Erfahrungsbericht von trampastheo
Der schlechteste Film des Jahres
Pro:
Bill Murray und Scarlett Johansson retten, was bei solch einer öden Story noch zu retten ist
Kontra:
Langweiliger Film mit oder Story und fehlendem Höhepunkt, unakzeptables Ende, es mangelt an Witz, Spannung, Dramatik – was ist das bloß für ein Film?
Empfehlung:
Nein
Es ist nicht lange her, als ich bei einem guten Freund eingeladen war, der sich für seine sensationellen Neuheiten in Sachen DVDs auszeichnet. Er hatte bereits die DVD zum Film Lost in Translation in seinem DVD-Regal liegen und den Film wollte ich mir schon lange anschauen. Lost in Translation ist einer der Filme, der die Filmkritiker gespalten hat, denn einige waren der Meinung, es handle sich um einen außergewöhnlich guten Film, andere wiederum meinten, dass man damit nichts anfangen kann. Ich wollte mich nun selbst davon überzeugen.
Handlung
In Japan angekommen, um einen Werbespot für ein alkoholisches Getränk zu drehen, stellt der amerikanische Schauspieler Bob Harris fest (gespielt von Bill Murray), dass er sich hier nicht besonders wohl fühlt. Die japanischen Gewohnheiten gefallen ihm nicht – er hat fast schon Heimweh. Im öden Hotel, in dem er untergebracht ist, sind zwar auch andere Amerikaner untergebracht, aber vorerst scheint er keine Kontakte knüpfen zu können. Sein Leben selbst ist ermüdend, denn er hat viel Geld durch seine Karriere gesammelt, mit dem er anscheinend nicht viel anzufangen weiß (er will vielleicht bald einen Porsche kaufen, wie er später zugibt), hat in Amerika seine Familie, von der ihn keiner so richtig zu vermissen scheint und dazu will er nicht in Werbespots in Japan teilnehmen, sondern lieber Theater spielen. Er ist unglücklich – keine Frage! Erst als er im Hotel die entzückende junge Charlotte (gespielt von Scarlett Johansson) kennen lernt, die sich in einer ähnlichen öden Verfassung befindet, wird er etwas heiterer. Kann zwischen den beiden Geschöpfen, eine tiefere Beziehung entstehen, die ihrer Seele gut tun wird?
Filmkritik
Lange keine so öde Handlung in einem Film miterlebt, war meine erste Reaktion, als der Film dann endlich zu Ende war. Ein Mensch, der in seinem Leben eine große Laufbahn als Schauspieler zu verzeichnen hat, befindet sich auf einmal im fremden Japan, wo er sich absolut gelangweilt fühlt. Die Kultur und die Menschen hier sind nicht sein Ding und seinen Job macht er auch ohne besondere Freude. Nur als er die Amerikanerin Charlotte im Hotel trifft und mit ihr kommuniziert, wird er etwas lebendiger und damit auch der Film. Doch es bleiben jegliche Höhepunkte aus. Von Spannung oder sensationellem Humor keine Spur. Die einzige Spur von Humor im Film ist eigentlich die Szene, als der japanische Regisseur des Werbespots zu Bob Harris (Murray) sagt, ob er 007 kennt und er antwortet, dass er Sean Connery als guten Freund bezeichnet. Doch der Regisseur will nichts von Connery hören, sondern von Roger Moore, der in den Augen der meisten Asiaten übrigens der wahre James Bond ist bzw. der bessere Bond. Diese Ansicht teile ich übrigens auch seit vielen Jahren und bin Roger Moore-Fan! Über die Hälfte des Films spielt sich in diesem japanischen Hotel ab. Dunkle Hintergründe und eine schwarze Kulisse, beherrschen einen großen Teil des Films. Nicht nur, dass die Story selbst total langweilig ist – nein, Regisseurin Sofia Coppola musste auch noch die Kulisse so öde aussehen lassen. Hätte sich da wohl besseren Ratschlag aus ihrer Regisseurfamilie holen sollen! Wo war nur Francis Ford Coppola?
