Über Themen mit V Testbericht

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Erfahrungsbericht von cranny

Volvo Spot -- Eine echt taffe Frau!!

Pro:

sm

Kontra:

sm

Empfehlung:

Nein

Lust auf Werbespots der 4. Generation? Volvo bringt mit dem Spot \"Vorsicht nass!\" einen neuartigen, ruhigen, komischen und unerhaltenden Spot in die deutsche Werbelandschaft, der wirklich gute Bewertungen verdient. Natürlich kann sich jeder sein eigenes Urteil bilden und anderer Meinung sein, ich für meinen Teil möchte hier darlegen, warum der Spot in meinen Augen so gelungen erscheint...



Story
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Der Zuschauer sieht eine junge Frau mit Mütze, die auf einem Golfplatz in einer schön anzusehenden Landschaft steht. Sie holt aus und schlägt ihren Ball ab, der leider im Teich landet, fern ab vom eigentlichen Zielort. Die Golferin lässt sich jedoch nicht beirren und versucht es erneut. Mit viel Schwung geht es an den zweiten Versuch... und... oh nein, schon wieder ins Wasser. Die Hauptdarstellerin wendet sich ab (vielleicht fehlt ein weiterer Golfball) und läuft über den Golfplatz zu ihrem Volvo V70, dessen Kofferraum sie öffnet. In einem leicht genervten Zustand kramt sie die riesigen Mengen Sportsachen wie Klamotten, Basketball, Tennisequipment und andere Utensilien nach etwas Bestimmtem durch - schon bald wird sie auch fündig. In der nächsten Szene trottet die Golferin nun im Taucheranzug über den Golfplatz, was zwei anderen Edelgolfern ein Naserümpfen herauslockt: \"Was soll das denn bitte?\". Die junge Frau quält sich in der schweren Unterwasserausrüstung sichtlich ab und wackelt Richtung Teich.

Kunde: Volvo Car Germany
Agentur: Gramm (Düsseldorf)
Produktion: Atmosfar (Stockholm)


Atmosphäre
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Gerade die Tatsache, dass innerhalb des Spots kein Wort gesprochen wird, gefällt mir gut. Nicht nur weil ein sozusagen \"stiller\" Spot einmal etwas Neues ist, sondern weil gerade das den Zuschauer für die wenigen Sekunden innerhalb des Werbeblocks fesselt und aufmerksamer macht. Um nicht alles in Stille ablaufen zu lassen, wurde eine ruhige und angenehme Musik in den Hintergrund gelegt, die meiner Meinung nach recht gut zur Sportart Golf passt. Sie passt aber auch sehr gut zur Landschaft, die in dem Spot gezeigt wird und überhaupt wirken sich Bäume, Grünflächen und der Wald mit ihren grün-braunen Farbtönen und ihrer Natürlichkeit sehr positiv auf den Gesamteindruck des Spots.


Produktpräsentation
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Es gibt keine. Naja, der Volvo V70 wird kurz gezeigt, steht aber auf keinen Fall im Mittelpunkt des Spots. Dennoch dreht sich gerade im Nachhinein alles um das Auto, denn es transportiert das Sportequipment, brachte die Golferin auf den Platz und wirkt auf den Zuschauer auch in der kurzen Zeit elegant, modern und geschmacksvoll, irgendwie sportlich und trotzdem edel. Egal wie unterschiedlich die Zuschauer die Intensität des Produkts innerhalb des Spots bewerten, so steht doch fest, dass es sich nicht um eine aufdringliche oder schlecht gemachte Produktpräsentation handelt.


Glaubwürdigkeit
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Der Werbespot erzählt natürlich eine unterhaltende Story, die sehr wahrscheinlich nicht jeden Tag und auf jedem Golfplatz passieren würde. Sogesehen fehlt der Geschichte ein wenig die Glaubwürdigkeit, anderseits wäre die Handlung durchaus realistisch, d.h. die Golferin könnte es wirklich so angehen und ihre Golfbälle als Taucher zurückholen.


