Über Themen mit M Testbericht

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Erfahrungsbericht von vanny085

all about Mehndi

Pro:

bleibt nicht ewig(hält 10-14 Tage)

Kontra:

sehr zeitaufwendig

Empfehlung:

Nein

Mehndi ist eine über 500 Jahre alte Kunst der Hautmalerei mit Henna, die ursprünglich in Indien und Nordafrika verbreitet war. ``Mehndi`` ist Hindi und bezeichnet sowohl die Henna-Pflanze als auch die Henna-Malerei. Das grüne Henna-Pulver wird mit einer speziellen Flüssigkeit zu einer Paste angerührt und traditionell mit dünnen Stäben aus Holz oder Metall in den verschiedensten Mustern auf die Haut aufgetragen. Einfacher zu handhaben sind Applikationsflaschen oder Spritzbeutel. Anfänger nehmen am besten fertige Henna-Paste aus der Tube.

WAS IST HENNA?
Henna(auch Hinna, Henne, Mehndi) ist ein natürlicher, rötlich brauner Farbstoff, der aus den pulverisierten Blättern des Henna-Strauches gewonnen wird. Schon seit 5000 Jahren benutzen die Menschen Henna als Heil- und Färbemittel. Bei uns kannte man Henna-Pulver bisher vor allem als Haarfärbemittel oder als Pflegemittel für fettiges Haar. In Asien und Afrika verwendet man es aber auch als Sonnenschutzmittel und wegen seiner keimtötenden, antibakteriellen Wirkung als Medizin. Außerdem weiß man in den heißen Klimazonen seine zusammenziehende Eigenschaft als natürliches Deo und Mittel zur Hautkühlung zu schätzen.

DIE FÄRBEKRAFT VON HENNA
Naturbelassenes Henna-Pulver färbt nur im rötlich-braunen Bereich. Der individuelle Farbton hängt dabei sowohl von der Qualität des Henna-Pulvers als auch von der eigenen Hautfarbe und der Pflege des Mehndi ab. Je grüner das Pulver aussieht, desto frischer ist es und desto stärker sind seine Färbeeigentschaften. VORSICHT: schwarzes Henna ist immer mit künstlichen Farbstoffen versetzt, die zum Teil sehr giftig sein können und zu Allergien und anderen Hautschäden führen können. Außerdem färbt schwarzes Henna-Pulver die Haut nicht schwarz, sondern grau.

WICHTIGE ZUTATEN UND HILFSMITTEL
Vor allem braucht man genügend Zeit. Die Vorbereitung, das Herstellen, Auftragen und Trocknen der Henna-Paste erfordert sehr viel Zeit und Geduld. Das brauchst du:
Ø Henna-Paste (selbst gemacht oder fertig gekauft) oder einen Henna-Stift
Ø Zitronensaft und Zucker zum Intensivieren der Hautfärbung
Ø Schablonen oder Pauspapier(aus`m Schreibwarenladen, Butterbrotpapier geht zur Not auch) und Filz- oder Kopierstift, wenn du nicht freihändig zeichnen möchtest
Ø Latexhandschuhe(Apotheke) zum Anrühren und Umfüllen der Henna-Paste
Ø Spritztütchen oder –fläschchen wenn du selbst gemachte Henna-Paste verwendest
Ø Etwas Eukalyptusöl zur Vorbehandlung der Haut
Ø Zahnstocher und Wattepads zum korrigieren und ausdünnen zu dick geratener Linien
Ø Wattepads, um das Mehndi während der Einwirkzeit mit der Zitronensaft-Zucker-Mischung zu betupfen und um die eingetrocknete Henna-Kruste zu entfernen
Ø Störende Härchen entfernst du vor dem Einfärben der Haut am besten mit einem Nassrasierer

HENNA-PASTE SELBER HERSTELLEN
1. ½ Liter Wasser mit 2 EL Kaffeepulver, 4 EL schwarzem Tee(oder 4 Teebeutel) und 2 EL Tamarindenpaste(aus dem Asialaden, gibt dem Mehndi eine bräunlichere Färbung) aufkochen und etwa eine Stunde bei schwacher Hitze vor sich hinköcheln lassen. Nach dem Abkühlen die Mischung durch eine Kaffeefiltertüte gießen um alle Partikelchen herauszubekommen.
2. den Saft von ½ Zitrone dazugeben und den Sud nochmals aufkochen lassen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen
3. 30g frisches, grünes Henna-Pulver mehrfach sieben um eventuelle Reste von Pflanzenteilen zu entfernen
4. wenn die Flüssigkeit etwas abgekühlt ist, rührst du sie nach und nach unter das Henna-Pulver, bis eine glatte, dickflüssige Masse entstanden ist. Die Masse darf auf keinen Fall zu dünn sein, lieber etwas zu fest, denn dann kann man sie nachträglich noch mit ein paar Tropfen Zitronensaft geschmeidiger machen
5. Die Paste muss nun an einem trockenem Ort mindestens 4 Stunden, besser noch über Nachen, ruhen damit sich ihre Färbekraft richtig entwickeln kann. Dann kannst du sie verwenden!

DIE HAUT VORBEREITEN
Zunächst muß man einige Vorbereitungen treffen: Da Henna sehr intensiv färbt und aus Kleidung kaum wieder zu entfernen ist, sollte man seine ältesten Klamotten anziehen und die Malunterlage mit Zeitungen oder alten Tüchern abdecken. Damit das Mehndi perfekt wird und möglichst lange hält, musst du die entsprechende Hautpartie gründlich von Schmutz und Fett befreien. Wenn nötig rasierst du die Stelle zuerst, danach wäschst du sie gründlich und machst ein Peeling. Anschließend reibst du die Haut mit Eukalyptusöl oder speziellem Mehndi-Öl gut ein- das intensiviert die Farbe.

SO KOMMT DAS MEHNDI AUF DIE HAUT
v Super für Anfänger sind Schablonen. Am praktischsten sind selbstklebende Schablonen, die auf die gereinigte Haut geklebt werden. Die freien Stellen füllst du dann mit der Henna-Paste oder dem Henna-Stift aus. Wichtig ist, dass keine Paste unter die Schablone kommt und das Motiv verschmiert. Wenn die Paste etwas angetrocknet(sie glänzt nicht mehr und sieht matt aus), aber noch nicht völlig durchgetrocknet ist, entfernt man die Schablone vorsichtig. Sie lässt sich leicht mit Wasser reinigen.
v Eine andere Methode ganz schnell schöne Muster auf die Haut zu zaubern, ist das Abpausen, die so genannte Transfermethode. Dazu paust du das gewünschte Motiv mit einem Filzstift auf ein transparentes Papier. Anschließend ölst du die ausgewählte Hautstelle gut ein oder befeuchtest sie mit einem Deo-Stick, drückst das Papier mit der bemalten Seite nach unten auf die Haut und ziehst es wieder ab. Nun hat man das Muster auf der Haut und kann es mit der Henna-Paste ausmalen.
v Am schwierigsten, aber auch am kreativsten sind Freihandzeichnungen. Hierfür braucht es schon etwas Übung, dafür kannst du deine eigenen Muster entwickeln
v Für alle Methoden gilt: Die Paste muss mindestens 2, am besten 8 Stunden auf der Haut bleibe, um ihre volle Färbekraft zu erreichen.

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