Erfahrungsbericht von seehuhn
Mietwohnungen und meine Erfahrungen
Pro:
direkten Ansprechpartner
Kontra:
Stress
Empfehlung:
Nein
Hallo liebe Leser,
heute möchte ich mal einen Bericht über meine Erfahrungen mit Mietwohnungen berichten. Eigentlich sollte ich jede Woche Lotto spielen, damit ich mir ein eigenes kleines Reich schaffen kann, denn mit Mietwohnungen scheine ich wirklich kein großes Glück zu haben.
1999 bin ich mit 17 Jahren von zu Hause ausgezogen. Zusammen mit meinem Freund nahmen wir uns eine kleine 1-Zimmer Wohnung mit 35qm. Für uns war die Wohnung vollkommen ausreichend. Außerdem waren wir erst ein halbes Jahr zusammen und wussten auch nicht ob alles gut gehen würde. Keiner wollte dann mit einer großen Wohnung da stehen. Für diese Wohnung bezahlten wir knappe 600 DM (bzw. ca. 310 €) Warmmiete. Ein Stellplatz für mein Auto war natürlich auch vorhanden. Dieser Parkplatz wurde zum Verhängnis für mein erstes Auto. Die Einfahrt war dermaßen eng, dass man sie von einer Seite kaum befahren konnte. Ich als Fahranfänger hatte somit große Probleme und mein kleiner Panda war eigentlich nach einem Monat Totalschaden.
Nun aber zur Wohnung. Das Bad war schon auch recht faszinierend gebaut. Vor dem Einstig zur Dusche stand nämlich das Klo. Dort musste man sich also immer vorbeiquetschen.
Die Mülltonne mit 120 Litern sollte für knappe 7 Personen reichen. Nachdem die Müllabfuhr da war, rannten alle los um ihren Müll loszuwerden.
Das Beste sollte aber noch kommen.
Anfang 2001 bekamen wir unsere Nebenkostenabrechnung für 2000. Laut dieser Abrechnung hatten wir zu zweit knappe 75 Kubik Wasser verbraucht. Womit? Ich hab weder den Garten des Nachbarn gegossen, noch täglich 20-mal geduscht. Spülmaschine hatten wir auch keine. Also schaut ich mir die Wasseruhren einmal genauer an und was sah ich da? Schon über 3 Jahre abgelaufen. Toll. Ich beschwerte mich bei der Vermieterin doch passiert ist nichts. Ich hörte mich dann auch mal bei den Nachbarn um. Im ganzen Haus (5 Parteien) seine insgesamt 130 Kubik Wasser verbraucht worden. Meine Nachbarin nebenan sollte 70 Kubik verbraucht haben, die unter uns jeweils 40 Kubik und von dem einen weiß ich es nicht. Nach meiner Rechnung sind wir so aber schon einmal bei 225 Kubik. Schon komisch. Doch nichts passierte.
Nachdem sie nicht bereit war sich gütlich mit uns zu einigen, ging mein Freund zum Rechtsanwalt, der auch meinte, dass es so nicht geht.
Es war März, die Nebenkostenabrechnung hatten wir noch nicht bezahlt, da flatterte und die Kündigung der Wohnung ins Haus. Grund: Es wurde ein Nebengewerbe ausgeführt. In einer 35qm Wohnung. Ich hatte damals nur ein Gewerbe angemeldet, da ich als Versicherungskauffrau Provisionen verdiene, welche ich versteuern muss. Mehr nicht. Also wieder zum Anwalt. Die Kündigung wurde darauf hin zurückgenommen, aber ihr könnt euch vorstellen, dass ich nur noch aus der Wohnung wollte. Unsere Vermieterin rief uns dann Ende Mai einmal an, sie wolle sich mit uns zusammensetzen und mit uns reden. Kein Problem. Ich teilte ihr mit, dass ich die nächste Woche im Urlaub bin und ich mich dann die Woche drauf wieder bei ihr melden würde. Ich sagte ihr sogar, dass ich Mittwochnacht nach Hause kam. Der Urlaub war sehr schön aber auch schnell vergessen. Mittwochnacht kam ich spät und erledigt nach Hause. Ich wollte nur noch schlafen. Morgens um 8 Uhr klingelte dann das Telefon. Unsere Vermieterin. Sie wollte wissen, warum ich mich nicht gemeldet habe. Sie finde das eine Frechheit, schließlich wollte sie uns entgegenkommen. Könnt ihr euch vorstellen, wie sauer ich war?
Tage später stand sie vor der Tür. Sie wäre froh, wenn wir ausziehen würden, schließlich ist es nicht schön, wenn man mit Mietern Ärger hat. So ließ sie sich dann auch darauf ein, als ich ihr vorschlug, dass mein Freund und ich uns eine Wohnung suchten und schnellstmöglich auszogen. Sie wollte auf die Kündigungsfrist verzichten, damit wieder Ruhe ins Haus kommt.
