Bärenbrüder (DVD) Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 02/2009
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Erfahrungsbericht von Wuschel_F
Der letzte klassische Disneyfilm :-(
Pro:
alles
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
War das eine Überraschung, als letzte Woche mit der Post 2 Karten für die Preview des neuen Disneyfilms „Bärenbrüder“ im Briefkasten lagen. Normalerweise mach ich ja nicht bei Gewinnspielen mit, weil ich noch nie was gewonnen hatte, aber da ich den Film sowieso unbedingt sehen wollte, konnte ich es nicht lassen und beteiligte mich online am Premiere-Gewinnspiel. Nun zählten wir mit ca. 200 anderen zu den Auserwählten, die den Film in München bereits am Montag, d. h. 3 Tage vor dem offiziellen Kinostart sehen durften und noch dazu kostenlos *freu*
STORY
°°°°°°°°
Der Film spielt im Nordwesten Amerikas nach Ende der Eiszeit. Der Zuschauer wird gleich zu Beginn eingeweiht in die Beziehung der drei Brüder Kenai, Denahi und Sitka. Während seine beiden großen Brüder bereits ihr Totem verliehen bekommen haben, steht dieser Tag nun auch für das Nesthäkchen bevor. Sein großer Bruder Sitka hat das Zeichen das Adlers, welches für Stärke steht, er soll seine Brüder beschützen. Sein mittlerer Bruder das Zeichen der Weisheit. Nun ist Kenai natürlich gespannt, was die Götter wohl für ihn als Zeichen gesandt haben. Nachdem sie Fische gefangen haben beginnt auch schon die Zeremonie, doch zu seiner Enttäuschung erhält Kenai von der Schamanin ein Bärentotem, welches das Zeichen der Liebe darstellt. Von nun an soll ihn die Liebe leiten bei allem seinen tun.
Seine Brüder machen sich darüber lustig, vor allem Denahi, der ohnehin liebendgern seinen kleinen Bruder hänselt. Dann allerdings kommt gleich der nächste Schock. Die gesammelten Fische sind verschwunden und die Schuld bekommt Kenai, weil er sie nicht richtig gesichert hatte.
Da eindeutig ein Bär der Täter war, beschließt Kenai ihn zu finden und sich zu rächen. Gerade noch rechtzeitig kommen seine Brüder dazu, sonst hätte die große Bärin sicher ihn getötet. So allerdings opfert sich Sitka um seine kleinen Brüder zu retten. Die Bärin allerdings überlebt den Sturz vom Gletscher und Kenai schwört Rache. Er verfolgt und erlegt sie – doch dann geschieht etwas Sonderbares. Kenai selbst wird in einen Bären verwandelt. Von der Schamanin erfährt er, dass sein toter Bruder Sitka das getan hat, um ihn zu lehren, dass er seinem Totem folgen muss. Er lernt auch kurz darauf den kleinen Bären Koda kennen, der seine Mutter verloren hat und sie beim jährlichen Bärentreffen zur Lachswanderung treffen möchte. Nachdem Kenai erfährt, dass das Bärentreffen in der Nähe des Bergs der Götter ist, schließt er sich widerwillig dem kleinen Bären an. Er möchte nämlich diesen Berg besteigen um die Götter zu bitten, dass sie ihn zurück verwandeln. Dummerweise haben sie jetzt aber Denahi auf den Fersen, der nun ebenfalls einen Hass auf den Bären verspürt, weil er denkt, dass Kenai der Bär ist, der seine beiden Brüder getötet hat. Er kann ja nicht ahnen, dass Kenai nur verwandelt wurde…
Unterwegs lernt Kenai viele lustige Gesellen, die beiden Elche Benny und Björn z. B. , sie erleben viele lustige, aber auch schwierige Situationen und Kenai lernt von Koda, was wahre Freundschaft bedeutet und wie wichtig Bruderliebe und Toleranz sind. Wie das ganze ausgeht verrate ich natürlich hier nicht, auf Wunsch im GB anfragen ;-)
SYNCHRONSTIMMEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Hierbei gehe ich natürlich von den deutschen Synchronstimmen aus.
