Über Themen mit Z Testbericht

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Erfahrungsbericht von leuzede

ZEIT DER ZÄRTLICHKEITEN

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wir wechseln die Position. Ohne uns zu küssen, gleiten unsere Lippen aneinander vorbei und ihre Nase in mein Haar. Ganz kalt ist sie, diese Nasenspitze. Kitzelt mein Ohr. Darin und dahinter. Und immer wieder ihr heißer Atem. SIE ist eine Schmusekatze. Ich hätte nie geglaubt, dass es so etwas gibt. In meinen Träumen, ja. Aber niemals in Wirklichkeit. Wieso kann SIE so toll schmusen und andere Frauen nicht. Wieso wollen die immer nur das eine. Wieso komme ich überhaupt darauf, dass sie nur das eine wollen. Habe ich jemals vor IHR einer Frau ins Gesicht gesagt, direkt ins Gesicht gesagt, dass ich schmusen will. Um „ES“ ging es immer, irgendwie. Ich ahne, was mir dabei alles entgangen ist. Zumindest glaube ich, es zu ahnen. Ich dachte, ich wüsste, was Zärtlichkeit sei. Nichts wusste ich. SIE - das ist der Name für Zärtlichkeit. Zärtlichkeit, nach der sich ein Mann sehnt, nach der ich mich sehne und die ich immer unterdrücken musste, weil mir eingehämmert wurde, dass nur gut im Bett ist, wer zeigt wo es lang geht, wer bestimmt, wer sich befriedigt.

Du, es tut so weh, dass ich weinen muss.... presse SIE ganz fest an mich. Ohne SIE zu erdrücken.


Ein richtiger Mann weint nicht, hat meine erste Freundin gesagt. Und ob ein richtiger Mann weint! Ich hatte es satt den „Harten“ spielen zu müssen. Ich lass mir nicht mehr einreden, ich würde das wollen, würde das brauchen. Was ich brauche ist Zärtlichkeit. Wie übrigens jeder Mensch. Keine Zärtlichkeit aus der Werbung. Keine von der Sorte, von der man mir einredete, das sei zärtlich.

Meine Zärtlichkeit heißt....... nein das sag ich nicht, noch nicht. SIE ist so verdammt anders. So verdammt ehrlich. Vielleicht, weil ich es auch bin. Auch ehrlich zu einer Frau bin. Ehrlich sein kann, weil SIE mir die Sicherheit gibt, mich trotzdem zu akzeptieren - obwohl ich nicht den „Macker“ mime. Oder gerade, weil ich es nicht tue. Ein Wechselspiel zwischen uns und unseren Körpern. Eine Geste, und ist sie noch so unscheinbar und unsicher, reicht der anderen die Hand.

Ich schmuse mit ihr, ich küsse SIE und SIE mich. Ohne Heftigkeit, ohne Kampf und ohne schlechtes Gewissen. Sanft. Einfach nur sanft.

So schlafen wir ein. SIE und ich. Engumschlossen......


„Du magst den vergessen, mit dem du gelacht hast, aber nie den, mit dem du geweint hast“
(Khalil Gibran)



Für die, die es angeht. Sie wird es wissen.

Micha!