Erfahrungsbericht von Hopsten
Er ist wieder da
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Wie in jedem Jahr besucht er uns regelmäßig und unterlegt unseren gepflegten Rasen mit seinen Zickzack Gängen. Ich spreche von unserem Maulwurf, der sich in unserem Garten \"sauwohl\" fühlt und fast allen Vertreibungsversuchen getrotzt hat. Ich mag Maulwürfe und könnte ihnen nie etwas antun. Wer sich so ein niedliches Tierchen mal genauer betrachtet hat, wird mich verstehen.
Doch wenn der Garten im wahrsten Sinne des Wortes \"umgegraben\" wird, ist das nicht besonders lustig und sieht auch nicht toll aus. So holten wir uns im Laufe der Jahre immer wieder Tipps von Nachbarn und Freunden ein die, ich nehme es einfach mal vorweg, nichts brachten.
So wurde uns empfohlen in der Abenddämmerung Stellung vor dem Maulwurfhügel zu beziehen und zu warten, bis der kleine Kerl anfängt zu graben. Das sieht man daran, dass sich die oberste Schicht der Erde bewegt. Dann soll man schnell mit dem Spaten tief in den Hügel stechen und die Erde samt Maulwurf auf den Rasen befördern. Da Maulwürfe bei Tagslicht blind sind, kann man sie leicht fangen und einige Straßen weiter in Nachbars Garten entsorgen*g*
Mein Mann und ich standen wie erstarrt lange Zeit vor dem Hügel, doch der Wühler hatte wohl den sechsten Sinn, denn er ließ uns einfach stehen und warten und es geschah zunächst nichts.Doch wir versuchten es einen Tag später noch ein Mal und als sich schließlich die Erde auf dem frisch aufgeworfenen Hügel leicht bewegte, stach mein Mann hastig zu... doch ohne sichtbaren Erfolg. Den Maulwurf hatten wir nicht.
Ein weiterer Tipp brachte auch nicht den erwünschten Erfolg, stattdessen nur Arbeit. Wir sollten einfach den Lauf des Maulwurfs an Hand der Hügel zurück verfolgen und dieses Strecke umgraben und dem Maulwurf dann sozusagen den Zugang zu unserem Garten erschweren. Wir versuchten es, doch wohl nur sehr halbherzig. Einen Tag hatten wir auch Ruhe, weil sich das arme Tier wohl erschreckt hatte, doch am nächsten Tag war er wieder da und hatte bereits voller Begeisterung weitergegraben.
Nun gibt es ja auch Mittelchen zu kaufen. Gifte, die ich in die Hügel und Gänge streuen kann, Rauch, der durch die Höhlen geblasen wird oder das Überfluten der Gänge mit Hilfe eines Garetenschlauchs. Vielleicht bringen diese Tipps ja etwas, doch für mich kamen sie nicht in Frage. Ich wollte das Tier auf keinen Fall töten. Allerdings waren wir mittlerweile waren ziemlich hilflos und konnten nur zusehen, wie sich unserer Rasen langsam in eine Kraterlandschaft verwandelte. Doch dann las ich in einer Zeitschrift zufällig einen Bericht über Maulwürfe und bekam kostenlos einen Rat wie ich ihn überzeugen könnte, meinen Garten zu verlassen.
Dieser Tipp ist nicht nur für Maulwürfe gültig sondern hilft auch bei Wühlmäusen. Diese Tiere lieben ihre Ruhe. Alles Laute und Unruhige mögen sie nicht. Geräusche an der Erdoberfläche übertragen sich sehr deutlich bis in die Gänge der Mäuse und Maulwürfe und sind für deren empfindliche Ohren höchst unangenehm. Regelmäßiges Dröhnen und Stampfen, Springen und Rennen stört die Tiere auf Dauer und sie verlassen freiwillig und fluchtartig den Garten.