Komik
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Meiner Meinung nach besitzt der Spot drei kurze komische Stellen, die sehr rasch aufeinander folgen. Zunächst belustigt der zweite Abschlag, der auch im wasser landet, den Zuschauer, noch dazu zieht die Golferin eine enttäuscht-genervte Grimasse. Danach wird der vollgepackte Kofferaum gezeigt, der seinesgleichen wohl noch sucht. Das riesige Angebot an Sportartikel in einem Auto hat mich amüsiert, dazu kam die Golferin, die so genervt nach irgendetwas sucht und vorerst nicht findet. Die dritte Szene bringt ja die Auflösung und zeigt die junge Frau in der schweren Taucherausrüstung, wie sie sich über den Golfplatz schleppt. Der Zuschauer kann hier die Handlung in Ruhe beobachten und sich wirklich überraschen lassen, zum Schluss wird klar, dass die Frau ihre Golfbälle zurückhaben will und deswegen mal schnell von Golf auf Tauchen umsteigt.


Intention / Aussage
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Meines Erachtens gibt es einige Aussageabsichten innerhalb dieses Spots:

- Frauen sind nicht länger Hausfrauen, sondern erfolgreich, sportlich und elegant, spielen Golf, tauchen gerne und fahren neue, große Autos mit sportlichem und elegantem Design. Von der typischen Männerrolle ist in diesem Spot nichts zu sehen, was ich auch als Aufbruch des \"schwachen\" Geschlechts begrüße.

- Der Volvo V70 ist ein Tool, ein guter Freund des Fahrers. Das Kofferraumvolumen ermöglicht große Transporte mit viel Gepäck. Das Auto will nicht durch fehlende Features, sondern durch reichhaltiges Angebot auffallen. Vielleicht nicht einmal auffallen, sondern unterstützende Wirkung zeigen und dem Fahrer als Nutzobjekt, als Automobil und Tool dienen.

- Der Freiheitsaspekt scheint mir auch ein wenig herauszukommen. Denn natürlich suggeriert der Spot auch, dass man und frau mit einem solchen Auto freier und kreativer sein kann, wie das Beispiel im Spot ja zeigt.

- Das Erscheinungsbild der jungen Golferin und ihre Art und Weise mit z.B. Problemen umzugehen, kann auf das Auto reflektiert werden: spontan und flexibel, dynamisch und zielstrebig, manchmal unkonventionell und für Überraschungen gut.


Fazit / Empfehlung
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Ich kann den Spot nur empfehlen und ihm eine sehr gute Gesamtwertung verpassen. Die Werbung gefällt mir einfach und macht auch beim häufigeren Ansehen noch Spaß, allerdings ist die Premiere natürlich lustiger, komischer und überraschender als Betrachtungen danach. Die Werbemacher haben jedenfalls ins Schwarze getroffen und einen angenehmen, komischen und unterhaltenden Spot geschaffen, der das eigentliche Produkt trotzdem präsentiert, aber nicht aufdrängt und den Markennamen mit der Story in Verbindung bringt.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-01 16:43:36 mit dem Titel Der ganz coole Song!!!

Als der englische Telekommunikationsanbieter Vodafone Mannesmann Mobilfunk aus Deutschland übernahm, was zwar auch allen Kunden sofort klar, dass D2 weiterhin bestehen würde, dennoch wurde es um den Mobilfunkanbieter D2 schnell etwa ruhiger. Vodafone investierte mehr Geld und gestaltete den kompletten Vertrieb und Verkauf, Werbung und Anzeigen auf „Vodafone - D2“ um, denn es sollte schnell klar werden, dass es sich bei diesem Anbieter primär nun um Vodafone mit der deutschen Tochter D2 handelt. Daher kreierten die Engländer eine Werbereihe, die mit dem Satz „Vodafone verbindet mobile Menschen weltweit. In Deutschland ist D2 live dabei.“ - hiermit wurde einerseits klar, dass D2 zu Vodafone gehört, andererseits wurden beide Marken in Verbindung gebracht und das Gefühl des Kunden aufrecht erhalten, dass eine Investition (z.B. in Form eines Mobilfunkvertrages) in D2 sinnvoll und gut angelegt sei.


