Unten.....Im Keller des Domes.....Da liegen SIE.....Im sogennannten Bleikeller..... Da liegen die Mumien von Bremen.
So um 1450 geschah es:
Ein junger Dachdecker fiel bei Arbeiten vom Bremer Dom und brach sich den Hals. Von seinen Kollegen wurde er vorerst in ein wenig benutzen Raum im Dom gelegt, denn keiner wußte etwas von seinen Angehörigen. Dort wurde er einfach vergessen.
Erst Jahrzehnte nach seinem Tod wurde er wiedergefunden (wegen Reperaturen am Dach des Domes mußten aus dem Keller Bleiplatten geholt werden). Seitdem liegt er dort, ausgedörrt, aber in seiner irdischen Hülle.
Seit 1590 gesellte sich Lady Stanhope zu ihm. Sie war auf Reisen verstorben und könnte wegen irgendwelcher Schwierigkeiten nicht nach England überführt werden, so daß man sie für`s erste in den Domkeller legte.
Dessen geheimnisvollen Kräfte bis auf den heutigen Tage noch nicht geklärt sind.
Lady Stanhope bekam nach dem Dreißigjährigen Krieg angemessene Gesellschaft in Gestalt des schwedischen Generals von Winsen und seines im Duell erstochenen Adjutanten.
Zehn Jahre später kam eine schwedische Gräfin hinzu.
Im 18. Jahrhundert kamen ein beim Duell gefallener Student, ein englischer Major und der bremische Arbeiter Konrad Ehlers dazu.
Der Stein-Sarkophag wurde für den im Jahre 1730 gestorbenen Kanzler von Engelbrechten angefertigt.
Mit Ausnahme des Kanzler liegen alle Leichen in mit Glas abgedeckte Särge >für jederman zu besichtigen.
Etwas mysteriöses hat die ganze Geschichte doch noch:
Jahrhunderte lang galt der vom Dom gestürzte Dachdecker als der älteste Leichnam, daß er noch heile Knochen hatte störte niemanden.
Erst 1984 wurden die Mumien geröntgt und im Rücken des mutmaßlichen Handwerkers wurde eine Kugel entdeckt. Der Dachdecker ist garkeiner, sondern ein Offizier, der vermutlich im Dreißigjährigen Krieg verstorben ist.
Aber wo ist der Dachdecker?
Gab es ihn überhaupt?
Also ehrlich, die Geschichte mit dem Dachdecker ist doch gut oder nicht?
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Und hier die zweite Geschichte:
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Habt ihr schon einmal etwas von dem Spuckstein in Bremen gehört?
Nein!
Dann wißt ihr ja auch nicht wer Gesche Gottfried war.
Hier ist ihre Geschichte:
Die Bremerin Gesche Gottfried, die in geordneten Verhältnissen lebte und in der Pelzerstrasse wohnte, eine geborene Timm übrings und verwitwete Miltenberg, hatte in den Jahren zwischen 1813 und 1828 einen guten Teil ihrer Verwandtschaft und einige Bekannte mit "Mäusebutter", wie damals das Arsen genannt wurde, vergiftet. Alles in allem sind ihr in einem Prozeß fünfzehn Morde nachgewiesen worden. Am 21. April 1831 wurde sie auf dem Domshof vor 35000 Zuschauern hingerichtet. Ihr Kopf wurde in Spiritus eingelegt und im Museum "zum Vorteil der Taubstummenanstalt" ausgestellt. Die Hinrichtung der Gesche Gottfried war die letzte öffentliche Exekution in Bremen. An jener Stelle, wo das Schafott gestanden hat, an der Nordseite des Domes, erinnert ein großer, mit einem Kreuz versehener Pflasterstein an das Spektakel. Es ist der berühmte Bremer Spuckstein. Generationen von Bremern haben, um ihren Abscheu vor diesem "Scheusal in Menschengestalt" namens Gesche Gottfried zum Ausdruck zu bringen, auf den Stein gespuckt, und tun es immer noch.
1931 nutzte das jemand zur politischen Meinungsäußerung, indem er aus dem Kreuz ein Hakenkreuz machte. Nach diesem Attentat wurde der Stein ins Focke-Museum
gebracht. 1935 ließ die Baubehörde den Stein wieder an der alte Stelle einsetzen, natürlich nachdem die Oberfläche abgemeißelt und mit einem neuen Kreuz versehen worden war.
Der 20 mal 25 Zentimeter große Spuckstein befindet sich, 18 Meter vom Brauttor des Domes entfernt, zwischen den Pfastersteinen am Domshof.
Also, bei nächsten Besuch in Bremen ruhig mal auf den Boden gucken und nach Pflastersteinen mit einen Kreuz suchen.