Wir fanden auch schnell eine neue Wohnung. Gleich zum 01.07.2001 sollten wir einziehen. Als ich das der Vermieterin mitteilte, meinte sie nur, wir müssen uns an die Kündigungsfristen halten und legte auf. Ich war nervlich am Ende. Wir sind dann einfach ausgezogen. Uns war alles egal. Die Nebenkosten hat sie immer noch nicht bekommen.
Unsere jetzige Wohnung ist eine Dachgeschosswohnung mit 70qm. Sehr großer Nachteil, die Vermieter wohnen direkt unter uns.
Doch auch hier haben wir so einige Probleme zu bewältigen.
Der Winter war kalt, sehr kalt. Lag wahrscheinlich daran, dass die Heizungen mehrmals komplett ausfielen. Gingen sie, war soviel Luft in den Heizkörpern, dass man sich einen Zimmerbrunnen getrost sparen konnte. Wir haben die Heizkörper mehrmals täglich entlüftet – ohne großen Erfolg.
Dann war es Weihnachten, das Fest der Liebe. Der Tag als das Klo überlief. Nichts ging mehr. Wir haben alles probiert. Vermieter nirgends zu erreichen. Schließlich haben wir dann festgestellt, dass das Problem die Isolierung war und die Rohre zugefroren waren. Vor dieser Erkenntnis lief das Klo aber noch, aufgrund Unterdrucks, über. Ein leckerer Duft war zu riechen. Leider nicht nach Braten.
Der Winter wollte nicht aufhören und bei den eisigen Temperaturen sprangen dann auch gleich zwei Dachfenster. Uns wurde unterstellt, dass wir das waren. Doch die Sprünge waren außen. Was meinen die, was wir gemacht haben. Eine Schlittenfahrt auf dem Dach? Inzwischen sind die Fenster repariert. Zum Glück.
Verfolgt komm ich mir auch manchmal vor. Als ich vor kurzem eine Woche im Urlaub war, rief der Vermieter meinen Onkel an, wo ich denn bin. Müsst ihr euch bei euren Vermietern abmelden, wenn ihr in den Urlaub fahrt? Auch wissen wir, dass die Vermieter gelegentlich in der Wohnung sind. Natürlich ohne uns in Kenntnis zu setzen. Warum auch?!
Was lernen wir daraus? Sagt euren Kindern schon von Anfang an, dass sie sparen sollen. Schließlich sollen sie sich gleich ein Haus kaufen können und nicht so viel
Stress durchleben.
Ich persönlich werde mir so bald als möglich mein eigenes Reich schaffen, denn diesen Stress mach ich nicht noch einmal mit.
ress habt.
heute möchte ich mal einen Bericht über meine Erfahrungen mit Mietwohnungen berichten. Eigentlich sollte ich jede Woche Lotto spielen, damit ich mir ein eigenes kleines Reich schaffen kann, denn mit Mietwohnungen scheine ich wirklich kein großes Glück zu haben.
1999 bin ich mit 17 Jahren von zu Hause ausgezogen. Zusammen mit meinem Freund nahmen wir uns eine kleine 1-Zimmer Wohnung mit 35qm. Für uns war die Wohnung vollkommen ausreichend. Außerdem waren wir erst ein halbes Jahr zusammen und wussten auch nicht ob alles gut gehen würde. Keiner wollte dann mit einer großen Wohnung da stehen. Für diese Wohnung bezahlten wir knappe 600 DM (bzw. ca. 310 €) Warmmiete. Ein Stellplatz für mein Auto war natürlich auch vorhanden. Dieser Parkplatz wurde zum Verhängnis für mein erstes Auto. Die Einfahrt war dermaßen eng, dass man sie von einer Seite kaum befahren konnte. Ich als Fahranfänger hatte somit große Probleme und mein kleiner Panda war eigentlich nach einem Monat Totalschaden.
Nun aber zur Wohnung. Das Bad war schon auch recht faszinierend gebaut. Vor dem Einstig zur Dusche stand nämlich das Klo. Dort musste man sich also immer vorbeiquetschen.
Die Mülltonne mit 120 Litern sollte für knappe 7 Personen reichen. Nachdem die Müllabfuhr da war, rannten alle los um ihren Müll loszuwerden.
Das Beste sollte aber noch kommen.
Anfang 2001 bekamen wir unsere Nebenkostenabrechnung für 2000. Laut dieser Abrechnung hatten wir zu zweit knappe 75 Kubik Wasser verbraucht. Womit? Ich hab weder den Garten des Nachbarn gegossen, noch täglich 20-mal geduscht. Spülmaschine hatten wir auch keine. Also schaut ich mir die Wasseruhren einmal genauer an und was sah ich da? Schon über 3 Jahre abgelaufen. Toll. Ich beschwerte mich bei der Vermieterin doch passiert ist nichts. Ich hörte mich dann auch mal bei den Nachbarn um. Im ganzen Haus (5 Parteien) seine insgesamt 130 Kubik Wasser verbraucht worden. Meine Nachbarin nebenan sollte 70 Kubik verbraucht haben, die unter uns jeweils 40 Kubik und von dem einen weiß ich es nicht. Nach meiner Rechnung sind wir so aber schon einmal bei 225 Kubik. Schon komisch. Doch nichts passierte.
