Erfahrungsbericht von elfchen75
Sabrina hat ein mittelgradige Schwerhörigkeit
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Hallo Zusammen heute möchte ich euch eine Geschichte von Sabrina erzählen, denn sie leidet unter einer mittelgradigen ( Hörbereich 1-3Meter) Schwerhörigkeit.
Sabrina wurde 1999 4 Woche zu früh geboren, und hat doch schon einiges mitgemacht.
Mit 1 Jahr konnte sie zwar schon Mama und Papa sagen, jedoch einfach nicht mehr. Der Kinderarzt meinte sie sei Sprechfaul und es werde sich noch ergeben das sie mehr reden kann. Mit 2 Jahren jedoch sagte sie immer noch nicht mehr. Als nun eine Vertretung vom Kinderarzt da war, meinte er wir sollen noch 1/2 Jahr warten, wenn sie dann immer noch nicht mehr sagt, sollten weitere Untersuchungen gemacht werden.
Mit 2 1/2Jahren sprach sei doch schon einiges mehr und unser Kinderarzt sah seine Bestätigung, das sie eben Sprechfaul wäre. Alle versuchten sie nun noch mehr zu ermutigen zu sprechen, egal ob die älteren Geschwister, wir Eltern, Großeltern, Uromas, Tanten usw.
Mit 3 begann eigentlich ein richtiges Marthyrium: Sie bekam eine sehr starke Mittelohrentzündung die nicht weg wollte trotz Antibiotikum. Nach vier Wochen bin ich dann mit ihr zu einem HNO damit ihr geholfen werden kann. Bei der Untersuchung wurde festgestellt das sie unter einer leichten Schwerhörigkeit leidet.
Mehr Sorgen machte aber erstmal die Entzündung, also wurde sie eine Woche später operiert. Bei ihr wuden die Polypen entfernt und Schnitte in die Trommelfelle gemacht, damit die Flüssigkeit ablaufen kann. Eine Woche nach der Op war alles vorbei, denn die Entzündung war weg und sie konnte wieder hören.
Ein Jahr später wurde die gleiche Op wieder gemacht und zusätzlich die Mandeln entfernt da sie auch unter ständigen eitrigen Mandelentzündungen litt. Danach war wieder ihr Gehör besser.
Das Jahr darauf war es aber wieder sehr schlecht und ihr wurden Paukenröhrchen eingesetzt, damit die Flüssigkeit dauerhaft ablaufen kann. Jedoch kam bei der Op nicht der gewünschte Effekt heraus, und Sabrinas Trommelfelle wiesen plötzlich keine Reaktionen mehr auf. Also wurden 6 Wochen später in der Uniklinik die Röhrchen wieder entfernt. Endlich konnte sie wieder hören, zwar nicht 100% aber doch einiges mehr. 8Wochen nach der Op, hatte sie rechts wieder 90% und links 50% Hörvermögen. Was aber auch immer weiter stieg.
Dieses Jahr kam dann bei einer Kontrolluntersuchung heraus das sie wieder fast keine Reaktion der Trommelfelle hat.
Also war wieder eine Besuch in der Uniklink angesagt und da bekamen wir dann die Diagnose: Mittelgradige Schwerhörigkeit beidseits.
Sabrina sollte nun also Hörgeräte bekommen, damit sie nicht geistig, und körperlich unter ihrer \"Behinderung\" zu leiden hat.
Bei \"Kind Hörgeräte\" suchte sie sich tolle Ohrstücke mit Glitter und Strasssteinen heraus, die dann für sie gefertigt werden.
3 Wochen später war es dann soweit und wir mussten wieder für 4 Tage teilstationär in die Klinik, damit das passende Hörgerät für sie gefunden werden kann.
Der Klinkablauf sah dann so aus:
Wir mussten jeden Tag um 8:30Uhr in der Klink sein, da bekam sie dann den ersten Hörtest, danach zum Akkustiker, wieder Hörtest, Logopädin. Das ganze war auf 6 Std. aufgeteilt, denn nur dann zählt es als teilstationär.
Als sie die ersten bekam, und diese angeschalten waren, sah sie mich strahlend an, und meinte sie könne mich nun endlich hören. Da musste ich dann erstmal schlucken und die Tränen herunterkämpfen, denn ich wollte ihr nicht zeigen wie sehr ich ihr das eigentlich ersparen würde.
Abends bekam sie dann eine Überreizung, weil sie ja nun plötzlich alles hören kann. Also haben wir ihr dann die Hörgeräte heraus genommen, denn sie litt schon unter Kopfschmerzen. Traurig und weinend sagte sie mir nun könne sie mich wieder nicht hören. Wieder musste ich kräftig schlucken.
Als nun alles überstanden war bekam sie nun Hörgeräte zur Probe mit. Ihre richtigen bekommt sie erst im Mai.
Nun wollte sie aber auch in den Kindergarten und allen anderen ihre \"tollen\" Hörgeräte zeigen. Die Kommentare waren von den Kindern ganz unterschiedlich. Einige waren sehr neugierig und wollten alles darüber wissen, andere machten unpassende Kommentare. Sabrina ist \"doof\", \"dumm\" oder auch \"blöd\" weil sie nichts hören kann ohne ihre Hörgeräte.
