K-19 - Showdown in der Tiefe (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von SVoigt3000
20.000 Meilen unter dem Meer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Am Wochenende war ich wieder mit zwei Leuten im Kino! Dabei hat sich nur die Dame an unserer Kinocliquen-Seite geändert, nicht aber das Kino und unsere Filmliebe ist auch immer noch die selbe. Im Kino angekommen, haben wir uns Karten für \"K-19 - Showdown in der Tiefe\" gekauft - ein Film der viele Widersprüche, was Qualität angeht, hat...
-------STORY:-------
Kalter Krieg, 1961: Der strenge Kapitän Vostrikov (Harrison Ford) bekommt das Oberkommando über das erste Atom-U-Boot der Russen - die \"K-19\". Vostrikov zurseite steht Kapitän Polenin (Liam Neeson), der zwar enttäuscht ist, nicht den Oberbefehl zu haben, sich damit aber abfindet. Doch die Crew an Bord vertraut während der Jungfernfahrt und vielen sehr strengen Übungen, die alle von Vostrikov ausgehen, nur Polenin und drängt ihn dazu, die Befehlsgewalt an sich zu reißen, weil die Crew befürchtet, von Vostrikov leichtfertig in Gefahr gebracht zu werden. Doch Polenin geht darauf nicht ein.
Nach der ersten Testfahrt und dem Testabschuss einer Atomrakete bekommt die K19 den Auftrag, vor der amerikanischen Küste zu patroulieren. Doch auf dem Weg dort hin kommt es zu einem Leck im Reaktorraum. Das Leck liegt an einer komplizierten Stelle, muss aber schnellstens repariert werden, da das U-Boot sonst explodiert. Diese Atomexplosion könnten die Amerikaner nicht auf sich sitzen lassen und würden zum Gegenschlag ausholen, was zu einem Atomkrieg der beiden Supermächte führen würde...
Nun beginnt der Kampf der Crew mit dem damals großen Unbekannten - der Atomkraft und der damit verbundenen, tötlichen, Strahlung. Nun schwankt die Crew zwischen Hoffen und Bangen, was Meuterei-Gedanken noch mehr beschwört....
-------KOMMENTAR:-------
God bless America! Da haben die Amerikaner wirklich mal was, worüber sie reden und sich die Mäuler zerreißen können: Die schauspielerische Leistung von Harrison Ford! Die Kritiker in den USA haben nämlich über den Spitzenschauspieler nicht übel gelästert. Von Mimik und Gestik her ist er, wie gewohnt, spitze, aber in der US-Fassung soll Ford den russischen Akzent miserabel drauf gehabt haben. Davon kann sich der deutsche Kinogänger kein Bild machen, denn hier werden Filme ja synchronisiert. Leider wurde auch dieses Mal wieder ein Film ins bodenlose übersetzt. Hier haben nämlich die Charaktere keinen Akzent - gar keinen! Das wirkt leider nicht sonderlich gut, wenn man sich vorstellen soll, die Personen wären Russen, haben aber keinen Akzent. Da doch lieber den angeblich schlechten Akzent von Harrison Ford.
Ansonsten muss man den Schauspielern aber großes Lob zollen. Harrison Ford und Liam Neeson gehören beide zur ersten Garde in Hollywood und spielen auch hier wirklich toll. Gut, zum Akzent von Harrison Ford kann ich nichts sagen, aber der Rest ist, wie gewohnt, toll.
Wichtig zu wissen ist auch, dass diese Geschichte nicht ausgedacht wurde. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, die aber bisher verschwiegen wurde. Die Crew des U-Bootes wurde dazu gezwungen, zu schweigen, was auch solange gut ging, solange es den Ostblock gab - also ungefähr bis zum Ende der DDR. Sehr schön finde ich auch, dass am Ende des Films kurz gezeigt wird, was nach 1989 mit den Crewmitgliedern geschah - natürlich hauptsächlich was aus Vostrikov und Polenin wurde.