Daniel Brühl (Kenai), Moritz Bleibtreu (Denahi), Gedeon Burkhard (Sitka), Johannes Bachmann (Koda),…
Daniel Brühl sollte jeder aus „Goodbye, Lenin“ kenne, Moritz Bleibtreu, z. B. aus „Das Experiment“, Gedeon Burkhard ist aus „Komissar Rex“ bekannt und Johannes Bachmann kenn ich nicht ;-)
Die Elche waren auch super komisch, aber die Synchronsprecher wohl eher unbekannt, oder sagt jemandem der Name Thomas Gossler was? Der andere heißt irgendwas mit Hans, hab ich mir aber nicht merken können…
Auch bei den Liedern wurde etwas eingedeutscht. Nachdem ich euch ja bereits vor einiger Zeit den original Soundtrack vorgestellt hatte, muss man hier erwähnen, dass wir bei der deutschen Kinoversion nicht Tina Turner zu hören bekommen bei dem Lied „Great Spirits“, sondern uns mit Gracia Baur (DSDS) begnügen müssen.
Noch kurz zum englischen Original, hier wurden die Stimmen gesprochen von:
Joan Phoenix (Kenai), Jeremy Suarez (Koda), Jason Raiue (Denahi), D.B.Sweeney (Sitka)
Die Elche heißen im Original auch anders, nämlich Rutt und Tuke und werden gesprochen von Rick Moranis & Dave Thomas
FILMINFOS
°°°°°°°°°°°°°°
OT: Brother Bear
Land: USA
Jahr: 2003
Regie: Aaron Blaise, Robert Walker, Chuck Williams
Laufzeit: ca. 85 Minuten
FSK: ohne
MEINE MEINUNG
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Leider kommt mit diesem wunderschönen Trickfilm im klassischen Stil auch schon die erste ernüchternde Meldung, und zwar, dass es der letzte seiner Art sein wird. Da digital animierte Filme, wie „Findet Nemo“ einfach mehr Geld einbringen, hat Disney bereits die Zeichentrick-Studios in Florida dicht gemacht
Aber von der schlechten Nachricht erstmal zum Film und der ist sicherlich nicht schlecht! Man kann sich schön in die liebevoll gestalteten Figuren reinversetzen, wobei man zuerst alles aus der Sicht der 3 Brüder sieht, wie sie miteinander umgehen, nicht immer wirklich liebevoll, aber doch bereit ihr Leben für einander zu opfern, was ja leider dann auch Sitka tun muss. Sicherlich kann auch jeder heranwachsende Mann verstehen, dass das Totem der Liebe bestimmt nicht das ist, was sich ein junger entschlossener Mann wünscht.
Besonders gut gemacht ist die Verwandlung von Kenai, die sich auf einem Berg abspielt, nachdem er den Bären erlegt hat. Am Himmel taucht plötzlich das Nordlicht auf, welches die großen Götter beherbergt, und die Seelen aller Toten. In einem bunten Farbspiel wird Kenai emporgehoben und als Bär wieder abgesetzt. Er ist noch benommen, fällt im Taumel von dem Berg und wird von einem reißenden Fluss mitgerissen.
Als er wieder erwacht sieht er erst alles verschwommen, aber der Zuschauer merkt gleich deutlich die Veränderung! Das Bild ist plötzlich von der beschränkten Sichtweise Kenais im normalen 1.85:1 (Breitbildformat) in das eher ungewöhnliche Cinemascope-Format (2.35:1) gewechselt. Dazu kommt das herrliche Farbspiel der bunten Blumenwiese, einfach überwältigend, alles wirkt plötzlich viel bunter und fröhlicher… Und so wie sich das Bildformat zu voller Größe öffnet soll sich nun natürlich Kenais Horizont erweitern. Er wird offen für andere Sichtweisen. Ich finde das wirklich genial gemacht!
Hinzu kommen nun die äußerst drolligen Tierfiguren. Sein kleiner Begleiter Koda, der nie die Klappe halten kann, ähnlich wie der Begleiter von „Shrek“, hat mich irgendwie daran erinnert. Überhaupt kam einem doch einiges aus anderen Filmen bekannt vor, zum Teil erinnerte es an „Ice Age“, die Elche als „Running Gag“, die Mammuts etc. oder ähnliches, was aber meiner Meinung nach der Qualität nicht schadet. Sind denke ich auch nicht wirklich auffällig die Parallelen.