Ich wollte es zuerst nicht glauben und kam mir auch etwas komisch vor, als mein Mann und ich bei jeder Gelegenheit auf die aufgeworfenen Hügel traten und alles niederstampften. Doch der Erfolg gab dieser harmlosen Methode recht. Es dauerte einige Tage, da war mein Maulwurf weg. Ich bemerkte es erst gar nicht. Doch dann viel mir auf, dass es keine neu aufgeworfenen Hügel mehr gab. Diese ständige Unruhe um ihn herum, war ihm wohl zu viel.
Ich hoffe wir haben für dieses Jahr Ruhe. Doch ich befürchte, dass uns das liebe Tier im nächsten Sommer wieder heimsuchen wird. Wir werden es weiterhin mit der \"Stampfmethode\" versuchen und sollte sich der Maulwurf an diese Geräuschkulisse gewöhnen und sich nicht mehr verscheuchen lassen, werden wir wohl mit ihm in unserem Garten zusammen leben müssen, so lange er möchte,*g*
Hopsten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-23 18:35:24 mit dem Titel Ade, ihr armen Motten
Der Geruch von Mottenkugeln wird mich wohl ewig verfolgen. Ich hatte mal eine Tante, die uns regelmässig besuchte und so bald sie ihren Mantel auszog, stank alles nach Mottenkugeln. Der Flur, der Mantel und die Tante. Mottenkugeln sondern einen dumpfen, muffigen und staubigen Geruch ab. Fürchterlich unangenehm. Ich mied meine Tante, wo ich nur konnte, doch sie liebte es, uns Kinder immer wieder herzlich zu umarmen. Auch im Kleiderschrank meiner Mutter fand ich schon mal solch komische Kugeln und da schwor ich mir, dieses Zeug nie im Leben zu benutzen.
Doch leider kommt man in seinem eigenen Haushalt manchmal nicht umhin, Motten vernichtende Mittel einzusetzen. So schleppe ich in jedem Jahr unsere Wintermäntel auf den Speicher, sobald die ersten Sonnenstrahlen da sind. Und im Herbst geschieht das Gleiche mit den Sommersachen. Nun habe ich auch noch diverse Kleidungsstücke, von denen ich mich noch nicht trennen kann. Um zu verhindern, dass sich die Motten dort mit der Zeit breit machen, muss ich etwas gegen diese Tieren unternehmen. Ich will sie nicht töten, sondern verhindern, dass sie überhaupt kommen.
So habe ich mir in der Drogerie Mottenblätter gekauft. In einer Packung liegen 12 Papierblätter, die ungefähr so riechen wie die Mottenkugeln. Vielleicht nicht ganz so extrem. Diese Blätter habe ich gut verteilt. Ich stopfte sie zwischen die Kleidungsstücke, packte sie halb in Manteltaschen oder Innentaschen. Jedenfalls konnten sie ihr Gift verbreiten und die Motten bei einem Angriff abwehren oder vielleicht sogar töten, wie fürchterlich.
Oben auf dem Speicher habe ich nicht so ein großes Problem mit dem Gestank. Doch unten in meinem richtigen Wäscheschrank möchte ich den Geruch nicht haben. So habe ich mir Lavendelsäckchen gekauft. Lavendel soll die Motten sicher abwehren. Ich hänge die Säckchen einfach mit über den Kleiderbügel und hoffe, dass sie ihre Pflicht tun.
Doch der beste Tipp ist eigentlich das regelmässige Reinigen der Schränke. Motten mögen es dunkel, stickig und ruhig. Wenn ich nun immer mal wieder die Wäsche verücke, den Kleiderschrank anders ordne, kurz: wenn Bewegung im Schrank herrscht, kommen die Motten nicht. Das mögen sie nicht. Unruhe meiden sie.
Auch das wirklich nur ganz kurze Auswischen mit einem feuchten Tuch bringt Frische und Leben in den Schrank, was für die Motten mehr als störend ist. Ich mache das wirklich ab und zu und zwischenzeitlich lege ich zur Absicherung, diese Lavendelsäckchen hinein.
Motten hatte ich noch keine. Sie haben bei mir aber auch keine Chance. Meine Abwehrmethoden sind wohl erste Sahne, denn sie wirken. Von einer Freundin weiss ich, wie lästig, ja sogar ekelig ein Mottenbefall sein kann und wieviel Mühe und Arbeit es macht, die Parasiten wieder los zu werden. Deshalb beuge ich mit den kleinen Mitteln lieber schon mal vor, was nicht nur für meine Garderobe besser ist, sondern auch für die Motten.