Interessant zu sehen ist auch, dass der Film wenig (gar keinen?) übertriebenen Patriotismus enthält. Werden die Ami-Filme etwa nur patriotisch, wenn es ums eigene Land geht? Klar, \"K19\" zeigt Szenen, die patriotisch sind, aber nicht übertrieben. Das der Kapitän um keinen Preis sein Schiff aufgibt ist ja bekanntlich in vielen Fällen (z.B. Titanic) wirklich so, zumal es sich hier um ein hochmodernes U-Boot handelt, bei dem es militärisch fatal wäre, wenn es dem Feind in die Hände fiele.
Atmosphärisch ist der Regisseurin Kathryn Bigelow (\"Gefährliche Brandung\", \"Strange Days\") ein düsterer, spannender, aber auch fesselnder und erschreckender Film gelungen, der mich auf dieses Ereignis aufmerksam gemacht hat. Mir war dieses U-Boot nämlich bisher unbekannt. Der Film hat mich aber dazu bewogen, mich in den nächsten Tagen näher darüber zu informieren. Was will man mehr von einem Film, als dass er einen zum Nachdenken anregt und einen für etwas interessiert?
Jetzt habe ich den Film so sehr gelobt, gebe ihm aber trotzdem nicht die Topbewertung. Warum das? Das liegt zum einen an der enttäuschenden Synchronisation, zum anderen an der doch leichten Abgegriffenheit des Themas. U-Boot-Filme gibt es viele und \"K19\" ist kein schlechter seines Genres, aber auch keiner, bei dem man geflasht aus dem Kino kommt und sich denkt: \"Boah, das war was!!!\"
Der Film hat mit 137 Minuten Überlänge, ist aber nicht zu lang geraten. Der Film ist an jeder Stelle fesselnd und spannend, trotzdem ist der Film aber kein wirkliches Highlight. Wenn ich schon bei Zahlen bin: Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben, was ich nicht verstehen kann. Die Szenen, in denen einzelne Crewmitglieder verstrahlt aus dem Nuklearraum kommen ist nicht sonderlich hübsch anzusehen, genauso wie deren Ungewissheit und Anmgst vor der unbekannten Technologie. Also ich hätte den Film ab 16 Jahren freigegeben.
-------FAZIT:-------
Ein guter, aber kein sehr guter Film! Wer geschichtlich interessiert oder Fan der großartigen Schauspieler ist, muss den Film sehen. Für alle anderen gilt: Wer einen spannenden Kinoabend haben möchte, sollte sich \"K19\" ansehen, ein Muss ist er aber (leider) nicht.
-------STORY:-------
Kalter Krieg, 1961: Der strenge Kapitän Vostrikov (Harrison Ford) bekommt das Oberkommando über das erste Atom-U-Boot der Russen - die \"K-19\". Vostrikov zurseite steht Kapitän Polenin (Liam Neeson), der zwar enttäuscht ist, nicht den Oberbefehl zu haben, sich damit aber abfindet. Doch die Crew an Bord vertraut während der Jungfernfahrt und vielen sehr strengen Übungen, die alle von Vostrikov ausgehen, nur Polenin und drängt ihn dazu, die Befehlsgewalt an sich zu reißen, weil die Crew befürchtet, von Vostrikov leichtfertig in Gefahr gebracht zu werden. Doch Polenin geht darauf nicht ein.
Nach der ersten Testfahrt und dem Testabschuss einer Atomrakete bekommt die K19 den Auftrag, vor der amerikanischen Küste zu patroulieren. Doch auf dem Weg dort hin kommt es zu einem Leck im Reaktorraum. Das Leck liegt an einer komplizierten Stelle, muss aber schnellstens repariert werden, da das U-Boot sonst explodiert. Diese Atomexplosion könnten die Amerikaner nicht auf sich sitzen lassen und würden zum Gegenschlag ausholen, was zu einem Atomkrieg der beiden Supermächte führen würde...
Nun beginnt der Kampf der Crew mit dem damals großen Unbekannten - der Atomkraft und der damit verbundenen, tötlichen, Strahlung. Nun schwankt die Crew zwischen Hoffen und Bangen, was Meuterei-Gedanken noch mehr beschwört....