Weil ich die Elche bereits erwähnt habe, sie tauchen immer wieder zwischendurch auf, sind ziemlich verwirrt, quatschen ne Menge Blödsinn in einem wirklich ulkigen Dialekt (etwas schwer einzuordnen ;-)) und machen zu komische Sachen. Am besten hat mir die Szene gefallen, als die beiden Elche Gras essen, der eine sagt, dass sein Gras wirklich lecker schmeckt und der andere erwidert: „Meines nicht, ich glaube hier war schon wer“. Ich will natürlich nicht alle Gags vorweg nehmen, deswegen sage ich nur: freut euch wenn die beiden wieder auftauchen ;-)
Besonders gut und wichtig an dem Film finde ich allerdings die lehrreiche Hauptaussage. Die Veränderung Kenais, jetzt nicht im optischen Sinn, sondern in dem, was er fühlt. Er bemerkt, dass es relativ ist, wer hier das „Monster“ ist. Besonders deutlich wird es, als er und Koda eine Höhlenmalerei finden, welche ein Männchen mit Lanze und einen Bären, der auf den Hinterbeinen steht zeigt. Kenai wird plötzlich klar, dass vielleicht wirklich nicht der Bär das „Monster“ ist – und so lernt Kenai auf ihrer Reise immer die Bären zu verstehen und wahre Werte kennen zu lernen.
Zu guter letzt muss ich natürlich noch auf die Filmmusik eingehen. Ich hatte ja zur CD mit dem Originalsoundtrack schon einen Bericht verfasst. Phil Collins hat eigens für den Film 6 neue Titel komponiert, und war, wie bereits schon bei Tarzan eine sehr gute Wahl! Bei uns singt Phil seine Lieder im Film wieder selbst auf Deutsch, was ziemlich beachtlich ist, wenn man bedenkt, dass er eigentlich kaum ein Wort deutsch spricht ;-) Wenn man allerdings den Eingangssong schon von Tina Turner gehört hat, ist man doch etwas enttäuscht, wenn nun in der deutschen Version Gracia vor sich hinträllert, aber auch damit kann man denke ich noch leben. Die Musik ist super eingesetzt und unterstreicht die wichtigen Szenen des Films sehr gut.
Gegen Ende drückt der Film, wie die meisten Disneyfilme, noch einmal heftig auf die Tränendrüse und sicherlich wird sich der ein oder andere sensible Betrachter eine Träne nicht verkneifen können.
WEITERE INFOS
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Für alle, die gerne noch ein paar Hintergründe erfahren wollen, hier noch ein paar Infos zur Produktion (aus den englischen Produktionsnotizen):
• Um die Landschaften so liebevoll und detailgetreu darstellen zu können, mussten die Filmemacher mehrere Trips nach Alaska (bereits 1999 der erste Trip, wobei Zeichnungen in der Natur angefertigt wurden, viele Fotos gemacht wurden und die Atmosphäre möglichst genau eingefangen werden sollte. Weitere Trips folgten), Wyoming (allein auf einem Trip 2001 nach Wyoming wurden ca. 800! Hintergründe in unterschiedlichen Größen gezeichnet und später mit Details aufbereitet) und Kalifornien machen, wobei vor allem Nationalparks besucht wurden.
• Die Idee zu dem Film wurde bereits vor etwa 10 Jahren geboren. Unter dem Arbeitstitel „Bears“ wurden diese Ideen 1997 wieder aufgenommen.
• Die Geschichte um die Verwandlung beruht auf tatsächlichen Mythen der amerikanischen Ureinwohner und auch in anderen Kulturen gibt es derartige Mythen von Menschen, die in Tiere verwandelt werden
• Timothy Treadwell, ein bekannter Bärenforscher hat mit dem Team gearbeitet, damit die Grizzlys so natürlich wirken können. Auch wurde ein Forscher, der auf die Bewegungen der Tiere spezialisiert ist herangezogen um die Bewegungen möglichst realistisch zu gestalten.
• Besondere Probleme hatten die Geweihe der beiden Elche gemacht, welche ja vor allem bei den Bewegungen immer im richtigen Winkel stehen mussten und sich auch nicht verändern durften
• Eine spezielle Zeichentechnik namens „Deep Paint“ wurd ein einigen Szenen verwendet um einen 3-D-Effekt zu erzielen (z. B. als die Bären am Fluss das erste Mal gesichtet werden)
• Neben dem Wechsel des Bildformats, werden auch leuchtendere Farbpaletten benutzt und die Musik- und Toneffekte werden verstärkt
FAZIT
°°°°°°°°
Auch wenn ich schon einige schlechte Kritiken gelesen habe, muss ich sagen, ich habe an dem Film absolut nichts auszusetzen! Es ist ein wahres Meisterwerk, wie man es von Disney gewöhnt ist und steht meiner Meinung nach „Nemo“ in nichts nach, egal, was manch Kritiker behaupten mag! Ein wahrlich mitreisender Film für die ganze Familie, da selbst die Szene, in der der Bär getötet wird, absolut unblutig und kinderfreundlich gestaltet ist.
