Jenapharm Valette Testbericht



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Summe aller Bewertungen
- Verträglichkeit:
- Nebenwirkungen:
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- Anwendung:
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Erfahrungsbericht von pinkchen
Es gibt keine besser Pille
Pro:
Sehr gut verträglich, regelmäßige, schwache, beschwerdefreie Blutungen, kann man prima auch durchnehmen, exzellent für die Haut
Kontra:
mir fällt nichts ein
Empfehlung:
Ja
Mit Interesse hab ich die verschiedenen Testberichte zu meiner Pille Valette gelesen. Mancher hat mich richtig wütend gemacht. Immer wird die Pille verantwortlich gemacht, wenn irgend welche Probleme auftreten. Dabei muss, das nicht sein, wenn man ein paar Dinge beachtet und vor allem vom Gynäkologen gut beraten wird. Was so alles als Nebenwirkung von Valette gesehen wird, ist oft gar keine oder aber es gibt Möglichkeiten, diese abzustellen. Ich will das an meinem eigenen \"Leidensweg\" beschreiben.
Meine erste Regel kam erst mit 15 und auch mit 17 war ich noch sehr dünn und hatte das Gesicht voller Pickel. Da lernte ich Sebastian kennen, meinen ersten richtigen Freund, mit dem ich auch mein erstes Mal erleben wollte. Ich ließ mir schon vorher die Pille verschreiben, weil ich natürlich auf keinen Fall schwanger werden wollte. Ich bekam Leios, so eine ganz niedrigdosierte, weil das für junge Mädchen irgendwie günstiger sein soll. Ich hatte die ersten 3 Monate ständig irgendwelche Zwischenblutungen. Ich konnte nie sicher sein, hatte immer Angst, dass es anfängt zu bluten. Mein damaliger Frauenarzt sagte mir, dass ich Geduld haben sollte, denn das würde sich geben. Nach weiteren 3 Monaten blutete ich immer noch total unregelmäßig. Auch meine Haut war nicht wesentlich besser geworden. Und zugenommen hatte ich auch schon 3 kg. Mein Arzt vertröstete mich noch Mal und gab mir wieder ein Leios-Rezept. Da wollte ich aber nicht mehr und beschloss, den Arzt zu wechseln. Das war mein Glück. Ich kam zu meiner jetzigen Frauenärztin und alles wurde besser.
Sie hörte sich meine Geschichte an und verschrieb mir Valette. Sie sagte auch, dass ich Geduld haben müsste. Der Körper braucht immer so etwa 2-3, manchmal auch mehr Monate, in denen er sich an die neue Pille gewöhnen muss. Sie riet mir dringend davon ab, zu schnell die Geduld zu verlieren (auch wenn ich damals schon keine Geduld mehr hatte), da man dann immer wieder von einer Anpassungsphase in die nächste kommt und die Probleme nie los wird.
Auf meine Frage, ob ich nun immer noch weiter zunehmen würde, sagte sie mir, dass dies durchaus möglich ist, dass es aber, vorausgesetzt, ich futtere nicht immerzu, eigentlich gar keine richtige Gewichtszunahme ist. Ich würde nämlich auch ohne Pille in den nächsten Monaten und Jahren noch weiter zunehmen. Und so wie sie es mir erklärte, war es auch logisch. Als ich mit der Pille anfing, war ich noch dünn und richtig kindlich.. Die Brust war klein, die Hüften schmal. Ohne Pille nimmt man in den nächsten 4-5 Jahren nach der ersten Regel auch zu, weil man halt auch äußerlich zur Frau wird. Die Brust bekommt ihre endgültige Größe und auch die Hüften werden rundlicher. Durch die Anwendung der Pille wird dieser eigentlich ganz natürliche Prozess nur etwas beschleunigt. Aber es ist doch keine echte Gewichtszunahme! Aber meine Ärztin hat mich auch davor gewarnt, mehr als früher zu essen. Sie sagte mir, dass die Pille bei manchen Frauen den Appetit steigert. Wenn man dann natürlich pausenlos futtert, nimmt man auch zu. Ich nahm mir fest vor, dies nicht zu tun, hatte aber auch gar keine Probleme damit, denn mein Appetit blieb gleich. Und von nun an veränderte Valette mein Leben komplett.
