Das Buch Feuerherz

Mehari, Senait Feuerherz Video
Senait Mehari: Feuerherz
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Senait Mehari: Feuerherz

Senait Mehari: Feuerherz

 (gebundene Ausgabe)
Platz 96 in der Kategorie "Biographien & Erinnerungen - E, F, G". Hersteller / Verlag: Droemer Knaur / Hersteller / Verlag: Droemer Knaur / Ihre Kindheit war ein Albtraum. Dass sie ihn überlebte, grenzt an ein Wunder. Ein ...mehr
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Senait Mehari: Feuerherz gebraucht & neu

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Senait Mehari: Feuerherz Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,40 / 5,00 (3.4 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • bewegende Story, mal ein etwas anderes Schicksal
  • doch irgendwann ein Happy End
Nachteile/Kritik
  • Der Schreibstli könnte besser sein
  • die wahre und traurige Handlung in dem Buch
GAWOnline1983

+++ Das Schicksal einer Kindersoldatin +++

ein Testbericht von 2005-03-28 20:18:22 vom 28.03.2005
Empfehlung: ja
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Allgemeines
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Schon vor dem Kauf warf ich mehrmals ein Auge auf „Feuerherz“, doch entschließen konnte ich mich nicht wirklich. Es war auch einmal mehr ein reiner Zufall wie ich auf das Buch aufmerksam wurde. Zuvor las ich bereits mehrere Bücher über Schicksale in Afrika, so z. B. die beiden Bücher „Die weiße Massai“ und „Zurück aus Afrika“ von Corinne Hofmann, „Wüstenblume“ und „Nomadentochter“ von Waris Dirie oder „Sklavin“ von Mende Nazer sowie „Nirgendwo in Afrika“ von Stefanie Zweig. Alle Bücher behandelten etwas unterschiedliche Themen, faszinierten mich aber auch alle auf ihre Art und Weise. Es war ja auf einmal ein richtiger Trend Bücher über diesen Kontinent zu veröffentlichen und dem Leser viele Einzelschicksale zu präsentieren. Man stellt sich daher natürlich die Frage, ob die Qualität gleich bleibend ist. Bisher waren alle Bücher eigentlich nur Glücksgriffe und ich wollte sehen, ob meine Glückssträhne so weitergehen würde. Wie zuvor geschrieben, hatte ich dieses Buch bereits mehrmals in der Hand, überlegte aber hin und her. Erst als ich mir „Neue Schuhe zum Dessert“ von Marian Keyes kaufte, entschloss ich mich auch zu dem völlig konträren „Feuerherz“ und zudem zu einem Krimi. Es dauerte dennoch eine Weile, bis ich dazu kam „Feuerherz“ zu lesen. Ich hatte eine Zeitlang einfach keine Lust, mich in eine Biografie zu vertiefen und zog dem Buch eine andere Art von Literatur vor. Wie ihr vielleicht wisst, bekam ich meinen rechten Arm erst mit einem Verband und schließlich mit einem Gips ruhig gestellt. Da ich mir zu allem Übel noch eine schwere Erkältung eingefangen hatte, war es erst einmal vorbei mit der Universität. Mit Halsschmerzen bzw. später stark angeschlagener Stimme und Gipsarm konnte ich ja weder mitschreiben noch mich irgendwie zu Wort melden. Da zog ich doch lieber die heimische Couch vor und las in dieser Zeit extrem viel. Eines der ersten Bücher in dieser Phase war schließlich „Feuerherz“, das nun endlich zum Zuge kam…

… dann wollen wir doch mal schauen, ob ich damit wirklich Glück hatte oder ob der Roman gegenüber den anderen in der Bewertung abfällt. Bevor ich aber zu meiner Meinung komme, gibt es für euch erst einmal eine kurze und eine etwas ausführlichere Version des Inhalts. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und vielleicht biete ich euch mit diesem Bericht ein bisschen Anregung. Ganz besonders würde ich mich freuen, wenn Leser des Berichts das Buch vielleicht kennen und mir eine Rückmeldung zukommen lassen würden, wie ihnen persönlich die Biografie gefallen hat. Vielen Dank dafür im Voraus – natürlich ebenso fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!