Unbedingt ankucken gehen!!!!
Liebe Grüße vom bärigen Wuschel oder soll ich sagen vom wuscheligen Bären?
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Weitere Infos, Spiele und downloads, z. B. Desktopmotive gibt es unter www.baerenbrueder.de
P.S.: Dieser Bericht entstand bereits am 17.3.2004
STORY
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Der Film spielt im Nordwesten Amerikas nach Ende der Eiszeit. Der Zuschauer wird gleich zu Beginn eingeweiht in die Beziehung der drei Brüder Kenai, Denahi und Sitka. Während seine beiden großen Brüder bereits ihr Totem verliehen bekommen haben, steht dieser Tag nun auch für das Nesthäkchen bevor. Sein großer Bruder Sitka hat das Zeichen das Adlers, welches für Stärke steht, er soll seine Brüder beschützen. Sein mittlerer Bruder das Zeichen der Weisheit. Nun ist Kenai natürlich gespannt, was die Götter wohl für ihn als Zeichen gesandt haben. Nachdem sie Fische gefangen haben beginnt auch schon die Zeremonie, doch zu seiner Enttäuschung erhält Kenai von der Schamanin ein Bärentotem, welches das Zeichen der Liebe darstellt. Von nun an soll ihn die Liebe leiten bei allem seinen tun.
Seine Brüder machen sich darüber lustig, vor allem Denahi, der ohnehin liebendgern seinen kleinen Bruder hänselt. Dann allerdings kommt gleich der nächste Schock. Die gesammelten Fische sind verschwunden und die Schuld bekommt Kenai, weil er sie nicht richtig gesichert hatte.
Da eindeutig ein Bär der Täter war, beschließt Kenai ihn zu finden und sich zu rächen. Gerade noch rechtzeitig kommen seine Brüder dazu, sonst hätte die große Bärin sicher ihn getötet. So allerdings opfert sich Sitka um seine kleinen Brüder zu retten. Die Bärin allerdings überlebt den Sturz vom Gletscher und Kenai schwört Rache. Er verfolgt und erlegt sie – doch dann geschieht etwas Sonderbares. Kenai selbst wird in einen Bären verwandelt. Von der Schamanin erfährt er, dass sein toter Bruder Sitka das getan hat, um ihn zu lehren, dass er seinem Totem folgen muss. Er lernt auch kurz darauf den kleinen Bären Koda kennen, der seine Mutter verloren hat und sie beim jährlichen Bärentreffen zur Lachswanderung treffen möchte. Nachdem Kenai erfährt, dass das Bärentreffen in der Nähe des Bergs der Götter ist, schließt er sich widerwillig dem kleinen Bären an. Er möchte nämlich diesen Berg besteigen um die Götter zu bitten, dass sie ihn zurück verwandeln. Dummerweise haben sie jetzt aber Denahi auf den Fersen, der nun ebenfalls einen Hass auf den Bären verspürt, weil er denkt, dass Kenai der Bär ist, der seine beiden Brüder getötet hat. Er kann ja nicht ahnen, dass Kenai nur verwandelt wurde…
Unterwegs lernt Kenai viele lustige Gesellen, die beiden Elche Benny und Björn z. B. , sie erleben viele lustige, aber auch schwierige Situationen und Kenai lernt von Koda, was wahre Freundschaft bedeutet und wie wichtig Bruderliebe und Toleranz sind. Wie das ganze ausgeht verrate ich natürlich hier nicht, auf Wunsch im GB anfragen ;-)
SYNCHRONSTIMMEN
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Hierbei gehe ich natürlich von den deutschen Synchronstimmen aus.
Daniel Brühl (Kenai), Moritz Bleibtreu (Denahi), Gedeon Burkhard (Sitka), Johannes Bachmann (Koda),…
Daniel Brühl sollte jeder aus „Goodbye, Lenin“ kenne, Moritz Bleibtreu, z. B. aus „Das Experiment“, Gedeon Burkhard ist aus „Komissar Rex“ bekannt und Johannes Bachmann kenn ich nicht ;-)
Die Elche waren auch super komisch, aber die Synchronsprecher wohl eher unbekannt, oder sagt jemandem der Name Thomas Gossler was? Der andere heißt irgendwas mit Hans, hab ich mir aber nicht merken können…
Auch bei den Liedern wurde etwas eingedeutscht. Nachdem ich euch ja bereits vor einiger Zeit den original Soundtrack vorgestellt hatte, muss man hier erwähnen, dass wir bei der deutschen Kinoversion nicht Tina Turner zu hören bekommen bei dem Lied „Great Spirits“, sondern uns mit Gracia Baur (DSDS) begnügen müssen.