Der gute Bill Murray hat schon in so vielen Filmen mitgespielt, wo man durchaus sagen konnte, dass er ein überzeugender Darsteller ist. In Und täglich grüßt das Murmeltier oder Ghostbusters, seine zwei bekanntesten Filme, hat er den meisten von uns gefallen, aufgrund seiner besondern Art, den anderen allein schon wegen seiner Grimassen zum Lachen zu bringen. Ein lustiger Darsteller, der jedoch in seiner Rolle als Bob Harris in „Lost in Translation“ alles andere als lustig ist. Ein träger Mensch, der in seinem Leben eigentlich alles erlebt hat und wenig ihn noch erschüttern kann. Er bekommt 2 Millionen Dollar für einen Werbespot in Japan, ist in duzenden Filmen im japanischen Fernsehen zu sehen und Tokio ist voller Plakate mit seinem Gesicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Menschen, die alles in ihrem Leben erreicht haben (Geld, Ruhm, Erfolg), irgendwann diesen trägen, fast lebensmüden Takt übernehmen. Da Harris auch noch ein ödes Familienleben zu führen scheint (seine Kinder wollen nicht mal ans Telefon, um mit ihm zu sprechen und seine Frau ist mit anderen Dingen beschäftigt, als mit ihrem in der Ferne arbeitenden Ehemann). Genau zu diesem Zeitpunkt lernt er dann Charlotte kenne, die ihn etwas erheitern kann. Nicht das Murray mir nicht gefallen hat, aber es ist eben die Rolle, die nicht besonders dazu beiträgt, dass er mehr von sich zeigen kann. Für seine Rolle als Bob Harris war Murray vor wenigen Monaten für den Oskar als bester Darsteller nominiert. In meinen Augen war die Entscheidung der Filmakademie auch richtig, dass er ihn nicht bekam. Für seinen Auftritt in Ich glaub mich knutscht ein Elch wäre der Oskar verdienter gewesen, als für diese Rolle.
Neben Bill Murray, die weibliche Protagonistin des Films – die wunderschöne Scarlett Johansson. Die meisten werden sie nur von Arac Attack, dem Gruselfilm mit den Riesenspinnen, kennen. Eine exzellente Erscheinung im Film. Ihre Rolle als Charlotte hat einige Parallelen zum Leben von Bob Harris, wobei sie nicht alles in ihrem Leben erreicht hat, da sie erst vor kurzer Zeit ihr Philosophie-Studium abgeschlossen hat. Aber sie ist auch verheiratet und nicht unbedingt ganz glücklich in ihrer Ehe. Sie langweilt sich ebenfalls in diesem riesigen und öden Hotel! Aufgrund der lahmen und monotonen Handlung ist aber auch Johansson in diesem Film nur bis an die Mitte ihres darstellerischen Talents rangekommen. Für Werbung sorgen übrigens im Film Mc Donalds und Fed Ex, die anscheinend auch in Tokio gute Geschäfte machen.
Fazit
Ich bin herb enttäuscht von Lost in Translation und halte diesen Film für den bisher schlechtesten, den ich im Jahre 2004 gesehen habe. Wie dieser Film auch noch Oskarnominiert war, kann ich mir nicht erklären. So eine langweilige und nichtsaussagende Story ist eine wahre Seltenheit! Wären Bill Murray und Scarlett Johansson nicht gewesen, wäre wohl auch meine Bewertung von schlecht auf sehr schlecht gefallen. Filme gibt’s, die man einfach nicht als Filme bezeichnen kann. Lost in Translation ist einer dieser Sorte, von denen die Welt keinen Gebrauch machen kann und keiner etwas verpasst, wenn er ihn nicht gesehen hat.
Handlung
In Japan angekommen, um einen Werbespot für ein alkoholisches Getränk zu drehen, stellt der amerikanische Schauspieler Bob Harris fest (gespielt von Bill Murray), dass er sich hier nicht besonders wohl fühlt. Die japanischen Gewohnheiten gefallen ihm nicht – er hat fast schon Heimweh. Im öden Hotel, in dem er untergebracht ist, sind zwar auch andere Amerikaner untergebracht, aber vorerst scheint er keine Kontakte knüpfen zu können. Sein Leben selbst ist ermüdend, denn er hat viel Geld durch seine Karriere gesammelt, mit dem er anscheinend nicht viel anzufangen weiß (er will vielleicht bald einen Porsche kaufen, wie er später zugibt), hat in Amerika seine Familie, von der ihn keiner so richtig zu vermissen scheint und dazu will er nicht in Werbespots in Japan teilnehmen, sondern lieber Theater spielen. Er ist unglücklich – keine Frage! Erst als er im Hotel die entzückende junge Charlotte (gespielt von Scarlett Johansson) kennen lernt, die sich in einer ähnlichen öden Verfassung befindet, wird er etwas heiterer. Kann zwischen den beiden Geschöpfen, eine tiefere Beziehung entstehen, die ihrer Seele gut tun wird?
Filmkritik
Lange keine so öde Handlung in einem Film miterlebt, war meine erste Reaktion, als der Film dann endlich zu Ende war. Ein Mensch, der in seinem Leben eine große Laufbahn als Schauspieler zu verzeichnen hat, befindet sich auf einmal im fremden Japan, wo er sich absolut gelangweilt fühlt. Die Kultur und die Menschen hier sind nicht sein Ding und seinen Job macht er auch ohne besondere Freude. Nur als er die Amerikanerin Charlotte im Hotel trifft und mit ihr kommuniziert, wird er etwas lebendiger und damit auch der Film. Doch es bleiben jegliche Höhepunkte aus. Von Spannung oder sensationellem Humor keine Spur. Die einzige Spur von Humor im Film ist eigentlich die Szene, als der japanische Regisseur des Werbespots zu Bob Harris (Murray) sagt, ob er 007 kennt und er antwortet, dass er Sean Connery als guten Freund bezeichnet. Doch der Regisseur will nichts von Connery hören, sondern von Roger Moore, der in den Augen der meisten Asiaten übrigens der wahre James Bond ist bzw. der bessere Bond. Diese Ansicht teile ich übrigens auch seit vielen Jahren und bin Roger Moore-Fan! Über die Hälfte des Films spielt sich in diesem japanischen Hotel ab. Dunkle Hintergründe und eine schwarze Kulisse, beherrschen einen großen Teil des Films. Nicht nur, dass die Story selbst total langweilig ist – nein, Regisseurin Sofia Coppola musste auch noch die Kulisse so öde aussehen lassen. Hätte sich da wohl besseren Ratschlag aus ihrer Regisseurfamilie holen sollen! Wo war nur Francis Ford Coppola?
