About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
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Erfahrungsbericht von SportfreundEmma
Der Film ist ein hartes Brot...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Dieser Film ist ein hartes Brot
Okay, einige von euch können sicherlich nichts mit dieser Überschrift anfangen, aber ich denke sie erfüllt ihren Zweck. Sie macht neugierig! In erster Linie auf meinen Beitrag und in zweiter auf den Film, denn wenn man diesen gesehen hat wird es einem wie Schuppen von den Augen fallen und man versteht...
Doch zurück zum Tagesgeschäft! Bei „About a boy“ handelt es sich meines Wissens nach um die dritte Verfilmung eines Nick Hornby Romans. (Die erste war Fever Pitch, welchen ich bis heute noch nicht gesehen habe, gefolgt vom genialen High Fidelety, welcher von mir eine uneingeschränkte Guckempfehlung erhält)
Die Werbung für den Film wuchert mit allen möglichen Beteiligten in Form von: „Von den Machern von „Bridget Jones“; „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „High Fiedelty“ und so weiter und so fort. An der Tatsache das niemand wirklich erwähnt das wir es hier zudem mit den beiden Regiesseuren von „American Pie“ zu tun haben, zeigt schon das man es dieses mal auf ein anderes Publikum abgesehen hat und wohl keine deftigen Zoten a la „Kuchenpimperrein“ zu erwarten hat.
+++ Story +++
„About a boy“ oder „der Tag der toten Ente“ (ich kann mir nicht vorstellen das dieser Titel auch zu der Romanvorlage gehört, sondern lediglich von den German-Filmverleihern kreiert wurde, Belehrungen zum Titel sind erwünscht!) behandelt die Geschichte zwischen dem 12 jährigen Marcus (Nicholas Hoult) und dem oberflächlichem Dauer-Single Will (Hugh Grant).
Zunächst darf der Zuschauer einige Zeit mit Will verbringen. Dort lernt er alsbald, das Menschen eine Insel sind, wie schon Bon Jovi sang. Will selbst lebt nach diesem Motto und er fühlt sich als...Ibiza! Eine wirkliche Aufgabe hat er nicht im Leben, er verbringt die meiste Zeit mit Cds kaufen, Fitness-training, Fernsehen, baden, zum Frisör gehen etc. Für das nötige Kleingeld sorgen dabei die Tantiemen die er aus einem Weihnachts-Song erhält, welchen sein Vater in den 50er Jahren schrieb. (Hey, so einen gab es doch auch bei Bridget Jones!)
Jegliche Mühen und alles was nach Arbeit riecht lehnt der Vorzeige-Single kategorisch ab. So verweigert er auch gleich zu Beginn die Patenschaft eines Kindes und findet dafür äußerst treffende Argumente.
Bald darauf wird der Zuschauer in die Welt des 12-jährigen Marcus eingeführt. Ganz im Gegensatz zu Will verläuft dessen Leben gar nicht so problemlos. Seine Mutter wird geplagt von Depressionen, in der Schule wird er gehänselt und auch seine letzten Freunde wenden sich bald von ihm ab. Kurz bevor seine Mutter einen gescheiterten Selbstmordversuch unternimmt kreuzen sich die Wege von Marcus und Will. Im folgenden bildet sich eine Art Freundschaft zwischen den beiden, wobei Marcus ganz klar als die treibende Kraft anzusehen ist. Als Will jedoch in Marcus eine neue Möglichkeit entdeckt mit seiner Hilfe bei den Frauen zu landen, ist dieser plötzlich gar nicht mehr so abgeneigt von dieser Zweckverbindung.
So viel zur Story, denn weitere Wendungen und Handlungsstränge würden dem Unwissenden doch zu viel verraten...
+++ Kritik +++
Ganz im Gegensatz zu ihren beiden Erstlingswerken setzen die beiden Regiesseure in diesem Film nicht auf einen Brachialhumor sondern zur Abwechslung mal auf die leisen und ruhigeren Töne. Dabei gibt es zwar auch allerhand zu lachen, jedoch wird dabei immer eine Ernsthaftigkeit gewahrt, welche dem Film durchaus gut tut. Zudem ist auch nicht alles Gezeigte ausnahmslos komisch. Schließlich spielt dieser Film nicht an einer „heile Welt“ High School in Kalifornien, welche so porentiefrein ist, das es dort noch nicht einmal Pickel im Gesicht der pubertären Kids gibt. Oft genug gibt es in diesem Film ernste Zwischentöne und er verschließt sich nicht vor den allgegenwärtigen Problemen, die man selbst in seinem Alltag zu meistern hat.