Noch kurz zum englischen Original, hier wurden die Stimmen gesprochen von:
Joan Phoenix (Kenai), Jeremy Suarez (Koda), Jason Raiue (Denahi), D.B.Sweeney (Sitka)
Die Elche heißen im Original auch anders, nämlich Rutt und Tuke und werden gesprochen von Rick Moranis & Dave Thomas
FILMINFOS
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OT: Brother Bear
Land: USA
Jahr: 2003
Regie: Aaron Blaise, Robert Walker, Chuck Williams
Laufzeit: ca. 85 Minuten
FSK: ohne
MEINE MEINUNG
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Leider kommt mit diesem wunderschönen Trickfilm im klassischen Stil auch schon die erste ernüchternde Meldung, und zwar, dass es der letzte seiner Art sein wird. Da digital animierte Filme, wie „Findet Nemo“ einfach mehr Geld einbringen, hat Disney bereits die Zeichentrick-Studios in Florida dicht gemacht
Aber von der schlechten Nachricht erstmal zum Film und der ist sicherlich nicht schlecht! Man kann sich schön in die liebevoll gestalteten Figuren reinversetzen, wobei man zuerst alles aus der Sicht der 3 Brüder sieht, wie sie miteinander umgehen, nicht immer wirklich liebevoll, aber doch bereit ihr Leben für einander zu opfern, was ja leider dann auch Sitka tun muss. Sicherlich kann auch jeder heranwachsende Mann verstehen, dass das Totem der Liebe bestimmt nicht das ist, was sich ein junger entschlossener Mann wünscht.
Besonders gut gemacht ist die Verwandlung von Kenai, die sich auf einem Berg abspielt, nachdem er den Bären erlegt hat. Am Himmel taucht plötzlich das Nordlicht auf, welches die großen Götter beherbergt, und die Seelen aller Toten. In einem bunten Farbspiel wird Kenai emporgehoben und als Bär wieder abgesetzt. Er ist noch benommen, fällt im Taumel von dem Berg und wird von einem reißenden Fluss mitgerissen.
Als er wieder erwacht sieht er erst alles verschwommen, aber der Zuschauer merkt gleich deutlich die Veränderung! Das Bild ist plötzlich von der beschränkten Sichtweise Kenais im normalen 1.85:1 (Breitbildformat) in das eher ungewöhnliche Cinemascope-Format (2.35:1) gewechselt. Dazu kommt das herrliche Farbspiel der bunten Blumenwiese, einfach überwältigend, alles wirkt plötzlich viel bunter und fröhlicher… Und so wie sich das Bildformat zu voller Größe öffnet soll sich nun natürlich Kenais Horizont erweitern. Er wird offen für andere Sichtweisen. Ich finde das wirklich genial gemacht!
Hinzu kommen nun die äußerst drolligen Tierfiguren. Sein kleiner Begleiter Koda, der nie die Klappe halten kann, ähnlich wie der Begleiter von „Shrek“, hat mich irgendwie daran erinnert. Überhaupt kam einem doch einiges aus anderen Filmen bekannt vor, zum Teil erinnerte es an „Ice Age“, die Elche als „Running Gag“, die Mammuts etc. oder ähnliches, was aber meiner Meinung nach der Qualität nicht schadet. Sind denke ich auch nicht wirklich auffällig die Parallelen.
Weil ich die Elche bereits erwähnt habe, sie tauchen immer wieder zwischendurch auf, sind ziemlich verwirrt, quatschen ne Menge Blödsinn in einem wirklich ulkigen Dialekt (etwas schwer einzuordnen ;-)) und machen zu komische Sachen. Am besten hat mir die Szene gefallen, als die beiden Elche Gras essen, der eine sagt, dass sein Gras wirklich lecker schmeckt und der andere erwidert: „Meines nicht, ich glaube hier war schon wer“. Ich will natürlich nicht alle Gags vorweg nehmen, deswegen sage ich nur: freut euch wenn die beiden wieder auftauchen ;-)
Besonders gut und wichtig an dem Film finde ich allerdings die lehrreiche Hauptaussage. Die Veränderung Kenais, jetzt nicht im optischen Sinn, sondern in dem, was er fühlt. Er bemerkt, dass es relativ ist, wer hier das „Monster“ ist. Besonders deutlich wird es, als er und Koda eine Höhlenmalerei finden, welche ein Männchen mit Lanze und einen Bären, der auf den Hinterbeinen steht zeigt. Kenai wird plötzlich klar, dass vielleicht wirklich nicht der Bär das „Monster“ ist – und so lernt Kenai auf ihrer Reise immer die Bären zu verstehen und wahre Werte kennen zu lernen.