Nun wollte sie diese herausnehmen, denn so wollte sie nicht benannt werden.
Die Kindergärtnerin reagierte sofort, und fragte sie ob es denn die auch so toll für Erwachsene geben kann, denn dann wolle sie auch sofort eins haben.
Die Kindergärtnerinnen werden nun auch das Thema im Stuhlkreis durchnehmen.
Sabrina muss nun ihre ganze Welt neu erkunden, denn plötzlich gibt es so viel zu hören.
Vögel zwitschern unterschiedlich, Autos hören sich anders an, Musik kann man auch leise hören, usw. Jeden Tag kommen wieder die gleichen Fragen: Mama was ist das was ich da höre? Mama hörst du das auch? Mama ich höre ......., was ist das?
Morgen sollen wir uns die Gehörlosenschule ansehen, ob es nicht was für Sabrina wäre. Eigentlich ist sie schon in der Förderschule angemeldet, wo die Lehrer auch schon alles wissen, aber vielleicht ist ja diese Schule geeigneter für sie.
Die nächste Überlegung die nun ansteht ist wegen einem FM. FM ist ein Gerät, was der Lehrer an sich trägt. Nichts anderes wie eine Mikrofon, was dann das Gesprochene an ein Zusatzteil am Hörgerät überträgt. Somit ist Gewährleistet, das Sabrina alles vom Lehrer hören kann, und die anderen Geräusche um sie herum nicht stören können (Papierrascheln, Stifte spitzen usw.)
Wenn Sabrina nun morgens aufsteht kommt sie gleich zu mir, damit ich ihr ihre Hörgeräte einsetzten kann, denn damit hört sie besser (sagt sie immer freudestrahlend).
Am Anfang war unsere Befürchtung, das sie die immer herausnimmt, und versteckt, denn das macht sie auch immer mit ihrer Brille.
Inzwischen haben wir uns damit abgefunden das Sabrina schwerhörig ist, und freuen uns über alles was sie neu lernt.
Auch ihre Sprache wird nun von Tag zu Tag besser.
Ich habe eine Bitte an alle, wenn ihr ein Kind/Erwachsenen mit Hörgeräten seht, stempelt sie nicht gleich als \"dumm\", \"blöd\" oder \"doof\" ab, denn das sind sie nicht. Denkt daran es kann jeden treffen, jeder kann sein Gehör verlieren. Es wird auch niemand so tituliert wenn er eine Brille hat.
Sabrina kennt es wohl nicht anders, der Grund für ihre Schwerhörigkeit ist aber nach wie vor leider ungeklärt.
Sabrina wurde 1999 4 Woche zu früh geboren, und hat doch schon einiges mitgemacht.
Mit 1 Jahr konnte sie zwar schon Mama und Papa sagen, jedoch einfach nicht mehr. Der Kinderarzt meinte sie sei Sprechfaul und es werde sich noch ergeben das sie mehr reden kann. Mit 2 Jahren jedoch sagte sie immer noch nicht mehr. Als nun eine Vertretung vom Kinderarzt da war, meinte er wir sollen noch 1/2 Jahr warten, wenn sie dann immer noch nicht mehr sagt, sollten weitere Untersuchungen gemacht werden.
Mit 2 1/2Jahren sprach sei doch schon einiges mehr und unser Kinderarzt sah seine Bestätigung, das sie eben Sprechfaul wäre. Alle versuchten sie nun noch mehr zu ermutigen zu sprechen, egal ob die älteren Geschwister, wir Eltern, Großeltern, Uromas, Tanten usw.
Mit 3 begann eigentlich ein richtiges Marthyrium: Sie bekam eine sehr starke Mittelohrentzündung die nicht weg wollte trotz Antibiotikum. Nach vier Wochen bin ich dann mit ihr zu einem HNO damit ihr geholfen werden kann. Bei der Untersuchung wurde festgestellt das sie unter einer leichten Schwerhörigkeit leidet.
Mehr Sorgen machte aber erstmal die Entzündung, also wurde sie eine Woche später operiert. Bei ihr wuden die Polypen entfernt und Schnitte in die Trommelfelle gemacht, damit die Flüssigkeit ablaufen kann. Eine Woche nach der Op war alles vorbei, denn die Entzündung war weg und sie konnte wieder hören.
Ein Jahr später wurde die gleiche Op wieder gemacht und zusätzlich die Mandeln entfernt da sie auch unter ständigen eitrigen Mandelentzündungen litt. Danach war wieder ihr Gehör besser.
Das Jahr darauf war es aber wieder sehr schlecht und ihr wurden Paukenröhrchen eingesetzt, damit die Flüssigkeit dauerhaft ablaufen kann. Jedoch kam bei der Op nicht der gewünschte Effekt heraus, und Sabrinas Trommelfelle wiesen plötzlich keine Reaktionen mehr auf. Also wurden 6 Wochen später in der Uniklinik die Röhrchen wieder entfernt. Endlich konnte sie wieder hören, zwar nicht 100% aber doch einiges mehr. 8Wochen nach der Op, hatte sie rechts wieder 90% und links 50% Hörvermögen. Was aber auch immer weiter stieg.