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Kurz inhalt
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Senait musste in ihrem Leben einiges erdulden. Als Baby setzte ihre Mutter sie aus und als die Familie an Hunger litt, beschloss ihr Vater, sie und ihre zwei Schwestern als Kindersoldatinnen zu einer Rebellenarmee zu geben. Erst ein Onkel kann sie befreien. Doch dann meldet sich auf einmal ihr Vater wieder und verlangt, dass die drei Mädchen zu ihm nach Deutschland kommen.



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Inhalt
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Als Neugeborene wurde Senait von ihrer Mutter in einem Koffer ausgesetzt. Sie war verzweifelt und wusste nicht mehr, wie sie für ihr Kind sorgen sollte. Ihr Mann hatte sie verlassen und sie war mit ihrer kleinen Tochter vollkommen auf sich alleine gestellt. Sie verstaute den Koffer auf einem Schrank. Senait wird glücklicherweise gerettet, da Nachbarn auf die Situation aufmerksam werden. Für diese Straftat muss Senaits Mutter die nächsten sechs Jahre im Gefängnis verbringen. Die ersten Lebensjahre verbringt sie in einem staatlichen Kinderheim, später wird sie in einem katholischen Kinderheim untergebracht, wo sie erstmals nähere Erfahrungen mit Weißen macht.

Eines Tages taucht schließlich eine Frau auf, die sich für Senaits Mutter ausgibt und sie aus dem Heim holt. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Frau jedoch um ihre Tante und fortan wird Senait von ihren Großeltern aufgezogen. Für sie beginnt inmitten der Großfamilie ihre glücklichste Zeit. Doch dann soll sie ihren Vater kennen lernen. Nach einem Jahr bei ihren Großeltern muss Senait zu ihm ziehen. Dort gerät sie in eine ganz andere Welt. Ihr Vater ist jähzornig und lässt seine Wut zu gerne an seinen Töchtern aus. Schläge waren für Senait bald etwas Alltägliches. Schließlich kann ihr Vater aber die Familie nicht mehr ernähren. Und wieder wird Senait aus ihrem Leben gerissen. Ihr Vater beschließt sie und ihre beiden Schwester Yaldiyan und Tzegehana zu einer Rebellenarmee zu geben. Eritrea, wo die Geschichte spielt, kämpft zu dieser Zeit um die Unabhängigkeit von Äthiopien. Die Kinder erwartet beinahe noch ein ärmeres Leben als zuvor. Sie sollen als Kindersoldatinnen ausgebildet werden und mit Waffen kämpfen, die größer sind als sie. Drei Jahre lang muss Senait bei dieser Armee leiden und da sie langsam, aber sicher zur Frau heranwächst, bleiben auch die Übergriffe der Männer nicht aus. Eines Tages kommt jedoch ein Onkel von ihr zu dem Camp der Armee und schafft es die drei Mädchen zu befreien. Bei ihm genießen sie ein schönes Leben und er beginnt auch sie zu unterrichten. Doch dann tritt wieder Senaits Vater in ihr Leben. Er befindet sich mittlerweile in Deutschland und verlangt nun, dass seine drei Töchter bei ihm leben sollen. Sein Wille stößt natürlich auf Widerstand, doch die Mädchen müssen sich beugen. Natürlich kommt auch seine Seite als Tyrann wieder zum Vorschein und Senait kann es irgendwann nicht mehr bei ihm aushalten und beschließt sich ein eigenes Leben aufzubauen…



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Meine Meinung
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Schon der Inhalt liest sich bewegend – da man die meisten Fakten schon im Klappentext und auf der Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buches erfährt, ist der wichtigste Aspekt jedoch, was die Autorin aus diesen Angaben machte. Ich kann nicht verhehlen, dass mich ihre Lebensgeschichte schockierte und ich fragte mich immer, wie Menschen einem anderen soviel Leid zufügen können. Doch würde es Senait G. Mehari schaffen aus der Vielzahl der Veröffentlichungen mit ihrer Geschichte herauszuragen? Was also sollte das Buch zu etwas besonderem machen? Da ist natürlich zum einen die bisher einmalige Geschichte als Kindersoldatin. Natürlich dürfte den meisten diese Scheußlichkeit bekannt sein, doch bisher habe ich noch niemanden gefunden, der darüber eine Biografie veröffentlichte. Senait hatte den Mut dazu. Und damit schafft sie etwas Einzigartiges und doch kann ich dem Buch nicht fünf Sterne verleihen. An dem Inhalt des Buches kann ich natürlich nichts kritisieren, da Senait sich die Handlung schließlich nicht ausgedacht hat, sondern dem Leser ihr Leben zu Füßen legt und ihre ganz eigene Geschichte erzählt.