Der bekannteste Spot mit dem Titel „How are you“ erzählt die Geschichte einiger mobiler Menschen. Zu Beginn sieht der Zuschauer eine junge Frau beim Telefonieren, welche den Spot mit der Frage ins Handy „How are you?“ initialisiert. Nun startet die Musik von Dandy Warhols “Bohemian like you“ richtig und trägt stark zum Drive und Erfolg des Spots bei. Nacheinander werden nun einzelne und mehrere Personen in unterschiedlichsten Lebenssituationen gezeigt, einige geraten in Seenot und berichten dann von ihrer Rettung, ein junger Mann stellt in einer dunkeln Gasse fest, dass er sich verlaufen hat, einem anderen Herren ist der Anruf während der Oper wirklich peinlich (hierzu wird der Satz: „Ich bin nicht da!“) eingeblendet, andere wiederum wollen beim Backgammon nicht beim ihrem sogenannten „Meeting“ gestört werden ;-) - die Gedanken und Gefühle der entsprechenden Personen werden jeweils durch einen kurzen prägnanten Satz verdeutlicht. Am Ende des Spots sieht man ein tanzendes OpenAir-Puplikum eines Konzerts und einige Leute darin, die uns mitteilen, dass sie „hier drüben sind“, gleich danach erscheint die junge Frau aus der ersten Sequenz des Spots und schließt den Spot mit „Ich bin gleich da.“

Sehr beeindruckend und wichtig ist die Hintergrundmusik, die sehr wahrscheinlich bei allen bekannten Filesharingtools zum Probehören gezogen werden kann. Sie gibt dem Spot den nötigen fröhlichen, aktiven Charakter, der beim Zuschauer wahrscheinlich ein positives Gesamtbild erweckt. Denn der Spot präsentiert keine Handys oder sonstige Produkte mit nervtötenden Preisvergleichen und sonstigen tollen Features, sondern allein die Marke Vodafone und D2. Daher finde ich den Spot auch recht leicht und bekömmlich, denn er erzählt ein paar kleine Storys auf eine sehr unaufdringliche Weise, so dass die Werbung nicht weiter stört und den Unterhaltungswert des eigentlich nervigen Werbeblocks steigert.

Vielleicht ist eine Kernaussage des Spots auch, dass Vodafone Dir dabei helfen kann, jederzeit und überall erreichbar zu sein. Witzig finde ich, dass so auch eine Szene auftaucht, in die das Handy einfach nicht hineinpasst (beim Mann in der Oper). Jeder Handybesitzer kennt derartige Situationen und weiß wie peinlich es sein kann, wenn das Handy in der falsche Sekunde klingelt. Weiterhin zeigt der Spot die unterschiedlichsten Situationen, in denen Handy auch in der Realität benutzt werden, z.B. wenn man sich verabredet, fragt wie es einem Freund geht, sich verlaufen oder verfahren hat, in der Klemme steckt, Freunden oder der Familie sagen will, dass alles OK ist und es einem gut geht. Der Spot zeigt Szenen aus dem Leben und bietet dazu eine fröhliche und passende Musik, die meiner Meinung nach nicht aus dem Spot wegzudenken wäre.

Über Zielgruppe und Glaubwürdigkeit mache ich mir dabei nicht sehr viele Gedanken, denn die Werbung erscheint nicht aufdringlich und in diesem Sinne auch wenig interpretierbar. Sicherlich werden sich viele Handybenutzer durch die dargestellten Szenen angesprochen fühlen, Vodafone will allerdings nicht primär mehr Handys durch den Spot verkaufen, sondern natürlich Markenwerbung und den einprägsamen Werbespruch am Ende präsentieren. Ich halte den Spot für sehenswert und finde wie gesagt gerade den Song sehr passend und gelungen, für die fröhliche Stimmung, die „Komik“ in der Oper und die gut durchdachten kleinen Storys ist da auch schon mal eine knappe 5-Sterne-Bewertung für einen sehr guten Spot drin. Anschauen und Anhören

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-01 22:10:57 mit dem Titel Sehr gut gelungener Spot!!!

Inhalt des Spots
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In einer schönen Landschaft steht ein beeindruckender Landsitz, der offensichtlich als Sitzungsort für eine wichtige Besprechung aus dem Bereich Wirtschaft oder Politik gezählt werden kann. Der Spot baut auf einer immer wiederkehrenden Szene auf: Zunächst fährt eine Limousine vor, die allerdings durch zahlreiche Polizeimotorräder begleitet wird. Die Zuschauer können beobachten, wie die Kolonne die Einfahrt des großen Parks vor dem Landsitz durchfährt, die Limousine hält schlussendlich vor dem haus. Der Manager oder Politiker steigt am Fußende der Eingangstreppe aus, wird durch die Gastgeber begrüßt und eilt die Eingangstreppe hinauf.