Zuerst einmal war ich glücklich, dass schon im zweiten Valette-Monat keine unregelmäßigen Blutungen mehr auftraten. Endlich Ruhe! Auch waren die Blutungen plötzlich wesentlich schwächer als früher und dauerten nur noch 2-3 Tage. Ich spürte sie kaum noch. Und die Haut wurde auch immer glatter. Ich hatte kaum noch Pickel und Mitesser wurden zur Ausnahme. Das Ganze begann schon nach der zweiten Packung, wurde dann aber im Laufe der weiteren Einnahme immer besser. Heute habe ich eine Super-Haut. Null Pickel, keine glänzenden, fettigen Stellen. Einfach Spitze! Und meine ewig fettigen Haare muss ich auch nicht mehr so oft waschen. Ich blühte richtig auf, wurde selbstbewusst und trennte mich irgendwann von Sebastian. Aber Valette wollte ich damals schon nicht mehr hergeben. Also nahm ich es weiter, was meine Frauenärztin auch gut fand. Denn ewiges Absetzen und wieder neu beginnen, schadet nur, denn der Körper muss sich immer wieder neu dran gewöhnen.
Zwei Sachen störten mich jedoch an Valette. Ich hatte häufig sehr starke Kopfschmerzen und irgendwann blieb plötzlich das erste Mal meine Blutung aus. Das war, als ich noch mit Sebastian zusammen war, wir uns aber schon nicht mehr so richtig verstanden. Ich geriet in Panik. Nur jetzt kein Kind! Ich war ja gerade erst 18 geworden. Ich rannte zu meiner Frauenärztin und sie nahm sich wieder viel Zeit und erklärte mir alles. Sie machte einen Schwangerschaftstest, um mir zu zeigen, dass ich nicht schwanger war. Dann machte sie eine Ultraschalluntersuchung und zeigte mir die Schleimhaut in der Gebärmutter, die Monat für Monat aufgebaut wird, um eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Kommts nicht zur Schwangerschaft wir die umsonst aufgebaute Schleimhaut abgestoßen. Es blutet. Bei Pillen-Anwendung fällt der Aufbau der Schleimhaut wesentlich geringer aus. Ist ja auch klar, denn dort soll sich ja auch nichts einnisten. Deshalb sind auch die Blutungen schwächer, denn es wird ja viel weniger abgestoßen. Und wenn man Valette nimmt, ist die Schleimhaut nur ein ganz schmaler Strich, wie ich selber im Ultraschall sehen konnte. Da kann sich keine Schwangerschaft einnisten! Und deshalb sind bei Valette-Anwendung auch die Blutungen so schön schwach. Und wenn sie ganz ganz schwach sind, kommt das Blut nicht mal bis nach außen. Deshalb blieb meine Regel aus. Ich war beruhigt. Auch später blieb hin und wieder mal die Blutung aus. So richtig gefiel mir das nie, aber ich versuchte nicht in Panik zu geraten. Ich wartetet einfach ab und im Monat danach kam die Blutung auch immer. Nur einmal blieb sie 2x hintereinander aus. Da bin ich wieder zu meiner Frauenärztin gegangen, denn ein Kind wollte ich damals auch noch nicht. Ich war zwar dann schon mit Felix, meinem jetzigen Freund zusammen, doch mit 21 war ein Kind natürlich auch noch kein Thema. Ich war wieder nicht schwanger, nutze aber den außerplanmäßigen Arztbesuch gleich noch mal, mein zweites Problem anzusprechen.
So sehr ich mit Valette zufrieden war, so sehr störten mich die Kopfschmerzen, die ich immer mal hatte. Sie waren echt stark und belasteten mich mächtig. Meine Freundin riet mir, die Pille zu wechseln, aber ich wollte nicht so recht. Ich hatte Angst, dass der Schlamassel, den ich mit Leios erlebte, vielleicht wieder beginnt.
Meine Frauenärztin fragte mich, wann denn die Kopfschmerzen immer auftraten. Ich wusste es nicht so genau. Deshalb sagte sie mir, ich soll einen Regelkalender führen, die Pilleneinnahme, meine Regel und die Kopfschmerzen dort eintragen und das Ganze beim nächsten Besuch mitbringen. Das machte ich und stellte schon nach einer Weile überrascht fest, dass ich die meisten und stärksten Kopfschmerzen immer während der Einnahmepause hatte. Meine Frauenärztin klärte mich dann auch recht bald auf. Die Kopfschmerzen sind keine Pillen-Nebenwirkung, sondern entstehen, weil die Pillenhormone fehlen. Es ist eine Art Entzugserscheinung. Und wenn ich jetzt die Pille wechseln würde, hätte ich auch unter der nächsten Pille das gleiche Problem.