Nachdem sie nicht bereit war sich gütlich mit uns zu einigen, ging mein Freund zum Rechtsanwalt, der auch meinte, dass es so nicht geht.
Es war März, die Nebenkostenabrechnung hatten wir noch nicht bezahlt, da flatterte und die Kündigung der Wohnung ins Haus. Grund: Es wurde ein Nebengewerbe ausgeführt. In einer 35qm Wohnung. Ich hatte damals nur ein Gewerbe angemeldet, da ich als Versicherungskauffrau Provisionen verdiene, welche ich versteuern muss. Mehr nicht. Also wieder zum Anwalt. Die Kündigung wurde darauf hin zurückgenommen, aber ihr könnt euch vorstellen, dass ich nur noch aus der Wohnung wollte. Unsere Vermieterin rief uns dann Ende Mai einmal an, sie wolle sich mit uns zusammensetzen und mit uns reden. Kein Problem. Ich teilte ihr mit, dass ich die nächste Woche im Urlaub bin und ich mich dann die Woche drauf wieder bei ihr melden würde. Ich sagte ihr sogar, dass ich Mittwochnacht nach Hause kam. Der Urlaub war sehr schön aber auch schnell vergessen. Mittwochnacht kam ich spät und erledigt nach Hause. Ich wollte nur noch schlafen. Morgens um 8 Uhr klingelte dann das Telefon. Unsere Vermieterin. Sie wollte wissen, warum ich mich nicht gemeldet habe. Sie finde das eine Frechheit, schließlich wollte sie uns entgegenkommen. Könnt ihr euch vorstellen, wie sauer ich war?
Tage später stand sie vor der Tür. Sie wäre froh, wenn wir ausziehen würden, schließlich ist es nicht schön, wenn man mit Mietern Ärger hat. So ließ sie sich dann auch darauf ein, als ich ihr vorschlug, dass mein Freund und ich uns eine Wohnung suchten und schnellstmöglich auszogen. Sie wollte auf die Kündigungsfrist verzichten, damit wieder Ruhe ins Haus kommt.
Wir fanden auch schnell eine neue Wohnung. Gleich zum 01.07.2001 sollten wir einziehen. Als ich das der Vermieterin mitteilte, meinte sie nur, wir müssen uns an die Kündigungsfristen halten und legte auf. Ich war nervlich am Ende. Wir sind dann einfach ausgezogen. Uns war alles egal. Die Nebenkosten hat sie immer noch nicht bekommen.
Unsere jetzige Wohnung ist eine Dachgeschosswohnung mit 70qm. Sehr großer Nachteil, die Vermieter wohnen direkt unter uns.
Doch auch hier haben wir so einige Probleme zu bewältigen.
Der Winter war kalt, sehr kalt. Lag wahrscheinlich daran, dass die Heizungen mehrmals komplett ausfielen. Gingen sie, war soviel Luft in den Heizkörpern, dass man sich einen Zimmerbrunnen getrost sparen konnte. Wir haben die Heizkörper mehrmals täglich entlüftet – ohne großen Erfolg.
Dann war es Weihnachten, das Fest der Liebe. Der Tag als das Klo überlief. Nichts ging mehr. Wir haben alles probiert. Vermieter nirgends zu erreichen. Schließlich haben wir dann festgestellt, dass das Problem die Isolierung war und die Rohre zugefroren waren. Vor dieser Erkenntnis lief das Klo aber noch, aufgrund Unterdrucks, über. Ein leckerer Duft war zu riechen. Leider nicht nach Braten.
Der Winter wollte nicht aufhören und bei den eisigen Temperaturen sprangen dann auch gleich zwei Dachfenster. Uns wurde unterstellt, dass wir das waren. Doch die Sprünge waren außen. Was meinen die, was wir gemacht haben. Eine Schlittenfahrt auf dem Dach? Inzwischen sind die Fenster repariert. Zum Glück.
Verfolgt komm ich mir auch manchmal vor. Als ich vor kurzem eine Woche im Urlaub war, rief der Vermieter meinen Onkel an, wo ich denn bin. Müsst ihr euch bei euren Vermietern abmelden, wenn ihr in den Urlaub fahrt? Auch wissen wir, dass die Vermieter gelegentlich in der Wohnung sind. Natürlich ohne uns in Kenntnis zu setzen. Warum auch?!
Was lernen wir daraus? Sagt euren Kindern schon von Anfang an, dass sie sparen sollen. Schließlich sollen sie sich gleich ein Haus kaufen können und nicht so viel
Stress durchleben.
Ich persönlich werde mir so bald als möglich mein eigenes Reich schaffen, denn diesen Stress mach ich nicht noch einmal mit.
ress habt.
34 Bewertungen, 1 Kommentar
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28.07.2002, 22:00 Uhr von trenker26
Bewertung: sehr hilfreichManchmal kann es ganz schön blöd laufen!



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