Dann folgt ein Schnitt und der Zuschauer sieht eine nahezu identische Szene: Wieder fährt eine Limousine mit reichlich vielen Begleitmotorrädern vor. Die Limousine durchquert wiederum den Park und hält vor dem Haus. Die wichtige Persönlichkeit steigt aus dem Wagen und eilt ebenfalls in das Gebäude.

Es folgt wiederum ein Schnitt und der Zuschauer sieht einen neuen VW Passat, der allerdings ohne Begleitung die Auffahrt zum Haus durchquert, der Manager oder Politiker sitzt selbst am Steuer, steigt eilig, aber kontrolliert aus, läuft um seinen Wagen und stolziert die Treppe hinauf. Die Kamera schwenkt nun auf die Einfahrt und zeigt wie über ein Dutzend Motorräder in den Hof hineinfahren. Einige Polizisten gestikulieren und winken ab, andere schütteln den Kopf. Zum Schluss wird des Spots wird das bekannte VW-Logo eingeblendet.



Sound / Musik
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Ehrlichgesagt bin ich ein kleiner Fan von den Soundeffekten der VW-Spots. Meiner Meinung nach setzen die Agenturen in den Produktionen für VW immer wieder auf klaren und beeindruckenden Sound, um die Qualität des Spots zu heben. In diesem VW-Spot wird gar nicht gesprochen und so ist es verständlich, dass die Produktionen über den Sound die Wirkung des Spots verstärken wollte.

Im Hintergrund läuft während des 30-Sekunden-Spots gedämpfte und angenehme Musik mit klassischer Richtung. Diese Musiknuancen passen recht gut zu dem Ambiente des Landsitzes, den einzelnen Szenen und auch zur Landschaft. Sie hat meines Erachtens zusammenfügenden Charakter, da der Spot eigentlich aus drei Sequenzen besteht, aber spezielle die letzte ohne die beiden ersten keinen Sinn ergeben würde.

Noch gelungener ist jedoch der Sound. Die Wagen und Motorräder fahren auf einem Kies- und Schotterweg und so produzieren die Reifen gerade bei langsamer Geschwindigkeit und in den Kurven vor dem Haus diese typischen Geräusche, die eigentlich jeder Autofahrer kennt. Vor allem in der dritten Szene mit dem VW sind die Knirsch- und Rutschgeräusche sehr gelungen und bieten dem Zuschauerohr einen glasklaren Eindruck. Natürlich ist diese Aspekt nicht der Wichtigste des Spots, trotzdem sind Sound- und Soundeffekte immer wieder Elemente, die in der Werbung vernachlässigt
werden oder nicht gelungen und ausgereift umgesetzt werden.



Technische Aspekte
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Ich habe nun schon viele Spots für Ciao analysiert und mit der Zeit auch bemerkt, dass eine gute Story mehr oder weniger auf gute Technik angewiesen ist, gute Technik aber nicht unbedingt eine gute Story oder einen gelungen Spot ausmacht. Für mich steht in diesem Fall fest, dass der VW-Spot insgesamt eine gute Technik besitzt. Das heißt Sound, Musik, Kameraführung und Schnitt stimmen und konnten mich als Zuschauer überzeugen. Ich finde es fällt auf, dass es sich nicht um einen billigen, sondern technisch ausgereiften VW-Spot handelt - die Frage nach Sinn, Intention und Gehalt der Story schiebe ich hier noch etwas auf...



Darsteller
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Hier bleibt nicht viel zu sagen, denn innerhalb des Spots wird von keinem Darsteller auch nur ein Wort gesagt. Trotzdem gefallen sowohl der VW-Fahrer, als auch die Insassen der Limousinen davor genauso wie die Polizisten auf ihren Motorrädern. Niemand zeiht Oscar-verdächtige Leistungen, trotzdem stimmt die Qualität der Darsteller und deren Leistungen.




Gedanken zum Spot
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Wie sieht es mit der Produktpräsentation aus? Das neue W8-Modell von VW macht sich in dem Spot mit noblem Touch natürlich gut und passt auch zur Story. Ein dynamisches, edles Automobil mit Limousinencharakter? Vielleicht soll gerade dieser Eindruck erweckt werden. Die Zielgruppe ist da schon schwieriger zu bestimmen und ich habe mich immer wieder gefragt, welche Kunden mit dem Spot und der Story angesprochen werden sollen. Ohne viel Details zu nennen oder irgendwelche neuen Features aufzuzählen präsentiert VW sein neues Auto sehr eindrucksvoll und bietet dem Zuschauer ausreichende Eindrücke.