Nun empfahl mir meine Frauenärztin etwas ganz Verrücktes, wie ich damals dachte. Ich sollte die Pause weglassen. Einfach nach der letzten Pille ohne Pause mit der nächsten Packung weitermachen. Sie verschrieb mir eine 3- und eine 1-Monatspackung und sagte ich solle wiederkommen, wenn die letzten Dragees zur Neige gehen. Ich sollte es einfach ausprobieren, ich bräuchte keine Bedenken haben und sie wollte beim nächsten Mal mir in aller Ruhe alles erklären. Sie wies mich noch auf mögliche Zwischenblutungen hin und schickte mich heim. Ich war ganz verduzt und misstraute der Sache ganz schön. Schließlich musste das Blut doch irgendwo hin? Und ist es nicht natürlich, Monat für Monat seine Regel zu haben? Andererseits hatte ich damals schon so viel Vertrauen zu meiner Frauenärztin, dass ich einfach tat, was sie sagte. Ich probierte die Sache also aus, hatte auch während der zweiten Packung ein paar Tage leichte Blutungen, fühlte mich aber ansonsten richtig gut. In meinen Kopfschmerzkalender musste ich kaum mehr etwas eintragen und an Tampons o.ä. dachte ich irgendwann gar nicht mehr. Meine Blutung fehlte mir nicht, musste ich feststellen.
Beim nächsten Besuch freute sich meine Frauenärztin natürlich, dass es mir so gut ging und fragte mich, ob ich Valette weiterhin so nehmen wollte. Sie riet mir, immer nach 4 Packungen eine 7tägige Pause zu machen. Sie nannte das Ganze Langzyklus. Ich wollte schon, hatte aber natürlich noch meine Bedenken wegen der Natürlichkeit usw. Meine Frauenärztin klärte mich auf, dass die Blutung bei Pillen-Einnahme überhaupt nichts mit Natürlichkeit und späterer Fruchtbarkeit usw. zu tun hat. Sie ist nur die Folge des Absinkens der Hormonspiegel in der Pause und um so stärker, je mehr Schleimhaut durch die Pillen-Hormone aufgebaut wurde. Da ich durch Valette ohnehin schon ganz leichte Blutungen hatte, baut sich bei mir eh nichts auf, was abbluten muss. Also kann man auf das Bluten auch verzichten. Außerdem baut sich immer weniger auf, wenn man die Pause weglässt und die Pillenhormone ohne Pause wirken können.
Und noch etwas gefiel mir. Durch das Weglassen der Pause ist ein Pillenversagen nahezu ausgeschlossen. Und Blutungen treten eh nicht mehr auf, was toll ist, wenn man dabei nicht jedes Mal in Panik gerät. Meine Frauenärztin sagte mir sogar, dass ich, wenn ich mal einen Einnahmefehler mache, nicht mehr zusätzlich verhüten muss, denn 1 Tag ohne Hormone ist natürlich mindestens genau so sicher wie 7 Tage ohne Hormone während der Pause.
Seitdem nehme ich meine Valette immer 84 Tage hintereinander, mache dann 7 Tage Pause (wenn die Kopfschmerzen zu stark werden, fange ich auch schon mal nach 5 Tagen wieder an!) und bin rundum zufrieden und glücklich. Die Blutungen in der vierteljährlichen Pillepause sind extrem schwach, was mir die Sicherheit gibt, dass da wirklich nichts ist, was abgeblutet werden muss. Deshalb habe ich jetzt im Sommer auch nach 84 Tagen noch keine Pause gemacht. Ich hatte einfach keine Lust zum Bluten und keinen Bock auf eventuelle Kopfschmerzen. Nächste Woche ist meine Monatspackung alle, da werde ich mal eine Pause einlegen. Aber natürlich nicht am Wochenende, denn die wollen mein Freund und ich blutungsfrei genießen. Schließlich sind wir das so gewöhnt.
