Erfahrungsbericht von TurboFranky
Vertrauen missbraucht!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Liebe Yopi-Mitglieder,
falls auch Euer Vertrauen mal missbraucht wurde, werdet Ihr die folgenden Gedanken gut verstehen können. Wenn nicht, hoffe ich, dass Euch ähnliche Erfahrungen erspart bleiben.
Das Ganze begann 1998. Nach Ende einer wunderbaren siebenjährigen Beziehung (es war wohl DIE Jugendbeziehung, die letztlich an unterschiedlichen Lebensentwürfen scheiterte) hatte ich mich unerwartet unglaublich in eine andere Frau verliebt. Es hatte mich richtig „erwischt“. Von Anfang an schworen wir uns, immer ehrlich zueinander zu sein und mit unserem Vertrauen sorgfältig umzugehen. Dreieinhalb Jahre dauerte die folgende Beziehung, die nicht immer einfach, aber sehr intensiv war.
Das Ende war für mich sehr schmerzhaft, weil ich mich völlig fallengelassen hatte. Ich fühlte mich, als hätte sie mir die Füsse weggeschossen. Aber während der Trennungsphase stand sie mir zunächst zur Seite, war immer ansprechbar – ich konnte mich bei ihr ausheulen. An ihrer Entscheidung änderte das nichts.
Nach und nach erfuhr ich aus dem Bekanntenkreis, dass in der zurückliegenden Beziehung nicht immer alles in Ordnung gewesen war. Stück für Stück flogen die Lügen auf.
Während der Ex-Beziehung hatte sie Kontakt zu einem meiner Arbeitskollegen. Ein Familienvater, der dafür bekannt ist, hier und da zu wildern. Ich bat sie, sich möglichst nicht darauf einzulassen, da damit das Problem auch in meinen Job reinrutschen würde. Sie versicherte es, aber bei mir blieb ein ungutes Gefühl. Irgendwann war ich der Meinung, ihr gegenüber ungerecht gewesen zu sein. Ich entschuldigte mich für die Verdächtigungen und wurde als „misstrauischer und ungerechter“ Mensch deklariert. Wie sich später rausstellen sollte (und wie sie mir später auch schriftlich gestand) hatte ich mit meinen Vermutungen leider völlig richtig gelegen. Sie hatte etwas mit dem Kollegen. Nun ist sie weg und hat mir dieses „Erbe“ hinterlassen. Vielleicht könnt Ihr Euch vorstellen, wie das für mich ist, jeden Tag mit diesem Mann zusammenzuarbeiten.
Als ich in meinem Schmerz mit Freunden über diese Sache redete, drang dies natürlich auch weiter zu ihr. Sie reagierte auf ihre Weise: Bänder von ihrem Anrufbeantworter (Ihr wisst bestimmt, welchen Unsinn man direkt nach einer Trennung auf das Band der EX spricht) reichte sie herum und stellte mich als „Stalker“ da, behauptete, ich würde sie bedrohen. Sie wollte nicht, dass ihr Image angekratzt wird. Und da war ihr am Ende jedes Mittel recht.
All meine privatesten Familiengeschichten wurden von ihr öffentlich ausgewälzt, was ich über meine Kollegen dachte (und ihr im Vertrauen gesagt hatte) und die Art und Weise, wie ich mit Alkohol versuchte, über den Schmerz hinwegzukommen.
Menschen distanzierten sich von mir. Klar, ich war in ihren Augen der EX, der ausflippte und dem schönen, jungen Mädel das Leben schwer machen wollte. Bis zu einem sehr späten Punkt spielte sie das Spiel, mich gleichzeitig zu Kontakt zu ermutigen und all meine Gedanken dann preis zu geben. Warum ich mich nicht geschützt habe? Ich konnte es ehrlich nicht. Ich hatte keine Schutzhaut mehr und kippte mein Seelenleid in jedes Gespräch. Ich hatte keine Augen mehr dafür, wie viele Menschen sich freuen, wenn ein starker Mann, ein Konkurrent, am Boden liegt. Es war mir egal, ich wollte mein Gefühl nicht verstecken.
Am Ende hatte sie es geschafft, mich als Durchgeknallten darzustellen.
Eineinhalb Jahre ist das her. Ich finde es nach wie vor richtig, sich dem Menschen, den man liebt, völlig zu öffnen. Auch wenn dies unheimlich verletzbar macht. Andererseits habe ich diese Demütigungen bis heute nicht verkraftet. Daran ging bisher jede nachfolgende Beziehung zugrunde.