Mich störte jedoch etwas die Neutralität in dem Stil der Autorin. Ich bekam zwar sehr viel erzählt, doch ich hatte das Gefühl, dass Senait sich von all dem abnabeln will. Das wäre auf Grund der schrecklichen Ereignisse auch zu verständlich. Dennoch strengte mich das Lesen dadurch eher an und ich schaffte es einfach nicht an einem Stück an dem Buch dranzubleiben. Mehrmals musste ich es weglegen, da ich irgendeine andere Beschäftigung brauchte. Ich las das Buch also eher abschnittsweise. Apropos Abschnitte: Es wurden sehr viele Überschriften in das Buch eingebaut, was an sich nicht störend wäre, doch der Fließtext und damit auch der Lesefluss werden dadurch des Öfteren unterbrochen. Hinzu kommt, dass einige der Überschriften schon das Wesentliche des darauf folgenden Abschnittes vorwegnehmen.

Am meisten fesselte mich die Erzählung über Senaits Zeit in der Rebellenarmee. Mehrmals musste ich ungläubig den Kopf darüber schütteln, was ihr alles geschehen ist und wie sie den Mut aufbrachte, weiterzuleben. Natürlich wird am Ende alles gut und das ist es auch, was dem Leser bei der Lektüre Mut macht. Doch man ist insgeheim sehr glücklich, wenn man in einer behüteten Welt aufgewachsen ist und einem nicht wie Senait quasi die Kindheit geraubt wurde. Im Vergleich zu den übrigen Bücher ist „Feuerherz“ noch etwas härter, was aber auch durch den sehr neutralen Stil kommen mag. Die übrigen Biografien, die ich las, waren allesamt ausschmückender geschrieben und zeigten auch noch mehr von der Faszination Afrikas. Ausschmückungen vermisst man dagegen bei Senait. Nun gut, vielleicht hätten diese auch zu sehr im Kontrast zu ihrer Geschichte gestanden, die ja sehr von Traurigkeit geprägt ist.

Etwa die letzten zwanzig Seiten beschäftigen sich mit Senaits heutigen Leben. Ich weiß nicht, ob dieser Abschnitt noch unbedingt notwendig war, um das Buch abzurunden. Sicherlich ist es interessant zu erfahren, was die Autorin heute macht und wie sie lebt. Dieser Teil passte jedoch nicht richtig zum Rest des Buches und zwar zu sehr gerafft, um noch wirklich zu dem übrigen Part ihrer Geschichte zu gehören. Manchmal kann weniger eben auch mehr sein.

Wie bewerte ich das Buch nun also insgesamt? Es hat mich leider nicht so sehr begeistert, wie ich bei dem Kauf ursprünglich annahm. Das Buch reicht auch nicht wirklich an die übrigen Veröffentlichungen heran, was in meinen Augen zum einem an dem Stil liegt und zum anderen durch die permanente Unterbrechung des Textes durch Überschriften. Gegen eine Unterteilung in Kapitel wäre letztendlich nichts einzuwenden gewesen, doch dies war etwas zu viel des Gutes. Durch die Neutralität der Erzählweise konnte ich mich auch wenig mit Senait identifizieren. Bei Waris Dirie oder Mende Nazer war dies einfach anders, dort fühlte ich mich in gewisser Weise richtig mit den beiden Frauen verbunden. Dieses intensive Gefühl vermisste ich hier jedoch. Das Buch ist zwar nicht schlecht, denn es wirft ein sehr gutes und realistisches Bild auf das Problem der Kindersoldatinnen und macht damit auf ein ernstes Thema aufmerksam. Doch für mich wirkte die Geschichte irgendwie sehr mechanisch herunter geschrieben und die Gefühlswelt der Autorin öffnete sich nicht wirklich für mich. Ich war eine Beobachterin, doch ich wurde nicht in das Buch hineingezogen. Wer das Buch also lesen möchte, sollte meines Erachtens lieber auf die Taschenbuchausgabe warten. Von mir gibt es leider „nur“ drei Sterne…