Valette ist eine Super-Pille, die neben sicherer Verhütung, die ja heute selbstverständlich sein sollte, die Haut und die gesamte Bluterei günstig beeinflusst. Außerdem empfinde ich sie als sehr gut verträglich. Und wenn es doch das eine oder andere Problem gibt, wie z.B. bei mir Kopfschmerzen in der Pause und die gelegentliche Schwangerschaftsangst, wenn die Blutung ausblieb, dann ist der Langzyklus eine Super-Alternative. Selbst ohne Probleme würde ich mich heute dafür entscheiden, denn ein Leben ohne monatliche Blutungen und blutungsbedingte Beschwerden ist einfach Klasse.
Pinkchen
Meine erste Regel kam erst mit 15 und auch mit 17 war ich noch sehr dünn und hatte das Gesicht voller Pickel. Da lernte ich Sebastian kennen, meinen ersten richtigen Freund, mit dem ich auch mein erstes Mal erleben wollte. Ich ließ mir schon vorher die Pille verschreiben, weil ich natürlich auf keinen Fall schwanger werden wollte. Ich bekam Leios, so eine ganz niedrigdosierte, weil das für junge Mädchen irgendwie günstiger sein soll. Ich hatte die ersten 3 Monate ständig irgendwelche Zwischenblutungen. Ich konnte nie sicher sein, hatte immer Angst, dass es anfängt zu bluten. Mein damaliger Frauenarzt sagte mir, dass ich Geduld haben sollte, denn das würde sich geben. Nach weiteren 3 Monaten blutete ich immer noch total unregelmäßig. Auch meine Haut war nicht wesentlich besser geworden. Und zugenommen hatte ich auch schon 3 kg. Mein Arzt vertröstete mich noch Mal und gab mir wieder ein Leios-Rezept. Da wollte ich aber nicht mehr und beschloss, den Arzt zu wechseln. Das war mein Glück. Ich kam zu meiner jetzigen Frauenärztin und alles wurde besser.
Sie hörte sich meine Geschichte an und verschrieb mir Valette. Sie sagte auch, dass ich Geduld haben müsste. Der Körper braucht immer so etwa 2-3, manchmal auch mehr Monate, in denen er sich an die neue Pille gewöhnen muss. Sie riet mir dringend davon ab, zu schnell die Geduld zu verlieren (auch wenn ich damals schon keine Geduld mehr hatte), da man dann immer wieder von einer Anpassungsphase in die nächste kommt und die Probleme nie los wird.
Auf meine Frage, ob ich nun immer noch weiter zunehmen würde, sagte sie mir, dass dies durchaus möglich ist, dass es aber, vorausgesetzt, ich futtere nicht immerzu, eigentlich gar keine richtige Gewichtszunahme ist. Ich würde nämlich auch ohne Pille in den nächsten Monaten und Jahren noch weiter zunehmen. Und so wie sie es mir erklärte, war es auch logisch. Als ich mit der Pille anfing, war ich noch dünn und richtig kindlich.. Die Brust war klein, die Hüften schmal. Ohne Pille nimmt man in den nächsten 4-5 Jahren nach der ersten Regel auch zu, weil man halt auch äußerlich zur Frau wird. Die Brust bekommt ihre endgültige Größe und auch die Hüften werden rundlicher. Durch die Anwendung der Pille wird dieser eigentlich ganz natürliche Prozess nur etwas beschleunigt. Aber es ist doch keine echte Gewichtszunahme! Aber meine Ärztin hat mich auch davor gewarnt, mehr als früher zu essen. Sie sagte mir, dass die Pille bei manchen Frauen den Appetit steigert. Wenn man dann natürlich pausenlos futtert, nimmt man auch zu. Ich nahm mir fest vor, dies nicht zu tun, hatte aber auch gar keine Probleme damit, denn mein Appetit blieb gleich. Und von nun an veränderte Valette mein Leben komplett.
Zuerst einmal war ich glücklich, dass schon im zweiten Valette-Monat keine unregelmäßigen Blutungen mehr auftraten. Endlich Ruhe! Auch waren die Blutungen plötzlich wesentlich schwächer als früher und dauerten nur noch 2-3 Tage. Ich spürte sie kaum noch. Und die Haut wurde auch immer glatter. Ich hatte kaum noch Pickel und Mitesser wurden zur Ausnahme. Das Ganze begann schon nach der zweiten Packung, wurde dann aber im Laufe der weiteren Einnahme immer besser. Heute habe ich eine Super-Haut. Null Pickel, keine glänzenden, fettigen Stellen. Einfach Spitze! Und meine ewig fettigen Haare muss ich auch nicht mehr so oft waschen. Ich blühte richtig auf, wurde selbstbewusst und trennte mich irgendwann von Sebastian. Aber Valette wollte ich damals schon nicht mehr hergeben. Also nahm ich es weiter, was meine Frauenärztin auch gut fand. Denn ewiges Absetzen und wieder neu beginnen, schadet nur, denn der Körper muss sich immer wieder neu dran gewöhnen.