Der Film wird von den beiden Hauptdarstellern aus dem Off erzählt. Ein stilistisches Mittel welches ich sehr mag und welches oft Anwendung findet bei solchen Romanverfilmungen. Leider kenne ich das Buch zum Film nicht, kann daher nur schwer einen Vergleich ziehen, finde es jedoch sehr gelungen bei diesem Film auf zwei Erzählerstimmen aus dem Off zu setzen. Leider beraubt sich der Film noch einigen Möglichkeiten als er im weiterem Verlauf sich fast völlig abkehrt von dieser Erzählweise. Hier wäre doch noch etwas mehr Platz gewesen für die typischen Hornby-Popzitate...
Zu den Schauspielern kann ich ebenfalls nur lobende Wort finden. Hugh Grant spielt seine Rolle äußerst Glaubwürdig und sorgt mit seiner Darstellung der Figur für einen sehr unterschwelligen Humor, welcher den Film dann auch mal über einige Längen hinweg trägt. Ebenso gut und somit eine perfekte Ergänzung stellt Nicholas Hoult in seiner Rolle dar. Ich halte diese Rolle für äußerst schwierig, aber er spielt sie grandios. Ich will hier ja nicht in die 0815-Floskeln verfallen, aber es ist eindeutig so, das er seiner Figur die nötige Tiefe verleiht und sie mit einer Seele ausstattet. Eine herrliche Abwechslung im vergleich zu den vorherrschenden Klischee Rollen welche man in den derzeitigen Großproduktionen anscheinend nur noch vor die Nase gesetzt bekommt.
Auch alle weiteren Darsteller sind den Kauf des Tickets wert. In kleinen und feinen Nebenrollen wird ihnen ein gewisser Raum zur Entfaltung eingeräumt und auch der ein oder andere Gag und Schmunzler auf den Leib geschrieben. (An dieser Stelle ein Verweis auf Weihnachtsfest zu dem Will bei Marcus eingeladen wird, alles herrlich schräge Vögel dort)
Letztendlich bleibt noch zu erwähnen das der Film mit einem einmaligen Soundtrack unterlegt ist, welchem man dem großartigen Badly Drawn Boy zu verdanken hat. Herrlicher Pop.
+++ Fazit +++
Auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder dachte: „Hmm, der Film ist aber doch nicht so toll wie ich es erhofft hatte!“ musste ich am Ende mein Zwischenfazit revidieren. Er ist es doch. Zudem hatte er ein schweres Erbe bei mir persönlich anzutreten, den ich vergleiche ihn natürlich mit der letzten Hornby-Verfilmung. Also wenn man es ganz nüchtern betrachtet und sämtliche Regeln beachtet, (
Okay, einige von euch können sicherlich nichts mit dieser Überschrift anfangen, aber ich denke sie erfüllt ihren Zweck. Sie macht neugierig! In erster Linie auf meinen Beitrag und in zweiter auf den Film, denn wenn man diesen gesehen hat wird es einem wie Schuppen von den Augen fallen und man versteht...
Doch zurück zum Tagesgeschäft! Bei „About a boy“ handelt es sich meines Wissens nach um die dritte Verfilmung eines Nick Hornby Romans. (Die erste war Fever Pitch, welchen ich bis heute noch nicht gesehen habe, gefolgt vom genialen High Fidelety, welcher von mir eine uneingeschränkte Guckempfehlung erhält)
Die Werbung für den Film wuchert mit allen möglichen Beteiligten in Form von: „Von den Machern von „Bridget Jones“; „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „High Fiedelty“ und so weiter und so fort. An der Tatsache das niemand wirklich erwähnt das wir es hier zudem mit den beiden Regiesseuren von „American Pie“ zu tun haben, zeigt schon das man es dieses mal auf ein anderes Publikum abgesehen hat und wohl keine deftigen Zoten a la „Kuchenpimperrein“ zu erwarten hat.
+++ Story +++
„About a boy“ oder „der Tag der toten Ente“ (ich kann mir nicht vorstellen das dieser Titel auch zu der Romanvorlage gehört, sondern lediglich von den German-Filmverleihern kreiert wurde, Belehrungen zum Titel sind erwünscht!) behandelt die Geschichte zwischen dem 12 jährigen Marcus (Nicholas Hoult) und dem oberflächlichem Dauer-Single Will (Hugh Grant).
Zunächst darf der Zuschauer einige Zeit mit Will verbringen. Dort lernt er alsbald, das Menschen eine Insel sind, wie schon Bon Jovi sang. Will selbst lebt nach diesem Motto und er fühlt sich als...Ibiza! Eine wirkliche Aufgabe hat er nicht im Leben, er verbringt die meiste Zeit mit Cds kaufen, Fitness-training, Fernsehen, baden, zum Frisör gehen etc. Für das nötige Kleingeld sorgen dabei die Tantiemen die er aus einem Weihnachts-Song erhält, welchen sein Vater in den 50er Jahren schrieb. (Hey, so einen gab es doch auch bei Bridget Jones!)