Dieses Jahr kam dann bei einer Kontrolluntersuchung heraus das sie wieder fast keine Reaktion der Trommelfelle hat.
Also war wieder eine Besuch in der Uniklink angesagt und da bekamen wir dann die Diagnose: Mittelgradige Schwerhörigkeit beidseits.
Sabrina sollte nun also Hörgeräte bekommen, damit sie nicht geistig, und körperlich unter ihrer \"Behinderung\" zu leiden hat.
Bei \"Kind Hörgeräte\" suchte sie sich tolle Ohrstücke mit Glitter und Strasssteinen heraus, die dann für sie gefertigt werden.
3 Wochen später war es dann soweit und wir mussten wieder für 4 Tage teilstationär in die Klinik, damit das passende Hörgerät für sie gefunden werden kann.
Der Klinkablauf sah dann so aus:
Wir mussten jeden Tag um 8:30Uhr in der Klink sein, da bekam sie dann den ersten Hörtest, danach zum Akkustiker, wieder Hörtest, Logopädin. Das ganze war auf 6 Std. aufgeteilt, denn nur dann zählt es als teilstationär.
Als sie die ersten bekam, und diese angeschalten waren, sah sie mich strahlend an, und meinte sie könne mich nun endlich hören. Da musste ich dann erstmal schlucken und die Tränen herunterkämpfen, denn ich wollte ihr nicht zeigen wie sehr ich ihr das eigentlich ersparen würde.
Abends bekam sie dann eine Überreizung, weil sie ja nun plötzlich alles hören kann. Also haben wir ihr dann die Hörgeräte heraus genommen, denn sie litt schon unter Kopfschmerzen. Traurig und weinend sagte sie mir nun könne sie mich wieder nicht hören. Wieder musste ich kräftig schlucken.
Als nun alles überstanden war bekam sie nun Hörgeräte zur Probe mit. Ihre richtigen bekommt sie erst im Mai.
Nun wollte sie aber auch in den Kindergarten und allen anderen ihre \"tollen\" Hörgeräte zeigen. Die Kommentare waren von den Kindern ganz unterschiedlich. Einige waren sehr neugierig und wollten alles darüber wissen, andere machten unpassende Kommentare. Sabrina ist \"doof\", \"dumm\" oder auch \"blöd\" weil sie nichts hören kann ohne ihre Hörgeräte.
Nun wollte sie diese herausnehmen, denn so wollte sie nicht benannt werden.
Die Kindergärtnerin reagierte sofort, und fragte sie ob es denn die auch so toll für Erwachsene geben kann, denn dann wolle sie auch sofort eins haben.
Die Kindergärtnerinnen werden nun auch das Thema im Stuhlkreis durchnehmen.
Sabrina muss nun ihre ganze Welt neu erkunden, denn plötzlich gibt es so viel zu hören.
Vögel zwitschern unterschiedlich, Autos hören sich anders an, Musik kann man auch leise hören, usw. Jeden Tag kommen wieder die gleichen Fragen: Mama was ist das was ich da höre? Mama hörst du das auch? Mama ich höre ......., was ist das?
Morgen sollen wir uns die Gehörlosenschule ansehen, ob es nicht was für Sabrina wäre. Eigentlich ist sie schon in der Förderschule angemeldet, wo die Lehrer auch schon alles wissen, aber vielleicht ist ja diese Schule geeigneter für sie.
Die nächste Überlegung die nun ansteht ist wegen einem FM. FM ist ein Gerät, was der Lehrer an sich trägt. Nichts anderes wie eine Mikrofon, was dann das Gesprochene an ein Zusatzteil am Hörgerät überträgt. Somit ist Gewährleistet, das Sabrina alles vom Lehrer hören kann, und die anderen Geräusche um sie herum nicht stören können (Papierrascheln, Stifte spitzen usw.)
Wenn Sabrina nun morgens aufsteht kommt sie gleich zu mir, damit ich ihr ihre Hörgeräte einsetzten kann, denn damit hört sie besser (sagt sie immer freudestrahlend).
Am Anfang war unsere Befürchtung, das sie die immer herausnimmt, und versteckt, denn das macht sie auch immer mit ihrer Brille.
Inzwischen haben wir uns damit abgefunden das Sabrina schwerhörig ist, und freuen uns über alles was sie neu lernt.
Auch ihre Sprache wird nun von Tag zu Tag besser.
Ich habe eine Bitte an alle, wenn ihr ein Kind/Erwachsenen mit Hörgeräten seht, stempelt sie nicht gleich als \"dumm\", \"blöd\" oder \"doof\" ab, denn das sind sie nicht. Denkt daran es kann jeden treffen, jeder kann sein Gehör verlieren. Es wird auch niemand so tituliert wenn er eine Brille hat.
Sabrina kennt es wohl nicht anders, der Grund für ihre Schwerhörigkeit ist aber nach wie vor leider ungeklärt.




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