Zwei Sachen störten mich jedoch an Valette. Ich hatte häufig sehr starke Kopfschmerzen und irgendwann blieb plötzlich das erste Mal meine Blutung aus. Das war, als ich noch mit Sebastian zusammen war, wir uns aber schon nicht mehr so richtig verstanden. Ich geriet in Panik. Nur jetzt kein Kind! Ich war ja gerade erst 18 geworden. Ich rannte zu meiner Frauenärztin und sie nahm sich wieder viel Zeit und erklärte mir alles. Sie machte einen Schwangerschaftstest, um mir zu zeigen, dass ich nicht schwanger war. Dann machte sie eine Ultraschalluntersuchung und zeigte mir die Schleimhaut in der Gebärmutter, die Monat für Monat aufgebaut wird, um eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Kommts nicht zur Schwangerschaft wir die umsonst aufgebaute Schleimhaut abgestoßen. Es blutet. Bei Pillen-Anwendung fällt der Aufbau der Schleimhaut wesentlich geringer aus. Ist ja auch klar, denn dort soll sich ja auch nichts einnisten. Deshalb sind auch die Blutungen schwächer, denn es wird ja viel weniger abgestoßen. Und wenn man Valette nimmt, ist die Schleimhaut nur ein ganz schmaler Strich, wie ich selber im Ultraschall sehen konnte. Da kann sich keine Schwangerschaft einnisten! Und deshalb sind bei Valette-Anwendung auch die Blutungen so schön schwach. Und wenn sie ganz ganz schwach sind, kommt das Blut nicht mal bis nach außen. Deshalb blieb meine Regel aus. Ich war beruhigt. Auch später blieb hin und wieder mal die Blutung aus. So richtig gefiel mir das nie, aber ich versuchte nicht in Panik zu geraten. Ich wartetet einfach ab und im Monat danach kam die Blutung auch immer. Nur einmal blieb sie 2x hintereinander aus. Da bin ich wieder zu meiner Frauenärztin gegangen, denn ein Kind wollte ich damals auch noch nicht. Ich war zwar dann schon mit Felix, meinem jetzigen Freund zusammen, doch mit 21 war ein Kind natürlich auch noch kein Thema. Ich war wieder nicht schwanger, nutze aber den außerplanmäßigen Arztbesuch gleich noch mal, mein zweites Problem anzusprechen.
So sehr ich mit Valette zufrieden war, so sehr störten mich die Kopfschmerzen, die ich immer mal hatte. Sie waren echt stark und belasteten mich mächtig. Meine Freundin riet mir, die Pille zu wechseln, aber ich wollte nicht so recht. Ich hatte Angst, dass der Schlamassel, den ich mit Leios erlebte, vielleicht wieder beginnt.
Meine Frauenärztin fragte mich, wann denn die Kopfschmerzen immer auftraten. Ich wusste es nicht so genau. Deshalb sagte sie mir, ich soll einen Regelkalender führen, die Pilleneinnahme, meine Regel und die Kopfschmerzen dort eintragen und das Ganze beim nächsten Besuch mitbringen. Das machte ich und stellte schon nach einer Weile überrascht fest, dass ich die meisten und stärksten Kopfschmerzen immer während der Einnahmepause hatte. Meine Frauenärztin klärte mich dann auch recht bald auf. Die Kopfschmerzen sind keine Pillen-Nebenwirkung, sondern entstehen, weil die Pillenhormone fehlen. Es ist eine Art Entzugserscheinung. Und wenn ich jetzt die Pille wechseln würde, hätte ich auch unter der nächsten Pille das gleiche Problem.
