Erfahrungsbericht von Renfe
Metall im Mund
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nachdem es bei Yopi ja nun schon einige Berichte über das Stechen von Zungenpiercings gibt, hier mein Beitrag für die Zeit \'danach\'...wie es sich mit einem Piercing im Mund so lebt, und wie die Pflege aussieht, wenn der Stichkanal dann mal abgeheilt ist...und wie es zu der Entscheidung kam.
Ich habe mein Zungenpiering nun ziemlich genau ein Jahr, und es ist das dritte Piercing insgesamt, das ich mir habe Stechen lassen. Der Entschluss war nicht, wie bei vielen, spontan, sondern Piercen war und ist für mich nie Modeentscheidung gewesen (seid mir nicht böse, aber 14 jährige Mädels mit Bauchnabelpiercing an jeder Strassenecke, weil die Stars die Teile halt auch haben, finde ich gelinde unüberlegt und unnötig), sondern Ausdruck meines ganz persönlichen Körpergefühls. Meine Piercings sind alle nicht auf den ersten Blick sichtbar, da von Klamotten verdeckt oder eben im Mund, trotz allem sind sie für mich Schmuck. Ich trage an sichtbarem Schmuck dafür nur einen Ring am Finger, das wars.
Zungenpiercings haben mir immer gut gefallen an anderen, sie sind (oder waren zumindest früher) recht selten und etwas besonderes. Leute mit Zungenpiercing galten als ein wenig freakig. Heute jedoch sind die Stäbe im Mund wohl bereits gesellschaftsfähig geworden.
Ich habe mir das Piercing also in einem sauberen, auskunftsfreudigen Studio stechen lassen und entsprechend der Anweisungen gepflegt. Mit schlucken, essen und sprechen hatte ich etwa 2 Tage echte Probleme, aber die Zunge schwoll kaum an und nach einigen Tagen war der Spuk vorbei. Das Lispeln, das in den ersten Tagen noch recht deutlich zu hören war verschwand ebenfalls innerhalb 2 Wochen wieder. Auch das deutliche Gefühl der ersten Tage, einen störenden Fremdkörper im Mund zu haben, verschwand vollkommen.
Nur ab und an, wenn ich erkältet bin und der Mundraum eh gereizt oder entzündet, dann kann es kurzzeitig zu schmerzenden Druckstellen in Gaumen kommen. Aber ein wenig Hexoral gurgeln, und die Sache ist erledigt.
Essen und trinken sind wie gesagt absolut unproblematisch, einzig Storck Schokoladenriesen (die kleben eh schon wie verrückt) und Spaghetti (ab und an wickeln sich die Nudeln richtig schön um das Piercing) können einen vor gewisse Herausforderungen stellen *ggg
Mittlerweile bemerke ich das Piercing auch oftmals gar nicht mehr und dann passiert es schon mal, das ich gedankenverloren darauf herumkaue und es zwischen den Lippen hervorblitzt. Ganz im Gegenteil, wenn ich es zum Grundreinigen herausnehme, dann habe ich das unangenehme Gefühl, das etwas in meinem Mund fehlt.
Mindestens einmal die Woche nehme ich das Piercing aber heraus und reinige es gründlich mit Zahnbürste und Zahnpasta, denn sonst setzen sich Ablagerungen an, die ich weder schön noch hygienisch finde. Ausserdem kann man das Piercing ab und an mal in Reiniger für Zahnspangen oder dritte Zähne (ihr wisst schon, Corega Tabs) einweichen, aber nicht länger als vielleicht eine Stunde. Nicht, das es das Metall angreifen würde, aber der Stichkanal wächst an der Zunge unheimlich schnell wieder zu.
Auffallen tut das Piercing im Alltag übrigens kaum. Ich arbeite in einem Job, in dem auffälliger Schmuck nicht gerne gesehen wird, aber meinen Arbeitskollegen ist das Piercing im ersten halben Jahr überhaupt nicht aufgefallen und auch meine Mitbewohner haben es erst nach Wochen bemerkt. Wenn man in bestimmten Situationen also nicht will das es auffällt, wird es das auch nicht. Dann darf man natürlich nicht den ganzen Tag daran herumnuckeln oder es offensichtlich hervoblitzen lassen, aber das ist etwas, was sich nach der Anfangsphase sowieso sehr schnell reduziert oder fast ganz gibt.
Was die Erotik eines Piercings angeht...die gibt es sicherlich, aber versprecht euch nicht zuviel davon, das hat mehr mit Phantasie als mit Physik zu tun :) Euer Partner jedoch wird davon schon weit mehr profitieren können, insofern er überhaupt Gefallen an Piercings findet, und ihr eben ein wenig Phantasie an den Tag legt.