Jegliche Mühen und alles was nach Arbeit riecht lehnt der Vorzeige-Single kategorisch ab. So verweigert er auch gleich zu Beginn die Patenschaft eines Kindes und findet dafür äußerst treffende Argumente.
Bald darauf wird der Zuschauer in die Welt des 12-jährigen Marcus eingeführt. Ganz im Gegensatz zu Will verläuft dessen Leben gar nicht so problemlos. Seine Mutter wird geplagt von Depressionen, in der Schule wird er gehänselt und auch seine letzten Freunde wenden sich bald von ihm ab. Kurz bevor seine Mutter einen gescheiterten Selbstmordversuch unternimmt kreuzen sich die Wege von Marcus und Will. Im folgenden bildet sich eine Art Freundschaft zwischen den beiden, wobei Marcus ganz klar als die treibende Kraft anzusehen ist. Als Will jedoch in Marcus eine neue Möglichkeit entdeckt mit seiner Hilfe bei den Frauen zu landen, ist dieser plötzlich gar nicht mehr so abgeneigt von dieser Zweckverbindung.
So viel zur Story, denn weitere Wendungen und Handlungsstränge würden dem Unwissenden doch zu viel verraten...
+++ Kritik +++
Ganz im Gegensatz zu ihren beiden Erstlingswerken setzen die beiden Regiesseure in diesem Film nicht auf einen Brachialhumor sondern zur Abwechslung mal auf die leisen und ruhigeren Töne. Dabei gibt es zwar auch allerhand zu lachen, jedoch wird dabei immer eine Ernsthaftigkeit gewahrt, welche dem Film durchaus gut tut. Zudem ist auch nicht alles Gezeigte ausnahmslos komisch. Schließlich spielt dieser Film nicht an einer „heile Welt“ High School in Kalifornien, welche so porentiefrein ist, das es dort noch nicht einmal Pickel im Gesicht der pubertären Kids gibt. Oft genug gibt es in diesem Film ernste Zwischentöne und er verschließt sich nicht vor den allgegenwärtigen Problemen, die man selbst in seinem Alltag zu meistern hat.
Der Film wird von den beiden Hauptdarstellern aus dem Off erzählt. Ein stilistisches Mittel welches ich sehr mag und welches oft Anwendung findet bei solchen Romanverfilmungen. Leider kenne ich das Buch zum Film nicht, kann daher nur schwer einen Vergleich ziehen, finde es jedoch sehr gelungen bei diesem Film auf zwei Erzählerstimmen aus dem Off zu setzen. Leider beraubt sich der Film noch einigen Möglichkeiten als er im weiterem Verlauf sich fast völlig abkehrt von dieser Erzählweise. Hier wäre doch noch etwas mehr Platz gewesen für die typischen Hornby-Popzitate...
Zu den Schauspielern kann ich ebenfalls nur lobende Wort finden. Hugh Grant spielt seine Rolle äußerst Glaubwürdig und sorgt mit seiner Darstellung der Figur für einen sehr unterschwelligen Humor, welcher den Film dann auch mal über einige Längen hinweg trägt. Ebenso gut und somit eine perfekte Ergänzung stellt Nicholas Hoult in seiner Rolle dar. Ich halte diese Rolle für äußerst schwierig, aber er spielt sie grandios. Ich will hier ja nicht in die 0815-Floskeln verfallen, aber es ist eindeutig so, das er seiner Figur die nötige Tiefe verleiht und sie mit einer Seele ausstattet. Eine herrliche Abwechslung im vergleich zu den vorherrschenden Klischee Rollen welche man in den derzeitigen Großproduktionen anscheinend nur noch vor die Nase gesetzt bekommt.
Auch alle weiteren Darsteller sind den Kauf des Tickets wert. In kleinen und feinen Nebenrollen wird ihnen ein gewisser Raum zur Entfaltung eingeräumt und auch der ein oder andere Gag und Schmunzler auf den Leib geschrieben. (An dieser Stelle ein Verweis auf Weihnachtsfest zu dem Will bei Marcus eingeladen wird, alles herrlich schräge Vögel dort)
Letztendlich bleibt noch zu erwähnen das der Film mit einem einmaligen Soundtrack unterlegt ist, welchem man dem großartigen Badly Drawn Boy zu verdanken hat. Herrlicher Pop.
+++ Fazit +++
Auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder dachte: „Hmm, der Film ist aber doch nicht so toll wie ich es erhofft hatte!“ musste ich am Ende mein Zwischenfazit revidieren. Er ist es doch. Zudem hatte er ein schweres Erbe bei mir persönlich anzutreten, den ich vergleiche ihn natürlich mit der letzten Hornby-Verfilmung. Also wenn man es ganz nüchtern betrachtet und sämtliche Regeln beachtet, (
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