-------KOMMENTAR:-------
God bless America! Da haben die Amerikaner wirklich mal was, worüber sie reden und sich die Mäuler zerreißen können: Die schauspielerische Leistung von Harrison Ford! Die Kritiker in den USA haben nämlich über den Spitzenschauspieler nicht übel gelästert. Von Mimik und Gestik her ist er, wie gewohnt, spitze, aber in der US-Fassung soll Ford den russischen Akzent miserabel drauf gehabt haben. Davon kann sich der deutsche Kinogänger kein Bild machen, denn hier werden Filme ja synchronisiert. Leider wurde auch dieses Mal wieder ein Film ins bodenlose übersetzt. Hier haben nämlich die Charaktere keinen Akzent - gar keinen! Das wirkt leider nicht sonderlich gut, wenn man sich vorstellen soll, die Personen wären Russen, haben aber keinen Akzent. Da doch lieber den angeblich schlechten Akzent von Harrison Ford.
Ansonsten muss man den Schauspielern aber großes Lob zollen. Harrison Ford und Liam Neeson gehören beide zur ersten Garde in Hollywood und spielen auch hier wirklich toll. Gut, zum Akzent von Harrison Ford kann ich nichts sagen, aber der Rest ist, wie gewohnt, toll.
Wichtig zu wissen ist auch, dass diese Geschichte nicht ausgedacht wurde. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, die aber bisher verschwiegen wurde. Die Crew des U-Bootes wurde dazu gezwungen, zu schweigen, was auch solange gut ging, solange es den Ostblock gab - also ungefähr bis zum Ende der DDR. Sehr schön finde ich auch, dass am Ende des Films kurz gezeigt wird, was nach 1989 mit den Crewmitgliedern geschah - natürlich hauptsächlich was aus Vostrikov und Polenin wurde.
Interessant zu sehen ist auch, dass der Film wenig (gar keinen?) übertriebenen Patriotismus enthält. Werden die Ami-Filme etwa nur patriotisch, wenn es ums eigene Land geht? Klar, \"K19\" zeigt Szenen, die patriotisch sind, aber nicht übertrieben. Das der Kapitän um keinen Preis sein Schiff aufgibt ist ja bekanntlich in vielen Fällen (z.B. Titanic) wirklich so, zumal es sich hier um ein hochmodernes U-Boot handelt, bei dem es militärisch fatal wäre, wenn es dem Feind in die Hände fiele.
Atmosphärisch ist der Regisseurin Kathryn Bigelow (\"Gefährliche Brandung\", \"Strange Days\") ein düsterer, spannender, aber auch fesselnder und erschreckender Film gelungen, der mich auf dieses Ereignis aufmerksam gemacht hat. Mir war dieses U-Boot nämlich bisher unbekannt. Der Film hat mich aber dazu bewogen, mich in den nächsten Tagen näher darüber zu informieren. Was will man mehr von einem Film, als dass er einen zum Nachdenken anregt und einen für etwas interessiert?
Jetzt habe ich den Film so sehr gelobt, gebe ihm aber trotzdem nicht die Topbewertung. Warum das? Das liegt zum einen an der enttäuschenden Synchronisation, zum anderen an der doch leichten Abgegriffenheit des Themas. U-Boot-Filme gibt es viele und \"K19\" ist kein schlechter seines Genres, aber auch keiner, bei dem man geflasht aus dem Kino kommt und sich denkt: \"Boah, das war was!!!\"
Der Film hat mit 137 Minuten Überlänge, ist aber nicht zu lang geraten. Der Film ist an jeder Stelle fesselnd und spannend, trotzdem ist der Film aber kein wirkliches Highlight. Wenn ich schon bei Zahlen bin: Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben, was ich nicht verstehen kann. Die Szenen, in denen einzelne Crewmitglieder verstrahlt aus dem Nuklearraum kommen ist nicht sonderlich hübsch anzusehen, genauso wie deren Ungewissheit und Anmgst vor der unbekannten Technologie. Also ich hätte den Film ab 16 Jahren freigegeben.
-------FAZIT:-------
Ein guter, aber kein sehr guter Film! Wer geschichtlich interessiert oder Fan der großartigen Schauspieler ist, muss den Film sehen. Für alle anderen gilt: Wer einen spannenden Kinoabend haben möchte, sollte sich \"K19\" ansehen, ein Muss ist er aber (leider) nicht.
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