Bärenbrüder (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von DieEine

Liebe heißt sich mit dem Feind versöhnen

Pro:

zu Herzen gehende Story, zauberhaft gezeichnet, die Elche, kindgerecht, andere Disney-Figuren zu entdecken

Kontra:

der arme Bär hat keine Mama mehr *snief*

Empfehlung:

Ja

Vergangenes Jahr haben wir im Kino die Vorschau von dem neuen Disney Film \"Bärenbrüder\" gesehen. Dort haben vor allem die beiden Elche Benny und Björn geredet und den Film angekündigt und da meine Freundin total auf Elche abfährt, war es klar, dass wir uns diesen Film ansehen müssen, was wir auch getan haben.

_Die Geschichte
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Tausende Jahre vor unserer Zeit, kurz nach der Eiszeit, leben die drei Brüder Kenai, Denahi und Sitka. Kenai ist der Jungspund der Familie, er ist sehr impulsiv und träumt davon einmal ein großer Krieger zu werden. Deshalb ist er auch so enttäuscht als er von den großen Göttern das Totem der Liebe zugewiesen bekommt, denn er ist sich der großen Bedeutung dieses Totems nicht bewusst.
Von Liebe will Kenai nichts wissen - im Gegenteil. Kurz nachdem er sein Totem erhalten hat, spürt er Hass - Hass gegenüber einem Bären, der seine Fische gestohlen hat. Er will das Tier töten und nimmt seine Fährte auf. Seine Brüder können ihn nicht abhalten, aber im Kampf steht ihm Sitka zur Seite und wird dabei getötet, der Bär kann fliehen.

In seinem Schmerz über den Verlust des Bruders schwört Kenai Rache und schon bald bekommt er auch die Gelegenheit dazu. Er begegnet dem Tier, jagt ihm nach auf einen Berg und tötet es. Doch unmittelbar nach dieser Tat schreiten die großen Geister ein und verwandeln Kenai in einen Bären. Er kann erst wieder menschliche Gestalt annehmen, wenn er wenn er den Berg, wo das Licht die Erde berührt aufsucht.

Etwas unbeholfen, versucht Kenai sich im Tierreich zurechtzufinden und bekommt dabei erste Unterstützung von den beiden dümmlichen Elch-Brüdern Benny und Björn.
Helfen können sie Kenai allerdings nicht, dafür scheint das aufgeweckte Bärenjunge Koda den Weg zu dem Berg zu kennen. Er möchte zum alljährlichen Bärentreffen, da er dort seine Mutter, die er verloren hat, wiedertreffen will.
Widerwillig lässt Kenai sich darauf ein, den Weg mit Koda zu gehen und was anfangs eine Zweckgemeinschaft war, wird mit der Zeit tiefe Freundschaft.
Schon sehr bald stellt sich allerdings heraus, dass der Bär, den Kenai getötet hat, Kodas Mutter war, außerdem steht Kenai kurz vor der Rückverwandlung in einen Menschen und langsam wird ihm die Bedeutung seines Totems bewusst.

_Meine Meinung
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Nach den großen Erfolgen der computeranimierten Filme (Monster AG, Findet Nemo) kehrt Disney bei seinem 44. abendfüllenden Trickfilm zurück zu den Wurzeln und präsentiert mit \"Bärenbrüder\" einen liebevoll gezeichneten Film in der Tradition von Mulan und Tarzan.

Zurück zu den Wurzeln, geht dann auch die Geschichte, die in \"Bärenbrüder\" erzählt wird und die geht nicht nur zu den Wurzeln, sondern auch ans Herz. Ich finde ja, dass Disney-Filme die einzigen Filme sind, die kitschig sein dürfen, von denen man auch geradezu eine zu Tränen rührende Story erwartet. Auch bei \"Bärenbrüder\" wird diese Erwartung nicht enttäuscht, auch hier ist der kleine Koda nach dem Tod der Mutter ganz alleine auf der Welt und sucht einen Freund.

Es ist klar, dass das arme Waisenbärchen einem die Tränen in die Augen treibt, wobei die Musik von Phil Collins da auch ihren Teil zu beiträgt.

Wer aber nun denkt, dass man \"Bärenbrüder\" Unmengen Taschentücher braucht, liegt falsch, denn der Clou des Films sind die \"entschärften\" Szenen. Nach jeder Szene, die im Ansatz traurig ist, tauchen die Elche Benny und Björn auf und sorgen mit ihrer sympathisch-tolpatischen Art für viele Lacher. Diese Elche sind echt der Hammer und haben ihren eigenen Film verdient, der garantiert auch kommen wird.
Der Witz ist hier auch ausnahmsweise mal nicht kindlich albern, sondern zwar einfach, aber durchaus intelligent.

Es sind aber nicht nur die beiden Elche, die den Film so zauberhaft machen, es sind auch die mit viel Liebe zum Detail gezeichneten Landschaften, die einen in ihren Bann ziehen.
Die Natur / die Naturgewalten lassen sich genießen wie in einem Dokumentarfilm.Teilweise nimmt man nicht mehr wahr, dass man in einem Zeichentrickfilm sitzt, so gut ist alles gezeichnet. Man merkt wirklich, dass die Zeichner sich eingehend mit der Tier- und Pflanzenwelt beschäftigt haben.

Vor allem ist es aber der große Wiedererkennungswert, der \"Bärenbrüder\" sehenswert macht.
Der Film wirkt wie ein \"Best-of\"-Disney, denn immer wieder sind Figuren aus anderen Disney-Filmen eingebaut. So sehen die kleinen Mädchen in Kenais Dorf aus wie Lilo, Hasen erinnern an Bambi und kleine Bären, die durch Eisschollen schauen, sehen aus wie Sid (Ice Age)

So gibt es bei \"Bärenbrüder\" neben einer ans Herz gehenden Geschichte und vielen Lachern eben auch immer wieder Neues zu entdecken - typisch Disney.

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* Teile dieser Meinung wurden von mir bereits auf hiphop.de veröffentlicht.

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