Nun empfahl mir meine Frauenärztin etwas ganz Verrücktes, wie ich damals dachte. Ich sollte die Pause weglassen. Einfach nach der letzten Pille ohne Pause mit der nächsten Packung weitermachen. Sie verschrieb mir eine 3- und eine 1-Monatspackung und sagte ich solle wiederkommen, wenn die letzten Dragees zur Neige gehen. Ich sollte es einfach ausprobieren, ich bräuchte keine Bedenken haben und sie wollte beim nächsten Mal mir in aller Ruhe alles erklären. Sie wies mich noch auf mögliche Zwischenblutungen hin und schickte mich heim. Ich war ganz verduzt und misstraute der Sache ganz schön. Schließlich musste das Blut doch irgendwo hin? Und ist es nicht natürlich, Monat für Monat seine Regel zu haben? Andererseits hatte ich damals schon so viel Vertrauen zu meiner Frauenärztin, dass ich einfach tat, was sie sagte. Ich probierte die Sache also aus, hatte auch während der zweiten Packung ein paar Tage leichte Blutungen, fühlte mich aber ansonsten richtig gut. In meinen Kopfschmerzkalender musste ich kaum mehr etwas eintragen und an Tampons o.ä. dachte ich irgendwann gar nicht mehr. Meine Blutung fehlte mir nicht, musste ich feststellen.
Beim nächsten Besuch freute sich meine Frauenärztin natürlich, dass es mir so gut ging und fragte mich, ob ich Valette weiterhin so nehmen wollte. Sie riet mir, immer nach 4 Packungen eine 7tägige Pause zu machen. Sie nannte das Ganze Langzyklus. Ich wollte schon, hatte aber natürlich noch meine Bedenken wegen der Natürlichkeit usw. Meine Frauenärztin klärte mich auf, dass die Blutung bei Pillen-Einnahme überhaupt nichts mit Natürlichkeit und späterer Fruchtbarkeit usw. zu tun hat. Sie ist nur die Folge des Absinkens der Hormonspiegel in der Pause und um so stärker, je mehr Schleimhaut durch die Pillen-Hormone aufgebaut wurde. Da ich durch Valette ohnehin schon ganz leichte Blutungen hatte, baut sich bei mir eh nichts auf, was abbluten muss. Also kann man auf das Bluten auch verzichten. Außerdem baut sich immer weniger auf, wenn man die Pause weglässt und die Pillenhormone ohne Pause wirken können.
Und noch etwas gefiel mir. Durch das Weglassen der Pause ist ein Pillenversagen nahezu ausgeschlossen. Und Blutungen treten eh nicht mehr auf, was toll ist, wenn man dabei nicht jedes Mal in Panik gerät. Meine Frauenärztin sagte mir sogar, dass ich, wenn ich mal einen Einnahmefehler mache, nicht mehr zusätzlich verhüten muss, denn 1 Tag ohne Hormone ist natürlich mindestens genau so sicher wie 7 Tage ohne Hormone während der Pause.
Seitdem nehme ich meine Valette immer 84 Tage hintereinander, mache dann 7 Tage Pause (wenn die Kopfschmerzen zu stark werden, fange ich auch schon mal nach 5 Tagen wieder an!) und bin rundum zufrieden und glücklich. Die Blutungen in der vierteljährlichen Pillepause sind extrem schwach, was mir die Sicherheit gibt, dass da wirklich nichts ist, was abgeblutet werden muss. Deshalb habe ich jetzt im Sommer auch nach 84 Tagen noch keine Pause gemacht. Ich hatte einfach keine Lust zum Bluten und keinen Bock auf eventuelle Kopfschmerzen. Nächste Woche ist meine Monatspackung alle, da werde ich mal eine Pause einlegen. Aber natürlich nicht am Wochenende, denn die wollen mein Freund und ich blutungsfrei genießen. Schließlich sind wir das so gewöhnt.
Valette ist eine Super-Pille, die neben sicherer Verhütung, die ja heute selbstverständlich sein sollte, die Haut und die gesamte Bluterei günstig beeinflusst. Außerdem empfinde ich sie als sehr gut verträglich. Und wenn es doch das eine oder andere Problem gibt, wie z.B. bei mir Kopfschmerzen in der Pause und die gelegentliche Schwangerschaftsangst, wenn die Blutung ausblieb, dann ist der Langzyklus eine Super-Alternative. Selbst ohne Probleme würde ich mich heute dafür entscheiden, denn ein Leben ohne monatliche Blutungen und blutungsbedingte Beschwerden ist einfach Klasse.
Pinkchen
17 Bewertungen, 1 Kommentar
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09.02.2005, 10:59 Uhr von Missmyself
Bewertung: sehr hilfreichEin großes Lob für diesen objektiven Bericht!!! Find ich toll dass du auch die Erfahrungen deiner Frauenärztin mitreinbringst, da erscheint so manches gleich viel klarer.
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