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Das Buch
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"Feuerherz" erschien im zum ersten Mal im September 2004 bei Droemer / Knaur. Die Biografie umfasst 317 Seiten und ist unter der ISBN 3-426-27341-1 für 16,90 Euro im Handel erhältlich.

Eine Taschenbuchausgabe ist von Seiten des Verlags bisher noch nicht angekündigt.



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Die Autorin
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Vermutlich wurde die Autorin im Jahr 1974 in Asmara (der heutigen Hauptstadt von Eritrea) geboren. Mit ihren Schwestern floh sie vor dem Bürgerkrieg in den Sudan. Später kamen die drei Schwestern zu ihrem Vater nach Deutschland, wo sich Senait bald ein eigenes Leben aufbaute. Heute lebt sie als Sängerin, Komponistin und Songwriterin in Berlin.
(Quelle: Autorinneninfo in „Feuerherz“)



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Mehr von Senait G. Mehari
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Von der Autorin sind bisher keine weiteren Bücher veröffentlicht worden.




(copyright by Laura Thoma, Februar 2005)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
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Kommentare
Tris.
Tris., 23.02.2005
Das wollte ich umbedingt mal lesen, wenn es guumlnstiger geworden ist.
wirnhier
wirnhier, 28.03.2005
Ein schweres Thema. Ich lese vor allem beim Bus fahren, fuumlr diese ca. 30 Minuten lese ich automatisch in Abschnitten, aber da es schon scher ist in Buumlcher, die man einfach so runter lesen kann, wieder hineinzufinden werde ich wohl von so einer sc
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Aus vielen Tränen wird schnell ein See

ein Testbericht von 2009-08-19 21:18:25 vom 19.08.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: doch irgendwann ein Happy End...
Nachteile/Kritik: die wahre und traurige Handlung in dem Buch
Hallo ihr lieben,

Heute möchte ich euch sehr gerne ein Buch näher beschreiben, was mir sehr ans Herz gegangen ist. Es hat mir die Augen geöffnet wie Menschen auf der anderen Seite der Welt behandelt wurden und auch heute noch werden. Die sehr ergreifende Geschichte einer jungen Frau ist wirklich lesenswert. Mir ging es so das ich nicht aufhören konnte zu lesen, weil ich wissen wollte was noch alles geschieht. Wobei mir sehr oft die Tränen über die Wangen liefen und ich immer wieder mit dem Kopf schütteln musste und bei mir so dachte, wie gut ich es doch eigentlich habe.
Mein Bericht handelt heute von :

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Feuerherz - Senait G. Mehari
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Angaben zum Buchrücken
................................................ .

"Es sah nicht so aus, als wäre Senait ein langes Leben bestimmt.
Ihre Mutter setzte das Neugeborene in einem Koffer aus. Ihr Vater fürchtete, seine Familie nicht mehr ernähren zu können, und gab seiner kleinen Tochter in eine Rebellenarmee. Als Kindersoldatin wäre Senait um ein Haar von einer Granate zerrissen worden."


Die Autorin
......................

Senait Ghebrehiwet Mehari wurde wahrscheinlich am 03.12.1974 in einem Dorf Addis Abeba geboren das sich in Äthiopien befindet. Das Geburtsdatum kann man nicht genau benennen weil sie durch die damaligen umstände es nicht sagen kann. Das alles kann man in dem Buch lesen.
Heute ist sie Autorin und Sängerin.
Seit 1999 ist sie Solokünstlerin und steht bei Polydor unter Vertrag. Mit Leben und Aura wurden erfolglos zwei Singles veröffentlicht. Außerdem nahm Senait an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2003 teil. Mit Herz aus Eis belegte sie den vierten Platz.

Inhalt des Buches
................................

