Wes Craven präsentiert Dracula (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Sunchild

Die wahre Herkunft Draculas

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Zunächst war ich nicht von der Idee begeistert mir eine erneute Verfilmung des Vampirthemas anzusehen, auch wenn es "Wes Cravens Dracula" ist.
Schließlich geht es dabei immer nur um einen leichenblassen Typen, der jede Frau bekommt die er will, wenn er sie nur ansieht und außerdem noch übermenschliche Kräfte hat und damit jeden Menschen zerreißen und töten kann. Selbstverständlich verwandeln sich seine Opfer auch in Vampire, die ihm
dann gehorchen; er kann fliegen, sich in ein Gas verwandeln und außerdem seine Gestalt in die eines Wolfes oder Fledermäuse verwandeln.
Er bzw. seine Vampirabkömmlinge können nur durch die Pfählung, Enthauptung, Sonnenlicht oder Silberwaffen vernichtet werden. Genau das kam dann auch.

Von daher bis hierhin eigentlich nichts Neues. Trotzdem ist die Geschichte, da sie im Jahre 2001 spielt nicht ganz so einfach gestrickt wie Dutzende Verfilmungen vorher.

In London wird eines Abends das Anwesen des Antiquitätenhändlers Abraham Van Helsing (Cristopher Plummer) von einigen Hi-Tech-Einbrechern aufgesucht.
Van Helsings Assistentin Solina (Jennifer Esposito) hat die Diebe mit den nötigen Informationen versorgt, daß die Möglichkeit besteht, in einem Safe, der aussieht wie Fort Knox vielleicht etwas Wertvolles abgrasen zu können.

Nachdem sie den Stahltresor geöffnet haben, finden sie lediglich einige Höhlengänge, vollgestopft mit Kreuzen und Totenschädeln, deren Kiefer das Merkmal zweier herausstehender Eckzähne haben. Das scheint den Tresorknackern nicht aufzufallen, und auch das 1,5m lange Kreuz vor der letzten Tür in eine Krypta mit einem silbernen Sarg läßt keine geistigen Alarmglocken läuten.

Da sich der Sarg an Ort und Stelle nicht öffnen läßt und zwei antike Fallspeerfallen die Diebescrew reduziert haben, beschließt man samt Sarg zu flüchten.
Während ihres Fluges in einer Frachtmaschine in Richtung USA, wird der erste aller Vampire (Gerard Butler) aus einem Sarg befreit und füllt seinen Vorrat an menschlichem Blut durch die restlichen 4 Einbrecher auf. Das Flugzeug stürzt in einer Kleinstadt nahe New Orleans ab und dort beginnt Dracula sein blutiges Treiben, angefangen mit der Reporterin Valerie Sharpe (Jeri Ryan), die von der Absturzstelle berichtet.

Van Helsing hatte einst vor ca. 100 Jahren Dracula gefangen nehmen können, nachdem er hatte feststellen, daß dieser Erste aller Vampire nicht wie üblich umzubringen ist. Seit diesem Tag suchte er nach einer Möglichkeit für ein Ende des blutsaugenden Monsters. Er selbst hielt sich am Leben durch Blutegel, die das Blut Draculas aussaugten, welches er sich dann injezierte und ihn am Leben erhielt.

Nun reist er in die USA um Dracula wiedereinzufangen. Denn er vermutet Dracula in der Nähe seiner Tochter Mary Heller (Justine Waddell), die seit ihrer Geburt merkwürdige Träume hat, die daher resultieren, daß ein Teil von Draculas Wesen an Van Helsings Tochter Mary vererbt worden ist. Dabei folgt ihm ebenfalls sein junger Assistent Simon Sheppard (Jonny Lee Miller), der keine Ahnung hat von der dunklen Vergangenheit seines vampirjagenden Chefs noch von dessen hübscher Tochter.

Dracula spürt die Anwesenheit dieser reinblütigen Vampirkönigin, die nicht durch einen Biß entstanden ist schon lange, doch hat er jetzt erst die
Möglichkeit sich mit ihr zuvereinen.

Als er sie endlich trifft, macht er ihr klar wer er wirklich ist: Judas, der Verräter unter den Jüngern Jesu. Und als Strafe hat Gott, als er versuchte seine Schande durch Selbstmord (Erhängen an einem Baum) zu sühnen, ihn als das lichtscheuende Wesen eines Nosferatu auferstehen lassen. Seine Verletzlichkeit durch Silber ist durch die Silbermünzen begründet, die er einst als Bezahlung für seinen Verrat an
Gottes Sohn erhielt, und somit auch sein Haß auf die Kirche und alles Christliche.

Wie der Film nun ausgehr, möchte ich hier nicht verraten, aber alles in allem ein recht unterhaltsamer Film, der u.a. besser ist als "Schrei wenn du kannst". Dazu tragen auch die kleinen humorvollen Momente bei, wenn ein Vampir sich nicht durch ein vorgehaltenes Kreuz aufhalten läßt und sagt: "Sorry, aber ich bin Atheist" oder Dracula durch eine Bibel aufgehalten werden soll und er müdelächelnd antwortet: "Nur Propaganda". Die mehr als 100 Minuten hätte man etwas besser nutzen können, aber der Film ist doch ganz nett, denn auch die ausgezeichnete Kameraführung läßt manche Actionszene fast an das Niveau von "Matrix" heranreichen und zeigt, daß Dracula seine Action an die heutige Zeit angepaßt hat.

Kurzfazit:moderne Vampir Verfilmung und überraschende Handlung; aber aus der Handlung hätte man mehr rausholen können

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