.
Im November war es soweit, als wir uns das erste und letzte Mal trafen. Ich fuhr mit meinem Eltern nach Niedernhausen. Meine Eltern fuhren solange in Hessen rum, während ich den Tag mit ihr in Wiesbaden verbrachte und uns im Kino noch einen Film anschauten. Nun bin ich leider der Mensch der verdammt viel nachdenkt. Nebenbei angemerkt war ich damals auch ein noch anderer Typ wie heute. Ich war damals 15 und suchte nah meinem ICH, steckte also mitten in der Pubertät. So dachte ich die ganze Zeit „was wäre wohl wenn ...“ ... ja, was wäre dann ? Ich wusste gar nicht genau worüber ich genau an diesem Tag nachdachte.
Ich sage immer: „Das reale Dasein scheint manchmal schon recht surreal zu sein. Wie kann das surreale Dasein im Internet dann real sein ?“
Was ich damit sagen will ist folgendes. Im realen Leben ist man einfach anders als in diesem Käfig des Internets. Maike und ich hatten uns wohl damals erhofft den gleichen Menschen wieder zu treffen, den man im Netz kennen gelernt hatte. Das dies nicht der Fall sein kann ist klar. Ich will nicht sagen, dass wir total anders waren. Aber 1% reicht doch schon aus um das Bild der traumhaften Einbildung seinen Gegenübers zu verzerren.
Wir verstanden uns an dem Tag prächtig. Nur ich redete nicht wirklich viel, hielt mich etwas zurück. Ich hatte Angst vor dem Abend an dem ich wieder fahren musste. Was würde danach sein, wie würde es weitergehen ? Sieht man sich nun öfters ? Wird alles so sein, wie es immer war oder hatte sich durch das Treffen nun etwas geändert ?
Nebenbei war ich aber auch von diesem Treffen wie verzaubert. Ich fiel einfach aus allen Wolken, als wir uns eben das erste Mal gegenüber standen, dass ich an diesem Tag eben teilweise die Sprache verloren habe. Vor unserem Abschied schenkte sie mir noch alle gesammelten Faxe aus dem Zeitraum von fünf Monaten. Als ich schließlich wieder im Auto saß war ich so traurig wie nur selten in meinem Leben.
Als ich am Abend zu Hause ankam entschied ich mich dagegen noch auf die alljährliche Party in unserem Dorf zu gehen. Ich verschanzte mich in meinem Zimmer und heulte bitterlich und so viel wie meine Tränendrüsen hergaben. Das Schlimme ist, dass ich gar nicht weiß warum eigentlich. Heute denke ich, dass es wie eine innere Uhr in mir war, welche zu ticken begann.
Es war langsam Weihnachten, die Zeit für Geschenke. Immer wieder werde ich mich daran erinnern, was dieses Geschenk von Maike für eine Bedeutung für mich hat. Sie schenkte mir einen ganz normalen Kugelschreiber. An sicht nichts Besonderes. Doch es war typisch für diese Person, welche voller Überraschungen und Ideen steckte. Dabei lag eine kleine Karte in der folgender Satz stand: „Wenn du mit diesem Kuli schreibst, sollst du dich jedes Mal an mich erinnern.“ Und ja, ich erinnere mich jedes Mal, wenn ich mit diesem Kuli schreibe, dazu aber noch mehr.
Anfang 2000 war es, als wir den Kontakt erst einmal abgebrochen haben – für ungefähr zwei Monate. Sie wollte damals einfach eine Pause, da ihr der Kontakt einfach über den Kopf wuchs. Klar war, dass es eine wirkliche Freundschaft war, wenn wir diese Pause zusammen überstanden. Und ich freute mich natürlich wie ein kleines Kind als sie sich eines Tages per Mail wieder bei mir meldete. Was mir zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht klar war ... ich steuerte sozusagen auf den absoluten Höhepunkt meiner Pubertät zu. Es war der Zeitpunkt in dem ich mich entscheiden musste, ob ich nun langsam erwachsen werde oder ob ich weiter wie ein Kind denken wollte. Das Schlimme ist ja, dass ich mich so wie viele andere einfach nicht entscheiden konnte.
Anfangs standen wir noch regelmäßig unter Kontakt bis ich mich schließlich nur noch meldete, wenn ich irgendwelche Probleme hatte. Maike meinte darauf ich würde mich eben nur noch dann melden und sie als seelischen Mülleimer benutzen. Ich stritt dies natürlich ab. Fakt ist jedoch, dass sie damit absolut Recht behalten sollte. Dabei hatte ich zwei Wochen für dem Zeitpunkt noch ein stundelanges Gespräch per ICQ mit ihr, wo wir uns auch noch über das damalige Treffen unterhielten und warum ich so stumm war.
Es begann letztendlich die Zeit in der ich meine ersten Zigaretten rauchte, ab und zu mal dem Alkohol in Versuchung fiel und wie fast jeder andere auch Partys feiern wollte. Es gehört eben zum Erwachsen werden dazu in der heutigen Zeit einfach mal aus der Reihe zu tanzen. Doch hätte ich mir das auch alles ersparen können, denn durch dieses Benehmen wurde ich bestimmt nicht annähernd erwachsen. Fakt ist jedoch, dass ich kaum mehr an Maike dachte und mich irgendwann einfach nicht mehr bei ihr meldete.