- Das Kind aus dem Koffer
- Orfan
- Comboni
- Großeltern
- Beim Vater
- Wir Morgensterne
- Die Flucht
- Khartum
- Deutschland
- Mutter Afrika
- Musik
- Heute
- Morgen
- Dank
- Kindersoldaten
- Eritrea- die Geschichte eines umkämpften Landes


Meine Meinung zu dem Buch
................................................ . .

Als ich dieses Buch lass musste ich so manches mal mit den Tränen kämpfen, ich konnte einfach nicht fassen, das , dass ganze wirklich jemand erlebt hat, ich wollte nicht glauben, das Menschen, so wie du und ich so behandelt werden. In manchen Kapiteln packte mich die blanke Wut, und ich musste kurz aufhören zu lesen, ich kann es teil weise immer noch nicht fassen.

Es hat mich sehr berührt, das Senait, so klein wie sie war, sechs Jahre jung, an die Front gehen musste, in einer gesonderten Jugendtruppe der ELF, die Morgensterne genante wurden, wo die Kinder untergebracht wurden. Ebenfalls schockierend fand ich, das es kaum zu essen gab und an Wasser mangelte es auch, so das sich Senait einen anderen Weg suchen musste, nur um nicht zu verhungern, einfach schrecklich wenn man das ließt.
3 ganze Jahre hat sie bei der ELF verbracht bevor sie und ihre Schwestern flüchten konnten um in ein andres Leben zu fliehen, aber nicht mal das war besser, sie hat wirklich sehr, sehr viel durchmachen müssen.
Bei mir hat sich eine Gewisse Wut entfacht, gegen Senaits Vater, nicht nur das er sie in den Krieg gebracht hat, sondern auch wie er sie die Jahre vorher behandelt hat, einmal hat er sie fast umgebracht nur weil er keinen anderen Ausweg mehr sah, genau so wie er sie Tag für Tag geschlagen und gedemütigt hat, und das obwohl sie so gut wie nie etwas angestellt hat, einfach nur so.

Aber ihr müsst das Buch unbedingt selber lesen, weil ich das ganze Elend und den Schrecken, hier nicht so richtig in Worte fassen kann, wie es die Geschichte von Senait Verdient hätte.
Ich kann nur immer wieder sagen, das ich sehr oft mit den Tränen kämpfen musste und noch immer hier jetzt beim schreiben mit den Kopf schüttle.

Ich habe euch hier zwei Leseproben raus gesucht, damit ihr lesen könnt was ich meine, aber die reichen eigentlich nicht , um zu verstehen, müsste ich das ganze Buch hier als Leseprobe darstellen. Deshalb, wenn ihr euch für eine sehr bewegende und wahre Geschichte eines kleinen Mädchen interessiert, dann kauft euch das Buch. Es ist es wert und ihr werdet vieles anders sehen.- so wie ich.


