Monster (DVD) Testbericht

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ab 22,50
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Erfahrungsbericht von Ritzilein

***HEFTIG***

Pro:

Story, Wahrheit, Schauspieler

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser :-),
Seitdem Charlize Theron ihren Oscar für Monster gewonnen hat, hatten meine Kollegin und ich uns vorgenommen, uns diesen Film im Kino anzuschauen. Montag war es nun endlich soweit und wir wurden gegen ein Schmiergeld von 4 Euro pro Nase ins CineStar in Dortmund gelassen...

Die Geschichte:
Die Prostituierte Aileen Wuornos hat es nicht einfach im Leben. Früher hatte sie sich ein schönes Leben gewünscht, als Schauspielerin entdeckt, oder einfach nur als guter Mensch anerkannt zu werden, das war ihr Traum. Aber es kam alles anders. Ihre Eltern trennten sich bereits vor ihrer Geburt, sie wuchs bei den Großeltern auf, wo Alkohol, Gewalt und Mißbrauch sie prägten. Seit ihrem 13. Lebensjahr geht sie auf dem Strich, doch den Traum es eines Tages besser zu haben, gibt sie nicht auf. Bis zu dem Tag, an dem der Film beginnt.

Aileen hat eine Pistole und will sich erschießen, weil sie keine Perspektive mehr sieht. Als letzte Tat will sich Aileen in einer Homobar ein Bier genehmigen, um ihr restliches Geld auszugeben. Hier trifft sie die lesbische Shelby Wall, der Aileen sofort gefällt. Obwohl die Prostituierte eigentlich nicht auf Frauen steht, verlieben die zwei sich und Aileen fühlt zum ersten Mal in ihrem Leben, was es heißt, geliebt zu werden.

Vor ihrem ersten richtigen Date geschiet etwas, was das Leben Aileen grundlegend ändert. In der Hoffnung schnell noch etwas Geld zu verdienen, steigt Aileen in den Wagen eines Freiern ein, der sie in den Wald fährt. Doch anstatt konventionellen Sex mit ihr zu haben, schlägt er sie bewusstlos. Sie sie erwacht, ist sie gefesselt und wird brutal von ihrem Peiniger gequält. In ihrem Schmerz gelingt es ihr, sich loszureißen und den Mann zu erschießen. Sie lässt ihn im Wald lieben, klaut das Auto und macht sich auf den Weg zu Shelby.

Da Shelby\'s Familie den Umgang mit Aileen nicht gutheißt, hauen die beiden zusammen ab und tauchen in einem Hotelzimmer unter. In der ersten Zeit verleben sie das Geld, welches Aileen bei ihrem Opfer gefunden hat, doch als das Geld ausgegeben ist, versucht Aileen einen Job zu finden. Nach der letzten Erfahrung, will sie nicht mehr als Prostituierte arbeiten, doch alle anderen Vorstellungsgespräche floppen und so fühlt sie sich schließlich gezwungen, wieder anschaffen zu gehen. Und mit dem Job kommt auch das Morden zurück und so erschießt Aileen immer häufiger ihre Freier, wobei sie versucht darauf zu achten, ob es gute oder böse Menschen sind...

Weiter möchte ich nichts von der Story berichten, denn ihr sollt ja auch noch etwas mitbangen.

Die Schauspieler:
Charlize Theron hat definitiv ihren Oscar verdient. Sie war in der Rolle der Aileen grandios und sehr überzeugend. Auch wenn von ihrer Schönheit in dem Film nichts zu sehen war und ihr Auftreten eher ein \"Ach Du Schei***\" in mir ausgelöst hat, muss ich sagen, dass Aileen mit manchmal sogar etwas sympathisch war, auch wenn das nur am Mitleid lag, dass man für den Charakter aufbrachte.
Christina Ricci ist in der Rolle der Shelby zu sehen. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass Shelby einen so großen Einfluss auf den Film hätte und war überrascht, wie Christina ihren Part überzeugend darstellte.

Point of View:
Was ich interessant an diesem Film fand war der Point of View. Man sah immer was im Leben der zwei Frauen geschah, doch Polizeiarbeit oder der Stand der Ermittlungen wurde höchstens mal durch einen Zeitungsbericht sichtbar. In gewisser Weise befand sich der Zuschauer in derselben Unsicherheit wie der Täter, die Falle konnte jeden Moment zuschnappen, oder auch nicht.

Meine Meinung:
Als der Film zu Ende war, hatten meine Kollegin und ich nur ein Wort dafür: HEFTIG. Ich fühlte mich einfach nur mitgenommen von der Story und meine Kollegin heulte was das Zeug hält. Als uns am Ende bewusst wurde, dass es sich hier nicht nur einfach um einen Hollywoodstreifen, sondern um eine wahre Geschichte handelte, fühlten wir uns schon sehr bedrückt. Dieser Film zeigt eine Massenmörderin in einem anderen Bild, als das, was man vermuten würde. Und ich muss sagen, ich konnte sie soo gut verstehen, als sie den ersten Mord begangen hat.

Ich kann mir vorstellen, dass manche Menschen Probleme mit dem Verständnis der Beziehung zwischen Shelby und Aileen haben werden, da es sich hier um eine Partnerschaft/Liebe zwischen zwei Frauen handelt. Als Homosexuelle ist das für mich etwas tolles, aber ich weiß auch, dass viele heterosexuelle Menschen das einfach nicht nachvollziehen können (was ich verstehen kann). Demnach könnte es sein, dass diese Menschen diese Dramatik nicht so verstehen können.

Es gibt nicht viele Filme, die dieses beklemmende Mitleidsgefühl in mir auslösen und alleine schon deshalb finde ich MONSTER sehr gut. Er hat alle Sterne verdient, die er bekommen hat. Er ist vom ersten Moment bis zum Ende superspannend und hat meiner Meinung nach keine Schwächen.

Empfehlenswert?
Auf jeden Fall. Allerdings sollte man sich den Film nur anschauen, wenn man a) mindestens 16 Jahre alt ist, b) nicht zu sensibel ist und c) nichts gegen Heulerei im Kino hat. Wenn man sich den Film anschaut, dann sollte man sich immer vor Augen halten, dass es sich hierbei um eine wahre Begebenheit handelt, denn das gibt ihm noch zusätzliche Tiefe.

So, nun wünsche ich Euch viel Spaß im Kino oder vor dem Fernseher.

Liebe Grüße,
Bianca

PS: Ich habe jetzt mal durchschnittlich humorvoll angegeben. Wir haben mitunter ziemlich lachen müssen, weil Aileen ein sehr krasses Auftreten hatte, aber für sie war das eigentlich nicht komisch, sondern eher tragisch. Das ist also rein persönlich.

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