Hopsten
Doch wenn der Garten im wahrsten Sinne des Wortes \"umgegraben\" wird, ist das nicht besonders lustig und sieht auch nicht toll aus. So holten wir uns im Laufe der Jahre immer wieder Tipps von Nachbarn und Freunden ein die, ich nehme es einfach mal vorweg, nichts brachten.
So wurde uns empfohlen in der Abenddämmerung Stellung vor dem Maulwurfhügel zu beziehen und zu warten, bis der kleine Kerl anfängt zu graben. Das sieht man daran, dass sich die oberste Schicht der Erde bewegt. Dann soll man schnell mit dem Spaten tief in den Hügel stechen und die Erde samt Maulwurf auf den Rasen befördern. Da Maulwürfe bei Tagslicht blind sind, kann man sie leicht fangen und einige Straßen weiter in Nachbars Garten entsorgen*g*
Mein Mann und ich standen wie erstarrt lange Zeit vor dem Hügel, doch der Wühler hatte wohl den sechsten Sinn, denn er ließ uns einfach stehen und warten und es geschah zunächst nichts.Doch wir versuchten es einen Tag später noch ein Mal und als sich schließlich die Erde auf dem frisch aufgeworfenen Hügel leicht bewegte, stach mein Mann hastig zu... doch ohne sichtbaren Erfolg. Den Maulwurf hatten wir nicht.
Ein weiterer Tipp brachte auch nicht den erwünschten Erfolg, stattdessen nur Arbeit. Wir sollten einfach den Lauf des Maulwurfs an Hand der Hügel zurück verfolgen und dieses Strecke umgraben und dem Maulwurf dann sozusagen den Zugang zu unserem Garten erschweren. Wir versuchten es, doch wohl nur sehr halbherzig. Einen Tag hatten wir auch Ruhe, weil sich das arme Tier wohl erschreckt hatte, doch am nächsten Tag war er wieder da und hatte bereits voller Begeisterung weitergegraben.
Nun gibt es ja auch Mittelchen zu kaufen. Gifte, die ich in die Hügel und Gänge streuen kann, Rauch, der durch die Höhlen geblasen wird oder das Überfluten der Gänge mit Hilfe eines Garetenschlauchs. Vielleicht bringen diese Tipps ja etwas, doch für mich kamen sie nicht in Frage. Ich wollte das Tier auf keinen Fall töten. Allerdings waren wir mittlerweile waren ziemlich hilflos und konnten nur zusehen, wie sich unserer Rasen langsam in eine Kraterlandschaft verwandelte. Doch dann las ich in einer Zeitschrift zufällig einen Bericht über Maulwürfe und bekam kostenlos einen Rat wie ich ihn überzeugen könnte, meinen Garten zu verlassen.
Dieser Tipp ist nicht nur für Maulwürfe gültig sondern hilft auch bei Wühlmäusen. Diese Tiere lieben ihre Ruhe. Alles Laute und Unruhige mögen sie nicht. Geräusche an der Erdoberfläche übertragen sich sehr deutlich bis in die Gänge der Mäuse und Maulwürfe und sind für deren empfindliche Ohren höchst unangenehm. Regelmäßiges Dröhnen und Stampfen, Springen und Rennen stört die Tiere auf Dauer und sie verlassen freiwillig und fluchtartig den Garten.
Ich wollte es zuerst nicht glauben und kam mir auch etwas komisch vor, als mein Mann und ich bei jeder Gelegenheit auf die aufgeworfenen Hügel traten und alles niederstampften. Doch der Erfolg gab dieser harmlosen Methode recht. Es dauerte einige Tage, da war mein Maulwurf weg. Ich bemerkte es erst gar nicht. Doch dann viel mir auf, dass es keine neu aufgeworfenen Hügel mehr gab. Diese ständige Unruhe um ihn herum, war ihm wohl zu viel.