Übrigens, ich wollte es ja auch nie glauben, aber das stechen eines Zungenpiercings tut, aufgrund der lokalen Betäubung mit einem Spray (wie beim Zahnarzt, der ganze Mund wird für eine Weile taub) und der schnellen und unproblematischen Heilung des Stichkanals wirklich NICHT weh. Im Vergleich ist ein Bauchnabelpiercing schon wesentlich heftiger :) Aber eigentlich sollte ich es gar nicht erzählen, sonst hat demnächst jeder eins...:(
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Ich habe mein Zungenpiering nun ziemlich genau ein Jahr, und es ist das dritte Piercing insgesamt, das ich mir habe Stechen lassen. Der Entschluss war nicht, wie bei vielen, spontan, sondern Piercen war und ist für mich nie Modeentscheidung gewesen (seid mir nicht böse, aber 14 jährige Mädels mit Bauchnabelpiercing an jeder Strassenecke, weil die Stars die Teile halt auch haben, finde ich gelinde unüberlegt und unnötig), sondern Ausdruck meines ganz persönlichen Körpergefühls. Meine Piercings sind alle nicht auf den ersten Blick sichtbar, da von Klamotten verdeckt oder eben im Mund, trotz allem sind sie für mich Schmuck. Ich trage an sichtbarem Schmuck dafür nur einen Ring am Finger, das wars.
Zungenpiercings haben mir immer gut gefallen an anderen, sie sind (oder waren zumindest früher) recht selten und etwas besonderes. Leute mit Zungenpiercing galten als ein wenig freakig. Heute jedoch sind die Stäbe im Mund wohl bereits gesellschaftsfähig geworden.
Ich habe mir das Piercing also in einem sauberen, auskunftsfreudigen Studio stechen lassen und entsprechend der Anweisungen gepflegt. Mit schlucken, essen und sprechen hatte ich etwa 2 Tage echte Probleme, aber die Zunge schwoll kaum an und nach einigen Tagen war der Spuk vorbei. Das Lispeln, das in den ersten Tagen noch recht deutlich zu hören war verschwand ebenfalls innerhalb 2 Wochen wieder. Auch das deutliche Gefühl der ersten Tage, einen störenden Fremdkörper im Mund zu haben, verschwand vollkommen.
Nur ab und an, wenn ich erkältet bin und der Mundraum eh gereizt oder entzündet, dann kann es kurzzeitig zu schmerzenden Druckstellen in Gaumen kommen. Aber ein wenig Hexoral gurgeln, und die Sache ist erledigt.
Essen und trinken sind wie gesagt absolut unproblematisch, einzig Storck Schokoladenriesen (die kleben eh schon wie verrückt) und Spaghetti (ab und an wickeln sich die Nudeln richtig schön um das Piercing) können einen vor gewisse Herausforderungen stellen *ggg
Mittlerweile bemerke ich das Piercing auch oftmals gar nicht mehr und dann passiert es schon mal, das ich gedankenverloren darauf herumkaue und es zwischen den Lippen hervorblitzt. Ganz im Gegenteil, wenn ich es zum Grundreinigen herausnehme, dann habe ich das unangenehme Gefühl, das etwas in meinem Mund fehlt.
Mindestens einmal die Woche nehme ich das Piercing aber heraus und reinige es gründlich mit Zahnbürste und Zahnpasta, denn sonst setzen sich Ablagerungen an, die ich weder schön noch hygienisch finde. Ausserdem kann man das Piercing ab und an mal in Reiniger für Zahnspangen oder dritte Zähne (ihr wisst schon, Corega Tabs) einweichen, aber nicht länger als vielleicht eine Stunde. Nicht, das es das Metall angreifen würde, aber der Stichkanal wächst an der Zunge unheimlich schnell wieder zu.
Auffallen tut das Piercing im Alltag übrigens kaum. Ich arbeite in einem Job, in dem auffälliger Schmuck nicht gerne gesehen wird, aber meinen Arbeitskollegen ist das Piercing im ersten halben Jahr überhaupt nicht aufgefallen und auch meine Mitbewohner haben es erst nach Wochen bemerkt. Wenn man in bestimmten Situationen also nicht will das es auffällt, wird es das auch nicht. Dann darf man natürlich nicht den ganzen Tag daran herumnuckeln oder es offensichtlich hervoblitzen lassen, aber das ist etwas, was sich nach der Anfangsphase sowieso sehr schnell reduziert oder fast ganz gibt.
Was die Erotik eines Piercings angeht...die gibt es sicherlich, aber versprecht euch nicht zuviel davon, das hat mehr mit Phantasie als mit Physik zu tun :) Euer Partner jedoch wird davon schon weit mehr profitieren können, insofern er überhaupt Gefallen an Piercings findet, und ihr eben ein wenig Phantasie an den Tag legt.
Übrigens, ich wollte es ja auch nie glauben, aber das stechen eines Zungenpiercings tut, aufgrund der lokalen Betäubung mit einem Spray (wie beim Zahnarzt, der ganze Mund wird für eine Weile taub) und der schnellen und unproblematischen Heilung des Stichkanals wirklich NICHT weh. Im Vergleich ist ein Bauchnabelpiercing schon wesentlich heftiger :) Aber eigentlich sollte ich es gar nicht erzählen, sonst hat demnächst jeder eins...:(
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