Leseprobe: Seite 70
~~~~~~~~~~~~~~~

Auch wenn Schläge in Afrika zur Kindererziehung dazugehören, schlugen nicht alle Väter so hart, so oft und so brutal zu wie mein Vater. Zu allem Überfluss war ich das liebste Opfer meines Vaters. Je länger wir beisammen waren, desto deutlicher wurde, dass er es vor allem auf mich abgesehen hatte. Natürlich schlug er seine anderen eigenen Kinder, er schlug Werhids Kinder , er schlug sogar die Nachbarskinder, wenn sie ihm in die Quere kamen, oder die Freunde seiner Kinder, wenn sie seine Bahnen störten. Das geschah im Vorbeigehen und galt als Völlig normal. Mich schlug mein Vater nicht nur im Vorbeigehen, sondern richtig gezielt, ob ich etwas ausgefressen hatte oder nicht.


Leseprobe : Seite 128
~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wenn ich nicht andres fand und das Bohren des Hungers bin hinauf in meinem Kopf gestiegen war, kletterte ich ins Flussbett und aß Erde. Ich schabte die oberste sandige Schicht weg, wo es ein wenig feuchter war, bis ich auf den getrockneten Schlamm stieß , und aß diesen Schlamm. Handvoll auf Handvoll steckte ich mir mehr davon in den Mund, kaute und kaute und würgte, bis ich ein wenig hinunter schlucken konnte. Ich steckte mir noch mehr in den Mund und kaute weiter und weiter, bis mir schlecht war. Das Problem dabei war nicht der Geschmack - Die Erde, besonders wenn sie moosig-feucht schmeckte, war gar nicht so schlecht, aber ich bekam jedesmal starke Bauchschmerzen. Ich hatte Krämpfe, als würde mir jemand in dem Magen greifen und darin herumrühren. Anschließend erbrach ich mich oft oder bekam Durchfall. Das war schlimm, aber es war immer noch besser, als die ganze Zeit über dieses leere Gefühl zu ertragen.


Mein Fazit
....................

Hier muss ich sagen das ihr das Buch unbedingt selber lesen müsst, weil ich das ganze Elend und den Schrecken, was ich in dem Buch zu lesen bekommen habe, nicht so richtig in Worte fassen kann.
Ich vergebe dem Buch von Senait G. Mehari die volle Punktzahl und natürlich eine Kaufempfehlung mit dazu.

Mit freundlichen Grüßen
eure Katrin
...
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Kommentare
andrea30b
andrea30b, 02.09.2009
viele Grüße andrea30b
Gozo-Bernie
Gozo-Bernie, 20.08.2009
Gruss aus Catania, der
Heimat von telestrada.it
morla
morla, 19.08.2009
wünsche dir eine gute nacht lg. petra
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Das Buch Feuerherz
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fireez

Ein bewegendes Schicksal

ein Testbericht von 2005-07-21 23:59:46 vom 21.07.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: bewegende Story, mal ein etwas anderes Schicksal...
Nachteile/Kritik: Der Schreibstli könnte besser sein
Senait G. Mehari - Feuerherz
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Für reine Datenjäger:
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Für alle, die sich am Liebsten an reine Daten und Fakten halten hier ein kleiner Überblick über das Wichtigste:

Titel: „Feuerherz“
Autorin: Senait G. Mehari
317 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
Abbildungen: etwa 10 Schwarz-Weiß- Abbildungen + 2 Farbfotos auf dem Umschlag
Verlag: droemer
Erscheinungsjahr: 2004
ISBN: 3-426-27341-1
Preis: 16,90 €


Das Äußere:
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Das Buch ist dunkelblau eingebunden und am Buchrücken sind mit leuchtend gelben Buchstaben Autor, Titel und Verlag eingeprägt.

Der Schutzumschlag ist in beigefarben gehalten und mit dunkelroter Schrift bedruckt. Die Vorderseite bedeckt ein Porträt der Schriftstellerin sowie Titel, Autor und Verlag. Auf der Rückseite ist ein weiteres kleines Foto, dass die Autorin in ihrer Heimat Eritrea zeigt.
Außerdem steht auf der Rückseite folgende Kurzzusammenfassung des Buches:

„Es sah nicht so aus, als wäre Senait ein langes Leben bestimmt: Ihre Mutter setzte das Neugeborene in einem Koffer aus. Aus Verzweiflung, seine Familie nicht mehr ernähren zu können, gab ihr Vater sie in eine Rebellenarmee. Als Kindersoldatin wäre sie um ein Haar von einer Granate zerrissen worden. Ihre Kindheit war ein Albtraum. Dass sie ihn überlebte, grenzt an ein Wunder. Ein noch größeres Wunder ist es, dass Senait heute selbstbewusst ihren Weg geht – eine zuversichtliche, starke junge Frau, die ihr Schicksal bewältigt hat und ohne Bitterkeit davon zu erzählen vermag.“