Der gute Bill Murray hat schon in so vielen Filmen mitgespielt, wo man durchaus sagen konnte, dass er ein überzeugender Darsteller ist. In Und täglich grüßt das Murmeltier oder Ghostbusters, seine zwei bekanntesten Filme, hat er den meisten von uns gefallen, aufgrund seiner besondern Art, den anderen allein schon wegen seiner Grimassen zum Lachen zu bringen. Ein lustiger Darsteller, der jedoch in seiner Rolle als Bob Harris in „Lost in Translation“ alles andere als lustig ist. Ein träger Mensch, der in seinem Leben eigentlich alles erlebt hat und wenig ihn noch erschüttern kann. Er bekommt 2 Millionen Dollar für einen Werbespot in Japan, ist in duzenden Filmen im japanischen Fernsehen zu sehen und Tokio ist voller Plakate mit seinem Gesicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Menschen, die alles in ihrem Leben erreicht haben (Geld, Ruhm, Erfolg), irgendwann diesen trägen, fast lebensmüden Takt übernehmen. Da Harris auch noch ein ödes Familienleben zu führen scheint (seine Kinder wollen nicht mal ans Telefon, um mit ihm zu sprechen und seine Frau ist mit anderen Dingen beschäftigt, als mit ihrem in der Ferne arbeitenden Ehemann). Genau zu diesem Zeitpunkt lernt er dann Charlotte kenne, die ihn etwas erheitern kann. Nicht das Murray mir nicht gefallen hat, aber es ist eben die Rolle, die nicht besonders dazu beiträgt, dass er mehr von sich zeigen kann. Für seine Rolle als Bob Harris war Murray vor wenigen Monaten für den Oskar als bester Darsteller nominiert. In meinen Augen war die Entscheidung der Filmakademie auch richtig, dass er ihn nicht bekam. Für seinen Auftritt in Ich glaub mich knutscht ein Elch wäre der Oskar verdienter gewesen, als für diese Rolle.
Neben Bill Murray, die weibliche Protagonistin des Films – die wunderschöne Scarlett Johansson. Die meisten werden sie nur von Arac Attack, dem Gruselfilm mit den Riesenspinnen, kennen. Eine exzellente Erscheinung im Film. Ihre Rolle als Charlotte hat einige Parallelen zum Leben von Bob Harris, wobei sie nicht alles in ihrem Leben erreicht hat, da sie erst vor kurzer Zeit ihr Philosophie-Studium abgeschlossen hat. Aber sie ist auch verheiratet und nicht unbedingt ganz glücklich in ihrer Ehe. Sie langweilt sich ebenfalls in diesem riesigen und öden Hotel! Aufgrund der lahmen und monotonen Handlung ist aber auch Johansson in diesem Film nur bis an die Mitte ihres darstellerischen Talents rangekommen. Für Werbung sorgen übrigens im Film Mc Donalds und Fed Ex, die anscheinend auch in Tokio gute Geschäfte machen.
Fazit
Ich bin herb enttäuscht von Lost in Translation und halte diesen Film für den bisher schlechtesten, den ich im Jahre 2004 gesehen habe. Wie dieser Film auch noch Oskarnominiert war, kann ich mir nicht erklären. So eine langweilige und nichtsaussagende Story ist eine wahre Seltenheit! Wären Bill Murray und Scarlett Johansson nicht gewesen, wäre wohl auch meine Bewertung von schlecht auf sehr schlecht gefallen. Filme gibt’s, die man einfach nicht als Filme bezeichnen kann. Lost in Translation ist einer dieser Sorte, von denen die Welt keinen Gebrauch machen kann und keiner etwas verpasst, wenn er ihn nicht gesehen hat.
44 Bewertungen, 2 Kommentare
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13.11.2004, 23:47 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichHi Theo, ich kann Deiner Meinung nur zustimmen, allerdings fand ich zumindest die Szene am Anfang, als der Regisseur minutenlange Reden schwang und dann der Dolmetscher einen Satz übersetze noch witzig, ansonsten höchstens noch mit viel gutem Wil
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12.11.2004, 09:27 Uhr von robreg
Bewertung: sehr hilfreichhab noch nie davon gehört.




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