Wenn irgendjemand von Euch Erfahrungen mit solchen Situationen hat, würde ich mich über Hilfe und Ratschläge sehr freuen. Allerdings haben mir Worte wie „Sieh ein, dass sie ein Arschloch ist“ auch nicht geholfen.
falls auch Euer Vertrauen mal missbraucht wurde, werdet Ihr die folgenden Gedanken gut verstehen können. Wenn nicht, hoffe ich, dass Euch ähnliche Erfahrungen erspart bleiben.
Das Ganze begann 1998. Nach Ende einer wunderbaren siebenjährigen Beziehung (es war wohl DIE Jugendbeziehung, die letztlich an unterschiedlichen Lebensentwürfen scheiterte) hatte ich mich unerwartet unglaublich in eine andere Frau verliebt. Es hatte mich richtig „erwischt“. Von Anfang an schworen wir uns, immer ehrlich zueinander zu sein und mit unserem Vertrauen sorgfältig umzugehen. Dreieinhalb Jahre dauerte die folgende Beziehung, die nicht immer einfach, aber sehr intensiv war.
Das Ende war für mich sehr schmerzhaft, weil ich mich völlig fallengelassen hatte. Ich fühlte mich, als hätte sie mir die Füsse weggeschossen. Aber während der Trennungsphase stand sie mir zunächst zur Seite, war immer ansprechbar – ich konnte mich bei ihr ausheulen. An ihrer Entscheidung änderte das nichts.
Nach und nach erfuhr ich aus dem Bekanntenkreis, dass in der zurückliegenden Beziehung nicht immer alles in Ordnung gewesen war. Stück für Stück flogen die Lügen auf.
Während der Ex-Beziehung hatte sie Kontakt zu einem meiner Arbeitskollegen. Ein Familienvater, der dafür bekannt ist, hier und da zu wildern. Ich bat sie, sich möglichst nicht darauf einzulassen, da damit das Problem auch in meinen Job reinrutschen würde. Sie versicherte es, aber bei mir blieb ein ungutes Gefühl. Irgendwann war ich der Meinung, ihr gegenüber ungerecht gewesen zu sein. Ich entschuldigte mich für die Verdächtigungen und wurde als „misstrauischer und ungerechter“ Mensch deklariert. Wie sich später rausstellen sollte (und wie sie mir später auch schriftlich gestand) hatte ich mit meinen Vermutungen leider völlig richtig gelegen. Sie hatte etwas mit dem Kollegen. Nun ist sie weg und hat mir dieses „Erbe“ hinterlassen. Vielleicht könnt Ihr Euch vorstellen, wie das für mich ist, jeden Tag mit diesem Mann zusammenzuarbeiten.
Als ich in meinem Schmerz mit Freunden über diese Sache redete, drang dies natürlich auch weiter zu ihr. Sie reagierte auf ihre Weise: Bänder von ihrem Anrufbeantworter (Ihr wisst bestimmt, welchen Unsinn man direkt nach einer Trennung auf das Band der EX spricht) reichte sie herum und stellte mich als „Stalker“ da, behauptete, ich würde sie bedrohen. Sie wollte nicht, dass ihr Image angekratzt wird. Und da war ihr am Ende jedes Mittel recht.
All meine privatesten Familiengeschichten wurden von ihr öffentlich ausgewälzt, was ich über meine Kollegen dachte (und ihr im Vertrauen gesagt hatte) und die Art und Weise, wie ich mit Alkohol versuchte, über den Schmerz hinwegzukommen.
Menschen distanzierten sich von mir. Klar, ich war in ihren Augen der EX, der ausflippte und dem schönen, jungen Mädel das Leben schwer machen wollte. Bis zu einem sehr späten Punkt spielte sie das Spiel, mich gleichzeitig zu Kontakt zu ermutigen und all meine Gedanken dann preis zu geben. Warum ich mich nicht geschützt habe? Ich konnte es ehrlich nicht. Ich hatte keine Schutzhaut mehr und kippte mein Seelenleid in jedes Gespräch. Ich hatte keine Augen mehr dafür, wie viele Menschen sich freuen, wenn ein starker Mann, ein Konkurrent, am Boden liegt. Es war mir egal, ich wollte mein Gefühl nicht verstecken.
Am Ende hatte sie es geschafft, mich als Durchgeknallten darzustellen.
Eineinhalb Jahre ist das her. Ich finde es nach wie vor richtig, sich dem Menschen, den man liebt, völlig zu öffnen. Auch wenn dies unheimlich verletzbar macht. Andererseits habe ich diese Demütigungen bis heute nicht verkraftet. Daran ging bisher jede nachfolgende Beziehung zugrunde.
Wenn irgendjemand von Euch Erfahrungen mit solchen Situationen hat, würde ich mich über Hilfe und Ratschläge sehr freuen. Allerdings haben mir Worte wie „Sieh ein, dass sie ein Arschloch ist“ auch nicht geholfen.




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