Die Autorin:
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Senait Ghebrehiwet Mehari wurde vermutlich 1974 in Asmana, der heutigen Hauptstadt von Eritrea, geboren – Aufzeichnungen über ihr Geburtsdatum gibt es nicht. Anfang der achtziger Jahre floh sie vor dem Bürgerkrieg mit ihren Schwestern in den Sudan; später fand sie Zuflucht in Deutschland. Senait G. Mehari unterstützt Karlheinz Böhms „Menschen für Menschen“ ebenso wie die Aktionen von Unicef, Misereor, Terre des Hommes und der Aktion Weißes Friedensband gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Sie lebt als Sängerin, Komponistin und Songwriterin in Berlin.



Widmung der Autorin:
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Auf der 5. Seite Steht folgende Widmung der Autorin als Einleitung: „Jetzt, nachdem ich all das niedergeschrieben habe, bin ich frei. Dieses Buch wird meinem Leben Frieden bringen. Die Geschichte, die ich zu erzählen habe, ist hart. Ich will aber nicht, dass die Menschen, die dieses Buch lesen, nur das Schreckliche sehen. Ich will, dass bei der Lektüre eine Tür aufgeht. Dass ein Licht zu sehen ist, eine Hoffnung.“ Senait


Inhalt:
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Geboren wurde Senait im heutigen Eritrea, mitten im Bürgerkrieg. Als Kind eines eritreischen Vaters und einer äthiopischen Mutter geriet sie gleich bei ihrer Geburt zwischen die Fronten. Der Vater war auf der Flucht und ließ Frau und Kind im Stich. Senaits Mutter wusste sich nicht anders zu helfen, als ihre Tochter wenige Wochen nach der Geburt in einem Koffer auszusetzen. Eine Nachbarin rettete das Baby, die Mutter aber wurde wegen Kindesaussetzung zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.
Senait steckte man in ein von italienischen Nonnen geführtes Kinderheim, in dem es fast nur weiße Kinder gab – bis auf Senait und ein paar andere schwarze Waisen, die den Sticheleien sowohl der frommen Schwestern als auch der weißen Kinder ausgesetzt waren. Nach fast fünf Jahren tauchte eines Tages eine Frau auf, die sich als ihre Mutter ausgab und Senait zu sich holte. Nur ein Jahr lang lebte Senait ein glückliches Familienleben mit Geschwistern und Großeltern, dann kam sie zu ihrem Vater und dessen neuer Frau. Hier waren Schläge an der Tagesordnung. Als die Familie in den Wirren des Bürgerkrieges und in wirtschaftliche Not geriet, gab der Vater Senait und ihre beiden Halbschwestern in die Obhut einer Rebellenarmee. Senait wurde zur Kindersoldatin ausgebildet, denn der Bedarf an Soldaten aller Art, und seien sie noch so jung, war unerschöpflich. Es folgten drei lange Jahre voller Hunger, Durst, Krankheiten, Schläge und Drill.
Wieder wurde Senait gerettet, diesmal von ihrem Onkel, der ihre Schwestern und sie heimlich entführte, als sie gerade allein beim Wasserholen waren. Sie flohen in den Sudan, wo Senait im Haus ihres Onkels lebte. Doch dann meldete sich plötzlich ihr Vater: Senait solle zu ihm nach Deutschland kommen ...
Heute ist Senait eine Lebensfrohe junge Frau, die sehr genau weiß, was sie will, und sich ganz auf ihre Karriere als Sängerin konzentriert. Im Jahr 2003 belegte sie mit ihrem Lied „Herz aus Eis“ den vierten Platz in der Nationalen Vorausscheidung für den Grand Prix Eurovision. Doch über den Erfolg hat sie ihre Wurzeln nie vergessen. Senait unterstützt humanitäre Projekte in ihrer Heimat und engagiert sich gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

All dies und noch viel mehr aus ihrem Leben erfährt man in Insgesamt 13 Kapiteln die jeweils nochmals in Unterkapitel von nur wenigen Seiten gegliedert sind. Die Geschichte beginnt mit ihrer Geburt und endet mit dem Schreiben dieses Buches – also im Wahrsten Sinne des Wortes eine Lebensgeschichte.

Abgerundet wird das Buch durch eine Danksagung und am Ende gibt Senait auf 1 ½ Seiten einen kurzen Überblick darüber, was Kindersoldaten leisten müssen und was sie erwartet - und wie verheerend die Ausbreitung dieser Ausnutzung ist.