Trotzdem gelingt es VW und der Agentur, die für den Spot verantwortlich war nicht einen absoluten Hit zu landen. Eher handelt es sich um einen guten Spot, der natürlich auf der letzten Szene aufbaut. Ehrlich gesagt musste ich am Anfang immer wieder schmunzeln, als ich die Polizeikolonne Sekunden später vorfahren sah - der VW-Fahrer war da schon lang im Haus verschwunden. Dennoch würde ich dem Spot keine Langzeitwirkung attestieren - Audi hat das mit ihrem „Elvis-Spot“ damals geschafft.

Schlussendlich ist die Story doch zu dünn und beeindruckt den Zuschauer schnell gar nicht mehr. In meinem Freundeskreis wurde der Spot zwar einige Male angesprochen und für „lustig“ befunden, heute ist er jedoch schon wieder in der breiten Masse der Spots im deutschen Fernsehen untergegangen. Die Aussage: „Mit unserem neuen VW hängen Sie sogar die Polizei ab!“ ist einfach zu durchsichtig und banal, gute Autofahrer schaffen dies auch mit anderen Modellen oder einem herkömmlichen VW Passat.



Fazit / Empfehlung
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Unterm Strich handelt es sich um einen guten Spot, der sich zumindest kurze Zeit aus der Menge der TV-Werbung herausheben konnte und durch den „Witz“ am Schluss gefallen hat. Darsteller und die gesamt Technik überzeugen, der Sound verdient sich sogar einen dicken Pluspunkt. Wie immer sind Analysen über Story, Intention, Zielgruppe und Produktpräsentation aber interessanter. Meiner Meinung nach wird es sehr viele Zuschauer geben, die den Spot für ganz OK oder sogar gut halten, andererseits gibt es sicherlich auch viele, die den Spot misslungen oder unpassend finden. Die Story versucht eine Steigerung bis zur letzten Szene herbeizuführen und kann dem Zuschauer anfangs durchaus ein Lächeln entlocken. Mir persönlich gefällt überdies die unaufdringliche Produktpräsentation, da ich der Ansicht bin, dass gute Werbung primär auf Unterhaltung ausgerichtet sein sollte - natürlich kann und muss Marke, Hersteller und Produkt präsentiert werden, wenn dies unauffällig und mit einigen Tricks gelingt ist es umso angenehmer Werbung zu sehen. VW zeigt hier ein paar Ansätze, die allerdings nicht konsequent ausgebaut sind. Daher überzeugen mich Story und Intention dieser Werbung auch nicht vollkommen, viele andere Aspekte des Spots stimmen jedoch und verhelfen der VW-Werbung zu einer fast guten Gesamtwertung. Daher vergebe ich sehr gute 3 Sterne und eine Empfehlung für diesen Spot. Vielleicht werden die kleinen Fehler bis zu nächsten Spot von VW noch behoben....


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-02 19:27:36 mit dem Titel Sie Volksfürsorge ist echt ein Problem!!!

Zeit. Was ist Zeit? Eigentlich doch das Maß aller Dinge, oder? Sie umgibt uns, formt uns, lehrt uns, verbirgt die Zukunft in sich und beinhaltet alle Erinnerungen. Und egal wie der Mensch mit seiner Zeit umgeht, egal was er in seinem langen Leben tut, was er leistet, egal wie intensiv die Zeit ist, so ist es doch eine unumstößliche Tatsache, dass Zeit primär nur eins macht: Sie vergeht.

Ich denke der Spot „Volksfürsorge - Teenager im Altersheim“ beschäftigt sich mit dieser Thematik, wobei schon das Oxymoron Teenager und Altersheim als sich einander widersprechende Begriffe Hinweise auf die eigentliche Problematik des Spots gibt. Das eigeblendete Wort \"Verantwortung\" stellt die Werbung gleich in einen sensiblen Rahmen, denn dieser Begriff ist soweit zu fassen und tangiert so viele Bereiche, dass er in seinem eigentlichen Wesen gar nicht mehr als Verantwortung gesehen werden kann - vielmehr als beeindruckendes Schlagwort des Produzenten...