Den Höhepunkt erreichte die ganze Geschichte, als ich ihren Geburtstag vergaß. Ich entschuldigte mich per SMS bei ihr, dass dies nur ein Versehen war. Doch im Grunde wusste ich, dass das der Anfang vom Ende war – im Februar 2001. Nebenbei hatte sie während der Zeit in der ich mich nicht mehr meldete jemanden kennen gelernt und ich dachte einfach das sie mich ja dann nicht mehr bräuchte.
Und so vergaß ich Maike und die schöne Zeit mit ihr ...
HEUTE
... oder auch: „Wenn nichts mehr so ist wie es war.“
Zugegeben hatte ich die Person Maike schon ganz vergessen gehabt. Bis ich eines Nachts einen Traum hatte in dem sich alles nur um die drehte. Ich weiß nicht mehr was es war und worum es ging. Ich weiß nur noch, dass ich seit dem Zeitpunkt fast tagtäglich an sie denken muss. Mir schwirren jede Menge Fragen und Gedanken im Kopf herum. Und da ich schon seit längerer Zeit krank bin bleibt mir ob ich will oder nicht ohnehin mehr Zeit zum Denken.
In meiner Schublade liegen noch immer die Faxe und ein kleines von ihr entworfenes Heft voller Gedichte. Die Briefe hatte ich irgendwann mal weg geschmissen, da ich nichts mehr schriftliches von ihr haben wollte, was mich an die Zeit erinnert. Zwei Bilder habe ich ebenfalls noch, in der sie immer wieder strahlt.
Was ich mich heute frage ? Tja, strahlt sie immer noch so ? Wer ist dieser Mensch den ich mal als beste Freundin bezeichnet habe ? Was hat sie in dieser Zeit alles gemacht und erlebt ? Wie geht es hier jetzt ? Ist sie noch glücklich und hat vielleicht einen Freund ?
Das sind alles Fragen die einen natürlich interessieren. Vielleicht mögen mich einige für verrückt halten, aber seit Februar schreibe ich schon an einem Brief. Ja, seit so vielen Monaten ...
Zugegeben habe ich einfach Angst vor der Situation in der ich den Brief abschicken würde. Kennt sich mich überhaupt noch, wenn sie meinen Namen liest ? Wird sie zurück schreiben ? Wird sie den Brief überhaupt lesen oder direkt wegschmeißen ? Wird sie zurück schreiben und mir sagen, dass sie keinen Kontakt möchte ?
Fragen über Fragen und noch viel mehr Fragen die ich hätte. Eines ist sicher. Schreibe ich ihr nicht werde ich nie Antworten auf die Fragen erhalten. Aber was ist wenn ich ihr schreibe und ich bekomme keine Antwort ? Ich weiß nicht, wie ich darüber denken bzw. wie ich es verkraften soll. Es ist schon komisch. Da werde ich krank und habe Zeit zum Nachdenken und merke erst jetzt mit 19 Jahren, das mir eine ganz bestimmte Person in meinem Leben fehlt. Niemals werde ich diese Person durch eine andere ersetzen können, soviel ist mir klar. Das war einmalig und wird auch einmalig bleiben. Selbst wenn ich wieder Kontakt zu ihr haben sollte wird es nicht so werden wie es mal war – zu 90%iger Wahrscheinlichkeit nicht.
Wieso ? Das ist die Frage die ich mir stelle. Wieso musste ich Idiot damals den Kontakt abbrechen ? War es vielleicht Schicksal um eines Tages wieder mit ihr in Kontakt zu treten ? Sollte ich während dieser Zeit dazulernen was es heißt einen Menschen verloren zu haben den man nie verlieren wollte ? Oder habe ich etwas Schlimmes getan, was mich nun bis ans Ende meines Lebens verfolgen soll – nämlich keinen Kontakt mit einer der wenigen Personen in meinem Leben zu haben, die mir so sehr ans Herz gewachsen war ?
Ich weiß es nicht und wie gesagt werde ich es nie wissen, wenn ich nicht nach den Antworten suche. Aber ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich habe einfach Angst vor dem Tag an dem ich mich bei ihr melden würde. Damals dachte ich noch sie würde sich schon wieder bei mir melden. Wie konnte ich nur so naiv sein ? Sie hatte doch gar keinen Grund dazu. Selbst heute denke ich noch sie würde sich irgendwann mal wieder melden. Aber das glaube selbst ich inzwischen nicht mehr, ich rede es mir ehrlich gesagt nur ein.
„Einige Sätze in diesem Bericht sind mir wie ein Stein vom Herzen gefallen, andere haben mich etliche Tränen gekostet. Nun werde ich ins Bett gehen und noch ein wenig nachdenken, um knapp 04:00 Uhr in der späten Nacht. Ich danke allen für das Lesen des Berichtes und bin gespannt auf eure Kommentare.“



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