Darauf folgen 2 weitere Seiten, auf denen sie kurz die Geschichte Eritreas beschreibt und die heutige Situation in diesem Land beschreibt. Auf weiteren 5 Seiten stehen dann konkrete Adressen von Hilfsorganisationen an die man sich wenden kann, wenn man den Kindersoldaten helfen möchte.

Auf der letzten Seite steht dann auch gleich eine Anregung für das nächste Buch: eine kurze Beschreibung von „Sklavin“ von Mende Nazer


Eigene Meinung:
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Die Story dieses Buches – also das Leben von Senait – ist sehr interessant. Obwohl Bücher mit Lebensschicksalen seit Waris Diries’ „Wüstenblume“ nur so aus dem Bodenschießen hebt sich dieses durch das Thema Kindersoldaten doch ein wenig von den anderen ab. Es war auch die einzige Schicksalsgeschichte, die ich seit oben genannten Buch gelesen habe, da sich alles andere zu sehr ähnelt. Ich wurde in meiner Leseerwartung auch nicht enttäuscht, was den Inhalt angeht. In chronologischer Reihenfolge und völlig unverblümt erzählt die Autorin ihre Geschichte. Allerdings entsprach der Schreibstil nicht ganz meinem Geschmack, was wohl zweifellos daran liegt, dass es sich nicht um eine professionelle Schriftstellerin handelt. Ein bisschen mehr sprachliche Ausgestaltung und bildhafte Beschreibung hätte der Geschichte sicher nicht ihre Authentizität genommen, aber sie hätte sie noch lebendiger und fesselnder gemacht. So konnte ich das Buch noch jederzeit aus der Hand legen und erst Tage später weiterlesen, was bei mir den Sprung unter die Top-Bücher verhindert.
...
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Kommentare
mami_online
mami_online, 22.07.2005
aber das ist kein Buch fuumlr mich....
ForzaSGE
ForzaSGE, 09.04.2005
...vielleicht kauf ichs mir mal, bericht houmlrt sich ja ganz okay an :
Lotosblüte
Lotosblüte, 18.03.2006
sh
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1-3 von 3  Biographien & Erinnerungen - E, F, G

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Produktbeschreibung Senait Mehari: Feuerherz (gebundene Ausgabe)

Technische Daten und Produkteigenschaften
Ihre Kindheit war ein Albtraum. Dass sie ihn überlebte, grenzt an ein Wunder. Ein noch größeres Wunder ist es, dass Senait heute selbstbewusst ihren Weg geht - eine zuversichtliche, starke junge Frau, die ihr Schicksal bewältigt hat und ohne Bitterkeit davon zu erzählen vermag.Als Senait zum ersten Mal geboren wurde, herrschte Bürgerkrieg, und ihr Vater, der vor den Häschern der äthiopischen Armee fliehen musste, ließ seine Familie im Stich. Ihre Mutter, allein und verzweifelt, setzte das wenige Wochen alte Kind in einem Koffer aus. Eine Nachbarin entdeckte das Baby und rettete es. Da erblickte Senait zum zweiten Mal das Licht der Welt - und verlor ihre Mutter, die zur Strafe für ihre Tat zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wurde.Senait wuchs im Waisenhaus heran. Im Alter von fünf Jahren kam sie in das Lager einer eritreischen Guerillaorgani-sation, wo sie und andere Kinder als Soldaten ausgebildet und zum Töten gedrillt wurden. Nach Jahren voller Qualen und Entbehrungen verhalf ihr ein Verwandt er zur Flucht in den Sudan. Aber damit war ihre Odyssee noch nicht beendet. Es sollte noch viele Jahre dauern, bis sie endlich ihrem Vater nach Deutschland folgen konnte.In eindringlichen Worten erzählt Senait ihr Leben - die erschütternde Ge-schichte eines afrikanischen Albtraums.
Allgemeine Informationen Senait Mehari: Feuerherz
ISBN: 3426273411
EAN: 9783426273418
gelistet seit: 05.09.2004
Hersteller: Mehari, Senait
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Details
Abbildungen: Zahlreiche Abbildungen 
Ausgabeformate: gebunden 
Erscheinungsjahr: September 2004 
Hersteller / Verlag: Droemer Knaur 
Kurztitel: Mehari, S: Feuerherz 
Schlagworte: Erinnerung;Denkwürdigkeiten;Lebenserinnerung;Autobiografie / Lebenserinnerung;Memoiren; 
Seitenzahl: 320 
Unverbindliche Preisempfehlung: 16.90 
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