Bevor ich meine eigenen Gedanken zu dieser Werbung anführen möchte, sei kurz der Inhalt dieses Spots erwähnt: Ein 17jähriges Mädchen hat ein einwöchiges Praktikum in einem Altersheim hinter sich und berichtet über seine Erfahrungen. Dabei wird das Mädchen beim Spaziergang mit einer älteren Dame, beim Durchblättern alter Fotoalben, beim Gespräch mit Senioren und beim Aufenthalt im und um das Altersheim gezeigt. Für die Praktikantin hat der kurze Aufenthalt schon viele Erfahrungen mit sich gebracht und so kann die Hauptdarstellerin des Spots aufgrund ihrer Eindrücke feststellen, dass das Leben nicht nur aus reinem Vergnügen - wie Kino und Klamotten - besteht, sondern sehr hart sein kann.

Der Spot wird mit einer eindrucksvollen Musik von Joe Cocker unterlegt und kann mit schönen Aufnahmen, Szenenwechseln, sauberem Schnitt und einem durchdachten „roten Faden“ aufwarten. Hier geht es zunächst eigentlich nicht um eine spezielle Produktpräsentation, da hinter der „Volksfürsorge“ mehr steckt als nur ein Produkt oder Konzern.


Der Spot erzählt meiner Meinung nach von Schicksalen, von alten Menschen, die den letzten Lebensabschnitt erreicht haben und viel zurück in die Vergangenheit blicken. Der Gesamteindruck des Spots fördert diesen Eindruck zunehmend, und so geht es in dieser Werbung um Erinnerungen, um persönliche Erfahrungen und um Leben. Die Szene, in der durch einen alten Mann eine Uhr repariert wird und kurz danach verschiedene Uhren hintereinander gezeigt werden, bei denen die Zeiger stets fortlaufen, ist meines Erachtens sehr gut gelungen. Überhaupt zeigt der Spot ein Hochmaß an Symbolik und so stehen beispielsweise die Uhren für die vergangene Zeit und die Erfahrungen und Erinnerungen aus diesem großen Lebensabschnitt eines jeden Menschen, der heute seinen Platz in einem Altersheim gefunden hat.

Sicherlich wird auch die Traurigkeit der alten Menschen gezeigt - und natürlich kommen Überlegungen beim betrachtend es Spots auf, die eindeutig in die Richtung „Abstellgleis“ gehen. Wie sehr sind solche Menschen noch in unsere Gesellschaft integriert? Wie hoch ist das Maß der Ausgrenzung? Wie hart sind die einzelnen Schicksale? Kann ein Teenager innerhalb einer Woche eine derartige Menge an tiefgreifenden Eindrücken verarbeiten?

Zum Schluss des Spots wird der Slogan „Keine Sorge Volksfürsorge- unser Name ist unser Auftrag\" eingeblendet und als ich die Werbung zum ersten Mal gesehen hatte, machte sich in mir eigentlich nur eine Emotion breit: Angst. Nun gut, vielleicht war es vielmehr der erste Gedanke, der mich selbst beängstigte, oder besser verwirrte: Ich dacht nämlich, dass dieser Volksfürsorge-Spot eigentlich Angst machen sollte. Später korrigierte ich diesen Eindruck und drehte „Angst“ in „Aufmerksamkeit“, „Wachsamkeit“ und „Zukunftsplanung“.

Allein schon der Name „Volks - Fürsorge“ bewirkt eine eindrückliche Aufnahme der Intention des Spots und somit ist die Hauptdarstellerin als absoluter Gegensatz zu alten Leuten und einem Altersheim gut gewählt. Gerade in der heutigen gesellschaftlichen Situation kann wohl niemand früh genug an eine vernünftige Absicherung fürs Alter denken, allein schon die Sensibilisierung für dieses Thema innerhalb unser „Teenager“-Generation sehe ich als ersten Schritt in eine bewusste und überlegte Zukunft.


Mich hat der Spot auch über längere Zeit sehr nachdenklich gemacht - was sicherlich an der starken Symbolik der Werbung, an der Intention und der gebotenen Darstellung liegt. Kontraste zwischen Jung und Alt, unterschiedliche Sorgen und Wünsche, der Weg von Jung zu Alt und die Zeit, die auf diesem langen Weg ans Lebensende vergeht, teilweise sogar die Frage nach dem Sinn des Lebens - ich denke der Spot wirft insgesamt viele Fragen auf, stellt die Problematik dar und wirkt sehr stark auf den Zuschauer ein. Der Gesamteindruck verhilft dem Spots somit zu einer sehr gute Bewertung.

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