Zu guter letzt muss ich natürlich noch auf die Filmmusik eingehen. Ich hatte ja zur CD mit dem Originalsoundtrack schon einen Bericht verfasst. Phil Collins hat eigens für den Film 6 neue Titel komponiert, und war, wie bereits schon bei Tarzan eine sehr gute Wahl! Bei uns singt Phil seine Lieder im Film wieder selbst auf Deutsch, was ziemlich beachtlich ist, wenn man bedenkt, dass er eigentlich kaum ein Wort deutsch spricht ;-) Wenn man allerdings den Eingangssong schon von Tina Turner gehört hat, ist man doch etwas enttäuscht, wenn nun in der deutschen Version Gracia vor sich hinträllert, aber auch damit kann man denke ich noch leben. Die Musik ist super eingesetzt und unterstreicht die wichtigen Szenen des Films sehr gut.
Gegen Ende drückt der Film, wie die meisten Disneyfilme, noch einmal heftig auf die Tränendrüse und sicherlich wird sich der ein oder andere sensible Betrachter eine Träne nicht verkneifen können.
WEITERE INFOS
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Für alle, die gerne noch ein paar Hintergründe erfahren wollen, hier noch ein paar Infos zur Produktion (aus den englischen Produktionsnotizen):
• Um die Landschaften so liebevoll und detailgetreu darstellen zu können, mussten die Filmemacher mehrere Trips nach Alaska (bereits 1999 der erste Trip, wobei Zeichnungen in der Natur angefertigt wurden, viele Fotos gemacht wurden und die Atmosphäre möglichst genau eingefangen werden sollte. Weitere Trips folgten), Wyoming (allein auf einem Trip 2001 nach Wyoming wurden ca. 800! Hintergründe in unterschiedlichen Größen gezeichnet und später mit Details aufbereitet) und Kalifornien machen, wobei vor allem Nationalparks besucht wurden.
• Die Idee zu dem Film wurde bereits vor etwa 10 Jahren geboren. Unter dem Arbeitstitel „Bears“ wurden diese Ideen 1997 wieder aufgenommen.
• Die Geschichte um die Verwandlung beruht auf tatsächlichen Mythen der amerikanischen Ureinwohner und auch in anderen Kulturen gibt es derartige Mythen von Menschen, die in Tiere verwandelt werden
• Timothy Treadwell, ein bekannter Bärenforscher hat mit dem Team gearbeitet, damit die Grizzlys so natürlich wirken können. Auch wurde ein Forscher, der auf die Bewegungen der Tiere spezialisiert ist herangezogen um die Bewegungen möglichst realistisch zu gestalten.
• Besondere Probleme hatten die Geweihe der beiden Elche gemacht, welche ja vor allem bei den Bewegungen immer im richtigen Winkel stehen mussten und sich auch nicht verändern durften
• Eine spezielle Zeichentechnik namens „Deep Paint“ wurd ein einigen Szenen verwendet um einen 3-D-Effekt zu erzielen (z. B. als die Bären am Fluss das erste Mal gesichtet werden)
• Neben dem Wechsel des Bildformats, werden auch leuchtendere Farbpaletten benutzt und die Musik- und Toneffekte werden verstärkt
FAZIT
°°°°°°°°
Auch wenn ich schon einige schlechte Kritiken gelesen habe, muss ich sagen, ich habe an dem Film absolut nichts auszusetzen! Es ist ein wahres Meisterwerk, wie man es von Disney gewöhnt ist und steht meiner Meinung nach „Nemo“ in nichts nach, egal, was manch Kritiker behaupten mag! Ein wahrlich mitreisender Film für die ganze Familie, da selbst die Szene, in der der Bär getötet wird, absolut unblutig und kinderfreundlich gestaltet ist.
Unbedingt ankucken gehen!!!!
Liebe Grüße vom bärigen Wuschel oder soll ich sagen vom wuscheligen Bären?
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
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P.S.: Dieser Bericht entstand bereits am 17.3.2004
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