Ich hoffe wir haben für dieses Jahr Ruhe. Doch ich befürchte, dass uns das liebe Tier im nächsten Sommer wieder heimsuchen wird. Wir werden es weiterhin mit der \"Stampfmethode\" versuchen und sollte sich der Maulwurf an diese Geräuschkulisse gewöhnen und sich nicht mehr verscheuchen lassen, werden wir wohl mit ihm in unserem Garten zusammen leben müssen, so lange er möchte,*g*
Hopsten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-23 18:35:24 mit dem Titel Ade, ihr armen Motten
Der Geruch von Mottenkugeln wird mich wohl ewig verfolgen. Ich hatte mal eine Tante, die uns regelmässig besuchte und so bald sie ihren Mantel auszog, stank alles nach Mottenkugeln. Der Flur, der Mantel und die Tante. Mottenkugeln sondern einen dumpfen, muffigen und staubigen Geruch ab. Fürchterlich unangenehm. Ich mied meine Tante, wo ich nur konnte, doch sie liebte es, uns Kinder immer wieder herzlich zu umarmen. Auch im Kleiderschrank meiner Mutter fand ich schon mal solch komische Kugeln und da schwor ich mir, dieses Zeug nie im Leben zu benutzen.
Doch leider kommt man in seinem eigenen Haushalt manchmal nicht umhin, Motten vernichtende Mittel einzusetzen. So schleppe ich in jedem Jahr unsere Wintermäntel auf den Speicher, sobald die ersten Sonnenstrahlen da sind. Und im Herbst geschieht das Gleiche mit den Sommersachen. Nun habe ich auch noch diverse Kleidungsstücke, von denen ich mich noch nicht trennen kann. Um zu verhindern, dass sich die Motten dort mit der Zeit breit machen, muss ich etwas gegen diese Tieren unternehmen. Ich will sie nicht töten, sondern verhindern, dass sie überhaupt kommen.
So habe ich mir in der Drogerie Mottenblätter gekauft. In einer Packung liegen 12 Papierblätter, die ungefähr so riechen wie die Mottenkugeln. Vielleicht nicht ganz so extrem. Diese Blätter habe ich gut verteilt. Ich stopfte sie zwischen die Kleidungsstücke, packte sie halb in Manteltaschen oder Innentaschen. Jedenfalls konnten sie ihr Gift verbreiten und die Motten bei einem Angriff abwehren oder vielleicht sogar töten, wie fürchterlich.
Oben auf dem Speicher habe ich nicht so ein großes Problem mit dem Gestank. Doch unten in meinem richtigen Wäscheschrank möchte ich den Geruch nicht haben. So habe ich mir Lavendelsäckchen gekauft. Lavendel soll die Motten sicher abwehren. Ich hänge die Säckchen einfach mit über den Kleiderbügel und hoffe, dass sie ihre Pflicht tun.
Doch der beste Tipp ist eigentlich das regelmässige Reinigen der Schränke. Motten mögen es dunkel, stickig und ruhig. Wenn ich nun immer mal wieder die Wäsche verücke, den Kleiderschrank anders ordne, kurz: wenn Bewegung im Schrank herrscht, kommen die Motten nicht. Das mögen sie nicht. Unruhe meiden sie.
Auch das wirklich nur ganz kurze Auswischen mit einem feuchten Tuch bringt Frische und Leben in den Schrank, was für die Motten mehr als störend ist. Ich mache das wirklich ab und zu und zwischenzeitlich lege ich zur Absicherung, diese Lavendelsäckchen hinein.
Motten hatte ich noch keine. Sie haben bei mir aber auch keine Chance. Meine Abwehrmethoden sind wohl erste Sahne, denn sie wirken. Von einer Freundin weiss ich, wie lästig, ja sogar ekelig ein Mottenbefall sein kann und wieviel Mühe und Arbeit es macht, die Parasiten wieder los zu werden. Deshalb beuge ich mit den kleinen Mitteln lieber schon mal vor, was nicht nur für meine Garderobe besser ist, sondern auch für die Motten.
Hopsten



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